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Machen statt Fordern

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  1. Machen statt Fordern

    Autor: Chevarez 11.02.22 - 12:07

    2014 baute Tesla hierzulande die ersten Supercharger und machte sogar kurz darauf viele Patente frei verfügbar. Teslabesitzer der ersten Stunde laden ein Autoleben lang kostenlos Strom. Ionity wurde 2017 gegründet. Der Ausbau dümpelt vor sich hin, die Preise sind recht teuer und die Bezahlung auch unnötig kompliziert. Aber politische Unterstützung fordern.

    Bei den Rohstoffen liegt es auch an den jeweiligen Vertragspartnern, also an Automobilherstellern und deren Lieferkette, wie man sich aufstellt. Hätte man sich vielleicht mal bemüht, lieber etwas mehr auf Versorgungssicherheit zu achten, statt um noch mehr Profit durch Auslagern und Off-Shoring an allen Ecken und Enden. Aber auch hier ohne Scham politische Unterstützung fordern.

    5G ist aktuell nicht relevant für den Erfolg der Digitalisierung der Fahrzeuge. Die Autos müssen nämlich auch ohne 5G in der Lage sein, sich auf den Straßen sicher fortzubewegen. Aber bei vielen Herstellern hört man immer wieder von eklatanten Softwareproblemen schon in den Offline-Systemen. Und dann will man auch noch Online? Erst krabbeln, dann laufen, dann fliegen. Also nicht politische Forderungen stellen, sondern Hausaufgaben machen.

    Dann das Labern über E-Fuels und Wasserstoff? Ja will der VDA und dessen Mitglieder denn auch mal in der Zukunft ankommen, oder irgendwann 2040, abgehängt von allen anderen auf den letzten Verbrennern sitzen und wieder nach politischer Unterstützung schreien? E-Fuels basieren auf Wasserstoff. Diesen zu erzeugen benötigt schon ein Vielfaches an Strom, als der Betrieb eines batterieelektrischen Fahrzeugs. Die Weiterverarbeitung zu E-Fuels benötigt dann nochmal mehr Strom. Und dann muss ich das Zeug ja auch noch von der Anlage in den Tank bringen. Und dann verballere ich die sauteure und energieintensive Plörre bei 20 % Durchschnittswirkungsgrad in einer schmutzigen Verbrennungsmaschine. Ja, nee, is klar!

    Und bis die zur Herstellung benötigten Anlagen und die nötige grüne Energieversorgungsinfrastruktur in relevanter Größenordnung aufgebaut wäre, wären 2 Jahrzehnte vergangen. Sorry, aber 2040 kann man die paar Millionen übrigen Verbrenner auch mit einer Mischung aus E-Fuels (die aber von der Herstellung für die Luftfahrt abfallen) und fossilen Treibstoffen antreiben. Teuer halt, aber wer kein E-Fahrzeug will, der muss halt für Umweltverschmutzung aufkommen. Man sollte aber doch keinesfalls eine E-Fuels-Industrie über 20 Jahre dediziert für PKWs aufbauen, nur um dem Automobilherstellern ein "Weiter so" zu ermöglichen. Das schädigt nachhaltig. Oder wie Frau Müller so schön gesagt hat: "Da entscheide der Markt, was die bessere Technologie sei - und nicht die Politik." Eben! Dann bitte auch danach agieren und nicht versuchen, Politik zu machen.

    "Verlängerung der Innovationsprämie", "Förderprogramm für Wallboxen", "Pendlerpauschale", "Senkung der Stromsteuer"... Ich höre nur "Mimimimi! Politik muss. Wir müssen nichts!" Nein, Frau Müller, lieber VDA, werte Automobilhersteller: Ihr müsst euren Arsch endlich auch mal ohne ständiges Pampern durch uns Steuerzahler hoch kriegen. Denn ohne den Druck werdet ihr immer weniger Konkurrenzfähig. Und dann kauft sich der Deutsche Michel halt nen Hyundai oder Kia. Checkt ihr das denn nicht?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.02.22 12:14 durch Chevarez.

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