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Das klingt nach dem üblichen Förderungsschwindel

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  1. Das klingt nach dem üblichen Förderungsschwindel

    Autor: Dakkaron 24.01.22 - 23:38

    Zuerst wird eine Förderung ausgeschrieben, mit großen Zahlen.

    ¤500 für einen Laptop, das ist doch absolut genug für jeden Lehrer. Und das stimmt auch.

    Aber da fängt es nur an:
    Von den ¤500 sind 10% Eingenanteil der Schulträger.
    Dann muss davon auch Zubehör gekauft werden.
    Und Software.
    Und MDM.
    Und irgendwer muss das noch verwalten und supporten.
    Und wo kommt noch mal LAN/WLAN in der Schule her?
    Oder gar Trainings für die Lehrer?

    Und am Ende wird das Fördergeld nicht abgeholt (weil die Hürden unrealistisch hoch sind), und die Politik kann sagen: "Wir hätten ja das Jahres-BSP zur Verfügung gestellt, aber die Leute sind zu faul oder zu blöd um das Geld anzunehmen."

    Den gleichen Schwindel sieht man überall.

    Bei uns in Österreich haben sie z.B. das Papamonat eingeführt. Da kann jeder frische Vater sich das Monat nach der Geburt frei nehmen und kriegt dafür ¤500.

    Klingt soweit ok.

    Nur: das muss mit Einwilligung des Arbeitgebers passieren. Während der Zeit rennt man als unbezahlt beurlaubt, hat keinen Kündigungsschutz und Rechtsanspruch gibt es auch nicht.

    Und als i-Tüpfelchen gibt es die ¤500 nicht mal direkt in dem Monat, sondern aufgeteilt auf die gesamte Karenzzeit. Bei einer durchschnittlichen Karenzzeit von 20 Monaten in Österreich sind das satte ¤25 im Monat.

    Das heißt, jemand, der knapp bei Kasse ist, kann sich das Papamonat nicht leisten, weil er dann erstmal ein Monat ohne Gehalt auskommen muss.

    Und jemand, der sich einen Monat ohne Gehalt leisten kann, für den sind ¤25 im Monat völlig egal.

    Es ist also eine tolle Förderung für niemanden.

    Und im Nachhinein hat die Politik (erwartbar wie das Amen im Gebet) darüber geschimpft, dass niemand das Angebot annimmt, weil die Väter alle kein Interesse an ihren Kindern haben und Frauen hassen. Und das, obwohl man ja Millionen an Budget dafür gehabt hat (und sie alle nicht auszahlen hat müssen).

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