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Mit Sanktionen hat das wenig zu tun

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  1. Mit Sanktionen hat das wenig zu tun

    Autor: Genie 03.03.22 - 00:09

    Dass Apple, Nike, Netflix, Disney etc. etc. ihre Dienste & Produkte nicht mehr in Russland anbieten, hat weniger damit zu tun, dass diese Unternehmen Russland von sich aus sanktionieren, sondern sie bekommen schlicht ihr Geld, was sie in Russland einnehmen würden nicht aufs eigene Konto bzw. droht es von den Russen beschlagnahmt zu werden. Sie handeln also nicht moralisch, sondern rein kapitalistisch.

  2. Re: Mit Sanktionen hat das wenig zu tun

    Autor: ezadoo 04.03.22 - 11:36

    Zum einen das, zum anderen müssten sie wegen dem Verfall des Rubels gegenüber dem Dollar, die Preise schon jetzt um 40% anheben, über die kommenden Wochen wohl noch um einiges mehr.

    Auch besteht die Möglichkeit, dass aufgrund von Sanktionen der Verkauf/Vertrieb von Produkten oder Services für amerikanische und/oder europäische Unternehmen komplett untersagt werden könnte.

  3. Re: Mit Sanktionen hat das wenig zu tun

    Autor: Dakkaron 07.03.22 - 09:59

    Dazu kommt, dass der russische Markt (besonders für teure Produkte) überraschend klein ist.

    Das BIP von Russland ist kleiner als das von Italien. Dazu kommt, dass in Russland die Einkommensungleichheit irrsinnig hoch ist. Das heißt, es gibt insgesamt nicht sonderlich viel Geld, welches Firmen wie Apple abgreifen können, und dieses Geld ist konzentriert auf vergleichsweise wenig Leute.

    Im Jahr 2020 hat Apple z.B. 0.9% seines weltweiten Umsatzes in Russland gemacht.

    Das PR-Risiko, potentiell größere Teile des Westens als Kunde zu verlieren, ist viel höher als die Verluste, die durch die Sanktionen kommen.

  4. Re: Mit Sanktionen hat das wenig zu tun

    Autor: kollege 07.03.22 - 10:08

    Richtig. Lässt sich leicht zusammenfassen: Investitionen in Russland sind einem enorm hohen Risiko ausgesetzt, dem aber keine angemessene Aussicht auf Rendite gegenüber steht - eher im Gegenteil.

  5. Re: Mit Sanktionen hat das wenig zu tun

    Autor: nicoledos 07.03.22 - 14:55

    Unterm Strich sind es die Folgen der Sanktionen. Der Warenverkehr ist erheblich eingeschränkt. Die Kapitalströme sind eingeschränkt. Der Zollaufwand steigt. Dann muss man sicher gehen, dass es garantiert nicht militärisch genutzt werden kann. Dann wären noch die ESG Richtlinien.

    Bekommt man das irgendwie noch hin steigt einem die eigene Belegschaft und die westlichen Kunden aufs dach.

    Wie es sich langfristig entwickelt und welche weiteren Sanktionen folgen ist unsicher.

  6. Re: Mit Sanktionen hat das wenig zu tun

    Autor: Maximilian154 07.03.22 - 15:33

    Weitere Sanktionen können fast nur noch Öl, Gas und Metalle betreffen. Der Rest ist bereits im Außenhandel quasi tot. Meine Firma hat sich gerade von knapp 4000 gut bezahlten russischen Kollegen getrennt (die Firma läuft jetzt eigenständig in Russland weiter). Der schwache Rubel und der politische Konflikt macht eine Kooperation unwirtschaftlich und kommt dem ethischen Forderungen der Angestellten entgegen. Ich denke es geht sehr vielen Firmen so.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.03.22 15:35 durch Maximilian154.

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