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Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

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  1. Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: sankari 10.01.22 - 09:48

    Klar sind das alles keine Themen die brandneu sind, alle haben aber die Reife, dass man den Einsatz im Unternehmen prüfen muss und sollte - Und genau hier setzt Gartner an, sie gibt den CIOs eine Liste der Themen an die Hand, die in den nächsten Jahren eine Rolle spielen und mit denen man sich jetzt (im Jahr 2022) beschäftigen muss.

    Der CIO (und sein Team) muss dann
    - Experten / Beratung auf dem Gebiet suchen
    - Sponsoren finden
    - Prototypen etablieren, die den Einsatz evaluieren
    - Projekte planen
    - Projekte durchführen

    Es vergehen also Jahre, bis die Themen wirklich laufen. Wenn man allerdings erst in 5 Jahren anfängt, hat man den Zug verpasst und evtl. einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil.

  2. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: Maddix 10.01.22 - 10:26

    sankari schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar sind das alles keine Themen die brandneu sind, alle haben aber die
    > Reife, dass man den Einsatz im Unternehmen prüfen muss und sollte - Und
    > genau hier setzt Gartner an, sie gibt den CIOs eine Liste der Themen an die
    > Hand, die in den nächsten Jahren eine Rolle spielen und mit denen man sich
    > jetzt (im Jahr 2022) beschäftigen muss.
    >
    > Der CIO (und sein Team) muss dann
    > - Experten / Beratung auf dem Gebiet suchen
    > - Sponsoren finden
    > - Prototypen etablieren, die den Einsatz evaluieren
    > - Projekte planen
    > - Projekte durchführen
    >
    > Es vergehen also Jahre, bis die Themen wirklich laufen. Wenn man allerdings
    > erst in 5 Jahren anfängt, hat man den Zug verpasst und evtl. einen
    > entscheidenden Wettbewerbsnachteil.

    Sehe ich auch so. Und für die anderen Themen verkennt der Autor die Realität in Unternehmen.

  3. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: derdiedas 10.01.22 - 11:16

    Man hat gar nichts verpasst sondern massiv Kosten gespart.

    Gartner hat 2010 behauptet das 3D TVs die Zukunft gehören wird. Und was ist passiert, alle TV Hersteller haben wie blöde 3D TVs produziert und sind darauf sitzen geblieben. Gleiches gilt für die 3D Headsets die aus dem Boden geschossen sind, Milliarden an Investorengelder verbrannt haben und heute so gut wie alle sind wieder verschwunden.

    Genaus wurde 2010 behauptet das 2020 so gut wie jeder einen 3D Drucker haben wird, haben wir aber nicht. Echtzeit Übersetzung wurde auch 2010 prognostiziert als das große Ding und auch 2021 ist das alles noch in den Kinderschuhen.

    Gartner kann nicht in die Zukunft schauen, und deren Studien erstellt von Menschen ohne Businesserfahrung haben den Wert einer Wettervorhersage von Vorgestern.

    Garner ist Hexensabbat - nicht mehr und nicht weniger. Wir haben nur wie bei Nostradamus eine selektive Wahrnehmung bei der wir eintreffende Vorhersagen nicht in den Kontext der hunderten eben nicht eintreffenden Vorhersagen setzen.

    Wenn ich 6 Vorhersagen treffen ob der nächste Wurf eine 1,2,3,4,5 oder 6 wird, werden alle halt nur die Vorhersage sehen bei der ich richtig lag.

    Gruß DDD

  4. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: Trollversteher 10.01.22 - 11:27

    >Sehe ich auch so. Und für die anderen Themen verkennt der Autor die Realität in Unternehmen.

    Beispiel?

  5. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: sankari 10.01.22 - 11:49

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man hat gar nichts verpasst sondern massiv Kosten gespart.
    >
    > Gartner hat 2010 behauptet das 3D TVs die Zukunft gehören wird. Und was ist
    > passiert, alle TV Hersteller haben wie blöde 3D TVs produziert und sind
    > darauf sitzen geblieben. Gleiches gilt für die 3D Headsets die aus dem
    > Boden geschossen sind, Milliarden an Investorengelder verbrannt haben und
    > heute so gut wie alle sind wieder verschwunden.
    >
    > Genaus wurde 2010 behauptet das 2020 so gut wie jeder einen 3D Drucker
    > haben wird, haben wir aber nicht. Echtzeit Übersetzung wurde auch 2010
    > prognostiziert als das große Ding und auch 2021 ist das alles noch in den
    > Kinderschuhen.
    >
    > Gartner kann nicht in die Zukunft schauen, und deren Studien erstellt von
    > Menschen ohne Businesserfahrung haben den Wert einer Wettervorhersage von
    > Vorgestern.
    >
    > Garner ist Hexensabbat - nicht mehr und nicht weniger. Wir haben nur wie
    > bei Nostradamus eine selektive Wahrnehmung bei der wir eintreffende
    > Vorhersagen nicht in den Kontext der hunderten eben nicht eintreffenden
    > Vorhersagen setzen.
    >
    > Wenn ich 6 Vorhersagen treffen ob der nächste Wurf eine 1,2,3,4,5 oder 6
    > wird, werden alle halt nur die Vorhersage sehen bei der ich richtig lag.
    >
    > Gruß DDD

    Ich sage ja gar nicht, dass das gut ist oder richtig - Gartner hat aber einen Ruf, eine Stellung oder eine Größe, die es dem Management erlaubt, es als eine Art Versicherung zu sehen - Entscheidet sich das Management für dem Magic Quadrant ist diese Entscheidung nur schwer angreifbar.

    Inhaltlich würde ich bei 3D-Druckern schon widersprechen. Hier sind wir auf dem Weg, nur etwas langsamer.

    Bei den 3D-Fernsehern ist es komplizierter: Es gab eine Zeit, da gab es keinen TV ohne 3D, da war das für die TV-Käufer tatsächlich ein KO-Kriterium. Ob das jetzt passend vorhergesagt wurde oder eine Self-fulfilling-prophecy war, keine Ahnung. Im Kino gab es das doch lange noch, oder? Aus meiner Sicht fehlten lange Zeit die Inhalte und die aktiven Brillen waren zu teuer, die TVs mit aktiver Shutter-Technik (und passiven Brillen) kamen nur von ein oder zwei Herstellern. Inzwischen gib es ja 3D-Displays. Ganz tot ist das Thema also nicht.

    Ich kenne den "Magic Quadrant" vor allem aus der Software Auswahl im Mittelstand. Das Problem ist in meinen Augen, dass gerade im Mittelstand ein Zoo von Anwendungen im "Magic Quadrant" ein massives Problem der Interoperativität mit sich bringt und dazu führt, dass Veränderungsprozesse (und vor allem Digitalisierungsprozesse) noch langsamer werden. Hier hänge ich ein wenig dem Plattform-Gedanken an.

  6. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: derdiedas 10.01.22 - 12:09

    Nochmal der Wert von Gartner tendiert gegen Null.

    3D Drucker hat nicht jeder, aus einem einfachen trivialen Grund den Gartners mangels Kompetenz aber nicht erkennen konnte. Damit der 3D Drucker Sinn ergibt muss man sich mit 3D Design und Konstruktion auseinandersetzen. Und das ist eben alles andere als trivial und massentauglich.

    Rede mal mit Analysten aus den großen Häusern (Muss ich in meiner Position ständig machen). Da stehen einem die Haare zu Berge was die für einen Bullshit labern.

    Da arbeiten Blinde die anderen erklären wie der Himmel ausschaut. Denn so gut zahlen die auch nicht um Fachkompetenz halten zu können. Und wenn die wie McKinsey mal besser als der Markt zahlen erwarten die 60h Wochen was jeder mit Verstand dann auf einen Stundenlohn runter bricht der keinen Sinn ergibt.

    Sobald aber so ein Analyst es mit einem erfahrenden Menschen zu tun hat bricht der zusammen wie ein Souffle bei dem man die Backofentür zu früh öffnet.

    Damit man deren Inkompetenz nicht gleich erkennt ballern die einem mit Phrasen voll. Ich mache mir dann den Spaß und zerpflücke eine dieser Phrasen und lasse sie mir erklären und dann gehen wir ins eingemachte und da kommt dann nichts - gar nichts!.

    Ist so als ob die ein Analyst erklärt das smarten Kühlschränken die Zukunft gehört. Und du dann einfach fragst was an einem normalem denn so falsch ist. Und der faselt was von automatisch auffüllen und Du antwortest einfach das Du in der nächsten Woche aber nicht das gleiche essen möchtest wie in der Woche zuvor.

    Der Fachkräftemangel mache eben nicht vor den großen Analystenhäusern halt, da sitzen Menschen die dort nicht sitzen dürften.

    Funfact nebenbei, eine ehemaliger Kollege dessen Fachkenntnis nennen wir mal es so "überschaubar" war ist nun Analyst bei solch einem Unternehmen ;-)

    Und Volker Piepers dazu: https://www.youtube.com/watch?v=HtNflyGGZpA

    Gruß DDD

  7. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: Umdenker 10.01.22 - 12:17

    Die Frage welche sich mir stellt ist a) ob die allgemeine Definition von Trends beinhaltet, dass diese neu sein müssen oder auch vorhandenes/altes wieder in den Fokus/Priorität rutschen darf und b) wie Gartner selbst definiert was Trends sind und was in den Reports landet (z.B. in vorherigen Jahren genanntes automatisch ausschließt).

  8. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: countzero 10.01.22 - 13:20

    sankari schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei den 3D-Fernsehern ist es komplizierter: Es gab eine Zeit, da gab es
    > keinen TV ohne 3D, da war das für die TV-Käufer tatsächlich ein
    > KO-Kriterium. Ob das jetzt passend vorhergesagt wurde oder eine
    > Self-fulfilling-prophecy war, keine Ahnung. Im Kino gab es das doch lange
    > noch, oder? Aus meiner Sicht fehlten lange Zeit die Inhalte und die aktiven
    > Brillen waren zu teuer, die TVs mit aktiver Shutter-Technik (und passiven
    > Brillen) kamen nur von ein oder zwei Herstellern. Inzwischen gib es ja
    > 3D-Displays. Ganz tot ist das Thema also nicht.
    >
    3D für zu Hause ist toter als tot. Bei der 4K-Blu-ray haben sie die 3D-Unterstütztung gleich weg gelassen und die ist auch schon fast 6 Jahre auf dem Markt. Im Kino kannst du den neuesten Marvel-Film noch in 3D anschauen, aber mittlerweile sind es schon mehr 2D- als 3D-Vorstellungen (vor ein paar Jahren war es noch umgekehrt). Bei allen anderen sieht es düster aus. Encanto (aktueller Disney-Animationsfilm), der neue Matrix, The King's Man, Ghostbusters Legacy, alles läuft nur in 2D. Der Nachschub an 3D-Blu-rays wird also auch demnächst austrocknen. Die 3D-Unterstütztung bei Fernsehen haben die meisten Herstellern schon vor ein paar Jahren auslaufen lassen, bezeichnenderweise zuerst bei den High-End-Modellen.

  9. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: Kein Kostverächter 10.01.22 - 13:37

    Gerade bei den 3D-Druckern passiert doch im Mainstream gar nichts. Die allermeisten haben überhaupt keinen Bedarf für irgendwelche typischen Produkte eines 3D-Druckers. Und selbst wenn, gibt es Dienstleister, die dann auch oft die besseren Geräte haben als die, die ein Hobbybudget nicht sprengen würden. Selbst Modellbauer brauchen nur ab und zu mal Custom-Teile, bei denen es dann günstiger ist, sie fertigen zu lassen als selber einen zu kaufen, sich einzuarbeiten, den Platz dafür zu haben. Solche Leute wollen meist kein neues Hobby, sondern nur ihr bestehendes weitermachen. Ich kenne einige Leute, die enthusiastisch auf den Zug aufgesprungen sind und mittlerweile wieder 3D-drucken lassen und selber kein Gerät mehr zu Hause haben.
    Ein Durchbruch könnte es sein, wenn es verschiedene Materialien gäbe, die bekannten (Steingut, Porzellan, Holz, Metall) ausreichend gut ähneln und Drucker, die alle diese Materalien als ein Gerät verarbeiten könnten und diese Materialien idealerweise auch noch gut recyclebar wären.
    Dann wäre es im Mainstream sinnvoll und es gäbe auch entsprechend einen Markt für Vorlagen.
    Man würde sich beispielsweise sein Kafferservice nach lizenzierten Vorlagen von einem Designer drucken. Geht was kaputt, druckt man es nach und die Scherben werden am besten noch zu neuem Druckmaterial recyclet. Davon sind wir aber noch mindestens Jahrzehnte entfernt.

    Bis die Tage,

    KK

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  10. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: sankari 10.01.22 - 13:51

    > Nochmal der Wert von Gartner tendiert gegen Null.
    Das sehen einige (evtl. sogar viele) Manager (leider) anders. Wie gesagt, ich beschreibe nur, ich nehme nicht Position ein auf der Seite Pro-Gartner.

    > 3D Drucker hat nicht jeder, aus einem einfachen trivialen Grund den
    > Gartners mangels Kompetenz aber nicht erkennen konnte. Damit der 3D Drucker
    > Sinn ergibt muss man sich mit 3D Design und Konstruktion auseinandersetzen.
    > Und das ist eben alles andere als trivial und massentauglich.
    Dank Portalen, auf denen 3D-Modelle getauscht werden, ist das längst nicht mehr so. Unlängst gab es auch 3D-Drucker bei Lidl oder Aldi, sie sind also längst im Mainstream angekommen. Vielleicht wird nie jeder ein Gerät im Haus haben, aber im Massenmarkt sind sie schon angekommen, vor allem da sie immer günstiger werden. Für mich ist das Thema Filament das Problem vor noch weiterer Ausbreitung.

    > Rede mal mit Analysten aus den großen Häusern (Muss ich in meiner Position
    > ständig machen). Da stehen einem die Haare zu Berge was die für einen
    > Bullshit labern.
    Was heißt denn "Analysten aus den großen Häusern"? McKinsey, EY oder Roland Berger? Kann es sein, dass das direkte Konkurrenz ist?

    Grundsätzlich mögen diese Recht haben, wenn man einen auf ein Thema spezialisierten Berater fragt, der auch noch das eigene Unternehmen kennt, wird die Bewertung immer besser sein. Das kostet allerdings auch deutlich mehr.

    Ich sehe die Reports eher als (weitere) Orientierungshilfe für das Management: Wen muss man fragen, was passiert gerade?

    Was man Gartner vorwerfen kann, ist der fehlende Blick über den amerikanischen Tellerrand. In den Auswertungen, die ich kenne fehlten wichtige europäische Player.

    > Ist so als ob die ein Analyst erklärt das smarten Kühlschränken die Zukunft
    > gehört. Und du dann einfach fragst was an einem normalem denn so falsch
    > ist. Und der faselt was von automatisch auffüllen und Du antwortest einfach
    > das Du in der nächsten Woche aber nicht das gleiche essen möchtest wie in
    > der Woche zuvor.
    Milch und Butter brauche ich jede Woche - Smart wäre für mich der Kühlschrank, der sagt, der Joghurt wird schlecht, mache dir mal ein Mittags-Müsli statt der Curry-Pommes ;-)

  11. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: WarenTester 10.01.22 - 18:24

    sankari schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar sind das alles keine Themen die brandneu sind, alle haben aber die
    > Reife, dass man den Einsatz im Unternehmen prüfen muss und sollte - Und
    > genau hier setzt Gartner an, sie gibt den CIOs eine Liste der Themen an die
    > Hand, die in den nächsten Jahren eine Rolle spielen und mit denen man sich
    > jetzt (im Jahr 2022) beschäftigen muss.
    >
    > Der CIO (und sein Team) muss dann
    > - Experten / Beratung auf dem Gebiet suchen
    > - Sponsoren finden
    > - Prototypen etablieren, die den Einsatz evaluieren
    > - Projekte planen
    > - Projekte durchführen
    >
    > Es vergehen also Jahre, bis die Themen wirklich laufen. Wenn man allerdings
    > erst in 5 Jahren anfängt, hat man den Zug verpasst und evtl. einen
    > entscheidenden Wettbewerbsnachteil.
    Der Autor hat darauf hingewiesen, dass die Themen eigentlich schon seit mindestens zwei Jahren aktuell sind und wer jetzt erst so langsam in die Pötte kommt und noch versucht auf den Zug aufzuspringen vielleicht nicht die richtige Funktion im Unternehmen hat. Das dürften dann so Leute sein wie die, die meinem Landratsamt die Software für die Müllabrechnung verkauft haben:
    Rechnung über zwei Leerungen, einmal Bio, einmal Restmüll. Zwei Wochen später dann ein Schreiben vom Landratsamt, dass denen aufgefallen sei, dass ich eine unverhältnismäßig hohe Anzahl an Restmüllleerungen habe und doch bitte besser meinen Müll trennen solle weil Biomüll ja viel billiger sei.

  12. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: glmuser 11.01.22 - 08:05

    > Der Fachkräftemangel mache eben nicht vor den großen Analystenhäusern halt,
    > da sitzen Menschen die dort nicht sitzen dürften.
    Der Aufwand ist einfach ehrlicherweise nicht zu leisten. Keiner kann sich in jedem Gebiet so gut und tief technisch auskennen, und dann auch noch die entsprechende Businesswelt überblicken, Kundenwünsche etc.

    Daher tun viele, und das übrigens in allen Branchen, inklusive praktischer Berufe, das was sie können: Ihre Standards abspulen, und hoffen dass man nicht zu sehr nachfragt, wenn man die Leute nur genügend verwirrt und belabert.

  13. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: sankari 11.01.22 - 09:37

    > Der Autor hat darauf hingewiesen, dass die Themen eigentlich schon seit
    > mindestens zwei Jahren aktuell sind und wer jetzt erst so langsam in die
    > Pötte kommt und noch versucht auf den Zug aufzuspringen vielleicht nicht
    > die richtige Funktion im Unternehmen hat. Das dürften dann so Leute sein
    > wie die, die meinem Landratsamt die Software für die Müllabrechnung
    > verkauft haben:
    > Rechnung über zwei Leerungen, einmal Bio, einmal Restmüll. Zwei Wochen
    > später dann ein Schreiben vom Landratsamt, dass denen aufgefallen sei, dass
    > ich eine unverhältnismäßig hohe Anzahl an Restmüllleerungen habe und doch
    > bitte besser meinen Müll trennen solle weil Biomüll ja viel billiger sei.
    Die Frage ist, für wen die Themen aktuell sind und ob sie das nur theoretisch auf Konferenzen oder in Leuchttürmen sind oder im praktischen Umfeld.

    Für IT/Tech-Unternehmen sind diese Themen tatsächlich ein alter Hut. Diese sollten sich darum bereits gekümmert haben, in die Evaluation gestartet sein, erste Prototypen laufen haben oder die Themen in die Roadmap für die eigene Software aufgenommen haben, wenn nicht sogar bereits Funktionen anbieten.

    Wir sprechen bei Gartners Zielgruppe aber nicht über die IT-Branche, sondern über Metallbauer, Maschinenbauer, Zulieferer und viele andere ganz normale Unternehmen aus vielen verschiedenen Branchen und wir sprechen hier nicht unbedingt über die verkauften Produkte, sondern über (Unterstützung von) Unternehmensprozesse(n), also dem Rückgrat eines jeden Unternehmens.

    Nicht jedes mittelständische Unternehmen hat IT als Fokus und kann experimentieren und hat eine R&D-Abteilung auf diesem Gebiet. Diese Unternehmen können nun, da die ersten Produkte und Anwendungen auf den Markt kommen oder in der Markterprobung sind und der Nutzen klar ist, eigene Anwendungen erproben oder evaluieren. Gartner sagt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

    Das Müllbeispiel ist doch kein schlechtes Beispiel - Die Software ist vermutlich einfach noch nicht gut trainiert oder falsch eingestellt, vielleicht hat auch der durchschnittliche Müllkunde eher ein Verhältnis 2 Biotonnen zu 1 Restmülltonne und der Hinweis ist gar nicht so falsch.

  14. Re: Der Autor verkennt die Langfristigkeit von Veränderungsprozessen

    Autor: ubuntu_user 11.01.22 - 13:11

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gartner hat 2010 behauptet das 3D TVs die Zukunft gehören wird. Und was ist
    > passiert, alle TV Hersteller haben wie blöde 3D TVs produziert und sind
    > darauf sitzen geblieben. Gleiches gilt für die 3D Headsets die aus dem
    > Boden geschossen sind, Milliarden an Investorengelder verbrannt haben und
    > heute so gut wie alle sind wieder verschwunden.

    Das Problem an 3D ist ja im Wesentlichen dass man entweder ne Brille aufhat (VR) und das ist unkomfortabel und antisozial oder man nie so richtig ein scharfes Bild hat (wie beim 3ds)

    > Genaus wurde 2010 behauptet das 2020 so gut wie jeder einen 3D Drucker
    > haben wird, haben wir aber nicht. Echtzeit Übersetzung wurde auch 2010
    > prognostiziert als das große Ding und auch 2021 ist das alles noch in den
    > Kinderschuhen.

    3D Drucker hat ja alleine schon das Problem mit dem Fehlenden Platz. Moderne Drucker sind relativ klein. der passt auf jeden Schreibtisch, zumal man für Schreiben/Bewerbung/etc den schon ordentlich braucht. Inzwischen geht das aber auch immer mehr zurück. Fotos drucken z.B. hat sich nie durchgesetzt. Das kann man eigentlich gut mit 3d druck vergleichen, da die Anwendung dafür eher selten sind.

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