1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Personalwechsel: Intels…

Warum dieses Hervorheben?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Warum dieses Hervorheben?

    Autor: Mnt 13.01.22 - 11:21

    Erscheint mir etwas sexistisch den Fokus bei diesem Personalwechsel darauf zu legen, dass sie eine Frau ist. Der Unterton läßt fast schon Verwunderung über diese Personalentscheidung anklingen. Gleichbehandlung fände ich deutlich angebrachter als das Geschlecht hervorzuheben, zumal ihre Karriere und Leistungen in diesem Artikel keinerlei Betrachtung finden. Gleichbehandlung, warum fällt das auch heutzutage selbst Journalisten so schwer?

  2. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: Eierspeise 13.01.22 - 11:55

    +1

  3. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: jg (Golem.de) 13.01.22 - 12:13

    Hallo Mnt,
    ich kann Deine Anmerkung verstehen und wir haben den Fokus aufs Geschlecht in der Meldung reduziert. Am liebsten wäre mir auch, es wäre keine Meldung mehr wert, wenn eine Frau eine wichtige Schlüsselposition im IT-Bereich besetzt. Noch ist das aber leider etwas Besonderes, und daher wird es noch eine Weile dauern, bis das Geschlecht hier keine Rolle mehr spielt und "Gleichbehandlung" möglich wird. Erwiesenermaßen gibt es hier einen Teufelskreis: Frauen sind in wichtigen IT-Positionen noch recht selten, daraus schließen viele junge Mädchen für sich (unbewusst), dass solche Jobs für sie nicht infrage kommen und Frauen bleiben in den Positionen selten ...
    Viele Grüße
    Juliane

    Juliane Gunardono
    Golem.de

  4. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: blubberlutsch 13.01.22 - 13:12

    Man kann nicht von einer Quote auf den Grad von "Gleichbehandlung" schließen.

  5. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: minnime 13.01.22 - 20:09

    So ein Quatsch, also wirklich. Ich weiß nicht wie oft es jemals vorgekommen ist, dass ein Jugendlicher gedacht hat, in den großen Unternehmen dieser Branche haben die CEOs allesamt nicht mein Geschlecht, na dann will ich in dieser Branche nicht arbeiten. Nach meinem Eindruck selten genug, als dass das Wort "erwiesenermaßen" reichlich übertrieben ist. Also manchmal komme ich mir echt verschaukelt vor.

    Ganz ehrlich, meiner Meinung nach haben wir hierzulande in unserer Zeit schon längst Gleichberechtigung. Frauen können alles machen, ihnen stehen, nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch absolut alle Türen offen, sie werden sogar manchmal besonders gefördert. Es gibt zum Teil exklusive Einrichtungen nur für Frauen, die es im Gegenzug für Männer nicht gibt.

    Meiner Meinung nach sind wir momentan mit voller Kraft dabei, die Gleichberechtigung wieder zurück zu fahren. Wenn ich so an die achtziger Jahre im Osten denke, da waren wir schon mal weiter.

  6. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: Fudanti 13.01.22 - 22:38

    jg (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo Mnt,
    > ich kann Deine Anmerkung verstehen und wir haben den Fokus aufs Geschlecht
    > in der Meldung reduziert. Am liebsten wäre mir auch, es wäre keine Meldung
    > mehr wert, wenn eine Frau eine wichtige Schlüsselposition im IT-Bereich
    > besetzt. Noch ist das aber leider etwas Besonderes, und daher wird es noch
    > eine Weile dauern, bis das Geschlecht hier keine Rolle mehr spielt und
    > "Gleichbehandlung" möglich wird. Erwiesenermaßen gibt es hier einen
    > Teufelskreis: Frauen sind in wichtigen IT-Positionen noch recht selten,
    > daraus schließen viele junge Mädchen für sich (unbewusst), dass solche Jobs
    > für sie nicht infrage kommen und Frauen bleiben in den Positionen selten
    > ...
    > Viele Grüße
    > Juliane

    Mit diesen Vorgaben auch an ihre Belegschaft verstärken sie das Problem nur. News und Nachrichten zu IT sollten genau das sein: Neutrale Nachrichten. Ohne politische Message oder Verfolgung von Ideologien.

    Die Nachricht hätte auch einfach lauten können: "Personalwechsel bei Intels Client-Gruppe für Desktop- und Laptop-Chips". Die Formulierung des Artikels ist genauso überflüssig wie "Männer fliegen das erste mal mit SpaceX Rakete"-Das schreibt aber auch keiner.
    Mir persönlich ist es völlig egal ob eine Frau oder Mann ein Unternehmen führt. Ich bin absoluter Fan von Lisa Su und meine auch dass Frau Merkel im Vergleich eine kompetentere Bundeskanzlerin war (mal von der fragwürdigen Politik abgesehen).

    Frauen werden bereits mehr in der IT und generell bei der Bildung gefördert als das andere Geschlecht. Alle Weichen Richtung Gleichberechtigung sind lange gestellt. Der Rest muss der Markt machen und keine Quoten. Ein junger Mann der (unbewusst) aufgrund der erschreckend hohen Durchfallraten bei anspruchsvollen Jobs entscheidet nicht in die Richtung zu gehen wird auch nie dieses Ziel erreichen. Am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich und muss seine Ziele setzen und verfolgen. Wer wirklich in einen bestimmten Job will, kann das auch erreichen.

    In den Medien und Politik wird immer mehr Equality of Opportunity vs Equality of Outcome missverstanden. Equality of Outcome wird nicht dafür sorgen, dass sich an der Frauenbelegung in lukrativen Jobs etwas ändert.
    Schlimmer noch: Wer will schon eine Quotenfrau respektieren? Und welche Frau kann sich in den Spiegel schauen und dabei wissen etwas erreicht zu haben, nur weil ihr alle Weichen/Vorzüge gestellt wurden? Und welche Krankenschwestern/Erzieherinnen respektieren Quotenfrauen in rosinengepickten Erfolgsjobs, wissend dass selbst Politikerinnen und Journalistinnen nur Führungsjobs zelebrieren?

    Mit jeder solcher Meldungen werden Frauen nur weiter in eine künstliche Opferrolle gestellt, die sie eigentlich gar nicht nötig hätten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.22 22:41 durch Fudanti.

  7. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: NoShitSherlock 14.01.22 - 07:50

    Dass erstmals Frauen an der Spitze der beiden Sparten stehen, ist ein Fakt, weiter nichts. Ob Du persönlich das interessant findest, ist für Golem.de wahrscheinlich nicht der Maßstab.
    Du kannst Dich ja mal mit Nachrichtenwerttheorien beschäftigen. Ein Faktor, der eine Meldung interessant macht, ist Überraschung. Wäre es überraschend, wenn wieder ein Mann irgendwo Chef ist (oder ins Weltall fliegt)? Weniger. Abgesehen davon verblüfft mich immer wieder, wie im Forum hier gesetzliche Gleichberechtigung mit tatsächlicher Chancengleichheit verwechselt wird. Ob Dir persönlich egal ist, ob ein Mann oder eine Frau was macht, beweist oder widerlegt gar nichts. Und wie plötzlich immer aus dem Nichts das Thema Quote untergejubelt wird, als hätte hier irgendwer irgendwo eine Frauenquote verlangt ...

  8. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: jg (Golem.de) 14.01.22 - 08:04

    Hier muss man sich nicht auf sein subjektives Gefühl verlassen, damit beschäftigt sich die Wissenschaft und man kann es nachlesen, zum Beispiel in dieser Bachelor-Arbeit:
    https://dspace.ub.uni-siegen.de/bitstream/ubsi/466/1/mueller_hilda.pdf
    Gruß, Juliane

    Juliane Gunardono
    Golem.de

  9. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: minnime 14.01.22 - 13:56

    Ich hab das jetzt nicht komplett gelesen aber diese Arbeit enthält eine Qualitative Studie mit sage und schreibe vier Probanden. Die Inhaltswiedergabe der Interviews enthält einige Annahmen und Schlüsse, die meiner Meinung nach fragwürdig sind. Laut bewusster Aussagen, sagen zumindest die beiden weiblichen Probanden, dass Vorbilder keinen Einfluss auf ihre Berufswahl hatten, wobei bei der einen ein gewisser Einfluss des Vaters sehr wohl vorhanden war. Für beide waren eher die Verdienstmöglichkeiten ausschlaggebend. Für keine war das Geschlecht von Führungskräfte in techniklastigen Unternehmen entscheidend.

  10. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: Fudanti 16.01.22 - 15:36

    NoShitSherlock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass erstmals Frauen an der Spitze der beiden Sparten stehen, ist ein Fakt,
    > weiter nichts. Ob Du persönlich das interessant findest, ist für Golem.de
    > wahrscheinlich nicht der Maßstab.
    > Du kannst Dich ja mal mit Nachrichtenwerttheorien beschäftigen. Ein Faktor,
    > der eine Meldung interessant macht, ist Überraschung. Wäre es überraschend,
    > wenn wieder ein Mann irgendwo Chef ist (oder ins Weltall fliegt)? Weniger.
    > Abgesehen davon verblüfft mich immer wieder, wie im Forum hier gesetzliche
    > Gleichberechtigung mit tatsächlicher Chancengleichheit verwechselt wird. Ob
    > Dir persönlich egal ist, ob ein Mann oder eine Frau was macht, beweist oder
    > widerlegt gar nichts. Und wie plötzlich immer aus dem Nichts das Thema
    > Quote untergejubelt wird, als hätte hier irgendwer irgendwo eine
    > Frauenquote verlangt ...

    Ich glaube Sie haben den ursprünglichen Artikel nicht gelesen. Hier war die Formulierung eine andere.
    Wir hatten 16 Jahre eine Frau an Europas Spitze und als Kanzlerin, bei AMD leitet eine Frau schon lange den Konzern statt einzelnen Sparten etc. pp.. Dass Frauen höhere Positionen belegen ist kein Novum mehr. Statt dessen liest man jeden Tag in einer anderen Zeitung, wie die Frau als Geschlecht hoch gestellt wird statt auf die Person dahinter einzugehen, um die es eigentlich geht. Wie eine Art Aushängeschild und einer Agenda folgend.

    Den meisten ist es egal welches Geschlecht regiert oder einem als Chef vorgesetzt wird. Das Geschlecht juckt wenigster Menschen als in den Medien immer dargestellt wird. Vielmehr kommt es auf Kompetenz, Interesse und Motivation für den Job, Führungs- und Motivationstalent an. Beide Geschlechter können darin gut oder schlecht sein. Die Interesse und Motivation für bestimmte Jobs ist bei Frauen und Männern aber unterschiedlich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.22 15:42 durch Fudanti.

  11. Re: Warum dieses Hervorheben?

    Autor: Fudanti 16.01.22 - 17:13

    jg (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier muss man sich nicht auf sein subjektives Gefühl verlassen, damit
    > beschäftigt sich die Wissenschaft und man kann es nachlesen, zum Beispiel
    > in dieser Bachelor-Arbeit:
    > dspace.ub.uni-siegen.de
    > Gruß, Juliane

    Nun, eine Bachelor Arbeit ist kein Wissenschaftlicher Beweis und genauso subjektiv. Sebst die Bachelor Arbeit stimmt Ihrer subjektiven Meinung nicht zu. Es gibt aber auch offizielle und objektive Studien, die den Einfluss der Faktoren auf die Berufswahl wiedergeben. Der Anteil des eigenen Geschlechts im ausgewählten/angestrebten Job und Förderung spielt dabei die kleinste Rolle.

    Was aber eine Rolle spielt sind geschlechterspezifische und eigene Interessen. Männer können sich soziale Jobs im Mittel genauso schwer vorstellen wie Frauen technische. Das liegt aber hauptsächlich nicht am Einfluss der Gesellschaft/Förderung sondern am eigenen Wesen.
    Genauso wie bei anderen Säugetieren zwischen Weibchen und Männchen völlig ohne Medien und Psychologische/Erzieherische Einflussnahme auf natürliche Art und Weise Rollen/Jobs vergeben und ausgeführt werden.

    Dass Frauen und Männer nicht gleich sind ist nur in einer Gesellschaft ein Problem, in der es zu einem gemacht wird.
    Wenn man akzeptieren kann dass Frauen und Männer verschiedene Vorlieben, Eigenschaften , Neigungen und Zielsetzungen haben, dann ist auch eine Unterbesetzung in der IT kein Problem fürs Gewissen, genauso wie eine Unterbesetzung von Sozialen Jobs durch Männer kein Problem ist-Solange keiner daran gehindert wird diese Jobs zu erlernen.

    Solche grundlegenden Kritiken mag der heutige Feminismus ganz und gar nicht. Da müssen Männerdomänen erobert werden statt den Fokus auf besser bezahlte soziale Jobs zu legen.

    Und ich vermute genau solch eine Agenda hinter dem Artikel, wenn die eigentliche Person nebensächlich ist und das Geschlecht im Vordergrund steht (selbst nach der Änderung des Artikels). Somit stimme ich Mnt in Ursprungspost zum originalen und selbst dem stark abgeänderten Artikel weiter zu.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. App Entwickler (w/m/d)
    Digital Building Solutions GmbH, Sendenhorst (Münster)
  2. Scrum Master - Projektmanager (m/w/d)
    Pixida GmbH, München, Ingolstadt
  3. Software Consultant / Project Manager (m/w/d) Software Logistics
    ecovium GmbH, deutschlandweit (Home-Office möglich)
  4. Facheinkäufer*in (IT/TK und Consulting)
    GASAG AG, Berlin

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 399€
  2. 84€ (Vergleichspreis 91,29€)
  3. (u. a. AMD Ryzen 7 5700G für 239€ statt 285,49€ im Vergleich, Samsung SSD 970 EVO Plus 250GB...
  4. 919€ (Vergleichspreis 1.037,78€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de