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"Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

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  1. "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: dummzeuch 15.01.22 - 11:52

    Ja, was ist denn nun heute Realität?
    Der Abschnitt sagt darüber absolut nichts.

  2. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: glasen77 15.01.22 - 12:18

    Nichts. Ganz einfach. Weder leben in NY 40 Mio. Menschen, noch essen sie alle Menschenfleisch. Auch ist die Umweltzerstörung nicht soweit fortgeschritten, wie im Film beschrieben.

    Der Film basiert einfach auf der Grundidee "Wir extrapolieren einfach mal". Dann kommt man halt auf 40 Mio. Einwohner und die geschilderte Umweltzerstörung. Der Witz ist nur, dass der Film ansonsten keinerlei Sci-Fi-Elemente enthält. Die Technik entspricht dem Stand der 70er Jahre.

    Im Grunde ist es eine billige Dystopie ohne viel Tiefgang.

  3. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: toj 15.01.22 - 12:18

    dummzeuch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, was ist denn nun heute Realität?
    > Der Abschnitt sagt darüber absolut nichts.

    Weil es nichts zu schreiben gibt. Nach allen messbaren Metriken geht es uns heute besser als vor 50 Jahren. Auch und gerade die Luftverschmutzung und die Reinheit der Flüsse hat sich enorm verbessert. Da muss man sich schon Formulierungen wie "Raubbau an Mutter Erde" ausdenken und von Utopien früherer Tage schwärmen, die es aber nie gab.

  4. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: JE 15.01.22 - 13:37

    toj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch und gerade die Luftverschmutzung und
    > die Reinheit der Flüsse hat sich enorm verbessert.

    Richtig, in den frühen 80ern konnte man noch Hautauschlag vom Rheinwasser bekommen, das ist aber schon Ewigkeiten nicht mehr so.

  5. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: ul mi 15.01.22 - 13:43

    dummzeuch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, was ist denn nun heute Realität?
    > Der Abschnitt sagt darüber absolut nichts.

    Na ein Techbro verkauft unter dem Namen fade Pampe, für die sich sonst ungefähr niemand interessieren würde, Realität ist also der Supermarktbon, auf dem "Soylent Green 5.99" steht.

  6. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: franzropen 15.01.22 - 14:33

    toj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil es nichts zu schreiben gibt. Nach allen messbaren Metriken geht es uns
    > heute besser als vor 50 Jahren. Auch und gerade die Luftverschmutzung und
    > die Reinheit der Flüsse hat sich enorm verbessert. Da muss man sich schon
    > Formulierungen wie "Raubbau an Mutter Erde" ausdenken und von Utopien
    > früherer Tage schwärmen, die es aber nie gab.

    Die hat sich nicht verbessert, sonden verlagert.
    Produzieren lassen wir in Asien, und unseren Müll schicken wir nach Afrika und Asien.

  7. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: kriD reD 15.01.22 - 14:39

    franzropen schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Die hat sich nicht verbessert, sonden verlagert.
    > Produzieren lassen wir in Asien, und unseren Müll schicken wir nach Afrika
    > und Asien.

    Glaubst du ernsthaft die Asiaten und Afrikaner wollen heute wieder so leben, wie vor 50 Jahren?

  8. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: oldmcdonald 15.01.22 - 14:47

    …und selbst der Export großer Umweltprobleme reicht nicht aus, um den Artenschwund hierzulande zu stoppen.

    Es ist manchmal recht bizarr mit anzusehen, wie sich Leute die heutigen Realitäten verklären. Nur weil's früher noch kein Bewusstsein für Umweltaspekte gab, heißt das noch lange nicht, dass hier und jetzt alles super ist und wir endlich verstanden haben, wie modernes Wirtschaften im Einklang mit der Natur stattfinden kann. Das kann man ja auch zu einem gewissen Grad skeptisch betrachten, allerdings geht unser Kurs klar in Richtung Selbstauslöschung und wenigstens das sollte man ja mal zur Kenntnis genommen haben. Der Abgrund ist eher näher gekommen: Das ist das, was sich in den letzten 50 Jahren geändert hat. Und für alle, die denken: "Jaja, so ein Weltuntergangsgeschwurbel gab's ja schon immer!" Mag sein, aber diesmal hat's einen Stempel der Wissenschaft drauf.

  9. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: oldmcdonald 15.01.22 - 14:51

    Frag die doch mal, ob die ernsthaft die Müllkippe von Europa sein wollen. Ich glaube, da kriegste 'ne recht eindeutige Antwort.

  10. Wir geben uns jedenfalls Mühe

    Autor: woodchuck 15.01.22 - 16:02

    … den Planeten schnellstmöglich zu ruinieren. In den vergangenen 100 Jahren hat sich unsere Spezies von unter 2 Mia. auf 7,8 Mia. nahezu vervierfacht. Bei solchen Vermehrungsraten sprechen wir normalerweise von Ungeziefer. Aber damit nicht genug, natürlich hat der Ressourcenverbrauch pro Individuum auch massiv zugenommen.

    Und da gibt es dann Leute, die glauben, dass ihr Umstieg auf einen 2,5-Tonnen-E-SUV von einem mit Verbrennungsmotor sonderlich viel ausmacht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.01.22 16:07 durch woodchuck.

  11. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: Lvdvl 15.01.22 - 17:35

    ..dafür ist das Rheinwasser mittlerweile so warm, dass im Sommer daran angeschlossenen Kraftwerke gelegentlich in der Leistung gedrosselt werden müssen.

    Früher war weder alles besser noch alles schlechter, die Probleme waren andere Natur: sie resultierten eher an der Machtlosigkeit des Menschen gegenüber der Umwelt. Diese Machtlosigkeit wird Schritt für Schritt verringert. Es ist letztlich eine banale Feststellung, dass dadurch Probleme effektiver gelöst als auch erzeugt werden können. Der eigentliche Clou dabei ist, dass - frei nach Onkel Ben - mit unserer Macht eben auch unsere Verantwortung für unser Handeln wächst.
    Die Covid-Pandemie ist imho ein sehr gutes Beispiel dafür.
    Mit Verantwortlichkeit tut sich der Mensch jedoch augenscheinlich schwer; ganz besonders wenn er es nicht direkt schmecken, fühlen oder riechen kann.

    Harari hat (u.a.) dieses Wirkprinzip in seiner kleinen Geschichte der Menschheit sehr anschaulich beschrieben, dass Buch war imho zu Recht ein Bestseller.

  12. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: plutoniumsulfat 15.01.22 - 18:25

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Frag die doch mal, ob die ernsthaft die Müllkippe von Europa sein wollen.
    > Ich glaube, da kriegste 'ne recht eindeutige Antwort.

    Glaube ich auch. Denn: Sie ist es bereits.

  13. Re: Wir geben uns jedenfalls Mühe

    Autor: toj 15.01.22 - 18:49

    woodchuck schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber damit nicht genug, natürlich hat der Ressourcenverbrauch pro Individuum
    > auch massiv zugenommen.

    "Resourcenverbrauch" ist ein Wort, das fast so sinnlos ist wie "Raubbau". Selbst wenn du 2.5t Metall in einem SUV verbaust, ist das Metall ja nicht verschwunden. Es ist verbaut, und kann wieder recycelt werden.
    Resourcen sind auf absehbare Zeit genug vorhanden. Hoffentlich solange, bis wir sie aus dem Weltall beschaffen können. Energie ist begrenzt. Daran müssen wir arbeiten, denn auch für Quasi unbegrenzte Energie gibt es Potential (Kernfusion).


    > Und da gibt es dann Leute, die glauben, dass ihr Umstieg auf einen
    > 2,5-Tonnen-E-SUV von einem mit Verbrennungsmotor sonderlich viel ausmacht.

    Schlimmer sind die Leute, die ICE fahren und dann denken, sie wären etwas besseres. Dabei wiegt ein ICE bei durchschnittlicher Auslastung mehr pro Person als ein 2.5T SUV...

  14. Re: Wir geben uns jedenfalls Mühe

    Autor: oldmcdonald 15.01.22 - 18:50

    Ausschlaggebend an dem übermäßigen Verbrauch an natürlichen Ressourcen ist aber nicht die wachsende Bevölkerung der Erde, sondern der ökologische Fußabdruck der Menschen in den westlichen Industriestaaten.
    Also, falls Du mit "Wir" die Menschen in Europa meinst, dann pflichte ich Dir bei. Falls damit "Die Menschheit" gemeint sein sollte, wäre ich anderer Meinung.

  15. Re: Wir geben uns jedenfalls Mühe

    Autor: kriD reD 15.01.22 - 18:55

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ausschlaggebend an dem übermäßigen Verbrauch an natürlichen Ressourcen ist
    > aber nicht die wachsende Bevölkerung der Erde, sondern der ökologische
    > Fußabdruck der Menschen in den westlichen Industriestaaten.
    > Also, falls Du mit "Wir" die Menschen in Europa meinst, dann pflichte ich
    > Dir bei. Falls damit "Die Menschheit" gemeint sein sollte, wäre ich anderer
    > Meinung.


    China gehört ja zum Glück nicht zu Europa und die brauchen ja auch nur ganz wenig, woraus sich auch nur ganz geringe Emissionen ergeben. Ja ne, ist klar.

  16. Re: Wir geben uns jedenfalls Mühe

    Autor: toj 15.01.22 - 18:57

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber nicht die wachsende Bevölkerung der Erde, sondern der ökologische
    > Fußabdruck der Menschen in den westlichen Industriestaaten.

    ...aber nur, weil die Menschen es aus anderen Ländern sich nicht leisten können. Diejenigen, die es dort können, leben genauso.

  17. Re: Wir geben uns jedenfalls Mühe

    Autor: plutoniumsulfat 15.01.22 - 19:08

    toj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > woodchuck schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aber damit nicht genug, natürlich hat der Ressourcenverbrauch pro
    > Individuum
    > > auch massiv zugenommen.
    >
    > "Resourcenverbrauch" ist ein Wort, das fast so sinnlos ist wie "Raubbau".
    > Selbst wenn du 2.5t Metall in einem SUV verbaust, ist das Metall ja nicht
    > verschwunden. Es ist verbaut, und kann wieder recycelt werden.

    Doof nur, dass das weder leicht noch bisher in großem Maßstab machbar wäre. Teile darin nutzen sich ab, die Ressourcen werden also sehr fein nahezu überall verteilt, was die Recyclingfähigkeit dieses Teils auf 0 senkt. Andere Teile werden beschädigt und können teilweise nicht wiederverwertet oder wenn, dann dennoch verschrottet. Einige Ressourcen sind auch ohnehin schon nur in so kleiner Menge vorhanden, dass auch hier Recycling schwierig bis unmöglich wird und aktuell häufig nicht gemacht wird.

    Stell es dir vor wie beim Backen: Du hast vorher alle Zutaten getrennt und machst daraus jetzt einen Kuchen. Und jetzt versuch mal nach dem Backen, die Butter zu recyclen. Und am besten auch den Zucker. Und wenn du das geschafft hast, gern auch die Vanilleschote.

    Kurz: Hört sich leicht an, ist es aber nicht.

    > > Und da gibt es dann Leute, die glauben, dass ihr Umstieg auf einen
    > > 2,5-Tonnen-E-SUV von einem mit Verbrennungsmotor sonderlich viel
    > ausmacht.
    >
    > Schlimmer sind die Leute, die ICE fahren und dann denken, sie wären etwas
    > besseres. Dabei wiegt ein ICE bei durchschnittlicher Auslastung mehr pro
    > Person als ein 2.5T SUV...

    Ein ICE4 liegt bei rund 1,2t pro Person. Ist aber irrelevant, denn der Antrieb ist effizienter und die Verlustleistung der Räder um ein Vielfaches geringer. Und wie gut ist eigentlich der Luftwiderstand pro Person?

  18. Re: Wir geben uns jedenfalls Mühe

    Autor: toj 15.01.22 - 21:21

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ökologische Fußabdruck der Menschen

    Und wieder so ein leeres Schlagwort, das noch sinnloser ist als „nachhaltig „. Weil es einen Einfluss auf ein undefiniertes aber stets romantisiertes Ideal einer Erde beschreibt, die es längst nicht mehr gibt. Fast 100% Deutschlands sind seit über 100 Jahren bewirtschaftet. So etwas wie Urwald gibt es lange nicht mehr. Der Mensch verändert nur die bereits von ihm kultivierte und so in der heutigen Form geschaffenen Erde.

  19. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: smonkey 15.01.22 - 23:14

    dummzeuch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, was ist denn nun heute Realität?
    > Der Abschnitt sagt darüber absolut nichts.

    Artikel bis zum Ende gelesen?

    > Das reale 2022 ist zwar nicht so dystopisch wie das 2022 im Film, aber auch unser Planet nähert sich dem Kollaps: Da ist das starke Bevölkerungswachstum mit allen umweltschädlichen Nebeneffekten, da sind die Klimakatastrophen, da ist das Artensterben.

  20. Re: "Was von der Film-Dystopie heute Realität ist"

    Autor: smonkey 15.01.22 - 23:23

    Du hast aber schon mitbekommen, dass sich die Weltbevölkerung seit 1970 mehr als verdoppelt hat und New York als einstige größte Stadt durch andere Metropolregionen mit bis zu 40 Mio. Einwohnern abgelöst wurde?

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