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Ich verstehe nicht "deren" Problem...

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  1. Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: Tris 30.11.21 - 12:04

    ...jede Firma bezahlt doch für seinen Internetanschluss bei seinem Provider, dieser wiederum beim Netzbetreiber usw. daran ist wieder ein Provider und dann wieder ein Endkunde (Firma oder Person) jeder dieser Teilnehmer zahlt seine Bandbreite und seinen Datendurchsatz (ggf. auch als Flatrate je nachdem wie sich die Vertragspartner einigen).

    Und Netflix ist eine Firma an einem Ende dieser Leitung und zahlt somit schon für das was es bekommt! Wenn die Firmen nun da nun mehr Fordern Rechnen sie nicht richtig ab oder bekommen den Hals nicht voll. Ggf. machen sich Provider und Netzbetreiber selbst im Konkurrenzkampf die Preise kaputt aber das ist nicht in der Verantwortung von Netflix und daher auch nicht über einen "Krückenumweg" zu zahlen.

  2. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: TheBlueFire 30.11.21 - 16:54

    Diese Firmen sind wie Maden in Deutschland und Europa sie nutzen alles nur aus und wollen maximal Gewinne abgreifen.

    Momentan können sie einfach nur Geld mitnehmen ohne irgendwas groß zu investieren.

    Zum Glück schließen sich gleich die führenden europäischen telcos zusammen das macht Eindruck

    Netzneutralität hin oder her hier wird massiv ausgenutzt von Seiten der großen Microsoft Google Amazon und Netflix.

    Zahlen hier keine Steuern und haben übertriebene marktmacht das muss endlich mal angegriffen werden.

    Nicht ohne Grund sind Jeff Bezoz, bill Gates einige der reichsten Menschen der Welt

    Unterzeichnet haben den Forderungskatalog die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom, Telekom Austria, BT Group, Telefónica, Vodafone Group, Orange, Swisscom, Telenor Group (Skandinavien), Vivacom (Bulgarien), Proximus Group (Belgien), Altice Portugal und KPN (Niederlande).

  3. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: Fubar123 30.11.21 - 21:59

    Das die Internetgiganzen zu wenig Abgaben zahlen ist doch eine ganz andere Baustelle und mit Sicherheit nicht die Aufgabe der Telcos dies zu Regeln.

    Die Telcos will einzig und alleine ein größeres Stück vom Kuchen und die Netzneutralität aushöhlen, was in jeder Hinsicht verhindert werden muss.

  4. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: TheBlueFire 01.12.21 - 03:00

    Langfristig wird die Abgabe wieder sinken.
    Die telcos können schon was schaffen, wenn sie gemeinsam agieren.

    Es geht um die Zeit des Netz Aufbaus Glasfaser. Danach wird es wieder billiger.

    Das mit den Maden bezieht sich auf die steuervermeidung. hier unglaublich Gewinne scheffeln während man keine Steuern zahlt oder in Luxemburg oder Irland.

    ***
    Meine Meinung OK? Bin offen für Kritik. Seid gesegnet.
    *
    Danke Jesus Christus für jeden neuen Tag!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.12.21 03:06 durch TheBlueFire.

  5. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: Tris 01.12.21 - 08:26

    der Fubar123 hat vollkommen Recht du machst gerade ein ganz anderes Fass aus.

    Aber bezüglich Datenanbindungen da gibt es Verträge die sowas regeln und wenn beim Provider/Netzbetreiber nicht genug ankommt hat er scheiß Verträge abgeschlossen mit dem Streaminganbieter oder ggf. mit anderen Netzbetreibern über die die Daten durchgeleitet werden.

    Da müssen also eher die Netzbetreiber untereinander ihre Verträge neu machen (deren tägliches Geschäft) und letztendlich die Verträge mit den Streaminganbietern zu deren Datenanbindung.

    Also da brauch man nun nicht ein "Ding" draus machen, das ist klassischer Business Internetanschluss, nur halt bei den großen im Geschäft.

  6. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: Brian Kernighan 01.12.21 - 11:06

    Tris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...jede Firma bezahlt doch für seinen Internetanschluss bei seinem
    > Provider, dieser wiederum beim Netzbetreiber usw. daran ist wieder ein
    > Provider und dann wieder ein Endkunde (Firma oder Person) jeder dieser

    > Und Netflix ist eine Firma an einem Ende dieser Leitung und zahlt somit

    Du glaubsts also, Netflix geht zum Provider XY und sagt: "Bitte schliesst mein RZ mit 2x 100 TBit/s Leitung an für Kosten $x*10^y/monat"?

    So läuft das aber nicht, Das würde schon technisch nicht funktionieren, so einen Provider gibt's gar nicht der die Bandbreiten liefern könnte.

    Die Content-Provider gehen an die Exchange-Punkte wo die ganz großen Provider untereinander Daten austauschen und die zahlen für den Traffic idR nichts, weil im großen und Ganzen gleich viel rein wie raus geht und jeder was davon hat.

    Nun pressen die großen Contentprovider eben Massiv traffic richtung ISPs und die haben nur Aufwand und riesige Kosten weil immer mehr Traffic reingeht und die Leitungen Richtung Kunden immer weiter aufgebohrt werden müssen. Wie jeder weiss, kostet das letzte bisschen Bandbreite viel mehr als ein paar hundert GBit/s die man praktisch beim Kistenschieber um die Ecke kaufen kann.

    Nun könnte man natürlich bei den Kunden weiter die Hand aufhalten. Das ist erstens unfair weil auch Oma Krause die nur ein bisschen Telefonieren und online shoppen will mitbezahlen muss und dann gibts da noch regulierungen die verhindern, dass man Marktpreise verlangen kann.

    Oder man geht auf die Verursacher des Problems zu und fordert, dass sie sich ein bisschen beteiligen sollen und nicht nur für Lau Terabitweise ihren Content in die Providernetzte pressen. Genau das passiert jetzt.

    Gut, drosseln könnte man natürlich auch, damit der "wichtige" Traffic noch platz hat, aber das verstößt wieder gegen die Netzneutralität.

    Ist schon nicht einfach.

  7. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: Tris 01.12.21 - 11:34

    Brian Kernighan schrieb:

    > Du glaubsts also, Netflix geht zum Provider XY und sagt: "Bitte schliesst
    > mein RZ mit 2x 100 TBit/s Leitung an für Kosten $x*10^y/monat"?
    >
    > So läuft das aber nicht, Das würde schon technisch nicht funktionieren, so
    > einen Provider gibt's gar nicht der die Bandbreiten liefern könnte.
    >
    > Die Content-Provider gehen an die Exchange-Punkte wo die ganz großen
    > Provider untereinander Daten austauschen und die zahlen für den Traffic idR
    > nichts, weil im großen und Ganzen gleich viel rein wie raus geht und jeder
    > was davon hat.
    >
    > Nun pressen die großen Contentprovider eben Massiv traffic richtung ISPs
    > und die haben nur Aufwand und riesige Kosten weil immer mehr Traffic
    > reingeht und die Leitungen Richtung Kunden immer weiter aufgebohrt werden
    > müssen. Wie jeder weiss, kostet das letzte bisschen Bandbreite viel mehr
    > als ein paar hundert GBit/s die man praktisch beim Kistenschieber um die
    > Ecke kaufen kann.

    Irgendwer "gibt" ihnen aber diesen Zugang und der ist Derjenige der das regeln muss, die können sich ja nicht einfach so anklemmen. Und wenn es da keine Vernünftigen Regelungen gibt ist da der Fehler im System an dem gearbeitet werden muss anstelle an den Symptomen ;)

  8. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: Brian Kernighan 01.12.21 - 11:39

    Tris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Irgendwer "gibt" ihnen aber diesen Zugang und der ist Derjenige der das

    Nö. An einem Peering Point gibts keinen Zugang, das ist ein reiner Austauschpunkt. Du musst dann mit jedem der auch da ist eine eigene Vereinbarung treffen ob Dein Traffic da rein darf.

    Wenn Du so willst, dann sind an der Stelle die Firmen die den Zugang regeln die anderen Provider, also z.B. die Telekom und 11 andere.

    Und die versuchen das ja grade zu regeln, darum dreht sich ja die ganze Geschichte.

    Die könnten natürlich auch sagen, wir lassen euren Traffic gar nicht mehr rein, dann gibts halt kein Netflix, Youtube & Co mehr bei diesen 12 Providern. Das will aber auch niemand.

  9. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: Tris 01.12.21 - 13:44

    Also ein Fehler im System, man hat Endkunden (die Streaminganbieter) an Stellen rangelassen auf eine Art und Weise wie es eigentlich für die Netzbetreiber vorgesehen ist.

    Jedoch scheint es auch dort Möglichkeiten zu geben, den "Peering ist eine Vereinbarung zwischen gleichrangigen Providern" bei unverhältnismäßigen Datenaustausch gilt eigentlich an diesen Knotenpunkten der Transit.
    "Transitverkehr ist ein Begriff aus der Netzwerktechnik und bezeichnet die Dienstleistung, Datenverkehr durch ein Netzwerk durchzuleiten. Dabei handelt es sich bei den Vertragspartnern meist um unterschiedlich große Provider, wobei der größere gegen Bezahlung einen sogenannten Uplink zur Verfügung stellt. Abgerechnet wird dabei nach hochgeleiteter Datenmenge."

    Quellen:
    [de.wikipedia.org]/wiki/Transitverkehr_(Netzwerk)
    [de.wikipedia.org]/wiki/Peering

  10. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: Brian Kernighan 01.12.21 - 13:59

    Tris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ein Fehler im System, man hat Endkunden (die Streaminganbieter) an
    > Stellen rangelassen auf eine Art und Weise wie es eigentlich für die
    > Netzbetreiber vorgesehen ist.

    Ja sicher, aber wie willst Du es technisch anders machen? Das sind halt nunmal enorme Bandbreiten, die muss man möglichst nah am Kunden platzieren. Und das geht halt nur an solchen Austauschknoten, sonst müsstest Du bei jedem Provider in jeder Stadt ein paar Server hinstellen.

    > Jedoch scheint es auch dort Möglichkeiten zu geben, den "Peering ist eine
    > Vereinbarung zwischen gleichrangigen Providern" bei unverhältnismäßigen
    > Datenaustausch gilt eigentlich an diesen Knotenpunkten der Transit.

    Unter Transit verstehe ich eigentlich den Fall, wenn man durch ein anderes AS durch will und nicht rein - aber grundsätzlich stimmt das schon. Und soweit ich das verstehe ist es ja genau das was die Provider wollen: so eine Vereinbarung treffen. Die Telekom hat sich meines Wissens von Anfang an dagegen gesperrt mit google & Co zu peeren. Weiss aber nicht wie das ausgegangen ist.

  11. Re: Ich verstehe nicht "deren" Problem...

    Autor: TheBlueFire 04.12.21 - 21:20

    Die selben die hier jetzt gegen die ISPs ablästern und was von "richtige Verträge machen" reden, sind auch diejenigen die eine Telekom wegen Peering Abmachungen kritisieren.

    Wir müssen hier mal auf dem Boden bleiben und anerkennen, dass wir nicht alle Hintergründe kennen. Das geltende Recht wird sich schon durchsetzen.

    Nicht ohne Grund tuen sich Vodafone, o2 und Telekom zusammen, wenn es dort nicht eine Not gäbe.

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