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irgendwie faszinierend, aber auch unbefriedigend

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  1. irgendwie faszinierend, aber auch unbefriedigend

    Autor: leed 05.01.22 - 11:41

    Macht man selber Astrofotografie wünscht man sich fast den Komfort, den dieses Produkt anbietet, dennoch kann ich mir nicht vorstellen, damit glücklich zu werden.

    Es ist als würde man sagen, gebt mir ein Bild von Andromeda und das Ding tut irgend etwas und am Schluss kommt ein gutes Bild raus, dass aber deutlich schlechter ist, als alles was man online findet (Sternwarten, Hubble etc).

    Astrofotografie packte mich, als ich mit einer eher schlechten kamera krater auf dem Mond oder Monde des Jupiters ablichten konnte. Die Bilder waren wirklich schlecht, aber nur schon zu sehen, dass man es selber hinkriegt, hatte für mich viel Bedeutung.
    - Man war stolz, dass man dies hingekriegt hatte, mit Ausrüstung die für anderes gedacht wäre
    - Man hatte sich selber bewiesen, dass diese Sachen da oben wirklich existieren (nicht dass ich den Verschwörern je geglaubt hätte)
    - Man hat Gefühl für die Grössenverhältnisse
    - Man lernt die Qualität der guten Bilder aus dem Internet besser zu schätzen

    Trotz der tollen Technik in Stellina, bleibt das Gefühl, dass dies möglicherweise nur fake Bewegungen macht und Bilder aus einem Katalog für Sternennebel ausgibt. Oder schlechte Sternenbilder mit Stock-Bildern verziert, so nach dem Prinzip von Deep-Learning.

  2. Warum unbefriedigend?

    Autor: Mnt 06.01.22 - 00:32

    leed schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotz der tollen Technik in Stellina, bleibt das Gefühl, dass dies
    > möglicherweise nur fake Bewegungen macht und Bilder aus einem Katalog für
    > Sternennebel ausgibt. Oder schlechte Sternenbilder mit Stock-Bildern
    > verziert, so nach dem Prinzip von Deep-Learning.
    Auch an der Stelle die Frage: warum wäre das schlecht? Alle Bilder der Astrofotografie sind hochtechnisch, es gibt keine Astrofotografie die das echte Objekt abbildet wenn es weiter weg ist als Mond und Co. Von daher ist mir nicht ganz klar, warum manche Leute hier eine Grenze ziehen und eine Aufwertung durch KI bzw. ein Overlay in welcher Form auch immer strikt ablehnen.
    Das macht keinen Unterschied ob jetzt 100 Langzeitbelichtungen übereinandergelegt, eingefärbt, gefiltert, geschärft, aufgehellt etc. werden oder einfach eine KI sich anschaut, wie das Bild gefällig wirkt und es entsprechend verändert. Ausgenommen sind natürlich diejenigen, die Himmelsbilder als künstlerischen Ausdruck verstehen, aber ich schätze mal für 99% wird die Referenz, nach der Bilder bearbeitet werden, schlicht und ergreifend Hubble sein. Und wenn das Ergebnis genauso aussehen soll, wozu soll ich mir dieselbe Mühe machen wie die Profis bei der NASA, die a) dafür bezahlt werden und b) sowieso mein Bild vom Ergebnis prägen?

  3. Re: Warum unbefriedigend?

    Autor: leed 06.01.22 - 13:49

    >Alle Bilder der Astrofotografie sind hochtechnisch, es gibt keine Astrofotografie die das echte >Objekt abbildet wenn es weiter weg ist als Mond und Co.
    - Jupitermonde
    - Jupiter mit Gasbändern
    - Saturn mit Ring
    - Venusphasen
    - Milchstrasse

    Kann man alles mit Stativ und der richtigen Linse einfangen. Es sind keine top quality Bilder, aber sie lassen den Fotografen stolz sein.

    Will man irgendwelche Galaxienebel braucht es zusätzlich einen Motor für das Stativ, oder mehre Bilder und ein Stacking programm. Klar, dann kann man es langsam technisch nennen, das Bild kommt aber immer noch aus der Kamera.

    >Auch an der Stelle die Frage: warum wäre das schlecht?

    Man stelle sich vor, es passiert was seltenes. z.B. Ein Komet kommt uns nahe, die KI würde jetzt einfach Bilder zusammensetzen und ein Ergebnis liefern, wie ähnliches aussehen würde. z.B. einen bläulichen Schweif anhängen, dabei hätte das echte ding zwei grüne Schweife.
    Noch viel weniger lustig wirds, wenn ein ausserirdisches Raumschiff vorbei zieht.

    Du hast schon recht, dass es für viele die Hubble als Referenz nehmen, reichen würde. Doch solchen Leuten würde ich empfehlen die 4k zu sparen und Bilder direkt von der Nasa herunter zu laden.

    AI mag nützlich sein, besonders in dem Bereich. Ich find's schrecklich. Man findet heute sogar leute, die alte Portraits mit AI aufbessern lassen. Das Ergebnis is oftmals sehr realistisch, jedoch sieht es trotzdem nicht mehr aus wie die Person auf dem Foto und ist somit eher wertlos.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.01.22 13:50 durch leed.

  4. Re: Warum unbefriedigend?

    Autor: Trollversteher 06.01.22 - 13:59

    >Auch an der Stelle die Frage: warum wäre das schlecht? Alle Bilder der Astrofotografie sind hochtechnisch, es gibt keine Astrofotografie die das echte Objekt abbildet wenn es weiter weg ist als Mond und Co.

    Stimmt doch gar nicht, zum einen gibt es auch unbearbeitete Foto-Aufnahmen von anderen Objekten (Planeten/Monden) aus unserem Sonnensystem, die deutlich weiter weg sind als der Mond, und zum Anderen bilden auch Aufnahmen von anderen Sonnensystemen "das echte Objekt" ab, nur dass dort in der Regel noch weitere Informationen als nur das optische Strahlen-Spektrum herangezogen werden, um die Informationen zu ergänzen.

    >Von daher ist mir nicht ganz klar, warum manche Leute hier eine Grenze ziehen und eine Aufwertung durch KI bzw. ein Overlay in welcher Form auch immer strikt ablehnen.

    Ganz einfach: Wenn ich ohnehin nur bearbeitete/gefakete Stock-Fotos bekomme, ist das ganze als Hobby ziemlich hinfällig, denn die kann ich mir deutlich günstiger und mit deutlich geringerem Aufwand einfach aus dem Netz ziehen.

    >Das macht keinen Unterschied ob jetzt 100 Langzeitbelichtungen übereinandergelegt, eingefärbt, gefiltert, geschärft, aufgehellt etc. werden oder einfach eine KI sich anschaut, wie das Bild gefällig wirkt und es entsprechend verändert. Ausgenommen sind natürlich diejenigen, die Himmelsbilder als künstlerischen Ausdruck verstehen, aber ich schätze mal für 99% wird die Referenz, nach der Bilder bearbeitet werden, schlicht und ergreifend Hubble sein. Und wenn das Ergebnis genauso aussehen soll, wozu soll ich mir dieselbe Mühe machen wie die Profis bei der NASA, die a) dafür bezahlt werden und b) sowieso mein Bild vom Ergebnis prägen?

    Ganz einfach, weil beim Hobby gerade der Weg zum Ziel und das "Selbstgemachte" zählt? Ansonsten tut's auch eine App, bei der mittels Kamera der Himmelsabschnitt identifiziert wird, um dann aus der Hubble-Bibliothek die passenden Bilder herauszusuchen - wenn ich diese Funktionalität haben will, dann muss ich mir dafür kein Teleskop anschaffen.

  5. Re: Warum unbefriedigend?

    Autor: bLaNG_one 07.01.22 - 10:27

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ganz einfach, weil beim Hobby gerade der Weg zum Ziel und das
    > "Selbstgemachte" zählt? Ansonsten tut's auch eine App, bei der mittels
    > Kamera der Himmelsabschnitt identifiziert wird, um dann aus der
    > Hubble-Bibliothek die passenden Bilder herauszusuchen - wenn ich diese
    > Funktionalität haben will, dann muss ich mir dafür kein Teleskop
    > anschaffen.

    Die ist aber schon bewusst, dass du mit dem hier besprochenen Teleskop a) einfach nur automatisiertes Stacking hast und b) die RAW-Bilder auch speichern kannst und dann selber mit einer Software deiner Wahl stackst?

    Wo ist denn der Unterschied, 100 Bilder in eine Stacking-Software zu laden, 5 Checkboxen zu klicken und dann ein fertig berechnetes gestacktes Bild bekommst - oder die paar Schritte auch automatisiert wurden? Und wenn genau da für dich ein wichtiger Unterschied ist, hast du ja auch die Möglichkeit dazu.

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