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Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

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  1. Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: SchluppoMäcQuarkkeulchen 25.01.22 - 15:39

    Dinge gehen so lange nicht, bis es jemand einfach mal macht.

    Bis dahin, hat der Kunde "unrealistische Erwartungen".

    Ich persönlich finde es nicht ganz so unrealistisch, wenn man sich als "Kunde" nicht verschlechtern will. Und als Kunde möchte ich mir auch nicht erklären lassen warum ich Leistung/Reichweite usw. ja eigentlich gar nicht brauche. Es ist ja nicht so, dass ein E-Auto quasi nur die Hälfte kostet und dafür dann eben auch weniger leistet. Wenn ich dafür mind. genauso tief in die Tasche greifen soll, dann erwarte ich eben eine vergleichbare Leistung. So absonderlich ist das -nach meinem Empfinden- nicht. Hinzu kommen durchaus harte Argumente wie die Infrastruktur fürs Laden. Wenn ich durch MeckPom fahre, kann ich durchaus schon kalte Füße bekommen, ...ob denn die Batterie bis zum nächsten Sport genügt.

  2. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: Dwalinn 25.01.22 - 16:02

    Sehe ich auch so, früher habe ich mein Müll noch einfach in den Wald geschmissen und jetzt sollt ich zum Recycling-Hof fahren und für Gefahrenstoffe extra zahlen? Hab ich ja Nachteile dabei!
    So Spaß beiseite.

    Unrealistisch ist das ganze halt weil solche Reichweiten nur möglich sind wenn man einen großen Akku nimmt und diesen noch mit optimalen Formen (EQS/Model 3) kombiniert. Wenn jetzt das Auto nur 400¤ teurer sein darf (am besten ausgehend von nackten Verbrenner mit Handschaltung) ist das halt nicht möglich.
    Beim Verbrenner zu bleiben ist keine Lösung und beim eAuto müssen halt Kompromisse eingegangen werden. Auf 600km hat man im eAuto im Idealfall 15-20 Minuten Ladezeit und das ist mMn verschmerzbar wenn die Alternative mindestens 10.000¤ mehr fürs Auto sind (oder eben Bahnfahren)

  3. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: nightmar17 25.01.22 - 16:10

    Bei der Energiewende muss man sich auch eingestehen, dass man Kompromisse eingehen muss.
    Die Zeiten haben sich geändert und werden sich weiter ändern, auch in Deutschland.

    Für die jetzigen Anforderungen gibt es auch einfach noch zu wenig E-Modelle.
    Das wird in 2-3 Jahren sicherlich anders aussehen und dann darf man auch gerne mehr meckern.

    Wenn jemand regelmäßig hohe Reichweiten braucht, kauft sich halt einen Verbrenner und hofft, dass in 5-8 Jahren bessere Alternativen vorhanden sind.

  4. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: vandango 25.01.22 - 16:11

    Und genau hier ist der springende Punkt. Schon Verbrenner können sich nur wenige in Groß leisten, die meisten fahren günstige und kleinere Autos. Im Schnitt liegst du hier bei 30K¤ pro Auto.
    DAS ist der Richtwert!
    Dazu kommst du damit mit realistischer Fahrweise (~150mkh, mit Heizung/Klima, Sitzheizung und Radio) um die 500mk weit. Mindestens.
    DAS ist der zweite Richtwert!

    Wenn das nicht geschafft wird, werden die Leute bei ihren alten Autos bleiben müssen. Sie müssen nach wie vor zur Arbeit, wollen in den Urlaub oder Verwandte übers Wochenende besuchen etc.
    Das ist derzeit nicht mit Elektro möglich - zumindest nicht vernünftig. Was für ein Auto bekommst du denn bitte für 30K¤?
    Und wenn dann alle gleichzeitig in den Urlaub fahren, stehst du nicht nur im Stau auf der Autobahn sondern musst an den Ladesäulen erst 2h warten biss du dann in 30-40min laden darfst (ja, wenn 2 Autos dran stehen verdoppelt sich die Ladezeit).

    Die Forderungen sind nicht unrealistisch sondern einfacher Standard. Klar, man geht auch ein paar Kompromisse ein, aber realistische. Ich z.B. fahre regelmäßig die Familie in Frankfurt/Main von Hamburg aus besuchen. Das fahre ich locker in 3-4h runter. Das geht am Wochenende. Das macht meine Familie nicht mit wenn das nun auf einmal 6-7h sein sollen weil man langsamer fahren muss und auch noch zwangsladen muss.

    PS: Bahnfahren ist keine Alternative mit 2 Kindern und 6 Koffern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.01.22 16:14 durch vandango.

  5. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: Oktavian 25.01.22 - 16:32

    > Bei der Energiewende muss man sich auch eingestehen, dass man Kompromisse
    > eingehen muss.

    Das hat man den Verweigerern der Kompakt-Energiesparlampe auch immer gesagt. Es wurde gejammert, dass das Licht fahl ist, die Anlaufzeit unakzeptabel lange und Quecksilber im Haus ist auch nicht so toll. Aber für die Energiewende müsse das sein. Und dann kam plötzlich und sehr schnell die LED. Niemand mag sich noch an die ESL erinnern, die waren echt gruselig, und auch die Kritiker von damals kaufen gerne die LED, einfach weil sie besser ist.

    > Wenn jemand regelmäßig hohe Reichweiten braucht, kauft sich halt einen
    > Verbrenner und hofft, dass in 5-8 Jahren bessere Alternativen vorhanden
    > sind.

    Genau das, und das Ergebnis sind halt diese Studien. Es ist doch schön klar zu benennen, warum es nicht funktioniert. Es liegt nicht dran, dass Leute so gerne am Verbrenner schnüffeln, die jetzigen BEV entsprechen einfach (noch) nicht den Anforderungen.

  6. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: tomate.salat.inc 25.01.22 - 16:38

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Niemand mag sich noch an die ESL erinnern

    Doch. Ich. Ich erinnere mich noch sehr gut an die scheiß Dinger. Bin deswegen mal über unsere Couch geflogen weil ich dachte das Licht geht an und einfach weiter gelaufen bin. Hätte zu dem Zeitpunkt nicht gedacht, das man mittags Licht anmachen muss damits abends hell ist....

  7. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: Mafjol 25.01.22 - 16:39

    SchluppoMäcQuarkkeulchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dinge gehen so lange nicht, bis es jemand einfach mal macht.
    >
    > Bis dahin, hat der Kunde "unrealistische Erwartungen".
    >
    > Ich persönlich finde es nicht ganz so unrealistisch, wenn man sich als
    > "Kunde" nicht verschlechtern will. Und als Kunde möchte ich mir auch nicht
    > erklären lassen warum ich Leistung/Reichweite usw. ja eigentlich gar nicht
    > brauche. Es ist ja nicht so, dass ein E-Auto quasi nur die Hälfte kostet
    > und dafür dann eben auch weniger leistet. Wenn ich dafür mind. genauso tief
    > in die Tasche greifen soll, dann erwarte ich eben eine vergleichbare
    > Leistung. So absonderlich ist das -nach meinem Empfinden- nicht. Hinzu
    > kommen durchaus harte Argumente wie die Infrastruktur fürs Laden. Wenn ich
    > durch MeckPom fahre, kann ich durchaus schon kalte Füße bekommen, ...ob
    > denn die Batterie bis zum nächsten Sport genügt.

    Ist halt Egoismus auf Kosten aller.

  8. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: Oktavian 25.01.22 - 16:41

    > Doch. Ich. Ich erinnere mich noch sehr gut an die scheiß Dinger. Bin
    > deswegen mal über unsere Couch geflogen weil ich dachte das Licht geht an
    > und einfach weiter gelaufen bin. Hätte zu dem Zeitpunkt nicht gedacht, das
    > man mittags Licht anmachen muss damits abends hell ist....

    :-) Ich glaube, einige dieser Modelle hatten einen negativen Lichtstrom. Man machte sie an, und es wurde dunkler im Zimmer.

    Wenn man auf den Lichtschalter drückte, kamen immer diese bangen 30 Sekunden, "ist sie kaputt oder dauert es nur noch was?".

  9. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: tomate.salat.inc 25.01.22 - 16:50

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man auf den Lichtschalter drückte, kamen immer diese bangen 30
    > Sekunden, "ist sie kaputt oder dauert es nur noch was?".

    Die hatte ich nie. Dürfte so meine Teenager-Zeit gewesen sein, als die Dinger "In" waren. Und wenn, dann hätte ich auf "kaputt" gehofft. Hatte zu Anfang die Zeit genutzt um mit meiner Mutter zu diskutieren, den Mist wieder los zu werden. Später hab ich mir halt angewöhnt das Licht frühzeitig an zu machen, so dass es da ist wenn mans braucht (und solange aufs Klo gehen oder so)

    Rein für mich hätten die Dinger vermutlich sogar eher einen negativen Effekt auf den Stromverbrauch gehabt. Weil ich bin jemand, der sehr spät das Licht an macht (manchmal sogar nie). Aber dann will ich auch, dass es AN ist. Aber die Dinger haben mich dazu erzogen frühzeitig das Licht anzuschalten. Wäre der Mist auch in meinem Zimmer gewesen, hätte ich vermutlich einige Stunden früher das Licht angemacht als sonst (glaube das war auch meiner Mutter klar, weswegen ich dort normale Lampen behalten durfte).

  10. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: Oktavian 25.01.22 - 17:07

    > Die hatte ich nie. Dürfte so meine Teenager-Zeit gewesen sein, als die
    > Dinger "In" waren. Und wenn, dann hätte ich auf "kaputt" gehofft.

    Wahrscheinlich nicht. Die Dinger waren echt teuer, und entweder starben sie binnen 3 Monaten oder sie hielten lange (und wurden dabei immer funzeliger). Wenn sie schnell starben, durftest du hoffen, noch die Rechnung zu haben für einen Umtausch. Ja, wirklich, mal hat Leuchtmittel umgetauscht, so teuer waren die. Ansonsten war der Spaß, das Leuchtmittel zurück zum Baumarkt zu bringen, da es ja Sondermüll war und entsorgt werden musste.

    Und wehe, beim Ausbau fiel das Ding runter und platzte. Dann hattest Du das Quecksilber im Teppich.

    > Rein für mich hätten die Dinger vermutlich sogar eher einen negativen
    > Effekt auf den Stromverbrauch gehabt.

    Man hat immer so einen gewissen Rebound-Effekt. Wir haben im Treppenhaus eine LED-Lampe, die brennt eigentlich immer. Sie verbraucht so gut 1 Watt und funzelt vor sich hin. Tagsüber vergisst man das ausmachen, denn sie ist zu dunkel. Nachts war sie ursprünglich mal das Nachtlicht für die Kinder, wenn die auf Toilette mussten, und so leuchtet sie eigentlich immer.

  11. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: bLaNG_one 25.01.22 - 19:54

    vandango schrieb.ein schönes Märchen:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und genau hier ist der springende Punkt. Schon Verbrenner können sich nur
    > wenige in Groß leisten, die meisten fahren günstige und kleinere Autos. Im
    > Schnitt liegst du hier bei 30K¤ pro Auto.

    Aiways U5 zum Beispiel. Viel Auto, wenig Geld.

    > Dazu kommst du damit mit realistischer Fahrweise (~150mkh, mit
    > Heizung/Klima, Sitzheizung und Radio) um die 500mk weit. Mindestens.
    > DAS ist der zweite Richtwert!

    Ich kann dir ganz viele Verbrenner aufzählen, die 30.000¤ kosten und nicht 500km weit kommen bei 150 auf der Autobahn. Wenn du schon von Richtwerten redest - nehmen wir doch mal 130km/h, das ist zufällig Richtgeschwindigkeit in Deutschland.

    > Wenn das nicht geschafft wird, werden die Leute bei ihren alten Autos
    > bleiben müssen. Sie müssen nach wie vor zur Arbeit, wollen in den Urlaub
    > oder Verwandte übers Wochenende besuchen etc.
    > Das ist derzeit nicht mit Elektro möglich - zumindest nicht vernünftig.

    Wieso sollen die Leute nicht zur Arbeit kommen können mit einem Elektro?

    Und warum nicht zu Verwandten?


    > Was
    > für ein Auto bekommst du denn bitte für 30K¤?

    Aiways U5

    > Und wenn dann alle gleichzeitig in den Urlaub fahren, stehst du nicht nur
    > im Stau auf der Autobahn sondern musst an den Ladesäulen erst 2h warten

    Ist mir noch nie passiert, einmal musste ich fast einen kompletten Ladevirgang warten. Das waren dann 30 Minuten.

    > biss du dann in 30-40min laden darfst (ja, wenn 2 Autos dran stehen
    > verdoppelt sich die Ladezeit).

    Aha? Warum?

    > Die Forderungen sind nicht unrealistisch sondern einfacher Standard. Klar,
    > man geht auch ein paar Kompromisse ein, aber realistische. Ich z.B. fahre
    > regelmäßig die Familie in Frankfurt/Main von Hamburg aus besuchen. Das
    > fahre ich locker in 3-4h runter. Das geht am Wochenende.

    Ahhhh, alngsam verstehe ich. Du bist ein Märchenonkel. 500km quer durch Deutschland, locker in 3 Stunden. Selbst wenn du jede einzelne Minute deine oben veranschlagten 150 kmh fahren würdest,.reichen 3 Stunden nicht.

    > Das macht meine
    > Familie nicht mit wenn das nun auf einmal 6-7h sein sollen weil man
    > langsamer fahren muss und auch noch zwangsladen muss.

    Ja, genau, 6-7 Stunden. Wie kommst du auf so einen Wert? Einen Durcchschnitt von 100kmh inkl. Ladezeiten sollte man auch im Winter locker schaffen mit einem Auto wie dem Aiways. Macht dann also 5 Stunden auf die von dir genannte Strecke, inkl. Pause. Das macht es auf einmal unmöglich? Mach dich micht lächerlich.


    > PS: Bahnfahren ist keine Alternative mit 2 Kindern und 6 Koffern.

    Mal abgesehen davon das es einen Kofferservice der Deutschen Bahn gibt und Bahn fahren, gerade in der 1.Klasse sehr entspannend sein kann... sagt keiner das du das machen sollst.

  12. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: ezadoo 25.01.22 - 21:07

    bLaNG_one schrieb:
    > Mal abgesehen davon das es einen Kofferservice der Deutschen Bahn gibt und
    > Bahn fahren, gerade in der 1.Klasse sehr entspannend sein kann... sagt
    > keiner das du das machen sollst.

    Ich habe spaßenshalber gerade mal nachgesehen, was das kosten würde, Zeitpunkt Samstag 7:00 in 3 Wochen, Rückfahrt am Sonntag 15 Uhr.

    Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder unter 14), 2. Klasse, Supersparpreis: 187,60¤ Hin und Rück. 1. Klasse 235,60¤.

    Wenn man nun aber nicht Zuggebunden sein will oder die anderen Nachteile des (Super-)Sparpreis vermeiden möchte, und man stattdessen den Flexpreis nimmt, verschlägt es einem die Sprache.
    Dann kostet das für die 2. Klasse stolze 486,00¤, für die 1. Klasse sogar fette 821,40¤.

    Wenn die Kinder über 14 sind, kostet es im Supersparpreis übrigens 375,20¤ für die 2. Klasse und 471,20¤ für die 1. Klasse. (Flexpreis: 972,00¤ 2. Klasse, 1642,80¤ für die 1. Klasse)


    Und da bin ich mir schon bei dem Supersparpreis unsicher, wie viel günstiger die Fahrt mit dem Auto wäre.
    Geschweige denn, was es kostet, wenn die Kinder über 14 wären, dann ist es schlicht unbezahlbar.
    Denn bei diesen Preisen kann der Spritpreis noch ein ganzes Stück steigen, bis es überhaupt teurer wird, als die Bahn.

  13. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: bLaNG_one 25.01.22 - 21:21

    ezadoo schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und da bin ich mir schon bei dem Supersparpreis unsicher, wie viel
    > günstiger die Fahrt mit dem Auto wäre.
    > Geschweige denn, was es kostet, wenn die Kinder über 14 wären, dann ist es
    > schlicht unbezahlbar.
    > Denn bei diesen Preisen kann der Spritpreis noch ein ganzes Stück steigen,
    > bis es überhaupt teurer wird, als die Bahn

    Das ist leider wahr. Ist oftmals eher eine entweder-oder Entscheidung. Ich habe meine Bahncard auch aufgegeben, als ich mir wieder ein Auto angeschafft habe.

    Aber: Einen Bahncard 100 1.Klasse kostet 650¤ im Monat, 2. Klasse 383¤. Rechnet man jetzt Anschaffungspreis/Leasing-/Kreditrate, Versicherung, Steuer, Benzin/Fahrstrom, Inspektionen, HU, Waschstraße und was man noch alles an Kosten mit einem Auto hat zusammen, dann erscheint so eine Bahncard auf einmal nicht mehr soooo teuer.

  14. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: Tantalus 26.01.22 - 11:38

    bLaNG_one schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber: Einen Bahncard 100 1.Klasse kostet 650¤ im Monat, 2. Klasse 383¤.
    > Rechnet man jetzt Anschaffungspreis/Leasing-/Kreditrate, Versicherung,
    > Steuer, Benzin/Fahrstrom, Inspektionen, HU, Waschstraße und was man noch
    > alles an Kosten mit einem Auto hat zusammen, dann erscheint so eine
    > Bahncard auf einmal nicht mehr soooo teuer.

    Nur dass Du mit Deiner Bahncard eben nicht an Deinen Zielort, sondern hochstens zum nächstgelegenen Bahnhof kommst. Und wenn ich da z.B. meine Schwiegereltern als Beispiel nehme... Viel Spass, Deine Koffer 20km durch die Pampa zu tragen...

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  15. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: bLaNG_one 26.01.22 - 13:15

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bLaNG_one schrieb:

    > Nur dass Du mit Deiner Bahncard eben nicht an Deinen Zielort, sondern
    > hochstens zum nächstgelegenen Bahnhof kommst. Und wenn ich da z.B. meine
    > Schwiegereltern als Beispiel nehme... Viel Spass, Deine Koffer 20km durch
    > die Pampa zu tragen...

    Das ist auch nicht ganz richtig, da die Bahncard 100 in den meisten Verkehrsverbünden auch für den ÖPNV gilt.

    Ich weiß auch gar nicht, warum du mir viel Spaß mit "meinen" Koffern und "meiner" Bahncard wünscht, habe ich doch klar geschrieben, das ich keine (mehr) habe.

    Fakt ist allerdings: Eine Kombo aus Bahn/Carsharing/ÖPNV kann(!) eine sinnvolle und bezahlbare Alternative zum eigenen Fahrzeug sein. Bei mir waren es die recht vielen Fahrten ins benachbarte Ausland, die ein E-Auto sinnvoller gemacht habe. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich vermisse auf jeden Fall manchmal, mit einem Wein und Buch meinem Ziel entspannt entgegen zu fahren.

  16. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: ezadoo 26.01.22 - 14:01

    bLaNG_one schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rechnet man jetzt Anschaffungspreis/Leasing-/Kreditrate, Versicherung,
    > Steuer, Benzin/Fahrstrom, Inspektionen, HU, Waschstraße und was man noch
    > alles an Kosten mit einem Auto hat zusammen, dann erscheint so eine
    > Bahncard auf einmal nicht mehr soooo teuer.

    Man muss sich aber auch vor Augen führen, dass ein sehr großer Teil der Bevölkerung auf Gebrauchtwagen zurückgreift.
    Auch wenn die evtl. etwas mehr verbrauchen (Mehrverbrauch ist auch nicht so riesig), ist es den meisten Käufern es auch entweder nicht wert, oder sie können es sich schlicht nicht leisten einen neuen Wagen zu kaufen oder zu leasen.
    Und die 4600¤ im Jahr sind da auch schon ein ganz erheblicher Batzen an Geld.
    Wenn ich dazu noch Kosten für Carsharing und ähnliches habe (Jahresabo für den regionalen ÖPNV?), oder wenn ich nicht sowieso auf einen PKW angewiesen sein sollte, wie das außerhalb der Ballungsgebiete schon für Trivialitäten, wie Einkaufen, etc der Fall ist, dann können bzw. müssen die Preise schon noch sehr stark steigen, dass das finanziell nicht teurer als die Bahn ist.
    Dazu noch der Faktor Komfort, oder halt die schlichte Alternativlosigkeit, du würde so maximal zu einer Einschränkung der Mobilität führen oder zum weiteren Wegzug in die Ballungsgebiete hinein, in denen ja jetzt schon Wohnraummangel herrscht.

  17. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: Tantalus 26.01.22 - 15:46

    bLaNG_one schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist auch nicht ganz richtig, da die Bahncard 100 in den meisten
    > Verkehrsverbünden auch für den ÖPNV gilt.

    Diese Aussage ist mit großer Vorsicht zu genießen, denn auch wenn ein VVB offiziell mitglied im sog. City-Ticket ist, heisst das nicht, dass man im gesamten Verbund mit der BC100 fahren kann. Oft beschränkt sich das auf ausgewählte Strecken.

    > Fakt ist allerdings: Eine Kombo aus Bahn/Carsharing/ÖPNV kann(!) eine
    > sinnvolle und bezahlbare Alternative zum eigenen Fahrzeug sein.

    Aber nur wenn man ein sehr, sehr teures Auto dagegen rechnet.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  18. Re: Der Klassiker: "Der Kunde ist doof..."

    Autor: bLaNG_one 26.01.22 - 19:41

    Tantalus schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Aussage ist mit großer Vorsicht zu genießen, denn auch wenn ein VVB
    > offiziell mitglied im sog. City-Ticket ist, heisst das nicht, dass man im
    > gesamten Verbund mit der BC100 fahren kann. Oft beschränkt sich das auf
    > ausgewählte Strecken.

    Das ist schon sehr umfassend, was man da an ÖPNV benutzen kann. Also nix. "große Vorsicht", einfach mal informieren:
    https://www.bahn.de/angebot/weiterreise/cityticket
    .
    >
    > Aber nur wenn man ein sehr, sehr teures Auto dagegen rechnet.
    >
    Nö...man muss sich sein Auto nur nicht schönrechnen, wie es die meisten tun:

    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/autokosten/uebersicht/

    Bei so gut wie allen Modellen ist ne Bahncard 100 2.Klasse plus dickes Budget (100+¤) für Carsharing und Taxi drin.
    Ab der Mittelklasse kannste dich dann eigentlich immer zwischen 2.Klasse und ordentlich Geld sparen oder 1.Klasse mit viel Komfort und DB Lounges entscheiden

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