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176h Arbeit für 1500 Euro

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: AllDayPiano 21.09.21 - 20:54

    Als Student oder Schüler hätte ich es gemacht.

    Für viele andere, nämlich etwa 10 Mio Menschen, oder jeder 10te, ist das trauriger Alltag.

    Aber die Rakete - die fliegt. Das ist das wirklich wichtigste in Leben.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.09.21 20:55 durch AllDayPiano.

  2. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: Oktavian 21.09.21 - 21:31

    > Als Student oder Schüler hätte ich es gemacht.
    >
    > Für viele andere, nämlich etwa 10 Mio Menschen, oder jeder 10te, ist das
    > trauriger Alltag.

    Siehst Du, da ist man doch froh, wenn man bei Amazon ist. Da bekommt man bei 176 Stunden 2150 EUR (12,22/h). Für eine Tätigkeit, für die man keinerlei Qualifikation mitbringen muss außer schnell zu sein und zupacken zu können, ist das nicht übel.

  3. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: nuclear 21.09.21 - 21:48

    Ach und man zahlt keine Steuern? Wobei das dann nicht 1500¤ sondern 1700¤ sind. Ist aber immer noch nicht wirklich viel Geld.

  4. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: AllDayPiano 21.09.21 - 22:40

    Netto rechner sagte 1500. Kann es nur so wiedergeben.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  5. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: AllDayPiano 21.09.21 - 22:45

    Ja, froh darf man da sein. Von den 1500 Euro zahlt man 800 Euro Miete, 20 Euro RFB, 30 Euro internet, 60 Euro Strom, 80 Euro NK und dann bleiben am Ende des Monats immerhin noch satte 510 Euro.

    Alleinstehend geht das. Mit Kind sieht es dann schon recht scheiße aus.

    Würde Amazon 15 Euro bezahlen, wären es über 500 Euro mehr.

    Aber 15 Euro die Stunde; ist ja utopisch für einen multi milliarden Konzern.

    Und nein, mir geht es dabei gar nicht mal so sehr um Amazon, sondern dass dieses Lohnniveau grundsätzlich fragwürdig ist.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  6. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: Oktavian 21.09.21 - 22:45

    > Ach und man zahlt keine Steuern?

    Nein, tut man bei dem Gehalt in Steuerklasse 3 nicht. Da liegt man unterm Freibetrag.

    > Wobei das dann nicht 1500¤ sondern 1700¤
    > sind.

    Siehste.

    > Ist aber immer noch nicht wirklich viel Geld.

    Klar, das, was davon abgeht, sind aber Versicherungsleistungen, Arbeitslosen, Kranken, Rente, Pflege.

  7. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: Oktavian 21.09.21 - 22:51

    > Alleinstehend geht das. Mit Kind sieht es dann schon recht scheiße aus.

    Richtig. Und deshalb sage ich meinen Kindern immer, lernt was ordentliches. In der Schule schön aufpassen ist der erste Schritt, nicht bei Amazon Päckchen zu packen.

    Natürlich liegt der Job nur knapp über Mindestlohn, denn die Eingangsvoraussetzungen sind denkbar niedrig. Außer Schnelligkeit und Kondition braucht man dafür nun wirklich gar nichts.

    > Würde Amazon 15 Euro bezahlen, wären es über 500 Euro mehr.

    Richtig, und würde Amazon 25 zahlen, wäre es noch mehr. Und jetzt?

    > Und nein, mir geht es dabei gar nicht mal so sehr um Amazon, sondern dass
    > dieses Lohnniveau grundsätzlich fragwürdig ist.

    Und jetzt stellen wir uns mal vor, bei allen erhöhen wir den Lohn um 20%. Was passiert dann mit den Preisen? Richtig, nützt nichts.

  8. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: DX12forWin311 22.09.21 - 01:10

    Amazon hätte 2020 jedem Mitarbeiter global gut 8000$ mehr zahlen können und trotzdem noch 10 Mrd. Gewinn gemacht. Schere Arm Reich und so. Wenn Menschen anständig bezahlt werden, kann ein Elternteil länger Zuhause bleiben und Kinder betreuen, bei Hausaufgaben helfen. Es gibt mehr Teilhabe, mehr Sport, mehr kulturelle Bildung, weniger Ängste, klügere Kinder und in ein paar Jahren eine klügere Gesellschaft, die mehr zu leisten in der Lage ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.09.21 01:11 durch DX12forWin311.

  9. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: robinx999 22.09.21 - 07:33

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ach und man zahlt keine Steuern?
    >
    > Nein, tut man bei dem Gehalt in Steuerklasse 3 nicht. Da liegt man unterm
    > Freibetrag.
    >
    > > Wobei das dann nicht 1500¤ sondern 1700¤
    > > sind.
    >
    Ich glaube die 1500¤ beziehen sich auf das was raus kommt
    Amazon zahlt 12¤ die Stunde er geht von 176 Stunden aus 2112¤ Brutto
    Der Lohnsteuerrechner gibt mir dort in Steuerklasse I folgendes aus für NRW
    Lohnsteuer 188,83
    Solidaritätszuschlag 0,00
    Summe der Steuern 188,83
    9,300% Rentenversicherung 196,42
    1,200% Arbeitslosenversicherung 25,34
    7,950% Krankenversicherung 167,90
    1,525% Pflegeversicherung 32,21
    Summe Sozialversicherung 421,87
    Nettolohn 1 501,30

    Mit den ganzen Zusatzbeiträgen der Krankenversicherung dürfte man sogar unter 1500¤ landen oder falls man Kirchensteuer zahlt (währen noch mal 17¤ für die Kirche)

    Aber selbst wenn ich von 1500¤ Brutto ausgehen würde
    Lohnsteuer 58,33
    Solidaritätszuschlag 0,00
    9% Kirchensteuer 5,24
    Summe der Steuern 63,57
    9,300% Rentenversicherung 139,50
    1,200% Arbeitslosenversicherung 18,00
    7,950% Krankenversicherung 119,25
    1,525% Pflegeversicherung 22,88
    Summe Sozialversicherung 299,63
    Nettolohn 1 136,80

    Ist zwar nicht viel Steuer aber Steuern zahlt man und es ist auf jeden Fall über 9408¤ Grundfreibetrag (pro Jahr), wobei Studenten die so einen Job zwischen den Semestern machen natürlich unter dem Freibetrag landen könnten sofern das die einzigen Einnahmen sind
    > Siehste.
    >
    > > Ist aber immer noch nicht wirklich viel Geld.
    >
    > Klar, das, was davon abgeht, sind aber Versicherungsleistungen,
    > Arbeitslosen, Kranken, Rente, Pflege.

    Sicherlich gehen die ab, aber Steuern auch sagt mir zumindest der Steuerrechner auch wenn dies sicherlich der kleinste Teil der Abgaben sind.

  10. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: Haze95 22.09.21 - 08:09

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Würde Amazon 15 Euro bezahlen, wären es über 500 Euro mehr.
    >
    1500 Euro netto + 500 Euro netto = 2000 Euro netto

    Vorweg, bevor die ersten Steine fliegen: Nein, Neid spielt hier keine Rolle.

    Und dann würde der Packer genauso viel verdienen wie ich im öffentlichen Dienst.
    Verdiene dort nämlich trotz Studium auch nur knapp 2000 Euro netto. Unbezahlte Überstunden und Wochenendarbeit ist da auch inklusive.

  11. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: miauwww 22.09.21 - 08:39

    > 1500 Euro netto + 500 Euro netto = 2000 Euro netto
    >
    > Vorweg, bevor die ersten Steine fliegen: Nein, Neid spielt hier keine
    > Rolle.
    >
    > Und dann würde der Packer genauso viel verdienen wie ich im öffentlichen
    > Dienst.
    > Verdiene dort nämlich trotz Studium auch nur knapp 2000 Euro netto.
    > Unbezahlte Überstunden und Wochenendarbeit ist da auch inklusive.

    Da könnte auch etwas mehr bezahlt werden in den unteren Rängen, wenn Politik etwas mehr an fairere Lastenverteilung und zB. besser auf Bekämpfung von Steuertricks achten würde. Das wäre zu unterstreichen, nicht der Vergleich mit dem Packer bei A.

  12. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: psyemi 22.09.21 - 08:49

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und nein, mir geht es dabei gar nicht mal so sehr um Amazon, sondern
    > dass
    > > dieses Lohnniveau grundsätzlich fragwürdig ist.
    >
    > Und jetzt stellen wir uns mal vor, bei allen erhöhen wir den Lohn um 20%.
    > Was passiert dann mit den Preisen? Richtig, nützt nichts.

    Es gibt einige Preise die sind direkt mit dem Lohnniveau verknüpft und andere nicht. 20% mehr für alle Niedriglöhner würde sehr wahrscheinlich keine 20% Inflation bringen.

  13. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: Oktavian 22.09.21 - 08:53

    > Wenn
    > Menschen anständig bezahlt werden, kann ein Elternteil länger Zuhause
    > bleiben und Kinder betreuen, bei Hausaufgaben helfen.

    Das ist eine hehre Hoffnung. Im Einzelfall mag das funktionieren, oft genug passiert das genaue Gegenteil.

    Ich konnte das schön bei Corona beobachten, da hatten ja plötzlich viele Menschen viel Zeit für ihre Kinder (Kurzarbeit, etc.). Die, bei denen es eh immer schon gut lief, haben ihr Engagement tatsächlich gesteigert, es lief besser. Und die, bei denen es immer schon schwierig war, hatte noch mehr Probleme. Es gibt eben genug Menschen da draußen, die überlassen die Erziehung und Bildung ihrer Kinder den Lehrern Handy, Tablet und Playstation. Für die Kinder ist es deutlich besser, nicht allzu viel Zeit in den Händen ihrer Eltern zu verbringen.

    > Es gibt mehr
    > Teilhabe, mehr Sport

    Auch mit dem "mehr Sport" weiß ich nicht so recht. E-Sport ja, aber der Rest? Bei denen, die eh gerne Sport machen, kann das hinkommen. Corona war auch hier ein Augenöffner. Tatsächlich habe ich einige oft draußen gesehen, laufen, radfahren, walken, etc. Aber die, die eh da etwas unmotiviert waren, haben die "mehr Zeit" auch nicht zum Sporteln genutzt.

    >, mehr kulturelle Bildung, weniger Ängste, klügere
    > Kinder und in ein paar Jahren eine klügere Gesellschaft, die mehr zu
    > leisten in der Lage ist.

    Ich befürchte eher das genaue Gegenteil. Kinder auch sozial benachteiligten Haushalten werden nicht plötzlich zu Bildungsbürgern, wenn sie mehr Zeit in diesen Haushalten verbringen sondern weniger. Es ist eine Einstellungsfrage der Eltern und gar nicht so sehr eine Frage von Zeit.

  14. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: Oktavian 22.09.21 - 08:54

    > Es gibt einige Preise die sind direkt mit dem Lohnniveau verknüpft und
    > andere nicht. 20% mehr für alle Niedriglöhner würde sehr wahrscheinlich
    > keine 20% Inflation bringen.

    Nicht unmittelbar, aber relativ schnell. Die Erfahrung mit anderen staatlichen Zuwendungen zeigt, die werden immer sehr schnell abgeschöpft.

  15. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: AllDayPiano 22.09.21 - 09:02

    Naja betrachte mal die Folgen: Wer 500 Euro im Monat zum Leben hat, hat kein Geld, für 200 Euro in eine BU zu investieren. Hat keine weiteren 200 Euro, um in eine PRV zu investieren.

    Diese Menschen stehen im Alter vor der Grundsicherung und werden Aufstocker.

    Es ist sehr kurzsichtig zu sagen, dass das genug Lohn ist.

    Es betrifft ja, wie gesagt, 10 Mio. Deutsche mittlerweile.

    Das nicht ausgezahlt Geld wird abgeschöpft. Und obwohl das Geld in Deutschland verdient wurde, landet es schlussendlich im Ausland. Das für die Unternehmen gesparte Geld wird dem hiesigen Kreislauf entzogen.

    Das ist auf Dauer alles, aber nicht sinnvoll.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  16. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: OnlyXeno 22.09.21 - 09:05

    Wir reden hier von einem ungelernten Job bei dem man nichts mitbringen muss. da finde ich 1500¤ völlig gerechtfertigt. Ich kenne Gelernte Kräfte die weniger verdienen. Wenn du mit 1500¤ nicht über die runden kommst machst du was falsch. Natürlich wird es eng mit Kindern, aber dann hättest du auch was lernen können.... zudem ist hier die rede von einem EINSTIEGSGEHALT, niemand sagt das man bei Amazon nach 2 Jahren nicht mehr verdienen wird.... (als ungelernter Paket schlepper!!)

  17. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: Captain 22.09.21 - 09:11

    OnlyXeno schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir reden hier von einem ungelernten Job bei dem man nichts mitbringen
    > muss. da finde ich 1500¤ völlig gerechtfertigt. Ich kenne Gelernte Kräfte
    > die weniger verdienen. Wenn du mit 1500¤ nicht über die runden kommst
    > machst du was falsch. Natürlich wird es eng mit Kindern, aber dann hättest
    > du auch was lernen können.... zudem ist hier die rede von einem
    > EINSTIEGSGEHALT, niemand sagt das man bei Amazon nach 2 Jahren nicht mehr
    > verdienen wird.... (als ungelernter Paket schlepper!!)

    Dann wohn mal in einer etwas grösseren Stadt, dann wirds schon eng. Aber sch... egal, Kultur brauchen diese Leute ja nicht, es reicht wenn sie grade soviel haben, das sie überleben.
    Hauptsache der Konzern verdient sich den Hintern wund...

  18. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: psyemi 22.09.21 - 09:14

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > OnlyXeno schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wir reden hier von einem ungelernten Job bei dem man nichts mitbringen
    > > muss. da finde ich 1500¤ völlig gerechtfertigt. Ich kenne Gelernte
    > Kräfte
    > > die weniger verdienen. Wenn du mit 1500¤ nicht über die runden kommst
    > > machst du was falsch. Natürlich wird es eng mit Kindern, aber dann
    > hättest
    > > du auch was lernen können.... zudem ist hier die rede von einem
    > > EINSTIEGSGEHALT, niemand sagt das man bei Amazon nach 2 Jahren nicht
    > mehr
    > > verdienen wird.... (als ungelernter Paket schlepper!!)
    >
    > Dann wohn mal in einer etwas grösseren Stadt, dann wirds schon eng. Aber
    > sch... egal, Kultur brauchen diese Leute ja nicht, es reicht wenn sie grade
    > soviel haben, das sie überleben.
    > Hauptsache der Konzern verdient sich den Hintern wund...

    Die meisten Amazon Lager sind in Relativ Struktur Schwachen Regionen da sind die Lebenshaltungskosten nicht ganz so hoch.
    Bei den Fahrern sieht es aber wieder anders aus. Die müssen vorallem da hin wo die Menschen leben.

  19. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: Oktavian 22.09.21 - 09:20

    > Diese Menschen stehen im Alter vor der Grundsicherung und werden
    > Aufstocker.

    Richtig, das werden die meisten in solchen Jobs. Allerdings ändern daran 500 EUR mehr auch wenig. Das Problem ist eher, solche Erwerbsbiographien sind meist lückenhaft. Mein Chef nannte das früher "einen anspruchsvollen Lebenslauf".

    Wir, die Gesellschaft, müssen da am Ende etwas aufstocken, klar. Wenn Amazon den Packern aber 500 EUR mehr zahlt, bezahlen wir als Gesellschaft das im Endeffekt auch, als Kunden von Amazon. Linke Tasche, rechte Tasche und so.

    > Es betrifft ja, wie gesagt, 10 Mio. Deutsche mittlerweile.

    Umso mehr ein guter Grund, sich in der Schule anzustrengen. Denn das Problem ist nicht, dass Amazon zu wenig zahlt. Das Problem ist eher, dass Amazon bald gar nicht mehr zahlt. Solche Jobs am unteren Ende der Erwerbstätigkeit sind Auslaufmodelle, und das konsequent seit 40 Jahren.

    Noch in den 50ern und 60ern konnte man ziemlich gut verdienen, wenn man einfach bereit war, zuzupacken. Man musste nicht viel gelernt haben, man musste nur bereit sein, körperlich hart zu arbeiten. Dann ging man unter Tage, bei Opel, Ford, VW ans Band, in die Fabrik oder ähnliches und hatte ein deutlich auskömmliches Gehalt. Diese Jobs sterben in Massen seit den 80ern. Und, Angebot und Nachfrage, damit sinken die Löhne in den Bereich, denn die Vollpfostendichte in D hat ja nicht in gleichem Maße abgenommen.

    Also umso mehr ein Grund, viel zu lernen, denn wer heute bei Amazon Pakete packt, hat in spätestens 10 Jahren gar keinen Job mehr.

    > Das nicht ausgezahlt Geld wird abgeschöpft. Und obwohl das Geld in
    > Deutschland verdient wurde, landet es schlussendlich im Ausland

    Dafür, inkompetent und inkonsequent bei Steuergesetzen zu sein, haben wir unsere Parlamentarier doch gewählt, oder?

  20. Re: 176h Arbeit für 1500 Euro

    Autor: Oktavian 22.09.21 - 09:25

    > Dann wohn mal in einer etwas grösseren Stadt, dann wirds schon eng. Aber
    > sch... egal, Kultur brauchen diese Leute ja nicht, es reicht wenn sie grade
    > soviel haben, das sie überleben.

    Das schöne ist, die Diskussion erübrigt sich innerhalb weniger Jahre. Nein, nicht durch Fachkräftemangel, die Packer bei Amazon sind ja keine Fachkräfte. Automatisierung ist das Stichwort.

    Seit etwa 40 Jahren werden die Jobs für ungelernte Hilfskräfte konsequent weniger, Teils durch Standortschließungen (Kohle, Textilindustrie, etc.), vor allem auch durch Automatisierung. Glaubst du, in 10 Jahren packt noch jemand bei Amazon Päckchen? Vielleicht ist noch jemand da, der sie zu Dir nach Hause bringt, aber die Lager funktionieren bis dahin weitgehend automatisch.

    Die Alternative für so einen Packer ist also mittelfristig kein besser bezahlter Job sondern gar kein Job mehr.

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