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Am Ziel vorbei

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Am Ziel vorbei

    Autor: muetze 28.12.21 - 16:48

    Solche Studien sind schön und gut, gehen aber m.M.n. am Ziel vorbei. Das Ziel sollte sein, weniger Energie zu verbrauchen. Auch Elektroautos verbrauchen eine Menge Energie. Und auf absehbare Zeit wird Energie immer knapp sein. Wieso redet kein Mensch über eine Begrenzung des Verbrauchs? Für Verbrenner 4 l auf 100 km (sinkt dann jährlich um 0.2 l) und beim Elektroauto 15 kWh auf 100 km (sinkt jährlich um 0.4 kWh). Das wäre mal was sinnvolles.
    Ich fahre mein 8 Jahre altes Auto, das ich mir dieses Jahr gekauft habe, mit weniger als 4 l auf 100 km. Zudem nehme ich so oft es geht die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad. Wie ich es auch rechne ... ein Elektroauto zu kaufen ergibt aus Sicht des Klimaschutzes hier null Sinn.

  2. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: theFiend 28.12.21 - 16:53

    muetze schrieb:
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    > Solche Studien sind schön und gut, gehen aber m.M.n. am Ziel vorbei. Das
    > Ziel sollte sein, weniger Energie zu verbrauchen.

    Eine Studie hat halt ein eng gesetztes Themenfeld, und das war eben nicht globale Energieeinsparung. Insofern geht die Studie sicher nicht am Ziel vorbei.

    Gesamtgesellschaftlich hast Du aber recht, wird das große Thema energieeinsparung sein. Nur traut sich halt kaum jemand sagen das dies im Verkehrssektor halt auch den Abschied vom Individualverkehr bedeutet. Ob man das mit einem gesetzten "minderverbrauch" oder welchen Methoden auch immer erreicht, ist völlig egal.

  3. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: muetze 28.12.21 - 17:44

    Den Abschied vom Individualverkehr sehe ich nicht mal zwingend. Außerhalb der Ballungsräume führt am Auto nichts vorbei. Der leere Bus, der von Dorf zu Dorf fährt, ändert daran auch nichts. Aber wovon man sich verabschieden sollte sind 2 Tonnen Material durch die Gegend zu fahren. Es gibt auch Autos mit 500 kg.

  4. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: Kondratieff 28.12.21 - 17:46

    muetze schrieb:
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    > Solche Studien sind schön und gut, gehen aber m.M.n. am Ziel vorbei. Das
    > Ziel sollte sein, weniger Energie zu verbrauchen. Auch Elektroautos
    > verbrauchen eine Menge Energie. Und auf absehbare Zeit wird Energie immer
    > knapp sein. Wieso redet kein Mensch über eine Begrenzung des Verbrauchs?
    > Für Verbrenner 4 l auf 100 km (sinkt dann jährlich um 0.2 l) und beim
    > Elektroauto 15 kWh auf 100 km (sinkt jährlich um 0.4 kWh). Das wäre mal was
    > sinnvolles.

    Natürlich ist sinnvoll, den Energieverbrauch, auch von Elektrofahrzeugen („well to wheel“), zu senken. Allerdings geht es bei der hier betreffenden Studie um einen Technologievergleich, das Thema ist also ein anderes als du hier ansprichst. Denn es macht schon viel aus, wenn wir vom Verbrenner auf die Elektromobilität umsteigen - und das haben schon andere Studien vor der hier besprochenen herausgefunden.

    > Ich fahre mein 8 Jahre altes Auto, das ich mir dieses Jahr gekauft habe,
    > mit weniger als 4 l auf 100 km. Zudem nehme ich so oft es geht die
    > öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad. Wie ich es auch rechne ...
    > ein Elektroauto zu kaufen ergibt aus Sicht des Klimaschutzes hier null
    > Sinn.

    Es gibt aber auch andere Menschen mit anderen Bedürfnissen, Fahrprofilen etc. Ob es für den einzelnen ökologisch rechnet, ein Elektroauto zu fahren, lässt sich leicht errechnen, es handelt sich um eine lineare Funktion: Das durch die Herstellung des Elektroautos erzeugte CO2 ist der Y-Achsenabschnitt und die Steigung ist bestimmt durch deine Jahresfahrleistung bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch. Daran kannst du dann ablesen, welch CO2-Emissionen nach welcher Nutzzeit (in Jahren) anfallen. Dasselbe kannst du dann mit einem Verbrenner machen…

    Da wird sich bei dir vermutlich zeigen, dass ein neues Elektroauto wenig Sinn macht, weil die Herstellungsemissionen bei Nutzung eines bestehenden Verbrenners = 0 ist und du vermutlich nicht genug fährst, um in der Nutzungszeit des Elektroautos eine positive Bilanz herauszufahren. Allerdings könntest du natürlich ein gebrauchtes Elektroauto fahren. Da geht die Herstellung auch mit 0 in die Gleichung, aber die Steigung der Geraden ist wesentlich geringer (3,5l Benzin entspricht ca. 35kwh), dementsprechend ist der gebrauchte Elektrowagen ökologischer. Hinzu kommt, dass der Verbrenner nicht nur C02, sondern auch CO und NOx emittiert. Dagegen werden solche Nebenprodukte der Verbrennung selbst in einem „dreckigen“ Kohlekraftwerk, eben bedingt durch die Größe und Immobilität, besser gefiltert als es bei einem Auto möglich ist (Stichwort „Thermofenster“.

  5. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: Kondratieff 28.12.21 - 17:56

    muetze schrieb:
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    > Den Abschied vom Individualverkehr sehe ich nicht mal zwingend. Außerhalb
    > der Ballungsräume führt am Auto nichts vorbei. Der leere Bus, der von Dorf
    > zu Dorf fährt, ändert daran auch nichts. Aber wovon man sich verabschieden
    > sollte sind 2 Tonnen Material durch die Gegend zu fahren. Es gibt auch
    > Autos mit 500 kg.

    A) Elektroautos sind aus nachvollziehbaren Gründen wesentlich schwerer als ähnlich große Verbrenner.

    B) Das Gewicht ist für den Verbrauch eines Elektroautos nicht so ausschlaggebend wie beim Verbrenner, weswegen selbst besonders schwere Elektroautos wie ID4, Enyaq oder EQS auf derselben Strecke teilweise weniger verbrauchen als ein Opel Corsa E (siehe z.B. „Elektroauto-Supertest“ auf Youtube). Noch offensichtlicher wird das Ganze, wenn man den Stadtverbrauch eines „schweren“ Elektrowagens tatsächlich mit dem eines „leichten“ Verbrenners vergleicht - also dort, wo das Gewicht (durch das ständige Anfahren) am meisten ausmacht. Da hat der Verbrenner nicht ansatzweise eine Chance, trotz des Gewichtsunterschieds von 200-500kg zum Elektroauto.

    Der Verbrauch eines Elektroautos wird maßgeblich vom Luftwiderstand bestimmt, d.h. im Alltag vor allem durch die Geschwindigkeit.

  6. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: shoggothe 28.12.21 - 18:15

    Der Abschied vom Individualverkehr ist nicht mal notwendig. Es reicht schon ein Umdenken beim Prestigeobjekt "eigenes Auto". Zukunfsszenario: man bestellt sich ein autonom fahrendes Fahrzeug an seinen Standort und lässt sich dann ans Ziel chauffieren. Auf dem Dorf müsste man mehr Zeit einplanen, aber es würde auch funktionieren. Vorteile ggü. heute, da die Fahrzeuge nie parken, sondern nur kurz halten, wird viel Platz in den Straßen frei. Staus auf den Autobahnen gibt es kaum noch; die Autos fahren autonom in Kolonne, ohne ständiges Beschleunigen und Abbremsen. Kein Kümmern um Wartung/Reparaturen, keine Autoversicherungen usw. Im Großen und Ganzen könnte der Verkehr sogar individueller werden, da man Anzahl und Fahrzeugtyp wählen kann, z.B. Transporter oder Kleinbus. Wenn sich auf einer Fahrt ein Defekt ankündigt, ist das Ersatzfahrzeug schon unterwegs (und man bekommt einen Gutschein für die Unannehmlichkeiten).

  7. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: theFiend 28.12.21 - 18:39

    shoggothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Abschied vom Individualverkehr ist nicht mal notwendig. Es reicht schon
    > ein Umdenken beim Prestigeobjekt "eigenes Auto". Zukunfsszenario: man
    > bestellt sich ein autonom fahrendes Fahrzeug an seinen Standort und lässt
    > sich dann ans Ziel chauffieren.

    Das IST der Abschied vom Individualverkehr. Sicher wirds dann irgendwelche Abomodelle geben, mit entsprechenden Preisstufen die es auch erlauben sich allein in ner Blechkulisse kutschieren zu lassen. Für die meisten wird das aber eher wie ein autonomes Sammeltaxi funktionieren, auch weil das einfach viel effizienter ist.

  8. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: KiznaLion 28.12.21 - 19:19

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > A) Elektroautos sind aus nachvollziehbaren Gründen wesentlich schwerer als
    > ähnlich große Verbrenner.
    >

    Das ist eigentlich nur der Fall Ebi schlecht konstruierten Elektro-Autos. Wie z.b. die ganze Riege von VAG Fahrzeugen, an denen man jede Menge Gewicht einsparen kann. Vor allem auch beim Akkupack.

  9. Denkfehler

    Autor: chrisku 28.12.21 - 19:33

    Energie wird es in Zukunft im Überfluss geben und dementsprechend billig sein. Da ist es vollkommen irrelevant, ob das Auto jetzt 15kwh verbraucht oder 16. Nicht ganz irrelevant, weil die Akkugröße und damit die Reichweite endlich ist, aber der Preis pro kWh wird es sein.
    Mit Verbrennern ist dieser Zustand niemals zu erreichen, da die vom Rohöl abhängen und das natürlicherweise begrenzt ist.

  10. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: shoggothe 28.12.21 - 23:24

    Ich meinte das eher als kurzfristig bestellte Privatfahrten von A nach B oder auch tägliche Pendelfahrten. Abhängig davon wie viele Personen mit sollen, 2, 4, 6 Sitzer oder Kleinbus. Und wenn man etwas transportieren möchte, Transporter. Damit könnte man auch zu weiter entfernter Verwandtschaft fahren. Wie man es möchte, also individuell.

    Natürlich kann das auch als ein flexiblerer ÖPNV funktionieren, in dem Fahrtrouten nicht starr vorgegeben sind, sondern nach Bedarf in Echtzeit optimiert werden. Je mehr Umwege und Halts, um so günstiger wird das Ticket. Damit es schneller geht, muss man den ÖPNV-ICE buchen ... oder die private Tour.

  11. Re: Denkfehler

    Autor: murphsen 29.12.21 - 01:01

    Energie im Überfluss? Woher?

    Fusion - wird seit Jahrzehnten mit "in 50 Jahren serienreif" beworben.
    Thorium - Klingt nett, ist aber auch noch nicht serienreif. Und mit unseren NIMBYs wohl kaum noch umsetzbar in diesem Land.
    Windkraft - NIMBYs haben hier mit der Abstandsregelung die Standorte extrem eingeschränkt und schon jetzt nimmt man zweitklassige Standorte in Kauf, um überhaupt noch WKAs aufstellen zu können.
    Solarenergie - Wertvolle Nutzflächen mit Panelen zukleistern, um dann im Winter keinen Strom zu produzieren. Klingt nicht sehr effizient.
    Wasserkraft - extremer Eingriff in die Ökosysteme der Flüsse und alles andere als umweltfreundlich.

    Unsere Stadtwerke verlangen aktuell 95,83 Cent / kWh, der günstigste Anbieter laut Verivox etwas über 40 Cent / kWh, bei Neuabschluss eines Vertrags. Die Ökonomen gehen weiterhin von starken Preisanstiegen im Energiesektor aus, auch Dank der CO2-Steuer.
    Also wo bitte kommt die günstige Energie im Überfluss in Zukunft her?

  12. Re: Denkfehler

    Autor: MR-2110 29.12.21 - 09:09

    na die kommt aus frankreich. aus frisch gebauten modernen atomkraftwerken ;D


    totaler blödsinn das wir das überspringen statt es weiter zu entwickeln.

  13. Re: Denkfehler

    Autor: red17x 29.12.21 - 11:27

    Ich bin bei Mann Strom fündig geworden, hab dort für 32cent/kw gesehen … mannstrom de - hab den im Ökostromanbieter Vergleich de gefunden.

  14. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: Kondratieff 29.12.21 - 11:46

    KiznaLion schrieb:
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    > Kondratieff schrieb:
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    >
    > >
    > > A) Elektroautos sind aus nachvollziehbaren Gründen wesentlich schwerer
    > als
    > > ähnlich große Verbrenner.
    > >
    >
    > Das ist eigentlich nur der Fall Ebi schlecht konstruierten Elektro-Autos.
    > Wie z.b. die ganze Riege von VAG Fahrzeugen, an denen man jede Menge
    > Gewicht einsparen kann. Vor allem auch beim Akkupack.

    Eine kleine Auswahl…

    Smart EQ
    + 100kg (11%) => ca. 1000kg

    Renault Megane e-Tech
    + >200kg (>13%) => 1750kg (Vergleichspunkt: Schwerster Megane IV Diesel)

    Renault Zoe
    + >300kg (>27%) => >1500kg (Vergleichspunkt: Renault Clio Diesel)

    Mercedes EQC
    + 490kg (24%) => 2490kg (Vergleichspunkt: GLC 63s 4Matic)

    Mercedes EQA
    + >500kg (33%) => >2000kg (Vergleichspunkt: GLA 250D)

    Fiat 500 E (kleiner Akku)
    + 150kg (>13%) => 1255kg (Vergleichspunkt: Fiat 500 Diesel)

    Fiat 500 E (großer Akku)
    + >250kg (>22%)=> >1355kg (Vergleichspunkt: Fiat 500 Diesel)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.12.21 11:51 durch Kondratieff.

  15. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: theFiend 29.12.21 - 13:26

    shoggothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich kann das auch als ein flexiblerer ÖPNV funktionieren, in dem
    > Fahrtrouten nicht starr vorgegeben sind, sondern nach Bedarf in Echtzeit
    > optimiert werden.

    Genau das wird die Zukunft sein. Nachdem man autonomes Fahren als Technik ermöglicht hat, wird automobile Fortbewegung eher als Dienstleistung funktionieren, und keine Frage von "Besitz" mehr sein. Die Automobilhersteller die halbwegs in die Zukunft denken können, werden Diensteanbieter, deren KI wird Touren berechnen, und der Nutzer wird so ne Art Aboservice haben. Die Straßeninfrastruktur ist halt da, da es dann keine Staus mehr gibt wird man wesentlich schneller vorankommen, bei gleichzeit wesentlich geringerem Verkehrsaufkommen.

  16. Re: Denkfehler

    Autor: housetrek 29.12.21 - 14:02

    MR-2110 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > na die kommt aus frankreich. aus frisch gebauten modernen atomkraftwerken
    > ;D
    >
    > totaler blödsinn das wir das überspringen statt es weiter zu entwickeln.

    Wie so oft wird einfach mehrere Aspekte ausgeblendet, die von wesentlicher Bedeutung sind.
    A) Woher kommt der Brennstoff?
    B) Wohin geht er, wenn er verbraucht ist?

    Weder die Gewinnung ist ökologisch zu vertreten noch die Entsorgung. Wir sollen einen atomaren Tauchsieder bauen, der 30-50 Jahre läuft am Ende für eine Mehrzahl von Generationen eine Gefahr (> 10000 Jahre) darstellt. Das ist doch totaler Unsinn.
    Es gibt bis heute keine Lagerstätte an dem der Müll sicher vor der Umwelt aufbewahrt werden kann.
    Geschweige denn schaut man sich die Rückbau-Kosten eines Reaktors an.
    Jemand der sich all diese Kosten anschaut, wird nicht mal ansatzweise auf die Idee kommen weiterhin Reaktoren zu bauen. Gegen Atommeiler ist Photovoltaik ein ausgesprochenes Schnäppchen.
    Mit geschickter Speichertechnik und stärkeren Ausbau der Regenerativen kommt man viel billiger weg.
    In Frankreich wird das alles ignoriert, weil die Atomtechnik dort sowas wie die Kohleindustrie in Deutschland ist. Keiner möchte sich unbeliebt machen und das Knowhow der vergangenen Jahrzehnte in diese Technik aufgeben.

  17. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: Allandor 29.12.21 - 18:11

    Kondratieff schrieb:
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    > KiznaLion schrieb:
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    > > > A) Elektroautos sind aus nachvollziehbaren Gründen wesentlich schwerer
    > > als
    > > > ähnlich große Verbrenner.
    > > >
    > >
    > > Das ist eigentlich nur der Fall Ebi schlecht konstruierten
    > Elektro-Autos.
    > > Wie z.b. die ganze Riege von VAG Fahrzeugen, an denen man jede Menge
    > > Gewicht einsparen kann. Vor allem auch beim Akkupack.
    >
    > Eine kleine Auswahl…
    >
    > Smart EQ
    > + 100kg (11%) => ca. 1000kg
    >
    > Renault Megane e-Tech
    > + >200kg (>13%) => 1750kg (Vergleichspunkt: Schwerster Megane IV Diesel)
    >
    > Renault Zoe
    > + >300kg (>27%) => >1500kg (Vergleichspunkt: Renault Clio Diesel)
    >
    > Mercedes EQC
    > + 490kg (24%) => 2490kg (Vergleichspunkt: GLC 63s 4Matic)
    >
    > Mercedes EQA
    > + >500kg (33%) => >2000kg (Vergleichspunkt: GLA 250D)
    >
    > Fiat 500 E (kleiner Akku)
    > + 150kg (>13%) => 1255kg (Vergleichspunkt: Fiat 500 Diesel)
    >
    > Fiat 500 E (großer Akku)
    > + >250kg (>22%)=> >1355kg (Vergleichspunkt: Fiat 500 Diesel)

    Zumindest in der Stadt spielt das Gewicht tatsächlich kaum eine Rolle. Hier kann bei e-Autos einiges wieder durch das ständige Anfahren und beschleunigen rein geholt werden, was bei einem Benziner/Diesel nicht so einfach geht. Sprich das was du mehr beim anfahren brauchst, wirst du hinterher zum größten Teil wieder rein holen.
    Aber auf der Autobahn spielt das leider fast keine Rolle (wenn man nicht grad von Stau zu Stau fährt und dazwischen auch nur langsam unterwegs ist).


    Zu gebrauchten e-Autos die hier jemand angesprochen hat, davon kann man aktuell nur Abraten. Diese sind zum einen nicht günstiger und zum anderen kann ein Akku-Tausch dann auch noch mal teuer werden. Besonders die "ersten" Modelle die es am Markt gibt sind da nicht so doll.

    Um noch mal die Whataboutism Keule zu schwingen, was noch wichtiger wäre umzurüsten wären die Heizungen. Aber daran traut sich der Staat wohl derzeit noch weniger, würde aber besonders im Winter einiges an Emissionen "reinholen" (im Sinne von verringern) können. Das würde aber wohl das aktuelle Stromnetz nicht verkraften. Und die aktuellen Strompreise machen das auch extremst unattraktiv. Z.B. in Dänemark (jaja, ziemlich wenig Einwohner) ist es nicht mehr erlaubt etwas anderes zu verbauen als Elektroheizungen. Macht ja keinen Sinn das wird alles auf Gas umrüsten, wenn wir zum einen zu wenig Gas haben und zum anderen wissen das wir auch das noch ändern müssen. Wäre allerdings deutlich einfacher umzurüsten als den Verkehrssektor, wo die Mobilität einem es doch arg erschwert. Heizungs-Umrüstungen wären deutlich schneller erreichbar und damit auch deutlich besser um den CO2 Abdruck zu verringern. Trotzdem müsste man den Verkehr in die Richtung bringen, aber es macht mir schon etwas sorgen, das in dem Heiz-Sektor die Politik die Füße absolut still hält obwohl man jetzt an vielen Baustellen etwas machen könnte, aber sich scheinbar nur auf e-Autos konzentriert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.12.21 18:14 durch Allandor.

  18. Re: Am Ziel vorbei

    Autor: Kondratieff 29.12.21 - 18:53

    Allandor schrieb:
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    > Kondratieff schrieb:
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    > > > > A) Elektroautos sind aus nachvollziehbaren Gründen wesentlich
    > schwerer
    > > > als
    > > > > ähnlich große Verbrenner.
    > > > >
    > > >
    > > > Das ist eigentlich nur der Fall Ebi schlecht konstruierten
    > > Elektro-Autos.
    > > > Wie z.b. die ganze Riege von VAG Fahrzeugen, an denen man jede Menge
    > > > Gewicht einsparen kann. Vor allem auch beim Akkupack.
    > >
    > > Eine kleine Auswahl…
    > >
    > > Smart EQ
    > > + 100kg (11%) => ca. 1000kg
    > >
    > > Renault Megane e-Tech
    > > + >200kg (>13%) => 1750kg (Vergleichspunkt: Schwerster Megane IV Diesel)
    > >
    > > Renault Zoe
    > > + >300kg (>27%) => >1500kg (Vergleichspunkt: Renault Clio Diesel)
    > >
    > > Mercedes EQC
    > > + 490kg (24%) => 2490kg (Vergleichspunkt: GLC 63s 4Matic)
    > >
    > > Mercedes EQA
    > > + >500kg (33%) => >2000kg (Vergleichspunkt: GLA 250D)
    > >
    > > Fiat 500 E (kleiner Akku)
    > > + 150kg (>13%) => 1255kg (Vergleichspunkt: Fiat 500 Diesel)
    > >
    > > Fiat 500 E (großer Akku)
    > > + >250kg (>22%)=> >1355kg (Vergleichspunkt: Fiat 500 Diesel)
    >
    > Zumindest in der Stadt spielt das Gewicht tatsächlich kaum eine Rolle. Hier
    > kann bei e-Autos einiges wieder durch das ständige Anfahren und
    > beschleunigen rein geholt werden, was bei einem Benziner/Diesel nicht so
    > einfach geht. Sprich das was du mehr beim anfahren brauchst, wirst du
    > hinterher zum größten Teil wieder rein holen.
    > Aber auf der Autobahn spielt das leider fast keine Rolle (wenn man nicht
    > grad von Stau zu Stau fährt und dazwischen auch nur langsam unterwegs ist).
    >
    Genau das war ja meine Aussage, als ich sagte, dass der Verbrauch maßgeblich vom Luftwiderstand und damit von der Geschwindigkeit bestimmt wird.

    >
    >
    > Zu gebrauchten e-Autos die hier jemand angesprochen hat, davon kann man
    > aktuell nur Abraten. Diese sind zum einen nicht günstiger und zum anderen
    > kann ein Akku-Tausch dann auch noch mal teuer werden. Besonders die
    > "ersten" Modelle die es am Markt gibt sind da nicht so doll.

    Das war wohl auch mein Einwurf und bezieht sich lediglich auf die ökologische Bilanz und überhaupt nicht auf ökonomische (oder sonstige) Aspekte. Das zu entkräftende Argument war, dass ein Elektroauto sich ökologisch weniger lohnt als der beispielhaft aufgeführte 8 Jahre alte Diesel. Mein Argument: Wenn beide Fahrzeuge gebraucht sind, gehen die ökologischen Herstellungskosten (CO2-Produktion) jeweils mit 0 ein und dann kommt es nur auf den ökologischen Fußabdruck der Nutzungsphase (inkl. EoL) an. Und da wird das Elektroauto sofort einen beachtenswerten Vorteil haben.
    Ob sich das (gebrauchte) Elektroauto in anderen Bereichen für die jeweilige Person lohnt (Kosten, Reichweite etc.), muss jede Person für sich ausmachen.

  19. Neue Antriebstechnik =! Depressionen | Neue Antriebstechnik = Neue Chancen

    Autor: Ach 30.12.21 - 02:27

    > Ich fahre mein 8 Jahre altes Auto, das ich mir dieses Jahr gekauft habe, mit weniger als 4 l
    > auf 100 km. Zudem nehme ich so oft es geht die öffentlichen Verkehrsmittel oder das
    > Fahrrad. Wie ich es auch rechne ... ein Elektroauto zu kaufen ergibt aus Sicht des
    > Klimaschutzes hier null Sinn.

    Ich will gar nicht wissen, was man sich für die 4L alles abbrechen muss, nur möchte ich dich zu dieser Gelegenheit daran erinnern, dass deine Mühen trotzdem komplett für den Lokus sind. Dem Verbrenner ist mit noch so viel Hingabe nicht mehr zu helfen und den Stromern gehört die Zukunft. Zu Gunsten der Umwelt übrigens und nicht zu deren Lasten.

    Die Batterien werden nach ihrem Autoleben nämlich mindestens weitere 10 Jahre als stationäre Speicher ersten Grades und nochmal genauso lange als stationäre Speicher zweiten Grades weiterleben, bevor sie zu ü 90% recycelt werden natürlich. Und sie werden im besten Fall schon während ihres Autolebens als Netzspeicher dienen, im V2G Netz. Quängelei ist an dieser Stelle also nicht nur äußerst kurzsichtig/blind, es ist wissenschaftlich-umwelttechnich sogar kompletter Blödsinn. Im genauen Gegenteil brauchen wir diesen Speicher sogar dringend, je mehr desto besser!

    Deinen Verbrenner betreffend : 4L beinhalten ungefähr 40 Kwh Energie. 40 Kwh die in Form von Wärme und CO2 an die Umwelt abgesondert werden. Ein Stromer verbraucht, wenn der einer vergleichbar radikalen Spaßbremse unterworfen wird, geschätzte 13 Kwh(je nachdem ob mehr Stadt oder mehr Land). Also nur 13 Kwh die auch nur in Wärme an die Umwelt abgegeben werden.

    Und wie wir über den Bericht ja nun erfahren haben, hat der Verbrenner tatsächlich nochmal deutlich höhere Umweltkosten als jeder Stromer, was die Treibstoffbereitstellung angeht. Ergo will ich dir ja nicht deinen Verbrenner vermiesen, aber du brauchst dir auf der anderen Seite auch nicht einbilden, dass du mit dem auch nur in die Nähe eines Stromer kommen könntest, egal wie du dich da hinein hängst, ist nun mal so, physikalisch gesehen, die Physik verhandelt nun mal nicht, vom Zweit- und Drittnutzen des Speichers, vom Recycling, sowie vom reinen Solarbetrieb mal ganz abgesehen.

  20. Autor: senf.dazu 30.12.21 - 18:50

    Also in Deutschland sinkt insbesondere der Elektroenergieverbrauch seit Jahren.

    Insgesamt verbraucht Deutschland etwa 2500 TWh/a Endenergie. Zur Herstellung werden durch die Verluste bei den Fossilen ca. 3500 TWh/a Primärenergie gebraucht.

    Stellen wir nun unsere Mobilität auf BEV und die Heizungen auf Wärmepumpe um, landet der Endenergieverbrauch bei vielleicht bei unter 2000 TWh weil direkt E ohne Umwandlung genutzt wird. Ein Teil muß sicher zwischengespeichert werden z:B. auch als H2 - die Energiewende macht dann vielleicht 1800 TWh/a Endenergie und 2500 TWh/a Primärenergie. Was eine gewaltige Verbesseerung wäre. Auch dadurch das dann nicht mehr viel Fossiles oder Agrarenergie übrig bleibt sondern nur noch Regenatives. Insofern trifft die Studie schon ganz richtig.

    Daneben - beim Sparen - hast du dich schon mal gefragt wie stark du dich persönlich reproduzieren möchtest bzw. daran - sparen - möchtest ? Der größte Teil des Energieverbrauchswachstums der Welt ist durch mangelnden Wohlstand bis hin zum Verhungern (= großer Nachholbedarf) und immer noch steigende Weltbevölkerung bestimmt ..

    Aber auch da kann Regeneratives einen Weg zum Besseren - und Billigeren - weisen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.12.21 18:52 durch senf.dazu.

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    Samsung plant 1-TByte-Speichermodul

    2022 sollen 512-GByte-Riegel verfügbar sein, später die doppelte Kapazität. Davon profitieren Server-CPUs wie AMDs Epyc mit zwölf Kanälen.

  3. 1 Milliarde US-Dollar: Cisco startet Gehaltserhöhung für Beschäftigte
    1 Milliarde US-Dollar
    Cisco startet Gehaltserhöhung für Beschäftigte

    Cisco Systems startet zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt ein Programm, um die Gehälter der Beschäftigten zu erhöhen. Andere Unternehmen reduzieren Neueinstellungen und entlassen.


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