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In gut 5 Jahren dann...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. In gut 5 Jahren dann...

    Autor: gelöscht 19.11.21 - 11:06

    ...merkt man wie ungünstig dieser Schritt war und wechselt wieder zu Microsoft.

    Alles schon dagewesen...

  2. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: tomatentee 19.11.21 - 11:13

    Man befreit sich damit nicht nur von der Abhängigkeit von MS sondern wird gleichzeitig eins der größten Security-Probleme los. Ich sehe keinen Nachteil.

  3. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: unbuntu 19.11.21 - 11:14

    Hauptsache man baut sich erst einen eigenen Fork und alles bleibt dann für immer auf dem Stand.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  4. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: besserwizzla 19.11.21 - 11:14

    Rolf Schreiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...merkt man wie ungünstig dieser Schritt war und wechselt wieder zu
    > Microsoft.
    >
    > Alles schon dagewesen...

    dazu müsste Microsoft aber den Deutschlandsitz nach SH legen

  5. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Barbapapa 19.11.21 - 11:15

    Das war aber am anderen Ende von Deutschland. Das haben die dort oben nicht mitbekommen.
    Aber bevor ich die Software ändere, sollten sie lieber mal den Behörden die Steintafeln wegnehmen.

  6. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Oktavian 19.11.21 - 11:29

    > Man befreit sich damit nicht nur von der Abhängigkeit von MS sondern wird
    > gleichzeitig eins der größten Security-Probleme los. Ich sehe keinen
    > Nachteil.

    Das ist das große Dilemma. Du siehst es aus Perspektive der IT. Für die IT löst dieser Schritt einige Probleme, also positiv.

    Du bist aber kein Mitarbeiter des Fachbereichs. Für diesen schafft der Schritt eine ganze Menge Probleme. Und die müssen irgendwie gelöst werden.

    Nun kann man es machen wie in München, man definiert die Probleme der Fachbereiche einfach als "out of scope", aber dann hat man keine Akzeptanz der Anwender. Oder man macht es vernünftig und definiert diese Probleme als Projektaufgabe, dann muss man sie verstehen, bearbeiten und dauerhaft zur Zufriedenheit der Anwender lösen.

  7. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: nightmar17 19.11.21 - 11:35

    Rolf Schreiter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...merkt man wie ungünstig dieser Schritt war und wechselt wieder zu
    > Microsoft.
    >
    > Alles schon dagewesen...


    Kommt drauf an wie die das umsetzen werden. Wir im Unternehmen (mehr als 300 Nutzer) setzen mittlerweile komplett Libreoffice ein.
    Etwa 10 Benutzer haben noch das "echte" Office von Microsoft, weil das einige Funktionen hat, die Libreoffice nicht bietet oder gewisse Tools nur mit Microsoft Excel arbeitet.
    Was wir allerdings weiterhin haben ist Outlook, das werden wir wohl auch erstmal nicht ersetzen.

    Die Umstellung auf Libreoffice hat auch etwa 2 Jahre gedauert, weil wir einige Listen und Vorlagen neu erstellen mussten und quasi jede Abteilung einzeln umgestellt haben. Seit etwa 2 Jahren haben wir Libreoffice und die Mitarbeiter haben sich daran gewöhnt.
    So wie es aussieht, werden wir auch nicht zurückwechseln.
    Als nächstes wollen wir einige Windows Clients, durch Linux ersetzen, aber da laufen noch die Prüfungen, ob jede Software die wir benötigen auch unter Linux läuft oder wir die Software auf den Terminalservern einsetzen können.

    München ist an dem Projekt gescheitert, die Ursachen sind unklar.
    Wenn Schleswig-Holstein das aber besser vorbereitet und die Sachbearbeiter besser schult/informiert, dann lässt sich auch diese Umstellung ohne Probleme vollziehen.

    In meinen Augen wäre es auch am "einfachsten" lokal auf den PCs gar keine Software laufen zu lassen, sondern nur noch zentral auf den Servern, zumindest da wo es möglich ist.

  8. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Prof.Dau 19.11.21 - 11:40

    Find ich gut, dass ihr das abgeht.
    Würden mehr Betriebe, Unternehmen, Konzerne, Staaten auf FOSS setzen, gäbe es deutlich mehr Maintainer, die gemeinsam entwickeln.
    Die bisherigen Synergieffekte laufen darauf hinaus möglichst viel Geld an MS zu überweisen und hurra zu rufen.
    Welche Synergien möglich wäre, nutzten mehr die FOSS-Anwendungen....

  9. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Trockenobst 19.11.21 - 11:57

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Umstellung auf Libreoffice hat auch etwa 2 Jahre gedauert, weil wir
    > einige Listen und Vorlagen neu erstellen mussten und quasi jede Abteilung
    > einzeln umgestellt haben.

    Genau das ist der Punkt: die Usecases sind endlich. Speziell in einer Behörde musst du nicht 1000 verschiedene Business Exelsheets mit komplexen Plugins öffnen. Und wenn doch hat man dafür fünf Remote Desktops für den seltenen Usecase.

    In der Schule gibt es ca. eine handvoll Usecases was die Kids am Office Tool machen müssen, warum man hier Microsoft braucht ist vollkommen Banane. Ich selbst nutze Libre - es hat zwar immer noch hier und da alte Limits (vor allem Calc), aber wirkliche Showstopper sind für meine Zwecke nicht dabei. Meistens sind Leute einen bestimmten Workflow gewöhnt und den wollen sie nicht ändern.

  10. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Muhaha 19.11.21 - 11:58

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > München ist an dem Projekt gescheitert, die Ursachen sind unklar.

    Die Ursache ist glasklar, weil es keine technischen und organisatrischen Gründe waren, warum hier wieder der Hebel umgelegt wurde.

    Das Projekt war etabliert, technische und organisatorische Hürden waren überwunden, die Endanwender wurden geschult und hatten sich nach und nach an die neue Oberfläche gewöhnt ... bis dann ein neuer OB mit sehr engen Verbindungen zu MS einfach topdown entschieden hatte das Projekt zu stoppen. Damit es nicht ganz so korrupt aussieht, hatte man vorher noch das Projekt von Accenture begutachten lassen, aber wider Erwarten kam die Studie zum Ergebnis, dass Projekt gut läuft und beibehalten werden kann.

    Das Ende von Limux war eine Folge von Korruption.

  11. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Termuellinator 19.11.21 - 12:04

    Das wird wohl nur passieren, wenn MS in Kiel plötzlich ein neues Großraumbürogebäude baut und die CDU in S-H an die macht kommt ;)

  12. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Oktavian 19.11.21 - 12:06

    > Genau das ist der Punkt: die Usecases sind endlich.

    Ja, endlich schon, aber diese Zahl ist, wenn man nur etwas genauer nachforscht, meist deutlich größer als mal so vermutet.

    > Speziell in einer
    > Behörde musst du nicht 1000 verschiedene Business Exelsheets mit komplexen
    > Plugins öffnen.

    1000 oft nicht, aber auf ein paar 100 kommst Du schnell. Und in einem Bundesland oder einer größeren Kommune gibt es nicht nur eine Behörde sondern mehrere 10.

    Die wirklich böse Abkürzung lautet IDV, die Software der individuellen Datenverarbeitung. Das sind diese ganzen Excel-Sheets, Word-Makros, Access-Datenbanken, die ein Kollege mit viel Engagement gebastelt hat, der oft schon nicht mehr dabei ist, das aber alle benutzen, weil es seinen Zweck so toll erfüllt.

    Wenn man in Unternehmen (ich mache das bei Banken und Versicherungen) mal nach sowas sucht, dann geht die Zahl in die tausende. Und dabei haben die Fachbereiche schon sehr kreativ gezählt und alles rausgenommen, was man irgendwie wegdiskutieren kann, denn wenn ich da fertig bin, müssen sie diese IDVs alle dokumentieren.

    > In der Schule gibt es ca. eine handvoll Usecases was die Kids am Office
    > Tool machen müssen, warum man hier Microsoft braucht ist vollkommen Banane.

    Was hat das jetzt mit der IT eines Bundeslandes zu tun?

    > Ich selbst nutze Libre

    Es ist immer gefährlich, seine persönliche Erfahrung auf eine Behörde oder ein Bundesland ausdehnen zu wollen. Meist liegt man damit völlig falsch.

    > Meistens sind Leute einen bestimmten Workflow gewöhnt und den wollen
    > sie nicht ändern.

    Natürlich nicht. Ein Mensch ändert sich, weil er große Schmerzen oder große Ziele hat. Der Anwender hat mit Office keine Schmerzen, und große Ziele konnte ihm sein Vorgesetzter noch nie vermitteln (und schon gar nicht, warum man die mit LO erreichen kann).

    Ich finde das witzig, wie hier im Forum immer ein Sturm der Entrüstung losbricht, weil der Startbutton bei Windows jetzt in der Mitte statt am Rand ist, man die Taskbar nicht verschieben kann, oder im Startmenü keine Ordner haben kann. Aber der Fachbereichs-Mitarbeiter soll sich mal nicht so haben, wenn die IT ihm sein Arbeitswerkzeug wegnimmt und durch etwas anderes ersetzt. Lustig, oder?

  13. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Trockenobst 19.11.21 - 12:27

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1000 oft nicht, aber auf ein paar 100 kommst Du schnell. Und in einem
    > Bundesland oder einer größeren Kommune gibt es nicht nur eine Behörde
    > sondern mehrere 10.

    Aber hängen die alle am Office Tool? Denn dann würden die schon mit einem einfachem Office Upgrade nicht mehr funktionieren. Deswegen gibt es hier im Projekt eigene Windows Instanzen mit alten Office Versionen.

    > Wenn man in Unternehmen (ich mache das bei Banken und Versicherungen) mal
    > nach sowas sucht, dann geht die Zahl in die tausende.

    Excelsheet und gelegentlich MS Projects kommen mir unter. Die "IDVs" sind aber in den letzten Jahren massiv zurückgegangen (IT und Autobranche). Die Verantwortlichen wollen das Risiko das der eine Typ der wichtig ist für das Fließband ist spontan nach Australien umzieht, nicht mehr tragen. Sehr viel geht in die Cloud, sehr viel Self Service, Dashboards und Portale.

    Außerdem kann es schlecht sein, dass ein offizieller Usecase nur funktioniert wenn man zig schlecht designte Tools zusammenhängt. Ich kenne das aus einem Projekt bei der Bank, und der Unterschied zwischen einem manuellen Vorgang war fünfmal mehr Klicken. Für das Tool hat man 200k an einen Externen bezahlt. Insgesamt habe ich ca. 30 Usecases in der Abteilung gesehen. Das war Altersvorsorge, also nichts Abseitiges. Da war ich selbst verblüfft das es nicht 100 waren. Das geht also, wenn man ehrlich an das Thema ran geht.

    > Aber der Fachbereichs-Mitarbeiter soll sich mal nicht so
    > haben, wenn die IT ihm sein Arbeitswerkzeug wegnimmt und durch etwas
    > anderes ersetzt. Lustig, oder?

    Wir machen das alles zum Spass. Der Fachbereichsleiter wird bezahlt für einen Job mit (hoffentlich klar) umrissenen Tätigkeiten. Wenn er den Job "angeblich" nicht mehr machen kann weil statt Excel nun Calc da ist, hat das jemand zu verantworten. Dann sollte aber schon Risk technisch vor Jahren die Alarmglocken klingeln.

  14. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Potrimpo 19.11.21 - 12:29

    Ursache in München war keine Aktion von Microsoft, keine "Taschen", sondern eine desaströse Projektleitung. Da hat man die Probleme/Aufgaben, wie von Oktavian skizziert, schlichtweg ignoriert.

    Stattdessen wurde ein erfolgreicher Switch verkündet, bei der (fast) sämtliche Fachanforderungen unberücksichtigt geblieben sind.

    Selbst so "Kinkerlitzchen" wie Personalausweissystem mit Kassensystem (lediglich "bezahlt"/"nicht bezahlt") zu syncen haben nur rudimentär, selten, funktioniert. Nicht Projektbestandteil.

    Direkte Übernahme von Bestandsdaten in Druckoptionen - Fehlanzeige, nicht Bestandteil des Projekts.

    Groupware - nicht Bestandteil des Projekts.

    Nicht fachbezogen - nicht einmal die Urlaubsliste war realisiert, wurde dann auf Papier gemacht - nicht Bestandteil des Projekts.

    Wenn alles schlechter, und mit deutlicher Mehrarbeit verbunden ist, kann von erfolgreich, nach zig Jahren, nicht mehr gesprochen werden. Der Rückwechsel kam für die Betroffenen nicht überraschend, sondern zu spät. Besser hätte man die Projektleitung vorher rausgeschmissen.

    Mit vernünftiger Projektleitung sähe das Ergebnis vermutlich deutlich anders aus.

    Die Projektleiter sehen die Fehler natürlich extern, böse Machenschaften, und die Linux-Gemeinde stimmt zu, ohne die Situation vor Ort zu kennen.

    Die FSFE ist vor Jahren auch einem Irrglauben aufgesessen, hat sich aber schon, im Gegensatz zu Apologeten, davon distanziert und sich selbstkritisch damit auseinandergesetzt - https://www.techrepublic.com/article/linux-to-windows-10-why-did-munich-switch-and-why-does-it-matter/

  15. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Peter1965 19.11.21 - 12:46

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Kommt drauf an wie die das umsetzen werden. Wir im Unternehmen (mehr als
    > 300 Nutzer) setzen mittlerweile komplett Libreoffice ein.
    > Etwa 10 Benutzer haben noch das "echte" Office von Microsoft, weil das
    > einige Funktionen hat, die Libreoffice nicht bietet oder gewisse Tools nur
    > mit Microsoft Excel arbeitet.
    > Was wir allerdings weiterhin haben ist Outlook, das werden wir wohl auch
    > erstmal nicht ersetzen.
    >
    > Die Umstellung auf Libreoffice hat auch etwa 2 Jahre gedauert, weil wir
    > einige Listen und Vorlagen neu erstellen mussten und quasi jede Abteilung
    > einzeln umgestellt haben. Seit etwa 2 Jahren haben wir Libreoffice und die
    > Mitarbeiter haben sich daran gewöhnt.

    Was hat die Umstellung gekostet und wann amortisiert sich das?

    Ich gehe mal davon aus, dass man bei 300 Nutzern schon eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt hat. Da weiterhin im großen Stil auf Outlook gesetzt wird, fallen doch bestimmt weiterhin Lizenzgebühren an?

    Und welche Programme werden da primär genutzt? Ich nehme an Word (Writer) und Excel (Calc)? Wie sieht's mit Powerpoint-Impress aus? Das war bei meinen Tests das K.O.-Kriterium, da ich Impress als deutlich komplizierter im Handling empfand als Powerpoint. Bei Writer und Calc hätte ich dagegen keine Bauchschmerzen beim Wechsel, wenngleich ich mich über die Jahre mit den Ribbons von MS gut angefreundet habe, was bei Libreoffice bisher nicht der Fall ist.

  16. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Potrimpo 19.11.21 - 12:57

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nightmar17 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > München ist an dem Projekt gescheitert, die Ursachen sind unklar.
    >
    > Die Ursache ist glasklar, weil es keine technischen und organisatrischen
    > Gründe waren, warum hier wieder der Hebel umgelegt wurde.
    >
    > Das Projekt war etabliert, technische und organisatorische Hürden waren
    > überwunden, die Endanwender wurden geschult und hatten sich nach und nach
    > an die neue Oberfläche gewöhnt ... bis dann ein neuer OB mit sehr engen
    > Verbindungen zu MS einfach topdown entschieden hatte das Projekt zu
    > stoppen. Damit es nicht ganz so korrupt aussieht, hatte man vorher noch das
    > Projekt von Accenture begutachten lassen, aber wider Erwarten kam die
    > Studie zum Ergebnis, dass Projekt gut läuft und beibehalten werden kann.
    >
    > Das Ende von Limux war eine Folge von Korruption.

    Und genau das ist falsch.

    "
    Das Projekt war etabliert, technische und organisatorische Hürden waren überwunden, die Endanwender wurden geschult und hatten sich nach und nach an die neue Oberfläche gewöhnt ... "

    Bis auf den allerletzten Teilsatz stimmt an der Aussage - gar nichts!

    Man gewöhnt sich auch an Keilschrift, wenn es nix anderes (mehr) gibt. Job aufgeben wegen der Unzulänglichkeiten des Systems kommt nur für die wenigsten in Betracht.

    Warst Du vor Ort, um das beurteilen zu können? Ich bin immer noch vor Ort und habe solche unqualifizierten Aussagen satt bis oben hin.

  17. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Muhaha 19.11.21 - 13:16

    Potrimpo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bis auf den allerletzten Teilsatz stimmt an der Aussage - gar nichts!

    Und wieso kam dann Accenture, AUSGERECHNET Accenture, zu dem Schluss, dass das Projekt gut läuft?

  18. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: nightmar17 19.11.21 - 13:45

    Peter1965 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nightmar17 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Kommt drauf an wie die das umsetzen werden. Wir im Unternehmen (mehr als
    > > 300 Nutzer) setzen mittlerweile komplett Libreoffice ein.
    > > Etwa 10 Benutzer haben noch das "echte" Office von Microsoft, weil das
    > > einige Funktionen hat, die Libreoffice nicht bietet oder gewisse Tools
    > nur
    > > mit Microsoft Excel arbeitet.
    > > Was wir allerdings weiterhin haben ist Outlook, das werden wir wohl auch
    > > erstmal nicht ersetzen.
    > >
    > > Die Umstellung auf Libreoffice hat auch etwa 2 Jahre gedauert, weil wir
    > > einige Listen und Vorlagen neu erstellen mussten und quasi jede
    > Abteilung
    > > einzeln umgestellt haben. Seit etwa 2 Jahren haben wir Libreoffice und
    > die
    > > Mitarbeiter haben sich daran gewöhnt.
    >
    > Was hat die Umstellung gekostet und wann amortisiert sich das?
    Was das gekostet hat, kann ich gar nicht genau sagen. Das Projekt lief schon, als ich in das Unternehmen kam.
    Amortisieren tut sich das sicherlich sofort, weil man von einer alten office 2007 Version umgestiegen ist. Neue Lizenzen für alle Mitarbeiter hätten wohl so viel gekostet, dass man Vollzeit 2 Personen dafür beschäftigen konnte um die Umstellung durchzuführen.

    > Ich gehe mal davon aus, dass man bei 300 Nutzern schon eine
    > Kosten-Nutzen-Analyse erstellt hat. Da weiterhin im großen Stil auf Outlook
    > gesetzt wird, fallen doch bestimmt weiterhin Lizenzgebühren an?
    Das wurde sicherlich gemacht.
    Wobei diese auch so aussehen könnte Microsoft kostet uns Summe X, Libreoffice Summe 0.
    Lizenzgebühren fallen weiterhin an, weil ein Exchange vorhanden ist und Outlook einzeln lizenziert wird.

    > Und welche Programme werden da primär genutzt? Ich nehme an Word (Writer)
    > und Excel (Calc)? Wie sieht's mit Powerpoint-Impress aus? Das war bei
    > meinen Tests das K.O.-Kriterium, da ich Impress als deutlich komplizierter
    > im Handling empfand als Powerpoint. Bei Writer und Calc hätte ich dagegen
    > keine Bauchschmerzen beim Wechsel, wenngleich ich mich über die Jahre mit
    > den Ribbons von MS gut angefreundet habe, was bei Libreoffice bisher nicht
    > der Fall ist.

    Also Programme wurden Word, Excel und Powerpoint genutzt. Auch ein paar alte Access Datanbanken waren noch vorhanden, die keiner mehr programmieren konnte, weil die Mitarbeiter nicht mehr im Unternehmen waren. Auf neueren Versionen hatten die Datenbanken wohl Probleme. Das wurde komplett gestrichen und die Funktionen konnte mittlerweile das ERP-System umsetzen, was vor ein paar Jahren noch nicht möglich war.

    Ansonsten hatte man ein paar einfache csv Tabellen und Vorlagen.
    Bei Word gab es viele Vorlagen, aber alle ohne Makros, das war alles halb so wild.
    Powerpoint wird auch genutzt, aber für die paar Folien, kann das auch super Impress umsetzen.
    Wie gesagt, etwa 10 Benutzer haben noch Microsoft Office unter anderem die GF, weil die ein Analyse Tool nutzen, dass an Excel geknüpft ist und mit Libreoffice Calc gar nicht funktioniert.
    Und ansonsten haben noch ein paar Mitarbeiter in der Buchhaltung und im Personal Microsoft Office.

    Heute interessiert das keinen mehr und es kommt nur selten vor, dass die Mitarbeiter irgendwelche Funktionen suchen. Diese hätten sie bei Microsoft allerdings auch nicht gefunden.
    Auch neue Mitarbeiter gewöhnen sich schnell daran.

  19. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: me2 19.11.21 - 13:48

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du bist aber kein Mitarbeiter des Fachbereichs. Für diesen schafft der
    > Schritt eine ganze Menge Probleme.

    Welche?

  20. Re: In gut 5 Jahren dann...

    Autor: Potrimpo 19.11.21 - 13:55

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Linux-in-Muenchen-Berater-empfehlen-Ausstieg-aus-LiMux-auf-Raten-3463100.html

    Deine Interpretation ist "gewöhnungsbedürftig", zumal dieses Gutachten von Linux-Befürwortern ebenfalls als Lobbyismus zu Gunsten Microsofts gewertet wird.

    "gut läuft" und Ausstieg empfehlen schließt sich aus.

    Tatsache ist, dass die Server (rel) gut liefen und laufen, die Fachanwendungen allerdings nicht.

    Du zeigst aber, dass Du eben nicht vor Ort bist und dummschwätzt. Ich sitz gerade direkt daneben

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