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Milchmädchen Rechnung an einer Universität

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  1. Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: jonasz 28.12.21 - 16:12

    Richtigerweise müsste man sagen, dass die Emissionsquote in den G10 Staaten höchsten immer besser wird, wobei ich mich nur an der Formulierung "immer besser" störe. Dass Elektroautos besser dastehen ist nicht wirklich zu bestreiten, überhaupt wenn modernere Akkus (Natriumakkus usw.) den Markt auch formen. Jedoch sind die Emissionsverbesserungen eine Augenwischerei im globalen Kontext, derzeitig wächst der Energiehunger schneller als der Zuwachs an erneuerbare Energie. Von den 160,000 TWh laut OurWorldInData.org wächst der Anteil aus Erdgas immer weiter, der von Biomasse nimmt sogar ab und die erneuerbaren Quellen machen derzeitig weltweit kaum etwas aus. Die Zunahme an Energiegewinnung durch Gas alleine übersteigt Biokraft, Solarenergie, Wasserkraft und Windenergie.

    Das Einzige, was ich auf dem Graphen sehe, ist das Potenzial massiv die Kernkraft auszubauen und sollte die Kernfusion nicht funktionieren, dann nach mir wahrscheinlich die Sintflut. Den Graphen kann man nicht schön reden und wer meint erneuerbare Energie wird hier etwas nutzen, kann mir selbes in 50 Jahre erzählen. Um Kernenergie in jeglicher Form wird es nicht mehr herumführen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.12.21 16:14 durch jonasz.

  2. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: p0ntifex 28.12.21 - 17:21

    Falsch.
    Man hat einfach über die Verhältnisse gelebt.
    Bei so Umweltsündern wie Tesla und Brandenburg wo keine Rücksicht auf Natur und Trinkwasser genommen wird müssen andere Maßnahmen her.

    Einfach die Energiepreise pro Kwh auf 2 Euro heben und Erdgas und Erdöl verbieten.
    Dann löst sich das mit Klimafreundlichkeit ganz von selbst.

  3. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: jonasz 28.12.21 - 18:07

    p0ntifex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch.
    > Man hat einfach über die Verhältnisse gelebt.
    > Bei so Umweltsündern wie Tesla und Brandenburg wo keine Rücksicht auf Natur
    > und Trinkwasser genommen wird müssen andere Maßnahmen her.
    >
    > Einfach die Energiepreise pro Kwh auf 2 Euro heben und Erdgas und Erdöl
    > verbieten.
    > Dann löst sich das mit Klimafreundlichkeit ganz von selbst.

    Würde man vielleicht machen, wenn man jeglichen Industriestaat auslöschen möchte, da Öl/Energiepreis sich überall auf die Preise kaskadiert. Vorher würde es wohl einen Atomkrieg geben, welcher Staat das Recht hat, weiter als Industrienation zu existieren.

    Rationelle Ansätze wären Wettermanipulation, um das Problem mit dem Klima in Griff zu bekommen und Ausbau der Atomenergie zumindest für einige Jahrzehnte. Derzeitiger Thorium Vorrat der Erde genügt circa 500 Jahre, um die 160.000 TWh zu liefern. Die Abfälle, die Thorium verursacht, bauen sich im Vergleich zu Uranabfällen sehr viel schneller ab: Carlo Rubbia zufolge wären 200 Jahre erforderlich, um die negativen Effekte zu eliminieren; während dies bei Uranabfällen Jahrmillionen dauere. Ausschnitt aus einer Anfrage an das EU Parlament:" Darüber hinaus, so der italienische Nobelpreisträger weiter, würde der Bau eines Thoriumreaktors sehr viel weniger Zeit und Geld erfordern als der Bau eines Uranreaktors."

  4. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: Erich12 28.12.21 - 20:42

    Was genau lässt dich daran glauben, Atomkraft ließe sich schneller ausbauen als Erneuerbare?

  5. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: smonkey 28.12.21 - 22:13

    jonasz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Einzige, was ich auf dem Graphen sehe, ist ... [...]

    Komische, ich sehe da eher eine zweidimensionale hexagonale Struktur. :)

  6. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: smonkey 28.12.21 - 22:16

    Erich12 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau lässt dich daran glauben, Atomkraft ließe sich schneller ausbauen
    > als Erneuerbare?

    Auf die Antwort bin ich auch gespannt. Und am besten noch zu niedrigeren Stromgestehungskosten?

  7. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: jonasz 28.12.21 - 22:53

    Erich12 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau lässt dich daran glauben, Atomkraft ließe sich schneller ausbauen
    > als Erneuerbare?

    Erneuerbare Energie lässt sich nicht unbegrenzt ausbauen, da diese nicht rentabel ist in vielen Gegenden. Gezeitenkraftwerke sind derzeitig wenig im Einsatz, Biomasse hat andere Abhängigkeiten, Thermalenergie ist extrem teuer zu erschließen und Wasserkraft erschließen hat oftmals starke Folgen für die Umwelt bis katastrophale. Komme selbst nicht aus Deutschland und meine Gegend erzeugt fast nur mit Wasser die Energie jedoch gibt es kaum mehr Leben in den Bächen, da Staustammspüllungen den Leich zerstören.

    Windkraft ist gut ausbaubar, jedoch geografisch limitiert und Solarkraft ist mit Abstand die teuerste Form in der Anschaffung. Thorium und Uran wird als Nebenprodukt in der Bleiblende extrahiert und bietet mit Abstand die höchste Megawattleistung. Thorium ist mit 200 Jahren faktisch nicht mehr gefährlich, weil jegliche Reaktion zum Erliegen kommt und nicht angereichert werden muss, der Bau ist signifikant schneller als wie Uranreaktoren und benötigt kein Kühlwasser, da er mit Flüssigsalz in einem geschlossenen Kreis gekühlt wird.

    Entsprechend zusammengefasst, überall platzierbar, wo es kein Erdbebenrisiko gibt und selbst dann ist bei Thorium ein Super-GAU schwer zu erreichen, da Thorium nicht so reaktiv wie Uran ist und auch kein Plutonium hergestellt wird. Die Abfälle haben eine sehr gute Abklingzeit, das Brennmaterial für den Reaktor haben wir bis dato noch reichlich auf Lager.

  8. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: Lufegrt 28.12.21 - 23:08

    Quelle?

    jonasz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erich12 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was genau lässt dich daran glauben, Atomkraft ließe sich schneller
    > ausbauen
    > > als Erneuerbare?
    >
    > Erneuerbare Energie lässt sich nicht unbegrenzt ausbauen, da diese nicht
    > rentabel ist in vielen Gegenden. Gezeitenkraftwerke sind derzeitig wenig im
    > Einsatz, Biomasse hat andere Abhängigkeiten, Thermalenergie ist extrem
    > teuer zu erschließen und Wasserkraft erschließen hat oftmals starke Folgen
    > für die Umwelt bis katastrophale. Komme selbst nicht aus Deutschland und
    > meine Gegend erzeugt fast nur mit Wasser die Energie jedoch gibt es kaum
    > mehr Leben in den Bächen, da Staustammspüllungen den Leich zerstören.
    >
    > Windkraft ist gut ausbaubar, jedoch geografisch limitiert und Solarkraft
    > ist mit Abstand die teuerste Form in der Anschaffung. Thorium und Uran wird
    > als Nebenprodukt in der Bleiblende extrahiert und bietet mit Abstand die
    > höchste Megawattleistung. Thorium ist mit 200 Jahren faktisch nicht mehr
    > gefährlich, weil jegliche Reaktion zum Erliegen kommt und nicht
    > angereichert werden muss, der Bau ist signifikant schneller als wie
    > Uranreaktoren und benötigt kein Kühlwasser, da er mit Flüssigsalz in einem
    > geschlossenen Kreis gekühlt wird.
    >
    > Entsprechend zusammengefasst, überall platzierbar, wo es kein
    > Erdbebenrisiko gibt und selbst dann ist bei Thorium ein Super-GAU schwer zu
    > erreichen, da Thorium nicht so reaktiv wie Uran ist und auch kein Plutonium
    > hergestellt wird. Die Abfälle haben eine sehr gute Abklingzeit, das
    > Brennmaterial für den Reaktor haben wir bis dato noch reichlich auf Lager.

  9. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: captain_spaulding 28.12.21 - 23:35

    Wenn das alles so einfach ist... Wieso gibts dann solche Reaktoren noch nicht?

  10. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: Erich12 28.12.21 - 23:56

    Mit dem ersten Abschnitt gebe ich dir für Wasserkraft und Biomasse Recht, das ist in vielen Gegenden bereits relativ gut ausgereizt. Deswegen liegt der Fokus logischerweise auch überall auf Wind und PV.
    Solarkraft ist tatsächlich teuer und unpraktisch, aber das wird doch auch nirgends mehr ernsthaft verfolgt? Die Gestehungskosten von PV Freiflächenanlagen hingegen sind zusammen mit Wind Onshore und Wasserkraft günstiger als die meisten Alternativen, Mal von GuD-Kraftwerken abgesehen.
    Auch mit Speicher ist PV mittlerweile Konkurrenzfähig.

    Der ewige Traum vom Thoriumreaktor. Wie viele davon sind denn aktuell in Betrieb? Bis wann kann mit der Serienreife gerechnet werden? Optimistische Schätzungen gehen von 2030 aus. Und was heißt Signifikant schnellere Bauzeit? Dann keine 20 Jahre mehr wie bei aktuellen AKWs, sondern nur noch fünf?
    Das heißt, wir bauen dann 2030 alle benötigten Reaktoren zur 100-prozentigen Energieversorgung weltweit auf einmal und sind pünktlich 2035 fertig. Da brauchen wir aber noch ein paar Generalunternehmer, oder macht das dann der Maurer vor Ort?

  11. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: sg-1 29.12.21 - 02:08

    Ich finde Menschen, die erneuerbare Energien schlecht reden sehr suspekt. Was benutzen wir denn momentan? Windkraft an wenigen Stellen und Solar auf Dächern und noch weniger Wasserkraft.

    Gezeiten kann man mehr nutzen, solar kann man auch an Wänden anbringen - sogar Windkraftwerke kann man an Wänden anbringen. Dazu gibt es bisher nur Konzepte bzw. Prototypen. Skaliert das mal hoch an jede Hauswand bevor ihr alles abstempelt mit "funktioniert eh nicht" ...wer sagt funktioniert nicht, der soll Alternativvorschläge machen

  12. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: Runshak 29.12.21 - 02:45

    Wenn ich mich richtig erinnere, wird in Freiburg fleißig weiter an PV geforscht und große Fortschritte erzielt. Vom BR oder SWR gabs vor kurzem einen sehr guten Beitrag dazu. Die PVs sind mittlerweile so gut, dass man diese auch optisch anders gestalten kann, um zum Beispiel Gebäudefassaden zu pflastern kann. Und es gibt so viele leere Dachflächen und Wände, die man mit PV bestücken kann. Diese Flächen verbunden mit Energiespeichern würde einiges an Energie beitragen. Gerade Flachdächer von Industriegebäuden oder auch Wohnanlagen sind ja quasi dafür wie geschaffen. Bevor man Wiesen zukleistert, könnte man dort anfangen. Danach die PV auf Stelzen auf Wiesen. Darunter kann Vieh weiden und man kann somit nachweißlich sogar die Artenvielfalt von Insekten erhöhen. Wasserkraft ist in Deutschland quasi nicht ausbaufähig. Außer mit Kleinkraftwerken in kleineren Flüssen. Diese würden sich auch relativ gut für Fische und andere Lebewesen anpassen lassen, sodass Fische weiterhin durch die Flüsse wandern können. Pumpspeicherkraftwerke hingegen sind fast nirgends mehr einfach realisierbar. Atomstrom ist zwar CO2 neutral aber zu kostenintensiv. Thorium ist bisher nur auf dem Papier eine saubere Sache. Bisher gibt es ja noch nicht einmal einen Versuchsreaktor (bitte korrigiert mich, falls ich da falsch liege). Bei Atomstrom wurde damals (und teilweise noch immer) auch das blaue vom Himmel versprochen. Atomstrom war aber niemals kostengünstig wie versprochen. Und die Folgekosten mit dem Abfall sind da noch gar nicht mit berücksichtigt. Ich fürchte auch bei Thorium ist das ähnlich. PV und Wind zusammen mit Speicherkapazität und Wasserkraft kann sehr viel leisten. Dazu kann man immer noch Gaskraftwerke als Reserve halten. Nur muss man endlich den Ausbau von PV massiv fördern und beschleunigen. Auch die Speicherkapazitäten müssen dringend ausgebaut werden. Power to Gas (Wasserstoff), Batteriespeicher würden einiges Auffangen.

  13. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: MR-2110 29.12.21 - 09:15

    beides...... wir bräuchten einfach beides... wie viele andere länder es eben machen. aber nur erneuerbar..... wo soll das reichen? der platz ist begrenzt. ganz davon abgesehen ...... windräder töten ohne ende vögel. grad im herbst wenn es mit den zugvögeln los geht haut es ganze schwärme um.


    evtl würde es klappen wenn wir im jahr 2100 ganz australien leer räumen und als solar fläche nehmen. ein paar weniger giftige tiere kümmern doch niemand. naja... ist wohl eher was wäre wenn, menschen global denken.

  14. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: TheDevilsLettuce 29.12.21 - 10:11

    Das Problem ist nur, an Thoriumreaktoren, hat, außer Idealisten, niemand Interesse, weil man damit kein spaltbares Material für Waffen herstellen kann.

  15. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: TheDevilsLettuce 29.12.21 - 10:14

    Ich glaube wir haben dengleichen Beitrag gelesen:

    https(dotdot)//www(dot)swr(dot)de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/photovoltaik-anlagen-ueber-strassen-100(dot)html

    [Note] Link obfuskiert, da noch keine 50 Beiträge

    Zu den Thoriumreaktoren - es gab in den 70ern/80ern mehrere Versuchsreaktoren, diese waren auch mit gemischtem Erfolg betrieben worden.
    Ich meine mich zu erinnern, dass die Industrie daran wenig Interesse hatte, weil der Betrieb teurer war, als bei "herkömmlichen" Reaktoren, ein großer "Nachteil" für das Militär alllerdings war, dass man kein waffenfähiges Material erbrüten konnte, daher war dann auch dort das Interesse weg und das Konzept wenig interessant.
    Gibt in der ZDFmediathek ne schöne Doku dazu.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.12.21 10:17 durch TheDevilsLettuce.

  16. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: Erich12 29.12.21 - 12:12

    MR-2110 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...... windräder töten ohne ende vögel

    FUD oder weißt du es nicht besser?
    Nur mal ein paar Zahlen zur Einordnung (USA, 2017, angenommene Mediane in Millionen toter Vögel):
    Kollissionen
    Fenster 599
    Funkmasten 6,6
    Hochspannungsleitungen 25,5
    Fahrzeuge 214,5
    Windräder Onshore 0,23
    Stromschlag 5,6
    Vergiftung 72
    Katzen 2400
    Gesamt 3324

    Im selben Jahr betrug die erzeugte Energie durch Windkraft in den USA ca. 254 TWh, was ziemlich exakt 1% der verbrauchten Primärenergie war (25,35 PWh).
    Skalieren wir das hoch auf angenommene 40% Windkraft, landen wir immerhin bei ca. 10 Millionen toten Vögeln (soweit sich so etwas linear skalieren lässt).
    Natürlich sind das eine Menge toter Vögel, und es ist sicher sinnvoll, Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Das als Grund gegen die Windkraft herzunehmen ist aber schlicht lächerlich bei den Zahlen (ca. 0,3% bei 100% Erneuerbaren).
    Das Argument mit den Milanen zieht in meinen Augen auch nicht. Wieso sollte ein Milan jetzt mehr Wert sein als irgendein anderer Vogel? Das hat doch wieder nur nostalgische Gründe. Zudem können für einen großen Greifvogel wesentlich einfacher Habitate eingerichtet werden, Offshore interessiert ihn zudem gar nicht.

    > evtl würde es klappen wenn wir im jahr 2100 ganz australien leer räumen und
    > als solar fläche nehmen. ein paar weniger giftige tiere kümmern doch
    > niemand. naja... ist wohl eher was wäre wenn, menschen global denken.
    Wenn wir bis 2100 nichts gemacht haben können wir es auch gleich bleiben lassen. Bis dahin ist der Drops gelutscht.
    Fläche Australien: 7.7 Mkm²
    Jährlich erzeugte Energie PV pro m² (Mittel AUS): ca. 2000 kWh
    Jährliches Potential: 2 TWh/km² * 7.7 Mkm² = ca. 15.000 PWh
    Weltweiter Primärenergiebedarf: ca. 160 PWh
    1% von Australien würde also auch schon reichen, nur mal so zur Einordnung.
    Oder hast du die Verluste durch die HGÜ-Übertragung etwa schon eingerechnet? Die dürften sich bei 15000km wahrscheinlich auf ca. 50% belaufen. Dann bauen wir vielleicht doch lieber bei uns aus, der Platz reicht auch!

  17. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: jonasz 29.12.21 - 19:45

    Erich12 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MR-2110 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ...... windräder töten ohne ende vögel
    >
    > FUD oder weißt du es nicht besser?
    > Nur mal ein paar Zahlen zur Einordnung (USA, 2017, angenommene Mediane in
    > Millionen toter Vögel):
    > Kollissionen
    > Fenster 599
    > Funkmasten 6,6
    > Hochspannungsleitungen 25,5
    > Fahrzeuge 214,5
    > Windräder Onshore 0,23
    > Stromschlag 5,6
    > Vergiftung 72
    > Katzen 2400
    > Gesamt 3324
    >
    > Im selben Jahr betrug die erzeugte Energie durch Windkraft in den USA ca.
    > 254 TWh, was ziemlich exakt 1% der verbrauchten Primärenergie war (25,35
    > PWh).
    > Skalieren wir das hoch auf angenommene 40% Windkraft, landen wir immerhin
    > bei ca. 10 Millionen toten Vögeln (soweit sich so etwas linear skalieren
    > lässt).
    > Natürlich sind das eine Menge toter Vögel, und es ist sicher sinnvoll,
    > Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Das als Grund gegen die Windkraft
    > herzunehmen ist aber schlicht lächerlich bei den Zahlen (ca. 0,3% bei 100%
    > Erneuerbaren).
    > Das Argument mit den Milanen zieht in meinen Augen auch nicht. Wieso sollte
    > ein Milan jetzt mehr Wert sein als irgendein anderer Vogel? Das hat doch
    > wieder nur nostalgische Gründe. Zudem können für einen großen Greifvogel
    > wesentlich einfacher Habitate eingerichtet werden, Offshore interessiert
    > ihn zudem gar nicht.
    >
    > > evtl würde es klappen wenn wir im jahr 2100 ganz australien leer räumen
    > und
    > > als solar fläche nehmen. ein paar weniger giftige tiere kümmern doch
    > > niemand. naja... ist wohl eher was wäre wenn, menschen global denken.
    > Wenn wir bis 2100 nichts gemacht haben können wir es auch gleich bleiben
    > lassen. Bis dahin ist der Drops gelutscht.
    > Fläche Australien: 7.7 Mkm²
    > Jährlich erzeugte Energie PV pro m² (Mittel AUS): ca. 2000 kWh
    > Jährliches Potential: 2 TWh/km² * 7.7 Mkm² = ca. 15.000 PWh
    > Weltweiter Primärenergiebedarf: ca. 160 PWh
    > 1% von Australien würde also auch schon reichen, nur mal so zur
    > Einordnung.
    > Oder hast du die Verluste durch die HGÜ-Übertragung etwa schon
    > eingerechnet? Die dürften sich bei 15000km wahrscheinlich auf ca. 50%
    > belaufen. Dann bauen wir vielleicht doch lieber bei uns aus, der Platz
    > reicht auch!

    https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20163465
    Auch dem europäischen Parlament wie oben genannt, wurde eine Anfrage gestellt und durch einen bekannten italienischen Nobelpreisträger beantwortet, die jeweiligen Reaktoren sind für den Fortbetrieb der Kernenergie ausschlaggebend, da Uran viel seltener ist und alles geförderte Uran nur für 100 Jahre Energieversorgung genügt, was aber bedeutet restlos alles zu fördern, was an Uran zu fördern ist.

    An die Fraktion in den Kommentarbereich, welche von Solaranlagen retten, kennen sich mit dem Thema wahrscheinlich nicht aus, die Amortisation beträgt allein für Kleinanlagen oftmals 15 Jahre und bei Großanlagen oftmals 25 Jahre. Während ein Reaktor 50-75 Jahre ohne kostenintensive Modernisierung teilweise betrieben werden kann und Thorium eine Kernschmelze nicht leicht erreicht. Investitionen in Thoriumreaktoren sollten auch nur etwa 100-150 uns dienen. Wie gesagt, bis man an Kernfusion herankommt, ohne dieser schaut es sowieso ziemlich düster aus. Solaranlage würde Unmengen an seltene Erdenschlucken, wie hieß es, man könnte ja die Sahara damit zu pflastern, vorher müssen wir halt irgendwo Selen, Kadmium und Indium auftreiben.

    Es ist auch ein Unterschied, ob man 5 Jahre an ein Thorium Reaktor baut draus 500-1000 Megawatt gewinnt oder 6-9m² pro 1KW/h Solarzellen aufstellen muss. Was etwa bedeutet 6-9 Mio m² mit Solarzellen zu verbauen. Von den Kosten wird es kaum einen Unterschied machen, jedoch lastet man 9 Mio m² Solarzellen niemals optimal aus. Die Stromgewinnung der Fläche wäre bei etwa 4-7h maximal ausgelastete Stunden gegeben. Entsprechend bräuchte es für dieselbe permanente Stromerzeugung wie ein Kernkraftwerk weit mehr als 30 Mio m² Solarzellen. Die 6-9m² wurden sogar mit Poly/Monokristallinensolarzellen berechnet, entsprechend würden es noch mehr Mio m² werden, wenn es schlechter Fabrikate sind.

  18. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: Erich12 30.12.21 - 00:10

    > www.parlament.ch
    Hast du dir deinen eigenen Link überhaupt einmal durchgelesen? Es spricht doch nichts dagegen, an Kernfusion und irgendwelchen Niederdruck-Thorium-Whatever-Reaktoren zu forschen. Wenn das irgendwann einmal marktreif und dann auch noch sicher und kostengünstig sein sollte, schön, dann werden sich auch Firmen finden die die Dinger bauen. Gegen günstigen Strom habe ich nichts einzuwenden.
    Aber sich darauf als Heilsbringer zu verlassen und gleichzeitig Erneuerbare mit haltlosen Argumenten schlecht reden ist Unterkomplex.
    In deinem Link steht es doch ganz deutlich. "[...] Weil mit einer Kommerzialisierung entsprechender Reaktoren in frühestens zwanzig Jahren zu rechnen ist und heute nicht absehbar ist, ob dabei Uran oder Thorium zum Einsatz kommen würde."
    Geschrieben 2016, damals ging man mit IBN der Versuchsreaktoren in 2017 aus, Netzsynchro war dann kurz vor Weihnachten, also 4 Jahre später. Marktreife kommt dann also eher frühestens 2040, zu der Zeit wollten wir eigentlich schon CO2-Neutral sein.

    > An die Fraktion in den Kommentarbereich, welche von Solaranlagen retten,
    > kennen sich mit dem Thema wahrscheinlich nicht aus [blabla..]
    Soweit ich das sehe bist du der einzige, der von Solaranlagen redet, der Rest spricht von PV. Insofern trifft deine Aussage voll ins Schwarze.
    Nachfolgend ein Auszug aus dem aktuellen Positionspapier des Fraunhofer ISE. Wenn du nicht nur stänkern sondern dich tatsächlich informieren willst, kannst du dir das gerne mal durchlesen, zu allen deinen Punkten sind ausführlichste Informationen enthalten.
    Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland, Quelle: Fraunhofer, 2021:
    > Gibt es in Deutschland genügend Flächen für PV?
    Ja, und zwar ohne nennenswerte Konflikte mit der Landwirtschaft.
    > Zerstören PV-Anlagen ökologisch wertvolle Flächen?
    Nein, ganz im Gegenteil, gewöhnlich fördern sie die Renaturierung.
    > Degradieren PV-Module?
    Ja, aber sehr langsam.
    Waferbasierte PV-Module altern so langsam, dass es eine Herausforderung für die Wissenschaftler darstellt, Leistungsverluste überhaupt nachzuweisen. Eine Studie des Fraunhofer ISE an 44 größeren, qualitätsgeprüften Aufdach-Anlagen in Deutschland hat eine durchschnittliche jährliche Degradation der Nennleistung von ca. 0,15 % ergeben [ISE2].
    Die häufig getroffene Annahme von 0,5 % Leistungsverlust pro Jahr erscheint in diesem Kontext sehr konservativ. Üblich sind Garantien der Hersteller für einen maximalen Leistungsverlust von 10 – 15 % über 25 – 30 Jahre Betrieb.
    > Verschlingt die Produktion von PV-Modulen mehr Energie als diese im Betrieb liefern können?
    Nein.
    Eine Analyse im Auftrag des Umweltbundesamtes hat EPBT für PV-Kraftwerke bei einem Anlagenbetrieb in Deutschland (angenommene mittlere jährliche Einstrahlungssumme in der Modulebene 1200 kWh/(m2·a)) von 1,6 Jahren für multi- bzw.
    2,1 Jahren monokristalline Si-Module ermittelt [UBA7]. Bei einer Lebensdauer von 25 – 30 Jahren und einer jährlichen Ertragsdegradation von 0,35% folgen daraus Erntefaktoren von 11 – 18.
    > Können wir einen wesentlichen Teil unseres Energiebedarfs durch PV-Strom decken?
    Ja, in dem Maße, wie wir unser Energiesystem und die energiewirtschaftlichen Strukturen an die Anforderungen der Energiewende anpassen.
    >Sind Rohstoffe zur PV-Produktion ausreichend verfügbar?
    22.1 Waferbasierte Module
    Waferbasierte Module benötigen keine Rohstoffe, für die eine beschränkte Verfügbarkeit absehbar wäre. Die Hauptanteile nach Gewicht sind Glas, Aluminium, Polymere und Silizium, dabei zählen Silizium und Aluminium zu den wichtigsten Bestandteilen der Erdkruste nach Gewicht. Am kritischsten ist der Silberverbrauch für die Produktion der Zellen zu sehen. Die PV-Industrie verbraucht weltweit ca. 1500 t Silber pro Jahr, das entspricht knapp 6 % der Fördermenge in 2020. Das Silber auf der Solarzelle lässt sich technisch weitestgehend durch Kupfer substituieren, manche Hersteller nutzen bereits Kupfer.
    22.2 Dünnschicht-Module
    Die Verfügbarkeit von Rohstoffen hängt von der Technologie ab.
    Über die breite Verfügbarkeit von Tellur und Indium für CdTe- bzw. CIS-Module gibt es widersprüchliche Aussagen. Für Dünnschicht-Module auf Silicium-Basis sind keine Rohstoffengpässe absehbar.


    > , die Amortisation
    > beträgt allein für Kleinanlagen oftmals 15 Jahre und bei Großanlagen
    > oftmals 25 Jahre. Während ein Reaktor 50-75 Jahre ohne kostenintensive
    > Modernisierung teilweise betrieben werden kann
    Deswegen sind derzeit auch knapp 30% der französischen AKWs abgeschaltet und der Strom muss teuer aus Deutschland eingekauft werden (iwr.de). Und weil die Dinger solche Goldgruben sind, reißen sich quasi alle Staaten der Welt darum, neue zu bauen.
    Welche großartigen Kosten nach der Amortisationszeit bei PV auf den Betreiber zukommen, bleibst du uns hier schuldig. Bei 0,15% Degradation pro Jahr sind wir nach 50 Jahren immer noch bei über 90% der ursprünglichen Nennleistung.

    > Solaranlage
    > würde Unmengen an seltene Erdenschlucken, wie hieß es, man könnte ja die
    > Sahara damit zu pflastern, vorher müssen wir halt irgendwo Selen, Kadmium
    > und Indium auftreiben.
    Blödsinn, siehe oben.

    > Es ist auch ein Unterschied, ob man 5 Jahre an ein Thorium Reaktor baut
    > draus 500-1000 Megawatt gewinnt oder 6-9m² pro 1KW/h Solarzellen aufstellen
    > muss. Was etwa bedeutet 6-9 Mio m² mit Solarzellen zu verbauen. Von den
    > Kosten wird es kaum einen Unterschied machen, jedoch lastet man 9 Mio m²
    > Solarzellen niemals optimal aus. Die Stromgewinnung der Fläche wäre bei
    > etwa 4-7h maximal ausgelastete Stunden gegeben. Entsprechend bräuchte es
    > für dieselbe permanente Stromerzeugung wie ein Kernkraftwerk weit mehr als
    > 30 Mio m² Solarzellen. Die 6-9m² wurden sogar mit
    > Poly/Monokristallinensolarzellen berechnet, entsprechend würden es noch
    > mehr Mio m² werden, wenn es schlechter Fabrikate sind.
    Schöner Strohmann, leider falsch gerechnet und komplett irrelevant.
    Zunächst wäre das Äquivalent zu dem 1 GW-Reaktor bei 1200kWh/m²a 7 Millionen m² oder 700ha. Weiterhin können diese 700ha aus bereits bebauter Fläche bestehen, oder auch zur Renaturierung und Entstehung von neuen Biotopen beitragen.
    Zum Vergleich: wir haben in Deutschland über 5 Millionen Hektar Siedlungs- und Verkehrsfläche, Platz für 7000 1 GW-Reaktoren.
    Wie sieht das bei deinen Thoriumreaktoren aus, kann ich mir davon auch einen aufs Dach klatschen bzw. in den Keller stellen?

  19. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: Runshak 30.12.21 - 09:03

    Du findest also, dass PV sich nicht rechnen würden?

    AKWs aber schon? Zeig mir doch bitte einen einzigen Reaktor, der kostengünstig betrieben werden kann. Alle AKWs werden so stark subventioniert, damit der Strom günstig ist. Allein der Bau eines einzigen Reaktors kostet Milliarden. Der Betrieb kostet weitere. Und alle AKW Fans vergessen immer, dass die Stilllegung nochmals mehrere Milliarden kostet. Dazu musst du noch ständig Millionen (wenn nicht Milliardenbeträge) in die Abfallentsorgung stecken. Die Kosten für einen Thoriumreaktor sind auf dem Papier eventuell günstiger, jedoch bisher nur auf dem Papier. Also ich würde für das Geld lieber PV auf Hausdächer montieren, dazu Speicher in den Keller stellen. Für Großanlagen eventuell Power to gas aufbauen bzw. mit Windenergie das ganze Mischen. Damit sollte auch für längere Flauten oder Dunkelheit genügend Energie zur Verfügung stehen. Für Notfälle geht immer noch ein Gaskraftwerk. Und die Grundlast kann zu Teilen auch von Wasserkraft gestämmt werden.

  20. Re: Milchmädchen Rechnung an einer Universität

    Autor: jonasz 30.12.21 - 12:54

    Der Begriff Solaranlage ist sehr allgemein und besagt nur, dass eine Anlage die Energie der Sonne nutzt und damit habe ich PV Anlagen eingeschlossen bzw. hauptsächlich diese gemeint. Ansonsten argumentiere ich nicht gegen die Sinnhaftigkeit der erneuerbaren Energie, jedoch ist der Bau von PV Anlagen limitiert, da nicht unbegrenzt viele Module logischerweise produziert werden können, entsprechend ein logistisches Wachstum deckelt die maximale Zuwachsrate. PV Anlagen eignen sich nicht für Grundlast, Wasserkraft ist auf die wenigen Flüsse limitiert und andere Formen der Energieumwandlung haben einer schlechten Effizienz. Überdies ist alleine schon Thorium auszubauen sinnvoll, da Thorium und Uran 223 gemischt werden kann und der Zerfall von Uran durch Thorium beschleunigt werden kann, entsprechend können Pellets die sich nicht mehr für reine Uranreaktoren eignen nochmals verwendet werden und deren Schädlichkeit verkleinert.

    Derzeitige AKWs waren nicht Teil meiner Argumentation, da deren Abfälle eine Halbwertszeit von 10 Mio. Jahre teilweise haben und Thorium Brennstäbe bereits nach 100 Jahre keine Gefahr mehr besitzen, auch die Abklingzeit, welche die Stäbe in einem Becken verbringen müssen ist ein Bruchteil.


    1 GW-Reaktor bei 1200 kWh/m²a 7 Millionen m² oder 700ha
    Meine Äquivalenz ist zutreffender, da nur ein Bruchteil der Anlagen Mono/Polykristalline sind, geschweige CIS oder ASI Module, welche die benötigte Fläche nochmals in die Höhe treiben würden, man bedeckt auch nicht einfach einmal eben 7 Mio. m² mit ASI Module. Überdies decken PV Anlagen den Stromverbrauch nur bei Tags und bei voller Einstrahlungsstärke, man kann es drehen oder wenden wie man es will, um eine entsprechende Grundlast decken zu können, wird es viel mehr Fläche in Anspruch nehmen, als die lineare zusteigende Rechnung. Für Energiespeicher fehlen uns derzeitig noch die Reserven, dafür müssten Häuser durch EVs als Speicher dienen, da Pumpspeicherwerke niemals genug vorhanden sein könnten. Thoriumreaktoren brauchen keine Pause, mit dem geschlossenen Kreislauf, können die Turbinen die ganze Zeit laufen, bis das Thorium erschöpft ist.

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