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Interessiert in der Praxis keinen

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  1. Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: Doubleslash 09.11.21 - 12:35

    Diese Datenschutz-Regelungen interessieren in der Praxis niemanden. Und das ist auch gut so. Im Prinzip sollten sich die Mehrheit solche Anlagen zulegen, dann kann eine Gesetzgebung die solche Bagatellen kriminalisieren will immer schwerer umgesetzt werden. Unser Datenschutz-Fetisch ist uns bereits im Verlaufe der Pandemie auf die Füsse gefallen. Die Gesetzgebung rund um den Überwachungsdruck hat in der Praxis überhaupt keinen Mehrwert. In einer digitalisierten Welt kann man nicht alle Vorteile der vollständigen Vernetzung mitnehmen wollen, dann aber auf ein Recht der Entkoppelung von selbiger Vernetzung pochen. Hier steht Nutzen / Risikominimierung in keinem Verhältnis zum Aufwand. Im Falle einer Videotürklingel soll doch die Linse abgeklebt, das Mikrofon mit Bauschaum abgedichtet und am besten noch zwei Schilder in jede Richtung auf der Strasse angebracht werden, damit man die Leute auf ein etwaige Videoüberwachung hinweist, von der man nicht ausschliessen kann, dass sie Daten aufzeichnet. So eine Regelung kann nur aus Deutschland kommen.

    > Die Berliner Datenschutzaufsichtsbehörde stellt klar, dass nach ihrer Auffassung die Speicherung der Bilddaten in einer Cloud ausgeschlossen sein müsse, vor allem, weil die Übertragung hohe Sicherheitsrisiken (zum Beispiel durch einen Zugriff Dritter) berge.

    Solche Aussagen kommen von den selben Behörden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst einen viel schlechteren Datenschutz der durchaus kritischen Daten ihrer Bürger gewährleisten können, als jeder Cloud-Anbieter am Markt. Das sind die selben Behörden die immer weniger in die öffentliche Sicherheit investieren, in dem sie alle Apparate, die die öffentliche Ordnung unterstützen, kaputtsparen.

  2. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: Quantium40 09.11.21 - 12:49

    Doubleslash schrieb:
    > Diese Datenschutz-Regelungen interessieren in der Praxis niemanden. Und das
    > ist auch gut so.
    In der Praxis werden selbst die exotischsten Gesetze relevant, sobald sich Nachbarn miteinander streiten.

    > Im Prinzip sollten sich die Mehrheit solche Anlagen
    > zulegen, dann kann eine Gesetzgebung die solche Bagatellen kriminalisieren
    > will immer schwerer umgesetzt werden.
    Zu spät - die Gesetzgebung gibt es schon längst.

  3. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: forenuser 09.11.21 - 12:53

    Als ob diese Videotürklingeln auch nur irgendetwas bringen...

    Für mich ist Datenschutz kein Fetisch, sondern eine Notwendigkeit für die man in den 1980'er Jahren sogar auf die Straße gegangen ist.
    Nein, heute scheint mir eher dieser Überwachungswahn ein Fetisch zu werden, vor allem auf privater Seite. Was spannend ist, denn wenn der Staat meint, alles überwachen zu müssen, gibt es, vollkommen zurecht, einen Aufschrei. Wenn aber Privatpersonen und Unternehmen Daten über Alles und Jeden Sammeln ist das Modern und Fortschrittlich.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  4. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: Doubleslash 09.11.21 - 12:57

    Oh sie bringen sogar sehr viel. Genau wie Dashcams. Beides Sachen an denen das deutsche Behördentum scheitert. Du kannst ja mal schauen, ob du noch fuer den Datenschutz auf die Strasse gehen kannst, wenn du aufgrund fehlendem Contact Tracing, elektronischer Patientenakte, fehlendem Datenaustausch etc. Long Covid hast.

  5. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: tedeum 09.11.21 - 12:57

    Bei mir:
    - Verhinderung eines Einbruchs. War nicht zu Hause aber konnte so mit dem Dieb sprechen ;)
    - Beweissicherung bei einem Navi Klau (BMW über 18k Schaden)
    - Verhinderung eines Einbruchsversuch in die Garage

  6. Jupp

    Autor: 486dx4-160 09.11.21 - 13:04

    Doubleslash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Datenschutz-Regelungen interessieren in der Praxis niemanden. Und das
    > ist auch gut so. Im Prinzip sollten sich die Mehrheit solche Anlagen
    > zulegen, dann kann eine Gesetzgebung die solche Bagatellen kriminalisieren
    > will immer schwerer umgesetzt werden. Unser Datenschutz-Fetisch ist uns
    > bereits im Verlaufe der Pandemie auf die Füsse gefallen. Die Gesetzgebung
    > rund um den Überwachungsdruck hat in der Praxis überhaupt keinen Mehrwert.
    > In einer digitalisierten Welt kann man nicht alle Vorteile der
    > vollständigen Vernetzung mitnehmen wollen, dann aber auf ein Recht der
    > Entkoppelung von selbiger Vernetzung pochen. Hier steht Nutzen /
    > Risikominimierung in keinem Verhältnis zum Aufwand. Im Falle einer
    > Videotürklingel soll doch die Linse abgeklebt, das Mikrofon mit Bauschaum
    > abgedichtet und am besten noch zwei Schilder in jede Richtung auf der
    > Strasse angebracht werden, damit man die Leute auf ein etwaige
    > Videoüberwachung hinweist, von der man nicht ausschliessen kann, dass sie
    > Daten aufzeichnet. So eine Regelung kann nur aus Deutschland kommen.
    >
    > > Die Berliner Datenschutzaufsichtsbehörde stellt klar, dass nach ihrer
    > Auffassung die Speicherung der Bilddaten in einer Cloud ausgeschlossen sein
    > müsse, vor allem, weil die Übertragung hohe Sicherheitsrisiken (zum
    > Beispiel durch einen Zugriff Dritter) berge.
    >
    > Solche Aussagen kommen von den selben Behörden, die mit hoher
    > Wahrscheinlichkeit selbst einen viel schlechteren Datenschutz der durchaus
    > kritischen Daten ihrer Bürger gewährleisten können, als jeder
    > Cloud-Anbieter am Markt. Das sind die selben Behörden die immer weniger in
    > die öffentliche Sicherheit investieren, in dem sie alle Apparate, die die
    > öffentliche Ordnung unterstützen, kaputtsparen.

    Ich sehe da auch kein Problem. Beim Spazierengehen kann man die ja ohne Weiteres einfach Überkleben oder Übersprühen. Die Billigen sind nur angeklebt, die kann man schnell wegreißen und in irgendeinem Gully entsorgen.
    Die Überwachungs-Fetischisten werden sich gewiss nicht bei der Polizei beschweren, die wissen dass das wie ein Boomerang auf sie zurückfällt :) Eigentlich sollten sie aber: Wenn das mehr Leute so wie ich machen, dann kann eine Gesetzgebung die solche Bagatellen kriminalisieren will immer schwerer umgesetzt werden.
    Schade dass die Behörden die immer weniger in die öffentliche Sicherheit investieren, in dem sie alle Apparate, die die öffentliche Ordnung unterstützen, kaputtsparen. So muss man dann eben der Einzelne zur Selbsthilfe greifen.

  7. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: Megusta 09.11.21 - 13:14

    Wo kein Kläger, da kein Richter. Es wird die Gerichte dann interessieren, wenn sich der Nachbar darüber beschwert.

  8. @Doubleslash + tedeum

    Autor: forenuser 09.11.21 - 13:18

    Dann hattet ihr das Glück von Amateuren und/oder zarteren Naturen heimgesucht worden zu sein.
    Wer will lässt sich nicht von Kameras aufhalten, ansonsten gäbe es keine Bank- und ATM-Einbrüche.
    Viel sinnvoller wären entsprechend gesicherte Türen und Fenster, die halten auch visierteren Personen stand.

    --
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  9. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: Steven Lake 09.11.21 - 13:32

    Wenn man den Nachbarn nicht mag, wird geklagt. Wenn jemand bei mir im Treppenhaus eine solche Türklingel installiert, werde ich den sofort Anzeigen. In der Wohnung kann er so viel filmen wie er will, solange er mich über die Aufnahme hinweist, bevor ich den überwachten Bereich betrete.

    Die Gesetze gibt es aus einem guten Grund. Die Aufnahmen bringen ja auch einem rein gar nichts, weil diese Beweise vor Gericht gar nicht zulässig sind. Im Gegenzug wird man dann sehr wahrscheinlich verklagt.

    In anderen Ländern wird es weniger Eng gesehen. Man darf aber unsere Vergangenheit nicht vergessen. Da ist man sehr vorsichtig was die Überwachung anderer angeht.

  10. Re: @Doubleslash + tedeum

    Autor: tedeum 09.11.21 - 13:36

    Ich wohne relativ exponiert in einem Einfamilienhaus in der Nähe einer U-Bahn Haltestelle. Viele andere Sicherheitsmassnahmen habe ich bereits getroffen, teilweise habe ich aber auch Sicherungen des Vorbesitzers rückgebaut. Ich weiss auch, dass sich Täter nicht von einer Kamera abschrecken lassen. 3 mal habe ich bereits Aufnahmen der Polizei zur Verfügung gestellt, einmal führte meine Aufnahme zur Ergreifung eines Serientäters.

  11. Re: @Doubleslash + tedeum

    Autor: unbuntu 09.11.21 - 14:11

    forenuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann hattet ihr das Glück von Amateuren und/oder zarteren Naturen
    > heimgesucht worden zu sein.
    > Wer will lässt sich nicht von Kameras aufhalten

    Ja, es gibt aber eben nicht nur Profieinbrecher, auch Amateureinbrecher. Und da hat das System eben geholfen.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  12. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: unbuntu 09.11.21 - 14:17

    In den 80ern wars auch eine ganz andere Situation. Da konnte man vieles nicht tun, was heute möglich ist. Das gilt für Überwachung wie Einbruch.

    Corona hat das Problem ja wieder gut gezeigt. Scheiß auf funktionierende Lösungen, Datenschutz ist oberste Priorität. Dass der kleine Kevin beim Videolernen nicht von Konzernen überwacht wird ist wichtiger als dass der kleine Kevin funktionierende Lösungen bekommt, mit denen er ordentlich lernen kann und kein Coronawrack wird.

    Bei Dashcams haben Richter wenigstens mal logisch gedacht und sowas zugelassen...

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  13. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: BlindSeer 09.11.21 - 14:23

    Eigentlich nicht und eigentlich ist es eine Schande... Aber wie ich schon schrieb: Überwachung ist scheiße, es sei denn ich bin der Überwacher! Dann ist es geil. Hauptsache alle an allgegenwärtige Kameras gewöhnen, bis wir überall gefilmt werden.
    Wer sowas macht darf aber keine Kommentare über China ablassen, so als Wegbereiter an die Gewöhnung und Überwachung... *würg*

  14. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: tedeum 09.11.21 - 14:24

    Ich habe die deutschen Autos einfach mit Teslas ersetzt, dort klaut keiner das Navi, die Airbags oder den Stern. Habe die Videoaufzeichnung der Teslas zu Hause deaktiviert, bevor jemand mit Anzeige droht

  15. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: Doubleslash 09.11.21 - 14:31

    Beim Tesla-Sentry-Mode solltest du selbst mit der bräsigen deutschen Rechtslage konform sein. Die Daten verbleiben im Fahrzeug und werden nach einiger Zeit überschreiben, ausgelöst wird nur bei erkannten Bewegungen.

    Ansonsten entsprechen die Reaktionen der Alu-Hüte hier den Erwartungen und gehen einher mit dem kleinkarierten Bedenkenträgertum unserer Behörden. Ihr dürft euch dann halt nicht wundern, wenn wenn wir aufgrund eines mittelalterlichen Technikverständnisses und vertrackten Rechtsprechung als Land für Innovationen und Innovationsträger eben unattraktiv werden. Wir landen bereits heute deswegen in vielen Kategorien auf den hinteren Plätzen und irgendwann geht das Wohlstandspolster der hiesigen Automobil- und Maschinenbauindustrie eben auch verloren. Das merkt ihr dann spätestens an der Höhe euer Steuerlast und Renteneinnahmen. Dann filmt euch zwar niemand mehr, aber nicht weil keiner mehr ne Kamera hat, sondern keiner mehr da ist.

  16. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: BlindSeer 09.11.21 - 14:48

    Ah, ohne totale Überwachung und Datensammlung keine Innovation... Schon klar. Datenschutz == Persönlichkeitsschutz.

  17. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: Doubleslash 09.11.21 - 15:17

    Nein, mit Alu-Hut und Überwachungsphantomdystopien keine Innovation. Wenn du erstmal einen Nachweis erbringen musst, welcher Schaden dir wirklich an deiner Persönlichkeit entstanden ist, so wie es in anderen Rechtsgebieten Standard ist, dann wirst du das letzte Statement nochmal korrigieren müssen.

  18. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: unbuntu 09.11.21 - 15:23

    Wir werden bereits überall gefilmt, nur so zur Info, da muss man nicht erst nach China gucken. An öffentlichen Plätzen, am Bahnhof, in Bussen und Zügen, Supermärkten, Tankstellen, Banken, Postämtern...

    Warum regst du dich darüber nicht auf, sondern über unwichtige Kameras wie Türklingeln, an denen du vorbeiläufst und für 1s zu sehen bist?

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  19. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: BlindSeer 09.11.21 - 15:24

    Das Problem bei Daten ist: Sind sie einmal weg, dann sind sie weg. Nie wieder einzufangen. Ist ein Recht einmal weg, dann ist es weg und nur hart erkämpft zurück zu bekommen.

    Siehe die Hacks von Webseiten wo Mailadressen nun kursieren, oder Syrien wo Mitarbeiter von internationalen Aktionen direkt Besuch bekamen, weil ihre Daten schön abrufbereit standen. Siehe Leute die von ihrem E-Auto-Stromtarife "individuelle Preisanpassungen" bekommen haben, schön durch ausgewertete Daten angepasst...

    Übrigens kann Datenshcutz Innovationstreiber sein, siehe datenschutzkonforme Covid Warn App, die mehr Erfolg hatte als die Datenschlucker der Nachbarn. Nur wenn man halt gegen Eigenverantwortung ist und meint der Staat muss das überwachen, dann ist man natürlich dagegen.

  20. Re: Interessiert in der Praxis keinen

    Autor: BlindSeer 09.11.21 - 15:27

    Wenn die Kamera nur das eigene Grundstück filmt ist mir das egal, das ist völlig in Ordnung. Dashcam filmt den öffentlichen Raum. Richte sie so aus, dass sie nur dich beim fahren filmt... Kein Problem. Wir müssen uns nicht durch noch mehr Überwachung an mehr Kameras gewöhnen. Wir sollten lieber gegen die vorhandenen vor gehen und dagegen protestieren. Ein Polizist kann eingreifen, die Kamera ist mir egal wenn ich im Gleisbett vor einem zug liege. Schön dass man dann sieht wer es war, nutzt mir nur nix.
    Überwachung gehört allgemein reguliert und nicht noch mehr erweitert werden durch jeden der meint er darf immer und überall filmen.

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