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Nicht wirklich überraschend

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  1. Nicht wirklich überraschend

    Autor: Steven Lake 04.11.21 - 20:00

    Mir ist schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass die "Spenden" viel Spielraum für Geldwäsche bietet. Man braucht nur ein paar "Zuschauer" die kleinere Beträge spenden und das Finanzamt wird das nicht merken. Natürlich muss man die Zahlen "Marktüblich" halten. Ist halt schon auffällig, wenn jemand 5 Zuschauer hat und da flattern ständig Donations rein. Damit man tiefer im System nichts findet, müssen die "Zuschauer" sich auch wie die durchschnittlichen Zuschauer verhalten.

    Wo mein Wissen allerdings aufhört ist ob man Nachweisen muss, von wem man genau das Geld bekommen hat. Ist natürlich Käse wenn man sagen muss von welchen Paypal Konten man das Geld bekommen hat und diese der Überprüfung nicht standhalten. Ich weiß allerdings nicht genau wie das alles im Hintergrund abläuft. Habe bis jetzt noch niemanden gespendet, mit Ausnahme von ein paar Bits die ich mal bekommen habe.

    Unterm Strich bieten viele neue Dinge einiges an Potential für Kriminelle. Crowdfunding ist auch so ein Ding, wo man ganz leicht viele Nutzer generieren kann, die kleine Beiträge Spenden. Da muss man auch ein Gegenwert liefern.

    Würde mich nicht wundern, wenn man da irgendwann einiges aufdeckt. Ich denke da an Onylfans, Patreon, eBay usw.
    Bei eBay weiß ich nicht wie genau die es machen wollen, aber es gibt da einige Auktionen wo ich daran denke. Speziell denke ich da an Videospiele die zu absurden Preisen verkauft werden und Rekord nach Rekord brechen. Ich kann mir beim besten Willen diese Preise nicht vorstellen. Klar eingeschweißte Spiele haben einen höheren Wert, aber mehr als 4-Stellig kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ausnahme wären stark limitierte Versionen, wie zb. eine Fehlprägung, wovon es nur 1000 gab oder so.

  2. Re: Nicht wirklich überraschend

    Autor: Mel 04.11.21 - 22:48

    Steven Lake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    [...]

    > Bei eBay weiß ich nicht wie genau die es machen wollen, aber es gibt da
    > einige Auktionen wo ich daran denke. Speziell denke ich da an Videospiele
    > die zu absurden Preisen verkauft werden und Rekord nach Rekord brechen. Ich
    > kann mir beim besten Willen diese Preise nicht vorstellen. Klar
    > eingeschweißte Spiele haben einen höheren Wert, aber mehr als 4-Stellig
    > kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ausnahme wären stark
    > limitierte Versionen, wie zb. eine Fehlprägung, wovon es nur 1000 gab oder
    > so.

    Die blödste Idee die mir auf die Schnelle einfällt ist das man einen unbekannten, aber fleißigen Künstler benutzt - oder gleich sowas macht. Gerade die hoch abstrahierte moderne Kunst bietet sich da an. Ist das Kunst oder kann das weg? Egal, das Bild wird um 10.000 ¤ auf eBay verkauft. Und morgen das nächste...

    "Blöd" wirds wenn eifrige Sammler das mitbekommen und plötzlich mitbieten... Am Ende wirst du zum namhaften Künstler, dabei wolltest du nur die Kohle aus dem KK-Betrug waschen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.11.21 22:49 durch Mel.

  3. Re: Nicht wirklich überraschend

    Autor: Fresh 05.11.21 - 07:19

    Mel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Steven Lake schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > "Blöd" wirds wenn eifrige Sammler das mitbekommen und plötzlich
    > mitbieten... Am Ende wirst du zum namhaften Künstler, dabei wolltest du nur
    > die Kohle aus dem KK-Betrug waschen...

    Passiert mir leider ständig :D da will man nur kurz Geld waschen und schwubs ist man banksy :D

  4. Re: Nicht wirklich überraschend

    Autor: gelöscht 05.11.21 - 07:31

    Geld waschen dürfte doch über die App-Stores genauso funktionieren. Oder YouTube. Nur dass es da halt hohe Verluste gibt.
    Einfach irgendein altes Spiel nehmen, teure Pakete einbauen, andere kaufen die. Vielleicht sogar über Bot-Netzwerke machbar.
    Vielleicht ist das auch der Grund für den hohen Umsatz der Stores im Bereich "Micro"payment...

  5. Re: Nicht wirklich überraschend

    Autor: gaym0r 05.11.21 - 10:37

    Steven Lake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass die "Spenden" viel
    > Spielraum für Geldwäsche bietet. Man braucht nur ein paar "Zuschauer" die
    > kleinere Beträge spenden und das Finanzamt wird das nicht merken. Natürlich
    > muss man die Zahlen "Marktüblich" halten. Ist halt schon auffällig, wenn
    > jemand 5 Zuschauer hat und da flattern ständig Donations rein. Damit man
    > tiefer im System nichts findet, müssen die "Zuschauer" sich auch wie die
    > durchschnittlichen Zuschauer verhalten.

    Erzählst du mir jetzt noch wie ich die 150.000¤ Bargeld aus meinem letzten Drogendeal über Twitch wasche? Ich kaufe mir für 150.000¤ paysafecards?

  6. Re: Nicht wirklich überraschend

    Autor: trinkhorn 05.11.21 - 11:18

    In Dortmund gab es eine Disco (das "Spirit") die von den Bandidos geführt wird/wurde.
    War unter anderem bei Studierenden sehr beliebt weil es eigtl immer recht günstig war. Das Gerücht war immer: eigentlich sollte der Laden für Geldwäsche genutzt werden, aber das hat nicht geklappt weil es zu beliebt war und man garkein Geld mehr waschen konnte, da schon so viele Einnahmen rein kamen. Desshalb hätte man die Preise gesenkt

  7. Re: Nicht wirklich überraschend

    Autor: CraWler 05.11.21 - 21:49

    Oder man machts wie die großen Konzerne und kauft für Betrag X irgendwelche Software Lizenzen von irgendeinem nutzlosen Tool das man dann für die Steuer als Verlust verbuchen kann und über 10 ecken landet dann das Geld wieder auf dem Konto irgendeiner Tochterfirma....

    Möglichkeiten gibt es da quasi unendlich viele damit Zahlungen auf dem Papier erstmal unverdächtig aussehen.

    Könnte ja auch die Mafia machen, irgendein Kumpel programmiert ein Python Tool und verkauft das dann für 100.000 an die kriminelle Firma und wenn die Polizei da einschneit ist das Geld schon ganz legal weg auf anderen Konten im Ausland. Für sowas Twitch zu nehmen wäre eher suboptimal, da dürften ja viel mehr rückverfolgbare Spuren anfallen als bei irgendwelchen Briefkastenfirmen.

    Bei uns gibt hier so ein Dorf mit c.a einem dutzend vietnamesischen Nagelstudios die nie Kunden haben.... Hat Jahre lang niemand interessiert. Geldwäsche wird vermutlich nur relativ selten verfolgt, wenn die Einnahmen versteuert werden damit das Geld legal aussieht hat ja der Staat auch was davon. Bei der Twitch sache wird es die Türkische Regierung wohl eher nicht stören das auf diese Weise frische Devisen ins Land kommen.... Das Behörden dann übereifrig reagieren und ermitteln ist also nicht immer zu erwarten solange es keinen öffentlichen Druck gibt.

    ------------------------------------
    Piratenpartei Wähler



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.11.21 21:50 durch CraWler.

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