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Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

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  1. Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Runaway-Fan 16.12.21 - 08:51

    Also wenn die Batterie des Autos als Zwischenspeicher dienen soll, sehe ich derzeit zwei Ansätze:
    1. Rein für mich persönlich: Man hat in Zukunft immer Solarstrom auf dem Dach, der dann in der Autobatterie zwischengespeichert werden könnte. ABER: Meistens ist es ja so, dass tagsüber, wenn die Sonne scheint, dass Auto gar nicht zu Hause ist sondern unterwegs. Und Nachts, wenn man die Energie brauchen könnte, will das Auto selbst geladen werden für den nächsten Tag. Also hier nutzt vielen das Auto nicht als Speicher sondern man bräuchte einen zusätzlichen Energiespeicher, wenn man seinen eigenen am Tag generierten Strom speichern will.
    2. Für die Energiekonzerne: Sind E-Autos, die irgendwo in Deutschland an einer Ladestation hängen (zu Hause, bei der Arbeit), wirklich dazu geeignet, zur Stabilität im Stromnetz beizutragen? In den Schaltzentralen, die für ein stabiles Netz sorgen, sind Tausende kleiner E-Auto-Akkus, die jederzeit an oder abgesteckt werden können, doch viel zu unsicher? Oder nicht? Zumal das ja auch noch etwas regional betrachtet werden muss.

  2. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Klausens 16.12.21 - 08:54

    Spinnen wir mal in die Zukunft. Was ich mir vorstellen könnte was eines Tages funktionieren könnte (Zumindest technisch sollte es irgendwann machbar sein).

    Du fährst zu deinem Arbeitgeber, der hat so eine Dose, die sowohl laden als auch einspeisen kann.
    Du bist als Kleinstromanbieter angemeldet und nimmst mit deinem Auto automatisiert am Stromhandel teil. In deinem Auto konfigurierst du, zu welchen Bedinbgungen (Ladestand, Wochentag, ...) du zu welchem Preis verkaufen willst.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.21 08:55 durch Klausens.

  3. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: laolamia 16.12.21 - 09:03

    es ist abzusehen das es dafuer guenstigere StromTarife geben wird da der Energielieferant durch dich flexibler ist. Entweder man macht es oder man lässt es. Zumindest scheint es so als koennte man (nicht jeder) sich die Powerwall sparen.

  4. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Mel 16.12.21 - 09:31

    Also den richtigen Killer-Usercase habe ich da auch noch nicht entdeckt. Zumindest ab heute nicht. Denkbar wäre es in 5 Jahren einen gebrauchten ID3 als Zweitwagen/Heimspeicher-Kombination anzudenken. Wenn die Frau morgens mit dem Tesla zur Arbeit fährt nutzt der Hausmann den Wagen um die Kinder in den Kindergarten zu bringen und einzukaufen, dann steht der den restlichen Tag an der Ladestelle und nimmt den Solarstrom auf und lädt nachts den Tesla und versorgt das Haus. Aber das wird erst interessant wenn es entsprechende (gebrauchte) Fahrzeuge um kleiner 10k ¤ gibt. Mit einem 40k ¤ Erstwagen ist das eher eine technische Spielerei fürs Wochenende.

    Eventuell denkbar wäre ein "Parasiten" Usercase. Man nutzt das gratis laden am Arbeitsplatz um das Wohnhaus zu elektrifizieren... Als so richtig nachhaltig und zukunftsträchtig würde ich das jetzt aber auch nicht bezeichnen. Eher als Arschloch-Anwendung die das Gratisladen für alle ruiniert.

  5. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: F.Nixda 16.12.21 - 10:02

    Solange noch nicht alle Trafostationen und Schaltzentren im Stromnetz digital angesprochen werden können, ist unser Netzt hierfür noch nicht bereit. Wenn das aber in 50 Jahren irgendwann mal kommen sollte, werden alle freigegebenen und tatsächlich nutzbaren Kapazitäten eines angeschlossenen E-Autos als Virtuelles Pufferspeicherkraftwerk zusammengefasst dargestellt. Die Software des Netzbetreibers muss also zu jeder Zeit wissen in welchem Netzabschnitt wie viele Autos mit welchem Ladestand und weiteren Ladeparametern angeschlossen sind um überschüssigen Strom aus dem Netz nehmen zu können.
    Ich hoffe sehr, dass diese Digitalisierung als sicherheitsrelevante Infrastruktur erkannt wird, und hier nicht die Softwareheinis von VW mitmischen.

  6. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: SanderK 16.12.21 - 10:39

    Runaway-Fan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn die Batterie des Autos als Zwischenspeicher dienen soll, sehe ich
    > derzeit zwei Ansätze:
    > 1. Rein für mich persönlich: Man hat in Zukunft immer Solarstrom auf dem
    > Dach, der dann in der Autobatterie zwischengespeichert werden könnte. ABER:
    > Meistens ist es ja so, dass tagsüber, wenn die Sonne scheint, dass Auto gar
    > nicht zu Hause ist sondern unterwegs. Und Nachts, wenn man die Energie
    > brauchen könnte, will das Auto selbst geladen werden für den nächsten Tag.
    > Also hier nutzt vielen das Auto nicht als Speicher sondern man bräuchte
    > einen zusätzlichen Energiespeicher, wenn man seinen eigenen am Tag
    > generierten Strom speichern will.
    > 2. Für die Energiekonzerne: Sind E-Autos, die irgendwo in Deutschland an
    > einer Ladestation hängen (zu Hause, bei der Arbeit), wirklich dazu
    > geeignet, zur Stabilität im Stromnetz beizutragen? In den Schaltzentralen,
    > die für ein stabiles Netz sorgen, sind Tausende kleiner E-Auto-Akkus, die
    > jederzeit an oder abgesteckt werden können, doch viel zu unsicher? Oder
    > nicht? Zumal das ja auch noch etwas regional betrachtet werden muss.

    1. Homeoffice, zumindest gerade sehr Aktuell. Aber für andere auch vor der Pandemiezeit schon Relevant. Da ist man dann ggf. sogar eher Abends unterwegs :)

  7. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Klausens 16.12.21 - 11:16

    Einerseits sehr verlockend. Andererseits muss man wohl davon ausgehn, dass alles was am Netz hängt von den großen Geheimdiensten im Ernstfall abgeschaltet oder gestört werden kann.

  8. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Dwalinn 16.12.21 - 11:18

    Zum Campen kann man Mikrowelle und Kaffeemaschine mitnehmen. :)

  9. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Penguin 16.12.21 - 11:23

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Runaway-Fan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also wenn die Batterie des Autos als Zwischenspeicher dienen soll, sehe
    > ich
    > > derzeit zwei Ansätze:
    > > 1. Rein für mich persönlich: Man hat in Zukunft immer Solarstrom auf dem
    > > Dach, der dann in der Autobatterie zwischengespeichert werden könnte.
    > ABER:
    > > Meistens ist es ja so, dass tagsüber, wenn die Sonne scheint, dass Auto
    > gar
    > > nicht zu Hause ist sondern unterwegs. Und Nachts, wenn man die Energie
    > > brauchen könnte, will das Auto selbst geladen werden für den nächsten
    > Tag.
    > > Also hier nutzt vielen das Auto nicht als Speicher sondern man bräuchte
    > > einen zusätzlichen Energiespeicher, wenn man seinen eigenen am Tag
    > > generierten Strom speichern will.
    > > 2. Für die Energiekonzerne: Sind E-Autos, die irgendwo in Deutschland an
    > > einer Ladestation hängen (zu Hause, bei der Arbeit), wirklich dazu
    > > geeignet, zur Stabilität im Stromnetz beizutragen? In den
    > Schaltzentralen,
    > > die für ein stabiles Netz sorgen, sind Tausende kleiner E-Auto-Akkus,
    > die
    > > jederzeit an oder abgesteckt werden können, doch viel zu unsicher? Oder
    > > nicht? Zumal das ja auch noch etwas regional betrachtet werden muss.
    >
    > 1. Homeoffice, zumindest gerade sehr Aktuell. Aber für andere auch vor der
    > Pandemiezeit schon Relevant. Da ist man dann ggf. sogar eher Abends
    > unterwegs :)

    Es kommt halt immer auf die persönlichen Randbedingungen darauf an.
    Für uns wäre ein E-Auto mit bidirektionaler Lademöglichkeit ideal:
    Unser Auto wird max. 1x pro Woche bewegt (unabh. vom HomeOffice; Arbeit und KiGa/Schule alles in Fahrradreichweite: 5km).
    PV ist großzügig ausgelegt.
    --> Bei uns könnte das Auto die gesamte Woche als Haus-/Netz-Akku dienen.
    Der Mindestakkustand sollte dann für 70km reichen. Längere Strecken planen wir nicht spontan.

    Wenn man dann noch die bidirektionale Ladebox mit einem Standardsystem (z.B. 0-10V) ansteuern könnte, wäre es eine runde Sache... ich träume weiter....
    Vg

  10. Kosten für den Heimspeicher...

    Autor: Pecker 16.12.21 - 13:09

    Runaway-Fan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wenn die Batterie des Autos als Zwischenspeicher dienen soll, sehe ich
    > derzeit zwei Ansätze:
    > 1. Rein für mich persönlich: Man hat in Zukunft immer Solarstrom auf dem
    > Dach, der dann in der Autobatterie zwischengespeichert werden könnte. ABER:
    > Meistens ist es ja so, dass tagsüber, wenn die Sonne scheint, dass Auto gar
    > nicht zu Hause ist sondern unterwegs. Und Nachts, wenn man die Energie
    > brauchen könnte, will das Auto selbst geladen werden für den nächsten Tag.
    > Also hier nutzt vielen das Auto nicht als Speicher sondern man bräuchte
    > einen zusätzlichen Energiespeicher, wenn man seinen eigenen am Tag
    > generierten Strom speichern will.
    > 2. Für die Energiekonzerne: Sind E-Autos, die irgendwo in Deutschland an
    > einer Ladestation hängen (zu Hause, bei der Arbeit), wirklich dazu
    > geeignet, zur Stabilität im Stromnetz beizutragen? In den Schaltzentralen,
    > die für ein stabiles Netz sorgen, sind Tausende kleiner E-Auto-Akkus, die
    > jederzeit an oder abgesteckt werden können, doch viel zu unsicher? Oder
    > nicht? Zumal das ja auch noch etwas regional betrachtet werden muss.

    Wenn ich mir anschaue, was ein E-Up nach Förderung gekostet hat (gibts ja nicht mehr), dann wirst du 32 KWh Speicher fürs Heim kaum billiger bekommen ^^. Und ja, soll nur für größere Akkus kommen.

    Tatsächlich kann das Sinn machen, wenn mehrere Leute im Haus wohnen und man mehrere Autos hat. Im meinen Fall würde ich im Sommer sogar mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder mal Home Office machen und die Karre in der Garage laden lassen. Nachts kann man dann locker 10% Akku des Fahrzeugs fürs Haus bereitstellen. Könnte ich mir schon als Ergänzung vorstellen. Einziges Problem. Es ist einfach sehr teuer.

  11. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Chevarez 17.12.21 - 14:07

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum Campen kann man Mikrowelle und Kaffeemaschine mitnehmen. :)

    In dem von VW angedachten UseCase ja gerade nicht, da der Wechselrichter zum Betrieb von 230 Volt Wechselstrom-Geräten ja in der Wallbox steckt und nicht im Auto.

  12. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Stimmy 17.12.21 - 16:00

    Für mich erübrigt sich die Diskussion mit einer ganz einfachen Rechnung:
    Der Akku vom VW ID.3 hat z.B. 58 kWh und kostet als Ersatzteil 14450¤.
    Realistisch nehme ich mal an, dass er 1000 volle Ladezyklen durchhält, ehe er durch den Kapazitätsverlust und/oder nachlassende Leistung quasi unbrauchbar wird.
    Man kann also auf die Lebensdauer gesehen 58000 kWh drin speichern. Macht pro kWh 25 Cent Abschreibung auf den Akku. Fast so viel, wie Strom aktuell inkl. aller Steuern und Abgaben für Privatkunden kostet.
    Das ist und bleibt einer der teuersten Arten, Strom zu speichern. Wirtschaftlich lohnt sich das nie.
    Man könnte das allenfalls politisch durchprügeln, dass E-Auto-Besitzer es zulassen müssen, den Auto-Akku als Stromspeicher fürs Netz zur Verfügung zu stellen: Wer ein E-Auto haben will, muss diesen Verschleiß am Akku dulden. Und ich denke, es geht eher darum. Wird dann sicher auch verboten, Zwischenstecker einzusetzen oder die Wallbox so zu modifizieren, dass der Rückstrom unterbunden wird. Laden über Schuko- oder CEE-Stecker (wo Rückspeisung gemäß VDE unzulässig wäre) muss dann natürlich auch verboten werden.

  13. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Cavaron 18.12.21 - 06:30

    Mel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also den richtigen Killer-Usercase habe ich da auch noch nicht entdeckt.
    Windrad-Betreiber bekommen ca. 5 Cent pro kWh, wenn sie den Strom einspeisen. Sie könnten ihren Strom an E-Auto-Besitzer direktvermarkten und diese könnten z.B. im Winder damit ihren Heim-Akku füllen, wenn es mal wieder ein par dunkle Tage gibt und die PV nix abwirft.

    Mit "E-Tankwagen" - am Besten autonom - als Equivalent zum Heizöl-Tankwagen, macht das noch mehr Sinn. Die müssen im Winter dann je nach größe des Heimspeichers eben öfter kommen als der Heizöl-Tanker (z.B. wöchentlich anstatt alle zwei Jahre). Bei 35 Cent/kWh plus monatliche Grundgebühr, die mein Versorgungsunternehmen ab nächstem Jahr aufrufen will und 6 Cent/kWh die man mir für meinen PV-Strom noch gutschreiben will, denke ich ernsthaft über sowas nach.

    Ich hoffe ja sehr auf die günstigen Natrium-Ionen-Akkus, um günstig und umweltverträglich einen großen Heimspeicher aufbauen zu können.

  14. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Eheran 19.12.21 - 13:37

    >Die Software des Netzbetreibers muss also zu jeder Zeit wissen in welchem Netzabschnitt wie viele Autos mit welchem Ladestand und weiteren Ladeparametern angeschlossen sind um überschüssigen Strom aus dem Netz nehmen zu können.

    Warum so kompliziert?
    Netzfrequenz > X --> Strom entnehmen
    Netzfrequenz < X --> Strom abgeben.

    Funktioniert lokal wie global und ganz ohne zentralisierte Steuerung.

  15. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Chevarez 19.12.21 - 14:16

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Warum so kompliziert?
    > Netzfrequenz > X --> Strom entnehmen
    > Netzfrequenz < X --> Strom abgeben.


    Yo, aber ohne einen Überblick darüber, ob überhaupt was zum Entnehmen bzw. Abgegeben da ist, wird es schwer, dies geplant tun zu können.

    Aktuell weiß man ja auch, welche Kraftwerksleistungen in welchem Umfang ab- und zuschaltbar sind. Das sollte man auch in Zukunft wissen, sonst gehen die Lichter tatsächlich mal aus.

    Außer natürlich, man baut Kraftwerke zum schnell Hochfahren, die häufig nur auf 25 % fahren um wenigstens nicht komplett unwirtschaftlich zu sein.

  16. Re: Bidirektional wirklich sinnvoll nutzbar?

    Autor: Eheran 19.12.21 - 20:41

    Ich verstehe es nicht. Warum muss man da irgendwas wissen? Das arbeitet autonom/automatsich, so wie ein Kondensator oder eine Spule die Energie automatisch speichert und abgibt.

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