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Leicht OT: Warum sind die Akkus in Autos eigentlich haltbarer

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  1. Re: Leicht OT: Danke für die Antworten

    Autor: ulink 28.09.21 - 11:14

    xUser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Am besten fährt man ihn nur bis max. 30% runter.

    Da moechte ich noch hinzufuegen, dass ein kurzzeitiges herunterfahren auf z.B. 5% beim BEV nicht wirklich problematisch ist (ebenso wie ein kurzeitiges aufladen auf 100%) . Nur halt nicht so stehen lassen (wochenlang mit 100% in der Sonne oder mit ein paar Prozent bei -20 Grad waere eher dumm).

  2. Re: Leicht OT: Warum sind die Akkus in Autos eigentlich haltbarer

    Autor: Riemen 28.09.21 - 11:18

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lagern im Zimmer ist zwar besser als im Keller oder gar in der Garage, aber
    > Lagern ist grundsätzlich Gift für Akkus.

    Ist das wirklich so? Ich hatte eigentlich im Kopf, dass man Akkus halb geladen und möglichst kühl lagern sollte, natürlich ohne zu frieren.

    Dabei ist die Selbstentladung zwar höher, die Haltbarkeit aber höher.

    Kann aber auch sein so dass meine Infos falsch oder veraltet sind...

  3. Re: Leicht OT: Danke für die Antworten

    Autor: Its_Me 28.09.21 - 11:31

    > Es gibt genug Berichte online. Bei Tesla sind auch nach 500.000 km >70% Kapazität
    > drin und auch mehr als 1mio Km bei mit 80% Kapa sind wohl möglich, wenn auch
    > bei einem sehr speziellen Einsatzprofil (Taxi-Service).

    Das sind ja genau die Nutzungsprofile, die mich nicht interessieren. Mein Auto ist jetzt 6 Jahre alt und hat gerade mal 41.000 km runter. Und da würde mich halt interessieren, wie der Akku bei so einem Fahrprofil nach 6 Jahren oder gar 10 Jahren aussieht. Die erreichbare Kilometerleistung ist für mich völlig irrelevant.

  4. Re: Leicht OT: Warum sind die Akkus in Autos eigentlich haltbarer

    Autor: Eheran 28.09.21 - 16:35

    >Noch schlimmer ist Entladen bis der Tiefentladeschutz anschlägt und dann herumliegen lassen.
    Ob man 2 Tage oder 2 Monate betrachtet entscheidet, was da schlechter für den Akku ist. Das ist kein pauschales "noch schlimmer".

    >Durch die Selbstentladung entlädt sich der Akku noch weiter und ist dann oft komplett tot.
    Das ist mir noch nie passiert, selbst bei Akkus, die viele Jahre leer rumlagen war zumindest noch eine Restkapazität vorhanden.

    >Die Ladeschlussspannung ist hoffentlich so ausgelegt das „100%“ nicht wirklich schädlich ist.
    Da gibt es kein ja/nein, je höher die Spannung, desto schneller altert der Akku. Daher ist ein möglichst niedriger Ladezustand und dazu niedrige Temperaturen (Kühlschrank) optimal. Um nicht in die Tiefentladung zu kommen, darf man freilich auch nicht zu weit entladen oder muss regelmäßig checken.

    >Wobei es natürlich toll wäre wenn man das als Anwender selbst konfigurieren könnte wenn man die Kapazität nicht braucht aber den Akku schonen möchte.
    Ja, absolut. Wäre nicht schwer. Z.B. Ladeschluss einfach bei 4 V.

  5. Re: Leicht OT: Warum sind die Akkus in Autos eigentlich haltbarer

    Autor: Eheran 28.09.21 - 16:36

    >Dabei ist die Selbstentladung zwar höher, die Haltbarkeit aber höher.
    Die selbstentladung sollte etwa gleich bleiben. Ansonsten passt das. Geringerer Ladezustand und niedrigere Temperaturen = weniger schnelle Alterung.

  6. Re: Leicht OT: Danke für die Antworten

    Autor: Eheran 28.09.21 - 16:43

    >Im Gegensatz dazu steht ein Auto doch auch mal bei Minustemperaturen im Freien rum oder heizt sich in der Sonne extrem auf.
    Da heizt sich in der Sonne nichts auf, da der Akku unten ist. Da ist es Umgebungswarm, nicht brütend heiß wie im Innenraum. Dem ggü. wird der Akku am Fahrrad mitunter direkt von der Sonne beschienen. Aber ob das sooo relevant ist? Eher nicht.

    >Was passiert, wenn ich den Wagen 2-3 Wochen z.B. am Flughafen stehen lasse? Also wenn Lagern ein Problem ist, gibt es das bei E-Autos auch.
    Je nach aktivierten Funktionen im Auto (Stichwort Kameras zur Überwachung bei Tesla) braucht das Auto mehr oder weniger Strom. Schaltet man den Unsinn ab, dann sind die paar Wochen für den "Füllstand" irrelevant. Stellt man den Wagen 100% voll geladen ab, so würde der Akku entsprechend etwas altern.

    >Auf der anderen Seite gibt es da aber auch Schnellladungen, die dem Akku auch nicht förderlich sein dürften.
    Diese sind durch hohe Temperaturen und Spannungen schädlich, beides kann man im Auto vermeiden.

    >Ich gehe aber mal davon aus, dass der Akku nicht wirklich bei 0% sind, wenn der Akku sich ausschaltet.
    0 % heißt im Prinzip, dass der Akku die Entladeschlussspannung erreicht hat. Oftmals gibt es dann Schutzschaltungen, die ein weiteres Entladen verhindern. Der Akku ist dann "aus". Schädlich ist das noch nicht, man sollte ihn dann aber zeitnah wieder aufladen.

  7. Re: Leicht OT: Danke für die Antworten

    Autor: Slartie 29.09.21 - 19:10

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aktuell ist es z.B. bei Smartphones immer noch so, dass man das Ladeende
    > (z.B. 80%) nicht einstellen kann und daher fast immer bis 100% laedt. Es
    > gibt maximal Apps, die bei einem eingestellten Ladestand warnen. Ein echtes
    > Ladelimit bekommt man nur bei wenigen Handys hin und auch dort nur, wenn
    > man das Ding rootet, was nicht jedermanns sache ist.
    >
    > Warum eigentlich? Manchmal hat man den Eindruck, der Akku SOLL kaputtgehen
    > und weil der neuerdings meiste fest verbaut ist, ist dann das Handy auch
    > fuer die Tonne. Auch ohne Aluhut koennte man darauf kommen, dass das so
    > gewuenscht ist von den Herstellern.

    Apple hat vor einiger Zeit (gefühlt ein Jahr etwa) eine Funktion eingebaut, die per Default aktiv ist, und deren Zweck ein Ladestopp bei 80% ist, so lange das Gerät "meint", dass du es gerade noch nicht brauchst. Die restlichen 20% werden erst kurz vor dem üblichen Zeitpunkt, an dem du das Gerät verwendest, geladen.

    Das ist nicht genau das Gleiche wie bei den Autos, aber zumindest verringert diese Funktion recht effektiv und ohne Einschränkungen für den Nutzer die Zeit, in der der Akku bei 100% Ladung rumhängt. Meiner Erfahrung nach funktioniert das automatische Erlernen der Nutzungszyklen auch recht gut, so lange man - wie bei Smartphones üblich - mit einer gewissen Regelmäßikeit lädt, etwa über Nacht.

    Bei den MacBooks wird die Strategie auch angewendet, wobei die offenbar auch lernen, dass man sie fast immer am Netzkabel betreibt (das dürfte es bei Smartphones eher selten geben nehm ich an) und dann auf einen "dauerhaft-nur-80%-Ladezustand"-Modus schalten. Tut meines zumindest, und das ist 90% der Zeit im Netzbetrieb.

    Abgesehen davon: Smartphone-Akkus tauschen ist heutzutage kein Ding mehr, auch wenn man's nicht selbst macht bzw. machen kann. Es gibt in jeder größeren Stadt hunderte von diesen Handyreparaturläden, und jeder davon tauscht Akkus für kleines Geld (im Vergleich zum Neukauf eines Smartphones), meistens auch direkt vor Ort. Selbst das Tauschen im Apple-Store ist ein Schnäppchen im Vergleich zu nem Neugerät, auch wenn's da leider nicht ohne Einschicken und ein paar Tage ohne Gerät geht. Es gibt also meiner Meinung nach keine Ausrede, das Gerät nicht länger wie 2 Jahre zu nutzen - man geht einfach nach 2 Jahren einmal den Akku wechseln lassen und hat dann weitere 2 Jahre einwandfreie Laufzeiten.

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