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Obsoleszenz durch Geldsparen

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  1. Obsoleszenz durch Geldsparen

    Autor: Cryptokrat 17.01.22 - 19:43

    Ich sehe das Problem, dass in vielen Fällen Quasi-Sollbruchstellen entstehen können, indem man einfach nur Geld spart. Z.B. der Silikonschlauch, der in der Kaffemaschine nur deswegen durcherhitzt wird, weil man 1cm Aluminiumrohr sparen wollte. Oder der Motor, dem man eine Plastikverankerung verpasst hat.

    Soll heißen: Es handelt sich möglicherweise um geplante Obsoleszenz, aber sie ist gradueller Natur. Die Kaffeemaschine explodiert nicht plötzlich nach Ende der Gewährleistungszeit, aber das Doppelte der Zeit wird sie sicher nicht erleben.

    Und da wiederum sehe ich das Problem, dass man sich fragen muss, wo da die Grenze sein soll. Bei welcher Zeit würde man also von "bad faith" (Bösgläubigkeit) ausgehen? Und, schlimmer, wer soll das überprüfen?

    Wird es möglicherweise strafbar werden, ein schlechter Ingenieur (Produktentwickler) zu sein?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.22 19:45 durch Cryptokrat.

  2. Re: Obsoleszenz durch Geldsparen

    Autor: forenuser 17.01.22 - 20:22

    Cryptokrat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    (...)
    > Wird es möglicherweise strafbar werden, ein schlechter Ingenieur
    > (Produktentwickler) zu sein?

    Definiere "schlechter Ingenieur / Produktentwickler".
    Wenn einer nichts taugt kann er ggf. nichts dafür - und hat den falschen Job.
    Wenn einer was taugt und trotzdem ein schlechtes Produkt abliefert wäre zu fragen warum. Weil er will? Oder weil das Management / Shareholder das wollen? Die aber werden ihn zur Not opfern...

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  3. Re: Obsoleszenz durch Geldsparen

    Autor: Pecker 17.01.22 - 20:48

    forenuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Cryptokrat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > (...)
    > > Wird es möglicherweise strafbar werden, ein schlechter Ingenieur
    > > (Produktentwickler) zu sein?
    >
    > Definiere "schlechter Ingenieur / Produktentwickler".
    > Wenn einer nichts taugt kann er ggf. nichts dafür - und hat den falschen
    > Job.
    > Wenn einer was taugt und trotzdem ein schlechtes Produkt abliefert wäre zu
    > fragen warum. Weil er will? Oder weil das Management / Shareholder das
    > wollen? Die aber werden ihn zur Not opfern...

    Es geht doch eher darum, ob das Produkt jetzt wirklich so schlecht ist bzw. so schlecht geplant wurde. Wir leben in einer Zeit, in der sich alles rasend schnell ändert und möchte man an dieser Wegwerfgesellschaft etwas ändern, dann bringen "stabilere" Waren auch nicht sehr viel. Beispiel Smartphones. Keines meiner bisherigen Smartphones ist im Müll gelandet, weil es kaputt war oder nicht repariert werden konnte. Die ersten 2 würden heute kaum noch funktionieren, selbst wenn man sie benutzen möchte, einfach weil 4G fehlt. Mein Röhrenfernseher aus Kindertagen ginge auch noch, aber der ist zu fast nichts mehr zu gebrauchen.
    Warum also solche Sachen noch Wertiger bzw. teurer bauen?

  4. Re: Obsoleszenz durch Geldsparen

    Autor: forenuser 17.01.22 - 21:17

    Ja, das sind Technologiewechsel wie es sie ja auch immer wieder sinnvoller Weise gibt. Aber zwischen diesen Wechsel liegen ja immer ein paar Jahre. UMTS wurde nach knapp 20 Jahren abgestellt. LTE hätte demnach jetzt wohl Halbzeit. Warum also alle zwei oder vier Jahre was neues, und nicht alle acht oder zehn Jahre? Bei TV-Geräten sieht es ähnlich aus. 4K Material ist in der ganzen breite noch gar nicht angekommen aber es werden schon 8K propagiert. Nicht sinnvoll.

    --
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  5. Re: Obsoleszenz durch Geldsparen

    Autor: Kein Kommentar 18.01.22 - 10:38

    +1 forenuser so ist es.

    Aber gefühlt 80% können nur in extremen denken.

    Wenn man es schafft das alle alles im Durchschnitt x1,5 länger nutzt spart man grob 50% an Ressourcen über den gleichen Zeitraum.
    (Natürlich ist die ganze Sache komplexer mit Energieeffizienz... wobei Elektronik über die Jahre oft effizienter aber auch größer und hungriger wurde...)
    Um das zu erreichen müssen Dinge entsprechend lang halten, effizient sein und auch richtig recycelt werden. Und was weiß ich noch alles.

    Es wäre sinnvoller wenn man nicht immer gleich mit Ja oder Nein Urteilt und auch wenn man gute Argumente bringt einzugestehen das man sich damit jetzt eigentlich nicht jeden Tag 8h befasst. Unsere Wirtschaft und Gesetze sind nun mal zum großen Teil auf Einweg eingestellt. Die Änderung zum Kreislauf ist keine einfache Einzelmaßnahme, es wäre sinnvoll wenn sich jeder konstruktiv dazu einbringt und nicht "das ist DIE LÖSUNG" o. "voll der Scheiß".



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.01.22 10:40 durch Kein Kommentar.

  6. Re: Obsoleszenz durch Geldsparen

    Autor: patka 18.01.22 - 11:56

    Wir sind aber mittlerweile an einem Punkt wo die Produkte lange haltbar sein können, was die Benutzbarkeit angeht. Mein erster PC war drei Jahre später obsolet und dann vier Jahre später wieder. Mein aktueller PC ist 11 Jahre alt und reicht mir noch.

    Mein Samsung Galaxy S1 war nach zwei Jahren gähnend langsam, die heutigen Smartphones sind Supercomputer im Vergleich dazu.

    Der Sprung von VHS auf DVD war riesig, DVD auf BluRay dann durchaus noch toll aber FullHD auf 4k, hat mich bisher nicht gereizt.

    Die andere Seite der Medaille ist auch, dass man nicht immer das billigste Zeug kaufen darf. Klar, ist das 300 Euro Notebook recht schnell abgerockt und hält nicht mehr mit. Das war ja nahezu obsolet als es gekauft wurde.
    Ich war es irgendwann leid, dass ich alle zwei Jahre mein Android Telefon erneuern musste, weil es keine Updates mehr gab. Ich benutzt mein iPhone 8 jetzt seit 2017 und sehe noch keinen Grund es zu tauschen. Unterm Strich fahren ich vermutlich damit billiger und stressfreier als früher obwohl der erste Kauf echt weh getan hat.

    Gleichzeitig kaufen wir aber auch viel mehr. Vor 30 Jahren hat mein keinen großen Fernseher für 300DM bekommen, da war ein Fernseher gemessen am Monatsgehalt eine echte Investition. Heute haben wir riesige Fernseher, Tablets, Telefone, Uhren und sonstige Gadgets und gefühlt kann man das alles für sehr wenig Geld bekommen.

  7. Re: Obsoleszenz durch Geldsparen

    Autor: keigo 18.01.22 - 16:19

    patka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Gleichzeitig kaufen wir aber auch viel mehr. Vor 30 Jahren hat mein keinen
    > großen Fernseher für 300DM bekommen, da war ein Fernseher gemessen am
    > Monatsgehalt eine echte Investition. Heute haben wir riesige Fernseher,
    > Tablets, Telefone, Uhren und sonstige Gadgets und gefühlt kann man das
    > alles für sehr wenig Geld bekommen.

    du meinst wahrscheinlich 3.000 DM

  8. Re: Obsoleszenz durch Geldsparen

    Autor: forenuser 18.01.22 - 17:53

    Och doch, in den 1990'er konnte man "große" (damals mehr schwer als groß) TV-Geräte für 3.000,- DM bekommen. Aber nicht für 300,- DM.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
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