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Chuzpe der CDU/CSU

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  1. Chuzpe der CDU/CSU

    Autor: urkel 27.09.21 - 10:59

    Mal ganz unabhängig von persönlichen Präferenzen: Zum Einen ist die SPD (wenn auch knapp) stärkste Kraft und hat damit nach bislang immer geltendem Konsens den Auftrag der Regierungsbildung. Zum Anderen muss man aber auch zur Kenntniss nehmen, dass die CDU/CSU MASSIV Stimmen verloren hat. Sprich: Die Menschen wollen Veränderung. Und das bedeutet eine Regierung OHNE Beteiligung der Union. Dennoch Jamaika anzustreben und das dann auch noch als "Zukunftskoalition" anzupreisen ist schon ziemlich borniert und realitätsfern.

    Ich hoffe daher sehr auf eine Ampel. Hauptsache nicht wieder eine GroKo (in der, nebenbei bemerkt, die SPD in Sachen Digitalpolitik fast immer den Käse der Union willfährig mit abgenickt hat - Stichwort Vorratsdatenspeicherung).

  2. Re: Chuzpe der CDU/CSU

    Autor: Its_Me 27.09.21 - 11:38

    > Zum Einen ist die SPD (wenn auch knapp) stärkste Kraft und hat damit nach bislang immer
    > geltendem Konsens den Auftrag der Regierungsbildung.

    Keineswegs hat die stärkste Partei bisher immer den Kanzler gestellt!

    1969: CDU 46,1% SPD 42,7% FDP 5,8% -> Kanzler Willy Brandt SPD
    1976: CDU 48,6% SPD 42,6% FDP 7,9% -> Kanzler Helmut Schmidt SPD
    1980: CDU 44,5% SPD 42,9% FDP 10,6% Grüne 1,5% -> Kanzler Helmut Schmidt SPD

    Also gerade die SPD hatte nie Probleme als nicht Wahlsieger den Kanzler zu stellen!
    Und 1976 mit 48,6% der Stimmen nicht den Kanzler zu stellen, war für die CDU damals schon bitter.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.21 11:39 durch Its_Me.

  3. Re: Chuzpe der CDU/CSU

    Autor: Kleba 27.09.21 - 19:05

    Its_Me schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Zum Einen ist die SPD (wenn auch knapp) stärkste Kraft und hat damit nach
    > bislang immer
    > > geltendem Konsens den Auftrag der Regierungsbildung.
    >
    > Keineswegs hat die stärkste Partei bisher immer den Kanzler gestellt!

    Das wurde ja auch nicht behauptet. Es ging darum, dass es Konsens ist, dass die stärkste Kraft zumindest den Auftrag zur Regierungsbildung hat. Kann sein, dass das nicht klappt und anschließend andere die Regierung formen. Aber zumindest sollte die stärkste Kraft zuerst damit anfangen.

    > 1969: CDU 46,1% SPD 42,7% FDP 5,8% -> Kanzler Willy Brandt SPD
    > 1976: CDU 48,6% SPD 42,6% FDP 7,9% -> Kanzler Helmut Schmidt SPD
    > 1980: CDU 44,5% SPD 42,9% FDP 10,6% Grüne 1,5% -> Kanzler Helmut Schmidt
    > SPD
    >
    > Also gerade die SPD hatte nie Probleme als nicht Wahlsieger den Kanzler zu
    > stellen!
    > Und 1976 mit 48,6% der Stimmen nicht den Kanzler zu stellen, war für die
    > CDU damals schon bitter.

    Da das alles deutlich vor meiner Zeit war: hat denn die Union damals versucht eine Regierung zu bilden und ist gescheitert oder woran lag es?

  4. Re: Chuzpe der CDU/CSU

    Autor: Its_Me 27.09.21 - 19:52

    1969 haben noch in der Wahlnacht Willy Brandt (SPD) und Walter Scheel (FDP) Koalitionsverhandlungen vereinbart, die dann auch erfolgreich waren.
    Der Wahlsieger CDU mit Georg Kiesinger konnte da nur zuschauen. Bei den späteren Wahlen blieb dann halt die Koalition von SPD und FDP erhalten, bis sie dann durch ein Misstrauensvotum 1982 beendet wurde.

    Bei diesen Wahlen, hat niemanden interessiert, dass die CDU Wahlsieger war und sie hatte keine Chance eine Regierung zu bilden.

  5. Re: Chuzpe der CDU/CSU

    Autor: demon driver 27.09.21 - 20:47

    Its_Me schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1969 haben noch in der Wahlnacht Willy Brandt (SPD) und Walter Scheel (FDP)
    > Koalitionsverhandlungen vereinbart, die dann auch erfolgreich waren.
    > Der Wahlsieger CDU mit Georg Kiesinger konnte da nur zuschauen. Bei den
    > späteren Wahlen blieb dann halt die Koalition von SPD und FDP erhalten, bis
    > sie dann durch ein Misstrauensvotum 1982 beendet wurde.
    >
    > Bei diesen Wahlen, hat niemanden interessiert, dass die CDU Wahlsieger war
    > und sie hatte keine Chance eine Regierung zu bilden.

    Da gab es aber auch nur genau zwei mögliche Konstellationen. Und wenn eine davon schon von vornherein ausgeschlossen ist, weil die kleine Partei nun mal eine der beiden größeren klar präferiert, und damals war das noch so bei der FDP, dann braucht alles andere auch niemanden mehr zu interessieren.

  6. Re: Chuzpe der CDU/CSU

    Autor: Its_Me 28.09.21 - 10:09

    Das ist richtig. Aber es ging ja darum, dass halt nicht immer die stärkste Fraktion den Auftrag zur Regierungsbildung bekommt. Wenn jetzt Grüne und FDP sich darauf einigen sollten mit der CDU zu verhandeln (was ich nicht glaube), so wäre das eigentlich nichts anderes, Es gibt es ja auch heute nur 2 denkbare Konstellationen (Jamaika und Ampel).

  7. Re: Chuzpe der CDU/CSU

    Autor: demon driver 28.09.21 - 11:12

    Its_Me schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist richtig. Aber es ging ja darum, dass halt nicht immer die stärkste
    > Fraktion den Auftrag zur Regierungsbildung bekommt. Wenn jetzt Grüne und
    > FDP sich darauf einigen sollten mit der CDU zu verhandeln (was ich nicht
    > glaube), so wäre das eigentlich nichts anderes, Es gibt es ja auch heute
    > nur 2 denkbare Konstellationen (Jamaika und Ampel).

    Ok, das stimmt!

  8. Re: Chuzpe der CDU/CSU

    Autor: Kleba 28.09.21 - 12:43

    Its_Me schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist richtig. Aber es ging ja darum, dass halt nicht immer die stärkste
    > Fraktion den Auftrag zur Regierungsbildung bekommt.

    Ich habe jetzt gerade noch mal dazu gelesen: es gibt in Deutschland ja gar keine formelle Regelung dazu (was mich etwas überrascht). Ich dachte, dass der Bundespräsident oder so den Wahlgewinnern erst mal einen "Auftrag zur Regierungsbildung" gibt und wenn das scheitert, dass dann halt nach anderen Optionen geschaut wird. Aber letztendlich geht es ja wirklich nur darum, welche Parteien sich einigen und eine Mehrheit im Bundestag zusammen bekommen.

    Wieder was gelernt :)

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