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Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

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  1. Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: KaiBlan 06.01.22 - 10:01

    Kurzfristig ist das Ganze klar - "Stück vom Kuchen" und so. Nur stecken da ja Investitionen dahinter, die sich vermutlich nicht kurzfristig wieder reinspielen.

    Langfristig scheint der Markt aber in alte Muster abzudriften, mit mehreren "Sendern" mit jeweils eigenen exklusiven Inhalten. Der Unterschied zu PayTV früher ist nur on demand vs. linear. Das hat den Anbietern damals Raubkopien (no offense) eingebracht und Netflix erst zur Größe verholfen. Die Neueintritte in den Markt schaffen also einen ähnlichen Markt wie vor Netflix. Ist das kommerziell erstrebenswert oder einfach nur rückwärtsgerichtet? Ich suche eine Antwort, kein Bashing. Wie klein ist die Vergütung durch die Lizenzen wirklich? Wäre das nicht der nachhaltigere Stellhebel der Studios?

    Und dann: Warum passiert das auf dem TV-Markt, aber nicht auf dem Musikmarkt? Warum gibt es dort mehrere praktisch vollständige Angebote, die sich anders zu differenzieren versuchen? Warum hat dort nie ein Studio versucht, eine eigene Plattform nur für sein Programm zu etablieren, um "ein Stück vom Kuchen" abzubekommen? Bei Spotify meckern alle über die Vergütung, trotzdem ist das Geschäftsmodell unangefochten.

    Wäre vielleicht mal einen Hintergrund-Artikel wert.

  2. "On Demand" ist ja nicht strittig

    Autor: M.P. 06.01.22 - 10:06

    Monatspauschale bezahlen, und dann auf "kostenlose" Inhalte zugreifen finde ich inzwischen zweifelhaft.

    Deutlich geringere Monatspauschalen, und für jeden Inhalt einzeln faire Preise bezahlen wäre ggfs eine Lösung, wenn es immer mehr Anbieter werden ...

  3. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: John2k 06.01.22 - 10:17

    KaiBlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurzfristig ist das Ganze klar - "Stück vom Kuchen" und so. Nur stecken da
    > ja Investitionen dahinter, die sich vermutlich nicht kurzfristig wieder
    > reinspielen.

    Geld muss weg, weils sonst versteuert wird.

  4. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: Herold68 06.01.22 - 10:19

    KaiBlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und dann: Warum passiert das auf dem TV-Markt, aber nicht auf dem
    > Musikmarkt? Warum gibt es dort mehrere praktisch vollständige Angebote, die
    > sich anders zu differenzieren versuchen? Warum hat dort nie ein Studio
    > versucht, eine eigene Plattform nur für sein Programm zu etablieren, um
    > "ein Stück vom Kuchen" abzubekommen? Bei Spotify meckern alle über die
    > Vergütung, trotzdem ist das Geschäftsmodell unangefochten.
    >

    Wird ein ganz pragmatischer Grund sein:
    Du kannst dann deine Lieblingssongs-Playlist nicht mehr vollständig anhören.

  5. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: ubuntu_user 06.01.22 - 10:23

    KaiBlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurzfristig ist das Ganze klar - "Stück vom Kuchen" und so. Nur stecken da
    > ja Investitionen dahinter, die sich vermutlich nicht kurzfristig wieder
    > reinspielen.
    >
    > Das hat den Anbietern damals
    > Raubkopien (no offense) eingebracht und Netflix erst zur Größe verholfen.
    > Die Neueintritte in den Markt schaffen also einen ähnlichen Markt wie vor
    > Netflix.

    das stimmt ja nicht. Piraterie ist gestiegen weil es kein Angebot gab. Wenn du dann für eine Serienstaffel 32 euro zahlen musst und dann teilweise ewig warten musst bis es hier rüber kommt, dann greift man halt zu "anderen Anbietern". Zudem war der Contenet früher wesentlich weniger und auch individueller. Heute hat man schon jede Serie irgendwie mal ähnlich gesehen.
    wenn ich mal top serien 2021 google und durchgehe was ich halbwegs kenne:
    SquidGame ist quasi 0815 battle royale
    Loki 0815 Marvel Serie
    Lupin war gut, ist aber auch nichts anderes als 0815 sherlock serie
    sweet tooth hab ich nicht gesehen, kann mir da aber vorstellen was da passiert, sieht aus wie narnia
    last one laughing ist mehr oder weniger schillerstraße
    inside job ist rick&morty/bo jack horseman/bobs burgers -> schlecht animierte serie die auf Kult macht
    Cowboy bebop -> 0815 remake wie power rangers, robocop, etc
    arkane -> oh arme leute die im Untergrund aufwachsen, während die reichen oben sich mit sich selbst beschäftigen. war gut animiert und nicht so schlecht, aber nichts was man nicht schon 1000 mal gesehen hat.

  6. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: toj 06.01.22 - 10:23

    KaiBlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist das kommerziell erstrebenswert oder einfach nur rückwärtsgerichtet?

    Die Konzerne brauchen für ihre Produktionen nunmal eine gewisse Summe, die sicher höher als $10 pro Haushalt ist. In den USA lagen die Preise für einen Kabelanschluss, mit dem man alles sehen kann, schon mal bei an die $100. Das ist eine Summe, mit der man offenbar alle Produktionen finanzieren kann.
    Dann kamen die Cord Cutter die meinten "ich seh von den 200 Kanälen ja eigentlich nur 12, warum soll ich dann $100 zahlen". Dadurch getrieben, und sicherlich auch Netflix vor Augen, haben die einzelnen Konzerne nun eigene Video-Portale erstellt, und die kosten monatlich zwischen $5 und $15. Wenn man alle relevanten Portale abonniert, kommt man wieder auf jene $100, die für die TV/Filmproduktion gebraucht wird.

    Man kommt um die Summe nicht herum, wenn man alles sehen will. Man könnte auch ein "Spotify für TV" erstellen, mit dem man alles sehen kann. Aber es wird auch wieder jene $100 kosten.

    Und ja, vielleicht sind es auch nicht exakt $100. Vielleicht sind es eher $50 oder $80. Aber auch jeden Fall kann man nicht erwarten, alles für $10 zu sehen.

  7. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: ubuntu_user 06.01.22 - 10:26

    toj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kommt um die Summe nicht herum, wenn man alles sehen will. Man könnte
    > auch ein "Spotify für TV" erstellen, mit dem man alles sehen kann. Aber es
    > wird auch wieder jene $100 kosten.

    spotify ist auch dabei exklusivcontent zu erstellen. siehe podcasts

  8. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: CubiCux 06.01.22 - 10:28

    KaiBlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dann: Warum passiert das auf dem TV-Markt, aber nicht auf dem
    > Musikmarkt? Warum gibt es dort mehrere praktisch vollständige Angebote, die
    > sich anders zu differenzieren versuchen? Warum hat dort nie ein Studio
    > versucht, eine eigene Plattform nur für sein Programm zu etablieren, um
    > "ein Stück vom Kuchen" abzubekommen? Bei Spotify meckern alle über die
    > Vergütung, trotzdem ist das Geschäftsmodell unangefochten.
    >
    > Wäre vielleicht mal einen Hintergrund-Artikel wert.

    Es gab, wenn ich mich recht erinnere, gegen 2015 zum Start von Tidal mal einen Versuch mehrere großer Popkünstler (u.a. Jay-Z, Rihanna, Usher, Madonna) ihre Musik lediglich auf einer "eigenen" Plattform zu vermarkten. Das ist aber mehr oder minder gescheitert, jedenfalls sind alle oben genannten Künstler mittlerweile auch wieder bei Spotify zu hören.

    Ich denke der große Unterschied zwischen Film- und Musik-Streaming-Markt liegt darin, dass in der Musikbranche das große Geld heutzutage gerade nicht mehr über Streams (bzw. früher Plattenverkäufe) verdient wird, sondern über Konzertauftritte. Der Künstler muss also mit seinem Streaming möglichst viele Menschen erreichen, die dann Konzertkarten für seine Auftritte kaufen können. In der Filmindustrie ist es genau andersherum. Kinokarten generieren fast keinen Umsatz mehr. Die Studios verdienen hauptsächlich am Streaming. Das entkräftet natürlich nicht deine Argumentation von oben, dass das von den Studios alles etwas kurz gedacht ist, erklärt aber vielleicht wieso diese Fragmentierung im Musikbereich nicht auftritt.

  9. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: unbuntu 06.01.22 - 10:41

    KaiBlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurzfristig ist das Ganze klar - "Stück vom Kuchen" und so.

    Eben nicht, die wollen alle langfristig ihren eigenen Kuchen haben. Daher gibts ja nur noch diese ganze Exklusivscheiße.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  10. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: ScottiePippen 06.01.22 - 10:49

    Die Richtung dieser Entwicklung war eigentlich am Zeitpunkt klar an dem Netflix richtig erfolgreich geworden ist. Das wusste auch Netflix selber. Deshalb haben sie ja auch so zeitig damit begonnen möglichst viel eigenen Content zu produzieren, was ja zunächst mal ein riesiges Minusgeschäft war. Am Anfang hat Netflix den Studios paar nette Nebeneinnahmen gebracht. Je mehr Leute nur noch streamen umso mehr Einnahmen fehlen auf der klassischen Pay-TV/ Kinoseite. Die Kinos als „Zwischehändler“ sparen sie in Zukunft vielleicht mehr und mehr ein aber am Ende müssen die immer teureren Produktion, gerade im Serienbereich, halt bezahlt werden (plus Gewinn versteht sich).
    Ich kann solange gut damit leben wie alles monatlich flexibel bleibt, anders als die früheren Pay-TV Knebelverträge.

  11. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: John2k 06.01.22 - 10:53

    CubiCux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke der große Unterschied zwischen Film- und Musik-Streaming-Markt
    > liegt darin, dass in der Musikbranche das große Geld heutzutage gerade
    > nicht mehr über Streams (bzw. früher Plattenverkäufe) verdient wird,
    > sondern über Konzertauftritte.

    Man muss vermutlich unterscheiden, wie berühmt der Künstler ist.

    Die erfolgreichsten unter ihnen werden sicherlich auch von den Streamingeinnahmen super leben können. Zumal sie inzwischen auf allen und vielfältigen Kanälen verdienen können (Radio, Youtube, Fernsehen, Konzerte, Spotify etc...)
    Karl Heinz aus Hamburg, der tausend Abrufe hat, sicherlich nicht.

  12. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: KaiBlan 06.01.22 - 11:02

    ScottiePippen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Richtung dieser Entwicklung war eigentlich am Zeitpunkt klar an dem
    > Netflix richtig erfolgreich geworden ist. Das wusste auch Netflix selber.
    > Deshalb haben sie ja auch so zeitig damit begonnen möglichst viel eigenen
    > Content zu produzieren, was ja zunächst mal ein riesiges Minusgeschäft war.

    Das ist mir beim Lesen des Artikels auch klar geworden. Klar hat Netflix nochmal mehr Einblick in den Markt, aber trotzdem Respekt vor deren langfristiger Strategie. Das ist um Welten weitsichtiger und innovativer (ich will nicht disruptiv sagen...) als so ein late follow von Paramount & Co.

    Da das Selbstvermarkten selbstproduzierter Inhalte offenbar so viel Profit abwirft (siehe die Motivation der Studios), hat Netflix vielleicht auch ein Interesse daran, dass sich der Markt so entwickelt? Weniger Kunden durch eine stärkere Fragmentierung, aber mehr Gewinn pro Kunde?

  13. Re: "On Demand" ist ja nicht strittig

    Autor: BlindSeer 06.01.22 - 11:31

    Dann nur ohne Monatsbetrag. Wieso doppelt zahlen? Finde ja schon Abo + Werbung pervers. Entweder ich kaufe es digital, dann kein Abo, oder ein Abo dafür aber Flat. Und in beiden Fällen: Ohne Werbung, ich habe ja dafür gezahlt.

  14. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: BlindSeer 06.01.22 - 11:34

    Oder man sollte sich bei den Budgets für Filme/Serien (und auch Games) mal Gedanken machen, ob die nicht einfach zu hoch geworden sind und entsprechende Gagen nicht doch wieder sinken könnten bei den Top Stars. Insbesondere wenn der User nicht mehr bereit oder in der Lage ist entsprechend Geld raus zu hauen. Eigentlich einfache Marktwirtschaft.

  15. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: BlindSeer 06.01.22 - 11:38

    So richtig klar wurde es erst als weitere Anbieter dazu kamen und diese nicht links liegen gelassen wurden, sondern "Abo Hopping" betrieben wurde. Da hat man gesehen, dass der User Leidensfähig ist und viel mit sich machen lässt und sich dabei schlau vorkommt.

    Frage wäre auch wie das kartellrechtlich ist. Klar, es gibt mehrere Anbieter, aber jeder hockt auf seinem Haufen. Wie ubuntu richtig sagte gibt es im Grunde nicht "einen Kuchen um den sich die Anbieter streite", sondern jeder hat seinen Kuchen und will Geld dafür. Selbst bei Apps ist das nicht so, sondern es gibt viele Überschneidungen zwischen Android und Apple in der Verfügbarkeit. Selbst bei Konsolen gab es schon zu den fragmentiertesten Zeiten die Games auf mehreren Plattformen.

  16. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: Shred 06.01.22 - 11:53

    KaiBlan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dann: Warum passiert das auf dem TV-Markt, aber nicht auf dem
    > Musikmarkt?

    Der Musikmarkt stand schon vor 20 Jahren vor dem Problem. Zu der Zeit hatte Apple genug Gewicht, um die meisten Musikverlage auf iTunes zusammenzuziehen und damit ein einziges großes und legales Angebot zu haben. Begeistert waren die Musikverlage nicht, dass sie von Apple zu ihrem Glück gezwungen wurden. Heute dürfte nicht mehr in Frage stehen, dass man mit Streaminglizenzen gutes Geld verdienen kann. Zudem hat sich das damalige Riesenproblem mit Musik-"Raubkopien" mehr oder weniger in Luft aufgelöst. Einfach weil man den Kunden genau das verkauft, was sie haben möchten.

    Wenn Apple damals nicht mit aller Macht ihre Plattform durchgesetzt hätte, hätten wir heute vielleicht ebenfalls mehrere Musik-Streamingdienste mit kleinem Angebot statt Komplettpakete bei Amazon, Spotify und YouTube.

    Ich bin gespannt, wo bei der Filmindustrie der Weg hingeht. Wird ihre Rechnung aufgehen, dass die Kunden mehrere Abos abschließen werden? Werden sie sich irgendwann gegenseitig ihre Kataloge lizensieren, um ihre Angebote aufzuwerten und die Kunden bei sich zu halten? Oder kommt ebenfalls ein Schwergewicht wie damals Apple und schafft es mit genug Marktmacht, sie zu einem Gesamtangebot zu zwingen? (Wobei ich nicht glaube, dass man Megakonzerne wie Disney überhaupt zu irgendetwas zwingen kann.)

  17. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: toj 06.01.22 - 12:21

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder man sollte sich bei den Budgets für Filme/Serien (und auch Games) mal
    > Gedanken machen, ob die nicht einfach zu hoch geworden sind und

    Jedem steht frei, Filme und Serien mit niedrigerem Budget zu produzieren und dann konkurrierende Streamingdienste für weniger Geld aufzuziehen. Viel Glück!

  18. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: BlindSeer 06.01.22 - 12:25

    Paranormal Activity 1 hatte IIRC einBudget von 20 - 50k, war gut und hat ein vielfaches eingespielt. :P Man muss halt mal bei Film und Serie die Gehaltsspreizung reduzieren. 1 Mio pro Folge?!

  19. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: toj 06.01.22 - 12:29

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Paranormal Activity 1 hatte IIRC einBudget von 20 - 50k, war gut und hat
    > ein vielfaches eingespielt. :P

    1. Nimmst du eine Ausnahme und willst sie zum Regelfall erklären.
    2. Wollen Leute Fortsetzungen ihrer Lieblingsserien. Und ich glaube nicht, dass sich dann ein Schauspieler einer erfolgreichen Serie mit 50k pro Staffel zufrieden gibt. Da kann er ja mehr verdienen, wenn er Uber fährt.
    3. Eine Mio ist nicht viel für einen Film oder auch nur eine Folge. Das sind selbst bei mässig bezahlten bei Freiberuflern gerade mal 10 Mannjahre. Mal die Länge des Abschnittes einer Produktion gesehen?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.01.22 12:31 durch toj.

  20. Re: Kann die Strategie mal jemand aus Anbietersicht erklären? Auch @Golem

    Autor: Darklord 06.01.22 - 13:13

    Das ist eigentlich recht simpel zu erklären: Gier.

    Den entsprechenden Konzernen reichte wohl die Vergütung, die sie über eine Kooperation mit Netflix & Co für die Lizensierung bekommen haben, nicht aus. Daher kam dann wohl der Gedanke "Wie wärs, wir die Plattform und das Abo selbst anbieten, dann kriegen wir vielleicht mehr vom Kuchen".

    Das Dumme ist nur: Die Bereitschaft der Kunden Geld für Medien zu zahlen ist halt begrenzt, somit werden die Kunden wohl auch bei einer Zersplitterung des Marktes nicht mehr Dienste abonnieren. Nur jeder dieser neuen Dienste ist halt der Meinung, dass genau ER derjenige sein wird, zu dem die Kunden dann rennen werden.

    Realistischer wird wohl sein, dass der Großteil der Kunden weiterhin bei 1-2 großen Anbietern bleibt und Inhalte der anderen Anbieter dann eben auf "anderen Wegen" schaut - oder gänzlich verzichtet.

    Ich schätze diese Industrie muss auch erst den großen Knall erleben, bis da Vernunft einkehrt, so wie es bei der Musikindustrie auch der Fall war. Auch diese hat diverse Irrwege bestritten, bis man mal bei Spotify & Co. angekommen ist. Und wenn man sich anschaut, welche Renaissance gerade das Filesharing erlebt, sind sie offenbar auf bestem Wege dahin.

    Also ja, ich würde der Headline zustimmen. Der große Umbruch kommt 2022. Allerdings nicht zugunsten der Streaming-Anbieter, sondern wohl eher zugunsten der Filesharing-Plattformen. ;)

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