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Landesverrat

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  1. Landesverrat

    Autor: jan 08.12.06 - 13:47

    Ich denke nicht dass sich dieser Aufwand bei minderschwehren Delikten wie Urheberrechtsverletzungen und Softwarepiraterie lohnt. Es geht primär um Landesverrat / Spionage. Wenn wir wüssten was die Agenten vor 20 Jahren für Methoden benutzen, würden auch wider alle meckern.
    Ach, und warum sollte ich mich fürchten, ich habe nichts zu verbergen. Hacker Ethics: "[...]Informationen sollen für alle zugänglich sein[...]" <-- Klar, ich will auch nicht mein Adressbuch der Weltöffendlichkeit zeigen. Aber mein Leben findet immer noch in der realen Welt statt, mich kratzt es nicht, wenn sich 10 US Geheimdienstagenten auf meinem Rechner die Logfiles des letzen Pornoseiten-Besuches ziehen. Die können ja dann meine Logindaten benutzen um sich einen runterzuholen.
    Versteht ihr was ich meine? Ist denn euer Leben schon so stark mit der digitalen Welt verwurzelt, dass ihr angst vor 'ner "Durchsuchung" eines Datenträgers habt?

    Noch was zum Thema: wie oben beschrieben zielt die Methode auf Landesverräter und Spione. Ich denke nicht, dass das DAU's im Umgang mit Computern sind. (512bit BlueFish, PGP, SSL). Setzt natürlich voraus, dass keine Backdoors eingebaut sind.

  2. Re: Landesverrat

    Autor: fensterputzer 08.12.06 - 14:46

    jan schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich denke nicht dass sich dieser Aufwand bei
    > minderschwehren Delikten wie
    > Urheberrechtsverletzungen und Softwarepiraterie
    > lohnt. Es geht primär um Landesverrat / Spionage.
    > Wenn wir wüssten was die Agenten vor 20 Jahren für
    > Methoden benutzen, würden auch wider alle
    > meckern.
    > Ach, und warum sollte ich mich fürchten, ich habe
    > nichts zu verbergen. Hacker Ethics:
    > "[...]Informationen sollen für alle zugänglich
    > sein[...]" <-- Klar, ich will auch nicht mein
    > Adressbuch der Weltöffendlichkeit zeigen. Aber
    > mein Leben findet immer noch in der realen Welt
    > statt, mich kratzt es nicht, wenn sich 10 US
    > Geheimdienstagenten auf meinem Rechner die
    > Logfiles des letzen Pornoseiten-Besuches ziehen.
    > Die können ja dann meine Logindaten benutzen um
    > sich einen runterzuholen.
    > Versteht ihr was ich meine? Ist denn euer Leben
    > schon so stark mit der digitalen Welt verwurzelt,
    > dass ihr angst vor 'ner "Durchsuchung" eines
    > Datenträgers habt?
    >
    > Noch was zum Thema: wie oben beschrieben zielt die
    > Methode auf Landesverräter und Spione. Ich denke
    > nicht, dass das DAU's im Umgang mit Computern
    > sind. (512bit BlueFish, PGP, SSL). Setzt natürlich
    > voraus, dass keine Backdoors eingebaut sind.


    Darum geht es doch gar nicht. Ein Journalist der "geheime" Unterlagen bei seinen Recherchen nach korrupten Politikern in die Finger bekommt kann in diesem Moment schon ein Landesverräter sein. Er hat geheime Unterlagen und droht mit ganzer oder teilweiser Veröffentlichung. Hier werden ganz klar Persönlichkeitsrechte sowie die Pressefreiheit ausgeschaltet.

    Letztendlich brauchen Politiker dann auf jedes Mäppchen mit Spendenkonten "geheim" draufschreiben und sie sind vor Journalisten oder Kritikern sicher.

    Mir geht es auch nicht um meine Musik oder Pornosammlung.. ist alles frei im Laden erhältlich und haben mit Sicherheit noch anderen Menschen außer mir auf ihren Rechnern. 99,99999% der Adressen die ich in meinem Adressbuch habe stehen auch im Telefonbuch - also öffentlich im Netz. www.telefonbuch.de

    Schau dir mal die Reichstagsbrandverordnung von 1933 an und erkenne die Parallelen zu heute bzw den letzten 4-5 Jahren.

  3. Re: Landesverrat

    Autor: happyday 08.12.06 - 15:29

    jan schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Versteht ihr was ich meine? Ist denn euer Leben
    > schon so stark mit der digitalen Welt verwurzelt,
    > dass ihr angst vor 'ner "Durchsuchung" eines
    > Datenträgers habt?

    Ja.

  4. Re: Landesverrat

    Autor: Bibabuzzelmann 08.12.06 - 15:43

    fensterputzer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Darum geht es doch gar nicht. Ein Journalist der
    > "geheime" Unterlagen bei seinen Recherchen nach
    > korrupten Politikern in die Finger bekommt kann in
    > diesem Moment schon ein Landesverräter sein. Er
    > hat geheime Unterlagen und droht mit ganzer oder
    > teilweiser Veröffentlichung. Hier werden ganz klar
    > Persönlichkeitsrechte sowie die Pressefreiheit
    > ausgeschaltet.

    Die werden dann mit Pollonium 210 ausgeschaltet lol

  5. Re: Landesverrat

    Autor: derlinzer 08.12.06 - 19:17

    jan schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich denke nicht dass sich dieser Aufwand bei
    > minderschwehren Delikten wie
    > Urheberrechtsverletzungen und Softwarepiraterie
    > lohnt. Es geht primär um Landesverrat / Spionage.

    Wunschdenken. Wie lange, glaubst du, wird es denn dauern, bis die Content-Industrie auf diesen Zug aufspringt und ebenfalls Zugang zu den Rechnern aller Bürger haben will? Einfach nur so zur Sicherheit halt - Vertrauen ist Scheisse, Kontrolle ist besser... Die werden das dann auch noch glatt mitfinanzieren.

    > Versteht ihr was ich meine? Ist denn euer Leben
    > schon so stark mit der digitalen Welt verwurzelt,
    > dass ihr angst vor 'ner "Durchsuchung" eines
    > Datenträgers habt?

    Ja, ich versteh schon was du meinst. Lass doch bei der Gelegenheit gleich noch deine Wohngstür offen, damit sich jeder den es interessiert nicht erst gewaltsam Zutritt verschaffen muss. Du hast doch nichts zu verbergen, oder?

  6. Re: Landesverrat

    Autor: Blar 08.12.06 - 19:29

    >> Noch was zum Thema: wie oben beschrieben zielt die
    >> Methode auf Landesverräter und Spione. Ich denke
    >> nicht, dass das DAU's im Umgang mit Computern
    >> sind. (512bit BlueFish, PGP, SSL). Setzt natürlich
    >> voraus, dass keine Backdoors eingebaut sind.

    > Darum geht es doch gar nicht. Ein Journalist der "geheime" Unterlagen bei seinen Recherchen nach
    > korrupten Politikern in die Finger bekommt kann in diesem Moment schon ein Landesverräter sein.
    > Er hat geheime Unterlagen und droht mit ganzer oder teilweiser Veröffentlichung. Hier werden ganz
    > klar Persönlichkeitsrechte sowie die Pressefreiheit ausgeschaltet.

    Hier muss ich dir recht geben, da ich mir kaum vorstellen kann, dass sich jemand des Landesverrats schuldig machen kann und dann von den ermittelnden Stellen gehofft wird, dass diese Personen dann auch noch totale Volltrottel bei der Benutzung von PC und Internet sind.

    Man kann hier nur vermuten, dass über diesen Weg die Tätigkeit der generellen Überwachung versucht wird zu rechtfertigen und dass wahrscheinlich nur zum Schutz der Bürger.

  7. Re: Landesverrat

    Autor: ChiefAlex 08.12.06 - 21:24


    > Ach, und warum sollte ich mich fürchten, ich habe
    > nichts zu verbergen.

    Du verstehst nicht wofür Datenschützer seit Jahren kämpfen.
    Beim obrigen Punkt würde ich dir recht geben, der einzelne hat nichts zu verbergen. aber es wäre eine große Gefahr für die Demokratie, wenn einem geheimdienst solche methoden erlaubt werden( großflächig und auf Verdacht). der Hauptsinn der Informations/Pressefreiheit ist der, zu verhindern, dass sich ein Diktator a la Hiltler/Lenin/Mao aufschwingt und die Bürger mit geltenden gesetzen kontroliert und überwacht.
    (polemisch ausgedrückt, aber es stimmt, oder ?)

  8. Re: Landesverrat

    Autor: jan 13.12.06 - 01:46

    derlinzer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > jan schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich denke nicht dass sich dieser Aufwand
    > bei
    > minderschwehren Delikten wie
    >
    > Urheberrechtsverletzungen und
    > Softwarepiraterie
    > lohnt. Es geht primär um
    > Landesverrat / Spionage.
    >
    > Wunschdenken. Wie lange, glaubst du, wird es denn
    > dauern, bis die Content-Industrie auf diesen Zug
    > aufspringt und ebenfalls Zugang zu den Rechnern
    > aller Bürger haben will? Einfach nur so zur
    > Sicherheit halt - Vertrauen ist Scheisse,
    > Kontrolle ist besser... Die werden das dann auch
    > noch glatt mitfinanzieren.
    >
    > > Versteht ihr was ich meine? Ist denn euer
    > Leben
    > schon so stark mit der digitalen Welt
    > verwurzelt,
    > dass ihr angst vor 'ner
    > "Durchsuchung" eines
    > Datenträgers habt?
    >
    > Ja, ich versteh schon was du meinst. Lass doch bei
    > der Gelegenheit gleich noch deine Wohngstür offen,
    > damit sich jeder den es interessiert nicht erst
    > gewaltsam Zutritt verschaffen muss. Du hast doch
    > nichts zu verbergen, oder?
    >
    >


    meine wohnungstür ist immer offen, ausser ab 21.00
    ich wohne in einem dorf in der CH. es ist noch nie was passiert. aber klar, mich würde es stören, wenn jeder hier rein kann.
    aber mich stört es nicht wenn jeder meine HD sieht, so lange er nichts löscht/ändert. denn meine HD ist nicht mein leben.

    ich muss den anderen recht geben. klar darf es nicht soweit kommen, dass eine übliche "durchsuchung" zum 'schutze' des users stattfindet.

    ich bin müde... gute nacht.

  9. Re: Landesverrat

    Autor: crusher00 13.12.06 - 11:17

    jan schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich denke nicht dass sich dieser Aufwand bei
    > minderschwehren Delikten wie
    > Urheberrechtsverletzungen und Softwarepiraterie
    > lohnt. Es geht primär um Landesverrat / Spionage.
    > Wenn wir wüssten was die Agenten vor 20 Jahren für
    > Methoden benutzen, würden auch wider alle
    > meckern.
    > Ach, und warum sollte ich mich fürchten, ich habe
    > nichts zu verbergen. Hacker Ethics:
    > "[...]Informationen sollen für alle zugänglich
    > sein[...]" <-- Klar, ich will auch nicht mein
    > Adressbuch der Weltöffendlichkeit zeigen. Aber
    > mein Leben findet immer noch in der realen Welt
    > statt, mich kratzt es nicht, wenn sich 10 US
    > Geheimdienstagenten auf meinem Rechner die
    > Logfiles des letzen Pornoseiten-Besuches ziehen.
    > Die können ja dann meine Logindaten benutzen um
    > sich einen runterzuholen.
    > Versteht ihr was ich meine? Ist denn euer Leben
    > schon so stark mit der digitalen Welt verwurzelt,
    > dass ihr angst vor 'ner "Durchsuchung" eines
    > Datenträgers habt?
    >
    > Noch was zum Thema: wie oben beschrieben zielt die
    > Methode auf Landesverräter und Spione. Ich denke
    > nicht, dass das DAU's im Umgang mit Computern
    > sind. (512bit BlueFish, PGP, SSL). Setzt natürlich
    > voraus, dass keine Backdoors eingebaut sind.


    Es geht hier auch weniger um Dich und deine poplige Festplatte.
    Es muss in größeren Dimensionen gedacht werden. Vor Allem Anwälte und Journalisten haben ein großes Problem damit.
    Oft decken Journalisten Dinge auf die unseren schmierigen Politikern nicht schmecken. Heutzutage läuft doch Politik nur noch über Schmiergelder ab.
    Beispiele:
    Schyli (kriegt Geld von Überwachungsfirmen)
    Schröder (hat nen Vorstandsvorsitz im Gasgeschäft)
    ...

    Mit den tollen Überwachungsmöglichkeiten wird es früher oder später dazu kommen dass auch die Pressefreiheit entscheidend eingeschränkt wird.
    Gestern kam in Frontal 21, dass die Redaktion abgehört wurde, oder z.B. der Fall Cicero.

    Also komm mir bitte nicht mit deinem popeligen Privatcomputer.

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