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Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

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  1. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Wasweißichdennschon 25.09.21 - 16:28

    rubberduck09 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EWCH schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Diese Anforderung können moderne Geräte leider überhaupt nicht
    > erfüllen.
    > >
    > > ist das wirklich so ? Je kleiner umso geringer ist die Spannung die ein
    > EM
    > > Feld aufbaut.
    > > Und eine winzige Elektronik mit einem Bleigehaeuse zu schuetzen ist
    > > wesentlich einfacher als so eine riesige Platine.
    >
    > Die Platine schützen ist überhaupt kein Problem aber die ANTENNE kannst ja
    > schlecht in einen Faradayschen Käfig bauen... Und genau um die HF Stufe
    > gehts ja bei der EMP.
    > Wenn die EMP sicher genug ist dass da nix an die dahinterliegende
    > Elektronik durchschlagen kann ist alles gut. Natürlich basiert auch dieses
    > Funkgerät nicht 100% auf Röhren. Nur die HF Stufe ist mit winzigen
    > (Bleistift) Röhren aufgebaut. Genau deshalb -> wesentlich robuster.
    >
    > Mit so einer Endstufe hingegen sind allerdings digitale Funkgeräte schlicht
    > nicht realisierbar. Was weiter oben vorgeschlagen wurde wäre eine Art
    > Schnellwechselmodul für das Frontend zu machen und das mittels galvanischer
    > Trennung mit dem Rest des Funkgeräts zu verbinden. Dann könnte man im Feld
    > ggf. mal eben schnell die Endstufe tauschen. Bedenke: Soldaten sind
    > potentiell die Steigerung von DAU - das muss 10x Idiotensicher zu tauschen
    > gehen. Ich hab nur 10 Monate dort verbringen dürfen, das hat mir schon
    > gereicht.

    Und Deine Erfahrung repräsentiert dann die ganze (Bundeswehr-)Welt? Es scheint so, dass Du mit Deiner zehnmonatigen Anwesenheit Teil dieser potentiellen Steigerung gewesen bist.
    Eine andere Erklärung für Deine stichhaltige Einschätzung fällt schwer, zu glauben.

  2. Re: EMP nicht das Problem sondern

    Autor: Wasweißichdennschon 25.09.21 - 16:29

    Standard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rubberduck09 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Diese Anforderung können moderne Geräte leider überhaupt nicht erfüllen.
    > >
    > > Bei dem alten Schinken hauts schlimmstenfall 1-2 Röhren durch die in 2
    > > Minuten im Feld tauschbar sind und dann gehts weiter. Neues
    > > hochintegriertes reparierst dann aber nicht mehr.
    >
    > Verschlüsselung und Lokalisierbarkeit.
    > Die Verschlüsselung schützt vor dem Abhören und eine Verschleierung der
    > Position schützt vor feindlichem Beschuss. Dieser alte Schinken kann
    > Letzteres schonmal nicht leisten und Ersteres evtl über ein zusätzliches,
    > ebenfalls uraltes und damit obsoletes Verschlüsselungsmodul.
    > Es bietet also keinerlei Sicherheit und unterstreicht nur den üblen Zustand
    > der Bundeswehr.
    > Anstatt also Geld für nutzlosen Müll auszugeben, sollte die Bundeswehr
    > reformiert werden mit dem Fokus auf Schocktruppen, die schnell überall
    > eindringen können und somit Anführer von Kriegsparteien entweder gefangen
    > nehmen oder elimieren um den feindlichen Truppen die Kriegsgründe zu nehmen
    > und Kriege entweder im Keim ersticken oder schnell beenden.
    Woher hast Du denn Deine Strategieüberlegung? Evtl. aus irgendwelchen Egoshootern? Wie soll denn so etwas realisiert werden?

  3. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Lehmmanbnhb 25.09.21 - 17:53

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Bei deinem eigentlichen Inhalt gebe ich dir recht, aber das mit den
    > > Fruchtfliegen kann so nicht stimmen. Die Wellenlänge ist in dieser Form
    > > nicht relevant für den Erwärmungsmechanismus im Mikrowellenofen.
    >
    > Doch, fuer die Mikrowelle gilt das Gleiche wie fuer Antennen. Ganze oder
    > halbe Wellenlaenge funktioniert gut, darunter nicht mehr.
    > Hier hat's Einer ausprobiert :
    >
    > izgmf.de
    >
    > Gab's auch mal bei Mythbusters.

    Das ist meines Wissens hanebüchener Unsinn!

    Das kannst Du selbst in einer Minute verifizieren:

    Sprenkle ein paar kleine Tropfen Wasser auf einen Teller und stell' ihn in die Mikrowelle.

    Nach ca. 30s bei 900W sind die komplett verdampft, dazu müssen sie auf knapp 100°C erhitzt worden sein.

    Das gleich passiert mit der Hämolymphe (Körperflüssigkeit) und dem Wasser in den Zellen der Fruchtfliege. Die Eiweiße der Zellkerne sind dann sauber gekocht.

    Der Mechanismus ist der, daß die ca. 2.5GHz (ca. 12cm Wellenlänge) der Mikrowellen ein elektromagnetisches Feld aufbauen, dessen Frequenz etwa der Resonanzfrequenz der einzelnen Wassermoleküle entspricht. Diese geraten dann immer stärker in Schwingungen und stoßen dabei andere Moleküle an, was eine Temperaturänderung bewirkt (Die Temperatur einer Flüssigkeit ist die durchschnittliche Geschwindigkeit von Teilchen darin).

    Dafür ist es unerheblich, wie groß das Tröpchen in der Mikrowelle relativ zu den Teilchen ist.

  4. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Eheran 25.09.21 - 18:18

    >Also ist dann nicht mehr nötig, zu kommunizieren?
    Man wird immer kommunizieren wollen/sollen/müssen. Nur spielt es überhaupt keine Rolle, ob/wie wir das tun, wenn die Atombomben schon rumgeflogen sind. Da kann man höchstens hinterher beim Neuaufbau was mit reißen.

    >Du kennst Dich leider nicht aus, um so eine Aussage korrekt zu treffen.
    Du kennst mich nicht, wie kannst du so eine Aussage machen?

  5. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Eheran 25.09.21 - 18:20

    >die ANTENNE kannst ja schlecht in einen Faradayschen Käfig bauen... Und genau um die HF Stufe gehts ja bei der EMP.
    Wie schützt man Antennen (bzw. die Elektronik dahinter) denn vor einem (in-)direkten Blitzeinschlag?

  6. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Fwk 25.09.21 - 19:37

    rubberduck09 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >Diese Anforderung können moderne Geräte leider überhaupt nicht erfüllen.
    >
    > > Das kannst du sicherlich mit einer Quelle belegen? Warum die Technik von
    > > 1982 intrinsisch besser gegen EMP gewappnet ist?
    >
    > Weil die ganze EMP exponierte Technik auf RÖHREN basiert.
    > Und die sind deutlich toleranter gegen kurzfristige Elektromagnetische
    > Überlastungen wie sie ein EMP halt nunmal ist.
    >
    > Erstaunlich wie viel die Leute hier über diese Geräte wissen... Ich war
    > beim Bund immerhin aufm Relaistrupp mit exakt diesen Geräten, ja die
    > können mehr als nur Senden + Empfangen. Auch Kanalsprungverfahren und eben
    > auch Relaisbetrieb.

    Nur weil sie weniger anfällig ist heißt das nicht dass sie gegen EMP besser gewappnet sind, denn du kennst die starke des emp vorher gar nicht und mit der Zeit der Entwicklung werden EMP's stärker, so wie alle anderen Waffen auch.

    Im Prinzip kann man das genau so durch emp lammlegen wir jedes andere Gerät auch, kurzum deine erste Aussage gar nicht.

  7. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: EWCH 25.09.21 - 20:24

    > Die Platine schützen ist überhaupt kein Problem aber die ANTENNE kannst ja
    > schlecht in einen Faradayschen Käfig bauen... Und genau um die HF Stufe
    > gehts ja bei der EMP

    Mag sein, aber fuer den Preis bekommt man 100 Smarthpones. Und vom Gewicht und Volumen her entspricht das auch fast dieser Menge.
    Dann kaufe ich doch lieber zwei bis drei Funkgeraete mit heutiger Technik und lasse immer ein paar in einer Metallkiste verpackt als Ersatz im Auto.

  8. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Sharra 25.09.21 - 21:26

    Und was bringen dir Smartphones abseits jeglicher Funkturmversorgung? Gut, man kann sie unter den Reifen legen, wenn man sich festgefahren hat, aber sonst?

  9. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: KlugKacka 26.09.21 - 00:23

    Lehmmanbnhb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EWCH schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Bei deinem eigentlichen Inhalt gebe ich dir recht, aber das mit den
    > > > Fruchtfliegen kann so nicht stimmen. Die Wellenlänge ist in dieser
    > Form
    > > > nicht relevant für den Erwärmungsmechanismus im Mikrowellenofen.
    > >
    > > Doch, fuer die Mikrowelle gilt das Gleiche wie fuer Antennen. Ganze oder
    > > halbe Wellenlaenge funktioniert gut, darunter nicht mehr.
    > > Hier hat's Einer ausprobiert :
    > >
    > > izgmf.de
    > >
    > > Gab's auch mal bei Mythbusters.
    >
    > Das ist meines Wissens hanebüchener Unsinn!
    >
    > Das kannst Du selbst in einer Minute verifizieren:
    >
    > Sprenkle ein paar kleine Tropfen Wasser auf einen Teller und stell' ihn in
    > die Mikrowelle.
    >
    > Nach ca. 30s bei 900W sind die komplett verdampft, dazu müssen sie auf
    > knapp 100°C erhitzt worden sein.
    >
    > Das gleich passiert mit der Hämolymphe (Körperflüssigkeit) und dem Wasser
    > in den Zellen der Fruchtfliege. Die Eiweiße der Zellkerne sind dann sauber
    > gekocht.
    >
    > Der Mechanismus ist der, daß die ca. 2.5GHz (ca. 12cm Wellenlänge) der
    > Mikrowellen ein elektromagnetisches Feld aufbauen, dessen Frequenz etwa der
    > Resonanzfrequenz der einzelnen Wassermoleküle entspricht. Diese geraten
    > dann immer stärker in Schwingungen und stoßen dabei andere Moleküle an, was
    > eine Temperaturänderung bewirkt (Die Temperatur einer Flüssigkeit ist die
    > durchschnittliche Geschwindigkeit von Teilchen darin).
    >
    > Dafür ist es unerheblich, wie groß das Tröpchen in der Mikrowelle relativ
    > zu den Teilchen ist.


    Magnetfeld mit Wasser?m Und H2O hat zufällig gerade 2.4 GHz Resonanzfrequenz?

  10. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Lehmmanbnhb 26.09.21 - 08:49

    KlugKacka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lehmmanbnhb schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > > Der Mechanismus ist der, daß die ca. 2.5GHz (ca. 12cm Wellenlänge) der
    > > Mikrowellen ein elektromagnetisches Feld aufbauen, dessen Frequenz etwa
    > der
    > > Resonanzfrequenz der einzelnen Wassermoleküle entspricht. Diese geraten
    > > dann immer stärker in Schwingungen und stoßen dabei andere Moleküle an,
    > was
    > > eine Temperaturänderung bewirkt (Die Temperatur einer Flüssigkeit ist
    > die
    > > durchschnittliche Geschwindigkeit von Teilchen darin).
    > >
    > > Dafür ist es unerheblich, wie groß das Tröpchen in der Mikrowelle
    > relativ
    > > zu den Teilchen ist.
    >
    > Magnetfeld mit Wasser?m Und H2O hat zufällig gerade 2.4 GHz
    > Resonanzfrequenz?

    Nein, da hat mich mein bescheidenes Wissen getrogen ;-(

    Laut dem Wikipediaartikel zum "Mikrowellenherd", Abschnitt "Wirkungsweise" gilt:

    "Die weit verbreitete Annahme, dass die Frequenz des Mikrowellenherds einer besonderen Resonanzfrequenz des Wassers entspreche, ist falsch.[11] Die niedrigste Resonanzfrequenz des freien Wassermoleküls liegt bei 22,23508 GHz. Sobald seine unmittelbaren Nachbarn das Molekül beeinflussen – was bei flüssigem oder festem Wasser auf jeden Fall gegeben ist –, wird die entsprechende Spektrallinie bis zur Unkenntlichkeit verbreitert, sodass auch relativ weit davon entfernte Frequenzen zu einer Anregung führen. Wegen der weiteren technischen und praktischen Randbedingungen wird eine deutlich niedrigere Frequenz eingesetzt."


    Der von mir beschriebene Wirkungsmechanismus mit der Anregung zu (Dreh-)-Schwingungen ist aber korrekt.

    Bei einer Antenne verschieben sich Ladungsträger über den ganzen Draht der Antenne, wenn es Potentialdifferenzen im sie umgebenden EM-Feld gibt und die Antenne aus elektrisch leitendem Material besteht. Wenn die Antenne die Länge eines Bruchteils der Anregungsschwingung hat, bilden sich in ihr "stehende" Wellen, die sich an einer geeigneten Stelle als Spannung effektiv auskoppeln lassen.

    Bei dem Erwärmungseffekt der Mikrowellen wird dagegen ein einzelnes Molekül mit einem Dipolmoment (räumlich nicht ausgeglichene Verteilung der positiven und negativen Ladungsträger im Molekül) in Drehschwingungen um seinen Massemittelpunkt versetzt.

    Solange das Insekt Wassermoleküle enthält, wird es gekocht.

    In dem von EWCH verlinkten Artikel des "Elektrosmog Forums" wird ein Versuch mit "Metallschnipseln" beschrieben, also winzigen Stücken von Aluminiumfolie.

    Diese erwärmen sich logischerweise nicht, da über ihre Abmessungen nur eine geringe Potentialdifferenz besteht, und die durch die Ladungsverschiebung über die Länge des Schnipsel entstehenden Ströme so gering sind, daß am ohm'schen Widerstand des Materials keine nennenswerte Leistung abfällt, die das Material erwärmt.

    Wenn man nicht gerade Buddhist oder Arachnophobiker ist, kann man das Experiment natürlich mit einem Insekt auf einem Teller in der heimischen Mikrowelle wiederholen.

    Man darf es aber nicht in Alufolie einwickeln, da diese sonst die Mikrowellen abschirmt!

  11. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: EWCH 26.09.21 - 09:48

    > In dem von EWCH verlinkten Artikel des "Elektrosmog Forums" wird ein
    > Versuch mit "Metallschnipseln" beschrieben, also winzigen Stücken von
    > Aluminiumfolie.

    Aber nicht nur. Hier nochmal ein Test von einem etwas bekannteren Youtuber :
    Cody'sLab - Fruit Flies In A Microwave

    https://www.youtube.com/watch?v=KTdjHMWD_t8

  12. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: jens_b 26.09.21 - 10:24

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Wusstet ihr das Fruchtfliegen in einer angeschalteten Mikrowelle keinen
    > Schaden nehmen ?
    > Die sind viel kleiner als die Wellenlaenger.


    Ahja. Dann würde also alles was kleiner als 12 cm ist keinen Schaden in der Mikrowelle nehmen?
    Das halte ich für Unsinn.
    In der Mikrowellen wirken auf die Wassermoleküle in dem Objekt. Und da jedes Lebewesen Wassrr enthält …

  13. Verschlüsselung ist kein Problem

    Autor: senf.dazu 26.09.21 - 10:25

    Standard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rubberduck09 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Diese Anforderung können moderne Geräte leider überhaupt nicht erfüllen.
    > >
    > > Bei dem alten Schinken hauts schlimmstenfall 1-2 Röhren durch die in 2
    > > Minuten im Feld tauschbar sind und dann gehts weiter. Neues
    > > hochintegriertes reparierst dann aber nicht mehr.
    >
    > Verschlüsselung und Lokalisierbarkeit.
    > Die Verschlüsselung schützt vor dem Abhören und eine Verschleierung der
    > Position schützt vor feindlichem Beschuss. Dieser alte Schinken kann
    > Letzteres schonmal nicht leisten und Ersteres evtl über ein zusätzliches,
    > ebenfalls uraltes und damit obsoletes Verschlüsselungsmodul.
    > Es bietet also keinerlei Sicherheit und unterstreicht nur den üblen Zustand
    > der Bundeswehr.
    > Anstatt also Geld für nutzlosen Müll auszugeben, sollte die Bundeswehr
    > reformiert werden mit dem Fokus auf Schocktruppen, die schnell überall
    > eindringen können und somit Anführer von Kriegsparteien entweder gefangen
    > nehmen oder elimieren um den feindlichen Truppen die Kriegsgründe zu nehmen
    > und Kriege entweder im Keim ersticken oder schnell beenden.

    Verschlüsselung ist kein Problem. Dafür gibt's ja Enigma.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.09.21 10:25 durch senf.dazu.

  14. Re: Verschlüsselung ist kein Problem

    Autor: Elkarlo 26.09.21 - 11:24

    Nein keine Enigma, dafür gibt es ein Cryptmodul was man unten links hinter der Klappe einfügen kann. Das ist ein Digitaler Scrambler der das Analoge Sprachsignal verstümmelt.

    Der Trick ist ja nicht das man die alten SEM80/90 in den Fahrzeugen austauschen muss, denn das ist der Einsatzzweck vom SEM80/90 ein kleines Befehlstellen Gerät auf Kompanie Ebene mit 10-30km Reichwete, während für Brigade ebene das SEM 93 eingesetzt wird mit höherer Leistung und Interoperabilität mit den Natopartnern (Zu meiner Zeit war es das SEM92). Sondern das man die komplette Funktechnik austauschen muss also alle SEM 80/90/91/92/93.
    Wenn man die Serie verlässt.

    Dazu muss man sich überlegen wie sinnvoll es ist den ganzen Kompanie Funkt auf Digital umzustellen: Analoge Geräte haben den Vorteil das man verstümmelte Signale bei entsprechender Ausbildung verstehen kann. (Ich sage immer noch Zwo und nicht Zwei)
    Und es ist relativer Kurzstreckenfunk, kein langstrecken Befehlsstab funk.

    Und wieso das SEM80/90 nachgebaut? Weil alle Bundeswehrfahrzeuge dafür Halterungen haben, die Antennenanschlüsse ausgelegt sind etc. Also der Formfaktor stimmt.

    Der inzwischen Digital abgehandelt wird.

    Meine 2 Cent als Informatiker und ehemaliger Funker bei der Bundeswehr der noch am
    SEM80/90 ausgebildet wurde.

    Im Bild ist übrigens nur des SEM80 ohne den LV90 abgebildet.

  15. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Bernte 26.09.21 - 22:48

    EWCH schrieb:

    > Aber nicht nur. Hier nochmal ein Test von einem etwas bekannteren Youtuber

    So spannend der Effekt mit den Fruchtfliegen auch ist, die Erklärung ist definitiv falsch. Im wesentlichen kann man zwei unterschiedliche Effekte in Mikrowellenöfen beobachten.

    Der erste ist der erwünschte Effekt: Verlustbehaftete Dielektrika werden bei der Umpolarisation durch die Mikrowellenstrahlung warm. Das ist eine beliebte Rechenaufgabe in der theoretischen Elektrotechnik: Ebene Welle trifft leitfähigen (oder komplex dielektrischen) Halbraum. Ein Teil der Welle wird reflektiert, ein Teil transmittiert und mit der Skineindringtiefe des Mediums exponentiell gedämpft. Die Größe des Körpers geht dabei überhaupt nicht ein.

    Der zweite Effekt ist der, den man gerne in YouTube-Videos sieht: Körper, die halbwegs gut leiten und groß genug sind, um Stehende Wellen bei 2.4GHz zu haben, werden resonant angeregt. Irgendwann ist die Feldpberhöhung groß genug und es fliegen die Funken. Das ist nett anzusehen, hat aber nichts damit zu tun, weshalb Speisen warm werden. Die müssen nicht auf Wellenlängengröße portioniert werden.

    Bei den Fruchtfliegen scheint es mir eher so zu sein, dass sie überraschend robust sind, extrem trocken sind oder gut Wärme an die Umgebung abstrahlen. Wie auch immer, der „zweite Effekt“ tritt tatsächlich nicht auf, weil sie zu klein sind. Aber der relevante, „erste Effekt“ ist definitiv vorhanden.

  16. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Eheran 26.09.21 - 23:05

    >oder gut Wärme an die Umgebung abstrahlen.
    Das wird übrigens der Hauptgrund sein. Bei x Watt pro Volumen ist irgendwo der Punkt überschritten, wo das mit geringerer Größe steigende Volumen/Oberflächenverhältnis die eingebrachte Leistung der Mikrowelle wegkühlen kann. Das muss zwangsläufig bei irgendeiner Größe passieren. Wenn mir einer das Volumen einer solchen Fliege nennt sowie die Leistungsdichte einer Mikrowelle rechne ich es gerne nach.

  17. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Lehmmanbnhb 27.09.21 - 08:07

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >oder gut Wärme an die Umgebung abstrahlen.
    > Das wird übrigens der Hauptgrund sein. Bei x Watt pro Volumen ist irgendwo
    > der Punkt überschritten, wo das mit geringerer Größe steigende
    > Volumen/Oberflächenverhältnis die eingebrachte Leistung der Mikrowelle
    > wegkühlen kann. Das muss zwangsläufig bei irgendeiner Größe passieren. Wenn
    > mir einer das Volumen einer solchen Fliege nennt sowie die Leistungsdichte
    > einer Mikrowelle rechne ich es gerne nach.

    Das dürfte der Grund sein!

    Im Video sieht man sogar, wie die Fliegen ihren Ventilator einschalten, d.h. sie fliegen alle auf, sobald die Mikrowelle eingeschaltet wird. Durch den Luftstrom der Flügelbewegungen wird der Effekt der Wärmeabgabe durch Konvektion noch mal gestärkt.

    Den Effekt kann man auch bei Halbleitern beobachten, wo ein freistehendes T220-Gehäuse nur etwa das dreifache an Verlustleistung durch Konvektion abgeben kann wie das zehn mal leichtere TO92.

  18. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Morosus 27.09.21 - 09:52

    Wenn ich mir den Einen oder Anderen Beitrag hier so durchlese, weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll...

    Besonders freue ich mich über Beiträge von ehemaligen GWDL´ern und Ungedienten, welche ihr tiefes militärisches Verständnis zum Ausdruck bringen.

    Nur mal so am Rande, es gibt heute durchaus die eine oder andere Möglichkeit elektronische Systeme gegen einen EMP´s abzuschirmen!

    Und wie hier auch schon geschrieben wurde, sprechen wir hier von einem Kommunikationssystem zur Verständigung unterhalb der Führungsebene, gedacht für Streckenposten, oder auf eher kurzer Distanz möglichst ohne Bewuchs und/oder Bebauung.

    Was die vermeintlichen Nachteile eines Digitalen Systems angeht:
    derzeit kann die Bw sich nicht auf die zivilen Systeme aufschalten, da die zivilen Ordnungs- und Rettungskräfte durchweg digital unterwegs sind.
    Darüber hinaus, wird das Funksystem als Schnittstelle zur Datenübermittlung benötigt, das heißt Echtzeit Überwachung von Truppenbewegungen auf Truppebene. Unter anderem um die Freund Feindbewegungen leichter zu erkennen und Friendly-Fire zu vermeiden, sowie die Führung der Trupps vor Ort besser und sicherer gewährleisten zu können.
    Ein weiterer Vorteil ist ganz klar die bessere Sicherstellung einer geeigneten Verschlüsselung!

    Die Bundeswehr hat derzeit bei der Beschaffung von Ausrüstungsgütern zur Regeneration Ihrer (Waffen-) Systeme hauptsächlich das Problem, dass zum Einen die Bürokratie in den einzelnen Teilen des BMVg´s eine schnelle bedarfsgerechte Beschaffung nahezu unmöglich macht und Anderen die Rüstungsindustrie nicht liefert / liefern kann.
    Hierzu reicht ein kurzer Blick in die Budgetierung der Bundeswehr, und den jährlichen nicht abgerufenen Haushaltsmitteln, welche an den Bund zurück gehen.

    Si vis pacem para bellum

  19. Re: EMP nicht das Problem sondern

    Autor: EGMU 28.09.21 - 10:59

    Durch das geziehlte Ausschalten oder gar Entführen des Anführers wirst du bei vielen potenziellen Gegnern eher Öl ins Feuer kippen, anstatt den feindlichen Truppen die Kriegsgründe zu nehmen.
    Kannst ja mal überlegen was passiert, wenn Du den geliebten Führer von Nordkorea entführen würdest.

  20. Re: Dieses Gerät ist größtenteils EMP fest...

    Autor: Denni 28.09.21 - 13:07

    KiznaLion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > eastcoast_pete schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wäre ziemlich sicher
    > > nicht teurer, und deutlich leistungsfähiger als diese Retro-Mods.
    >
    > Für 20000 bekommt man keine brauchbaren digitalen Funkgeräte für den
    > angedachten Einsatzzweck.


    es geht hier um 600.000.000¤ und Einsatz bis 2035 ..
    alles ist besser als Designs von 1980 nachzubauen .. vorallem, wie soll so digital und modern mit anderen Nato Verbündeten kommuniziert werden??

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