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Ein Skript für 90k Tätigkeit?

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  1. Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: Maximilian154 18.01.22 - 07:41

    Geht nur wenn die ganze Tätigkeit nur aus dem Abgleich von Dokumenten oder ähnlich stumpfen Zeug besteht...

    Ich arbeite wohl viel zu wenig in der Linie, um sowas zu kennen.

  2. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: glasen77 18.01.22 - 08:01

    Mir hat mal ein Student erzählt, dass er in seinem Nebenjob die Aufgabe bekommen irgendwelche Dokumente (Es waren glaube ich Excel-Dateien) nach relevantem Inhalt zu filtern.

    Jedenfalls meinte sein Chef, dass er für die Aufgabe mindestens eine Woche brauchen würde. Nachdem er ein Python-Skript in ca. 2h zusammengebastelt hatte, war die Arbeit an einem Nachmittag erledigt. Sein Chef war darüber aber nicht sehr amüsiert, da der Student mal kurz nebenbei gezeigt hatte wie umständlich bisher in der Firma gearbeitet wurde.

  3. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: 43rtgfj5 18.01.22 - 08:20

    glasen77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sein Chef war darüber
    > aber nicht sehr amüsiert, da der Student mal kurz nebenbei gezeigt hatte
    > wie umständlich bisher in der Firma gearbeitet wurde.

    Bleibt nur die Frage, an wem er das am Ende ausgelassen hat. Außerdem: Für sowas stellt man Leute ein. Ich könnte das spontan nicht in Python, aber wohl in einer anderen Sprache die ich beherrsche, wenn ich mich dafür mal einen Tag hinsetze.
    Wenn er für sowas bisher keinen eingestellt hat, sehe ich da bei keinem die Schuld. Und vor allem nicht beim Studenten - dem hätte ich eine Gehaltserhöhung gegeben und mehr Projekte zum anschauen, ob er da auch viel manuelles "filtern" oder sortieren wegautomatisieren kann.

  4. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: sg-1 18.01.22 - 08:28

    Mich wundert eher, dass man für diese vergleichsweise einfache Tätigkeit 90k bekommt

  5. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: Magroll 18.01.22 - 08:38

    Ja, solches Verhalten kenne ich auch gut.
    Das Problem sind Abteilung, welche mit langjährig angestellten, unmotivierten Mitarbeitern, die gleichen Prozesse von vor 10 Jahren fahren. Mit ein wenig IT Know-How kann man die Tätigkeiten dort oft durch "Digitalisierung" extrem vereinfachen. Dann haben von 10 Mitarbeitern plötzlich 5, oder noch mehr, keine Arbeit mehr. Das ist in gewachsenen, unbeweglichen Strukturen oft nicht gewollt, weil es nur neue "Probleme" schafft. Das muss dann schon in einem kompletten Kulturwandel des Unternehmens neu strukturiert werden.

  6. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: 486dx4-160 18.01.22 - 08:45

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich wundert eher, dass man für diese vergleichsweise einfache Tätigkeit
    > 90k bekommt

    USA, Anwaltsbüro, Cloud, und eine gewisse Skrupellosigkeit.

  7. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: supern00b 18.01.22 - 08:46

    Das ist in Amerika nicht wirklich viel, da bekommst du wahrscheinlich unterm Strich venauso viel raus als wenn du hier in D für 50k arbeiten gehst, da dort der Arbeitnehmer viel zahlt was in D der Arbeitgeber zahlt

  8. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: Extrawurst 18.01.22 - 08:47

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich wundert eher, dass man für diese vergleichsweise einfache Tätigkeit
    > 90k bekommt

    Dank dem weit verbreiteten IT-Unwissen. Bei DAU-Kunden hat man schon immer recht wenig Arbeit, kann aber trotzdem gut Geld verlangen weil: Sonst ist ja keiner da, der es kann.

    Schon in einem Praktikum in den 2000ern ist mir aufgefallen, wie oft z.B. ein Fachinformatiker nur in der Windows-GUI rumklickt, zu Kunden fährt, nur um vor Ort mit einem Server-Reboot alle Probleme zu lösen oder das Archiv in einem E-Mail-Programm zu löschen, weil nicht das Programm fehlerhaft war, sondern einfach nur Tonnen von Daten das Programm gelähmt hatten. Oder man googlet das Problem selbst, weil man es noch nie erlebt hat, und stößt auf der 2. Google-Seite auf die Lösung.

    Ich war teilweise erstaunt, was für Banalitäten man als "Turnschuh-Admin" man teilweise macht. Einfach, weil selbst elementares IT-Wissen in der breiten Bevölkerung fehlt.

    Und wenn ich dann solche Artikel lese, dann scheint es wohl so, dass auch 20 Jahre später sich an dem Prinzip nicht viel geändert hat.

  9. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: m.leonberger 18.01.22 - 09:06

    glasen77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir hat mal ein Student erzählt, dass er in seinem Nebenjob die Aufgabe
    > bekommen irgendwelche Dokumente (Es waren glaube ich Excel-Dateien) nach
    > relevantem Inhalt zu filtern.
    >
    > Jedenfalls meinte sein Chef, dass er für die Aufgabe mindestens eine Woche
    > brauchen würde. Nachdem er ein Python-Skript in ca. 2h zusammengebastelt
    > hatte, war die Arbeit an einem Nachmittag erledigt. Sein Chef war darüber
    > aber nicht sehr amüsiert, da der Student mal kurz nebenbei gezeigt hatte
    > wie umständlich bisher in der Firma gearbeitet wurde.

    Hatte mal was ganz ähnliches... da gab es ein Team (6 oder 7 Leute) das hat aus Excels Diagramme gezogen und Präsentationen gebaut.
    Hab dem Teamleiter mal gesagt das ich ihm ein VBA-Skript schreiben kann das es automatisch macht. (Waren immer die selben wiederkehrenden Auswertungen)
    Hat mich nur schief angekuckt und dachte ich spinne.
    Ein paar Wochen Später hab ich genau das für ein anderes Team gemacht... mit dem unterschied das die sich gefreut haben, weil es nicht ihr Kerngeschäft war Folien zu pinseln.

    Man kann schon echt viel machen...und dabei bin ich noch nicht mal gut im Programmieren.

    ----------------------------------------------------------------------------------------
    Dieser Beitrag wird präsentiert vom Dunning-Kruger-Effekt. xD
    --> Den ganze Thread zu lesen hilft die Diskussion zu verstehen.

  10. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: John2k 18.01.22 - 09:52

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich war teilweise erstaunt, was für Banalitäten man als "Turnschuh-Admin"
    > man teilweise macht. Einfach, weil selbst elementares IT-Wissen in der
    > breiten Bevölkerung fehlt.

    Sind halt nur Banalitäten für Menschen mit Hintergrundwissen. Alle anderen zerstören vermutlich mehr, als sie fixen können.

  11. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: unbuntu 18.01.22 - 12:24

    Es liegt auch einfach an der Art wie Aufgaben angegangen werden. Ein Freund von mir hat mal ein Praktikum gemacht und wollte seine Aufgabe nicht "so wie wir das immer schon gemacht haben" abarbeiten und hat ein Script geschrieben, das den Ablauf viel einfacher macht. Die Firma nutzt das heute immer noch.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  12. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: Michael H. 18.01.22 - 13:22

    43rtgfj5 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > glasen77 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sein Chef war darüber
    > > aber nicht sehr amüsiert, da der Student mal kurz nebenbei gezeigt hatte
    > > wie umständlich bisher in der Firma gearbeitet wurde.
    >
    > Bleibt nur die Frage, an wem er das am Ende ausgelassen hat. Außerdem: Für
    > sowas stellt man Leute ein. Ich könnte das spontan nicht in Python, aber
    > wohl in einer anderen Sprache die ich beherrsche, wenn ich mich dafür mal
    > einen Tag hinsetze.
    > Wenn er für sowas bisher keinen eingestellt hat, sehe ich da bei keinem die
    > Schuld. Und vor allem nicht beim Studenten - dem hätte ich eine
    > Gehaltserhöhung gegeben und mehr Projekte zum anschauen, ob er da auch viel
    > manuelles "filtern" oder sortieren wegautomatisieren kann.

    Richtig.
    Wenn ich einen Studenten hätte, der mir zeigt wie unwirtschaftlich wir arbeiten und er die Fähigkeit hat, dies zu verbessern... würde ich ihm mehr bezahlen und die neue Aufgabe geben nach mehr Optimierungspotential zu suchen.

    A) hat er dann auch mehr Spaß an der Arbeit
    B) habe ich als Chef dann erheblich mehr Gewinn, da Arbeitsprozesse so vereinfacht werden können, dass mehr Zeit für andere Sachen bleibt.

    Machen doch viele Firmen nicht anders.
    Ich kenn eine Firma die hat sich darauf spezialisiert uralte DOS Datenbanken einer Warenwirtschafssoftware, die zu Hauf noch da draußen vertreten ist, aufzubereiten, dass diese Daten in den aktuellen Versionen der Software verwendet werden kann die inzwischen auf wesentlich moderneren System läuft.
    Da hat man als Kunde die Wahl... stell ich da jetzt nen Typen n halbes Jahr hin um die alt-Daten der letzten 20 Jahre zu sortieren und aufzubereiten in ner CSV Datei mit Millionen Datensätzen... wo die Gefahr riesig ist, dass danach Fehler drin sind...

    Oder zahl ich 2500¤ einmalig, damit ich denen die Datenbank der alten Software zur Verfügung stelle, die ihr automatisiertes Script drüberlaufen lassen und ich danach eine direkt Einsetzbare Datenbank für die neue Software habe ohne Fehler... Arbeitszeit geschätzt 30 Minuten für starten des Scriptvorgangs, Testeinbinden in die Software und kontrolle der Logfiles und zurückschicken an die Firma...

    Ich glaube mit letzterem hab ich definitiv weniger bezahlt als wenn ich jetzt jemanden da mehrere Monatsgehälter bezahle und am Ende ggf. ein schlechtes Ergebnis bekomme.

  13. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: superdachs 18.01.22 - 13:33

    supern00b schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist in Amerika nicht wirklich viel, da bekommst du wahrscheinlich
    > unterm Strich venauso viel raus als wenn du hier in D für 50k arbeiten
    > gehst, da dort der Arbeitnehmer viel zahlt was in D der Arbeitgeber zahlt

    50k Brutto ja! 90k$ ist dort wahrlich nicht gerade ein fürstlich entlohnter Job. Reicht vermutlich wenn man in der Vorstadt lebt aus. Eine hippe Wohnung in der Großstadt dürfte man damit kaum bezahlen können.

  14. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: bytewarrior123 18.01.22 - 13:58

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es liegt auch einfach an der Art wie Aufgaben angegangen werden. Ein Freund
    > von mir hat mal ein Praktikum gemacht und wollte seine Aufgabe nicht "so
    > wie wir das immer schon gemacht haben" abarbeiten und hat ein Script
    > geschrieben, das den Ablauf viel einfacher macht. Die Firma nutzt das heute
    > immer noch.

    Kenne ich aus meiner beruflichen Laufbahn auch :
    Ein großes an sich technisches Unternehmen, welches leider nahezu alles mit Sharepoint erledigt, benötigte ein einfaches "Change-Request-System", welches NICHT auf MS Access basiert, da Access dort verboten ist.

    Dort war ich für 6 Monate in der IT-Projektsteuerung, und ich hab's Ihnen in 2 Versionen rein mit Excel aufgebaut, eins mit und eins ohne VBA. Das Dumme war nur, dass ich einen Versions-Update-Check mit dem Aufruf einer Website von mir eingebaut habe.
    Das Tool mit VBA wird bis heute mit unveränderten Code verwendet, und meine Website erreichen bis heute täglich tausende Update-Anfragen aus deren IP-Range, aber inzwischen auch von deren Partnerfirmen ;-) .

    Interessanterweise hatten die in der IT sogar ein Office-Team für Ihre ganzen Corporate-Identity-Vorlagen, aber die haben das nicht aufbauen können - und waren baff über die "Komplexität" in den wenigen Code, den ich da hab einfließen lassen (und haben den vermutlich bis heute -trotz Kommentare- nicht komplett durchschaut) ...

  15. Re: Ein Skript für 90k Tätigkeit?

    Autor: berritorre 18.01.22 - 14:01

    Ja, leider ist das in einigen Unternehmen so. Vordergründig ist so eine Effizienzsteigerung ja erstmal positiv. Aber der "Chef" (ich gehe davon aus, dass es nicht der oberste Chef ist, sondern ein Abteilungsleiter, die haben ja oft nicht das grosse Ganze im Auge, sondern nur ihren kleinen Bereich) sieht halt damit andere Probleme auftauchen. Ist es dumm das Potenzial nicht auszuschöpfen? Ja, aber leider passiert das trotzdem häufig.

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