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Standort-Vorteil schlechtes 5G-Netz

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  1. Standort-Vorteil schlechtes 5G-Netz

    Autor: lestard 10.02.22 - 13:15

    Ich würde ja umgekehrt argumentieren und sagen, dass das schlechte 5G-Netz ein Standort-Vorteil ist für autonomes Fahren. Denn eine taugliche KI sollte nicht von einer aktiven Internetverbindung abhängig sein, sondern auch ohne Netz vernünftig laufen. Hin und wieder mal 4G oder WLAN zuhause um ein Software-Update runterzuladen, sollte vollkommen ausreichen.
    Und wenn die Umstände in Deutschland die hiesigen Hersteller dazu zwingen, genau diese Randbedingungen mitzudenken, dann kommt am Ende ein besseres Produkt dabei heraus.
    Wenn man unter Bedingungen eines Entwicklungslandes arbeitet, kann man später auch besser in Entwicklungsländer exportieren.

  2. Re: Standort-Vorteil schlechtes 5G-Netz

    Autor: xSureface 10.02.22 - 13:48

    Die Konzepte basieren bei den meisten eben auf Vernetzung. Siehe VWs Spurhalteassistent mit dem Schwarmdatenkonzept. Der soll die Spur ohne Markierungen halten können, anhand von Daten anderer. Statt selbst zu schauen wo man fahren könnte, wird sich auf Daten verlassen.
    Ist beim Menschen aber leider auch oft nicht anders. Einer fährt falsch voraus und 3 Lemminge hinterher.

  3. Re: Standort-Vorteil schlechtes 5G-Netz

    Autor: bytewarrior123 10.02.22 - 16:39

    nicht 3 - 30 bis 300, und dann fällt es dem ersten auf, dass da irgendwas falsch läuft ...
    Aber selbst der wird nichts anders machen - eher am Ende der Kette kommt dann der erste zum stehen, aber dann ist's vermutlich eh zu spät ...

  4. Re: Standort-Vorteil schlechtes 5G-Netz

    Autor: chefin 11.02.22 - 08:12

    Ohne Abstimmung zwischen den Fahrzeugen wird das nichts mit autonomen Fahren. Wenn du zb in der Stadt 100% Unfallsicher fahren willst, darfst du maximal 10kmh schnell sein. Nur dann kann eine KI das Fahrzeug schnell genug stoppen, wenn zb ein Kind auf die Strasse läuft.

    Das ist aber leider absolut unpraktikabel. Würden aber alle geparkten Autos mitschauen und alle Personen die sie erkennen melden sieht man das Kind das zwischen die Autos läuft 1sec früher. Solange braucht das Kind vom Losrennen bis es auf der Strasse erscheint. 2,5m Überwinden in 1 sec = 9kmh Schnitt. Zum Starten braucht es etwas mehr zeit, dann aber dürfte es 15kmh erreichen mit dem zweiten-dritten Schritt.

    Ok, Kind auf Strasse ist so populär in diesem Kontex. Aber es gibt mehr Dinge. Wichtig dabei, das die nachfolgenden Fahrzeuge gewarnt werden. Passiert das nicht, macht jede KI genau das selbe und genau das ist beim ersten schief gegangen. Es wird also bei allen schief gehen.

  5. Re: Standort-Vorteil schlechtes 5G-Netz

    Autor: Chevarez 11.02.22 - 14:36

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohne Abstimmung zwischen den Fahrzeugen wird das nichts mit autonomen
    > Fahren. Wenn du zb in der Stadt 100% Unfallsicher fahren willst, darfst du
    > maximal 10kmh schnell sein. Nur dann kann eine KI das Fahrzeug schnell
    > genug stoppen, wenn zb ein Kind auf die Strasse läuft.
    >


    Das stimmt halt so nur alles gar nicht. Wo kommt denn diese Vermutung bitte her? Das Kind, das auf die Straße läuft hat i. d. R. kein WLAN oder xG-Verbindung, um irgendwie zur früheren Erkennung beitragen zu können. Demnach muss ein autonom agierendes Fahrzeug eben genau das auch sein. Autonom. Und das funktioniert auch deutlich besser, als es jeder Mensch könnte.

    Car2X-Kommunikation ist was Tolles und die Sensorik anderer Verkehrsbeteiligter mitnutzen zu können kann enorm zur Sicherheit und besseren Verkehrsflüssen beitragen. Aber es ist und darf kein Muss-Kriterium für autonome Fahrzeuge sein. Denn diese Infrastruktur kann auch ausfallen. Und auch dann muss das Fahrzeug Unfälle bei regulären Geschwindigkeiten verhindern können. Und das hat schon gut funktioniert, da stand noch nicht ein 5G-Transceiver. Die Automobilindustrie bekommt gerade aber nicht mal relativ triviale Offline-Funktionen fehlerfrei gebacken. Und dann wollen sie Online-Funktionen. Die sollen erstmal ihre Hausaufgaben machen.

  6. Re: Standort-Vorteil schlechtes 5G-Netz

    Autor: lestard 14.02.22 - 11:15

    Chevarez schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > chefin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Das stimmt halt so nur alles gar nicht. Wo kommt denn diese Vermutung bitte
    > her? Das Kind, das auf die Straße läuft hat i. d. R. kein WLAN oder
    > xG-Verbindung, um irgendwie zur früheren Erkennung beitragen zu können.

    Die parkenden Autos haben vorn und hinten Kameras und andere Sensoren und erkennen, dass zwischen ihnen eine Person hindurchgeht. Sicherlich kann man auch ganz gezielt Kinder erkennen (klein, schnelle Bewegung...). Diese Info wird den fahrenden Autos übermittelt.


    Ich hab nix gegen Kommunikation zwischen den Fahrzeugen, aber warum braucht es dafür ein 5G-Netz? Die relevante Entfernung ist doch weit unter 100 Metern. Das könnten die Autos doch auch direkt untereinander Lösung, ohne Umweg über einen Funkmasten.

  7. Re: Standort-Vorteil schlechtes 5G-Netz

    Autor: Chevarez 14.02.22 - 11:45

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------

    > Die parkenden Autos haben vorn und hinten Kameras und andere Sensoren und
    > erkennen, dass zwischen ihnen eine Person hindurchgeht. Sicherlich kann man
    > auch ganz gezielt Kinder erkennen (klein, schnelle Bewegung...). Diese Info
    > wird den fahrenden Autos übermittelt.
    >
    > Ich hab nix gegen Kommunikation zwischen den Fahrzeugen, aber warum braucht
    > es dafür ein 5G-Netz? Die relevante Entfernung ist doch weit unter 100
    > Metern. Das könnten die Autos doch auch direkt untereinander Lösung, ohne
    > Umweg über einen Funkmasten.

    Yup, gibt dafür ja extra einen dafür spezifizierten WLAN-Standard. Der Hinweis mit den parkenden Autos ist gut. Setzt natürlich voraus, dass alle Autos diese Funktion haben und dass das Kind auch hinter Autos hervorläuft. Denn wenn keine Sensorik parkender Autos das Kind erfassen kann, dann kann auch nichts gemeldet werden. Dann muss der Fahrer oder das Fahrzeug auch autark agieren können. Ganz ohne 5G, Car2Car- oder Car2X-Sensorik. Das muss man also eh entwickeln. Die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen schafft nur einen zusätzlichen Level an Informationen und Sicherheit. Aber primär müssen die Hersteller ihre Systeme erstmal auf Unabhängigkeit entwickeln. Meine Meinung! Da kann der VDA fordern, was er will. Erstmal die eigenen Hausaufgaben machen.

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