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Selten einen so schlechten Vergleich gesehen...

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  1. Selten einen so schlechten Vergleich gesehen...

    Autor: rslz 09.12.21 - 09:38

    Der Bäckervergleich hinkt, wie ein Vergleich nur hinken kann.

    Die Scalper existieren ja nur, weil Nachfrage >> Angebot.
    Beim Bäcker ist umgedreht. Die meisten Bäcker produzieren wesentlich mehr als sie verkaufen können, foglich wäre scalpen hier einfach zwecklos.

    Hier ist ein besserer Vergleich: In der DDR gab es wesentlich mehr Nachfrage als Angebot für Autos. Da konnte man sich dann auf so Wartelisten setzten lassen.

    Und nein, Scalper sind nicht a-moralisch, man sollte Ihnen sogar dankbar sein. Sie halten den Markt liquide, d.h. es ist immerhin möglich an die Produkte zu kommen. Was wäre denn die alternative? Ewig lange Wartelisten / Lotterieverfahren. Und wer garantiert einem dann überhaupt, dass die Leute selbst nicht zu Scalpern werden? Ich mein, jeder der momentan diese Produkte zur UVP bekommt, spielt doch mit dem Gedanken sie mit Gewinn weiterzuverkaufen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.12.21 09:38 durch rslz.

  2. Re: Selten einen so schlechten Vergleich gesehen...

    Autor: wiesi 09.12.21 - 10:41

    Ein Scalper hält keinen Markt Liquide. Wenn mit ihnen kommt man genau so gut an ware als wenn es Sie nicht gibt, da sie ja keinerlei Ware produzieren.
    Sie bereichern sich nur mit technischen Trix an aktuellen Lieferengpässen.

    Soweit nicht verwerflich. Hier eher das problem seitens der normalen Händler die das Zulassen.

    Verwerflich ist nur wenn Sie für diese Gewinne keine Steuern und Sozialabgaben leisten.

  3. Re: Selten einen so schlechten Vergleich gesehen...

    Autor: forenuser 09.12.21 - 10:46

    rslz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    (...)
    > Und nein, Scalper sind nicht a-moralisch, man sollte Ihnen sogar dankbar
    > sein. Sie halten den Markt liquide, d.h. es ist immerhin möglich an die
    > Produkte zu kommen. Was wäre denn die alternative? Ewig lange Wartelisten /
    > Lotterieverfahren.

    Hä?
    Dank der Scalper gibt es doch die überhöhten Preise und entsprechend keine "normale" UVP-Verfügbarkeit.
    Mit entsprechend "Bakschisch" konnte man ggf. auch in der DDR (keine Idee ob es so war, ich bin geborener Wessi) einen Trabi schneller bekommen. Das entspräche dem aktuellen Scalper-Aufpreis. Oder man wartet...


    Und wer garantiert einem dann überhaupt, dass die Leute
    > selbst nicht zu Scalpern werden? Ich mein, jeder der momentan diese
    > Produkte zur UVP bekommt, spielt doch mit dem Gedanken sie mit Gewinn
    > weiterzuverkaufen.

    Niemand. Und das macht die aktuelle Lage besser weil...?

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  4. Re: Selten einen so schlechten Vergleich gesehen...

    Autor: Muellersmann 09.12.21 - 10:56

    Der Vergleich mit dem Bäcker passt nicht.

  5. Re: Selten einen so schlechten Vergleich gesehen...

    Autor: muraga 09.12.21 - 12:17

    rslz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ....
    > Und nein, Scalper sind nicht a-moralisch, man sollte Ihnen sogar dankbar
    > sein. Sie halten den Markt liquide, d.h. es ist immerhin möglich an die
    > Produkte zu kommen. ...

    Sie bieten eher eine Dienstleistung an für reiche Leute, die so immer die Möglichkeit haben das Produkt zu kaufen.

  6. Re: Selten einen so schlechten Vergleich gesehen...

    Autor: Ninos 09.12.21 - 12:46

    Dann tausch den Bäcker aus mit dem Dönermann. Der kann auch nur so viele Döner rausgeben, wieviel Fleisch/Gemüse/aufgebackenes Brot/... zu der Zeit fertig zum "Döner machen" zur Verfügung steht, bis halt Nachschub an Beilagen reinkommt.
    Wenn sich da jemand vordrängelt, warten die anderen natürlich länger (z.B. weil das Fleisch am Spieß noch ne Ehrenrunde drehen muss).
    Das Problem kennt jeder, der mal zur Rushhour Essen bestellt hat: Mit Warteschlange muss man länger warten, als wenn es keine Schlange geben würde.

    Beim Bäcker, der grad frische Brötchen im Ofen hat (ich weiß, ist heutzutage eine Seltenheit, dass Bäcker noch eigene Brötchen backen) ist es das selbe Prinzip. Der Vergleich mit dem Bäcker hinkt somit sowas von gar nicht, ist sogar klarer definiert, weil es in dem Fall nur ein Einzelprodukt ist im Gegensatz zum Döner, welches aus unterschiedlichen Variationen mit unterschiedlichen Verfügbarkeiten (Fleisch ggfs. nicht fertig, aber vegatarischer Döner wäre machbar) besteht. Und, dass es beim Bäcker ne Warteschlange geben kann, zweifelst du hoffentlich nicht an...

    Somit hinkt eher dein Gedankengang (wirklich 0 nachvollziehbar), denn es geht nicht um das Endergebnis (wieviele Brötchen wurden produziert und wieviele rausgegeben), sondern wie lange musste man für das Brötchen mit dem für jeden Kunden gleichen Fixpreis warten. Klar kann der erste Käufer dem Letztanstehenden seine Brötchen/Döner/wasAuchImmer für nen Aufpreis weiterverkaufen. Wenn dieser sich dann noch routiniert vordrängelt, nur um die Ware teurer an die Hinterstehenden verkaufen zu können, wäre es in dem Fall der Scalper. Die Anzahl der am Ende des Tages verkauften Brötchen (Nachfrage) wäre dennoch die Gleiche. Der Bäcker verkauft ja nicht plötzlich dank der Scalper mehr Brötchen, er verkauft ja nur mehr an den Scalper, dafür aber weniger (auf direktem Wege) an die Endkunden. Gäbe es keine Nachfrage, gäbe es auch keine Scalper (wofür sollen die Scalper die Brötchen kaufen, wenn es keine Warteschlange hinter denen gibt, die sie teuer abkaufen?).
    Leg den Fokus nicht auf den Bäcker, sonder auf die Warteschlange.

    > Und nein, Scalper sind nicht a-moralisch, man sollte Ihnen sogar dankbar sein. Sie halten den Markt liquide
    Entweder bist du selber ein Scalper oder hast (zumindest in dem Fall) einen kompletten Hänger :-) Eine der zwei Optionen muss es sein (suchs dir aus), eine andere Erklärung für diesen Beitrag finde ich nicht. Sorry für die Direktheit, aber die Behauptung von dir ist ja mal der Hammer...

  7. Re: Selten einen so schlechten Vergleich gesehen...

    Autor: fabiwanne 09.12.21 - 13:32

    > Mit entsprechend "Bakschisch" konnte man ggf. auch in der DDR einen Trabi schneller bekommen.
    Ja. Wartenschlangenwirtschaftssystem halt. Jetzt ist die Frage ob der Dealer der dir in der DDR Westmusik zu Wucherpreisen verkauft der Böse ist oder ob er nicht das kleinere Übel ist.

  8. Re: Selten einen so schlechten Vergleich gesehen...

    Autor: yumiko 09.12.21 - 13:41

    wiesi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verwerflich ist nur wenn Sie für diese Gewinne keine Steuern und
    > Sozialabgaben leisten.
    Na klar, sonst wäre das ja illegal. Und dann sind wir auf einer ganz anderen Schiene.

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