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Leider ein Problem bei OpenSource

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  1. Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: lala1 15.03.22 - 09:49

    es gibt 3 oder 4 verschiedene Lösungen für ein Problem und alle sind sie halbgar.
    Lieber wäre mir eine gut nutzbare Lösung die z.B. Adobe was entgegensetzen könnte anstatt eine große Auswahl.
    Praktisch sind Shotcut,Openshot und Kdenlive ähnlich. Ein einziges stabiles Projekt wäre mir da am liebsten.
    Auswahl ist oft auch Ressourcenverschwendung finde ich persönlich. Wie gut das geht sieht man bei Blender - eine Software, man arbeitet sich ein (auch wenns nicht unbedingt einfach ist), es wird in der Industrie eingesetzt und es geht kontinuierlich und auf hohem Niveau weiter in der Entwicklung.

  2. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: ubuntu_user 15.03.22 - 10:05

    lala1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > es gibt 3 oder 4 verschiedene Lösungen für ein Problem und alle sind sie
    > halbgar.
    > Lieber wäre mir eine gut nutzbare Lösung die z.B. Adobe was entgegensetzen
    > könnte anstatt eine große Auswahl.
    > Praktisch sind Shotcut,Openshot und Kdenlive ähnlich. Ein einziges stabiles
    > Projekt wäre mir da am liebsten.
    > Auswahl ist oft auch Ressourcenverschwendung finde ich persönlich. Wie gut
    > das geht sieht man bei Blender - eine Software, man arbeitet sich ein (auch
    > wenns nicht unbedingt einfach ist), es wird in der Industrie eingesetzt und
    > es geht kontinuierlich und auf hohem Niveau weiter in der Entwicklung.

    naja gibt ja auch NIH-Syndrom und wenn man Spaß daran sowas zu entwickeln kann man das ja auch open source machen. So entstehen viele Projekte.
    War ja bei office software auch so. OpenOffice kam ja nur durch sun zustande.
    ich glaube open source funktioniert nicht so gut bei größeren "Produkten" wie Spiele, Medienanwendung, etc. besser bei Infrastruktursachen wie Texteditor, Compiler, Toolkits, etc

    Dass es verschiedene Programme gibt ist ja okay, dann kann man sich ja an die Bedienung gewöhnen wo es einem am besten gefällt.
    Man sollte nur viel mehr an Schnittstellen schaffen, dass import/export, drag&drop usw zwischen den tools funktioniert.
    Im Prinzip bräuchte es da ein bisschen mehr koordinierung. Hätte mir gewünscht canonical würde mal sowas machen, statt mir/unity/ubuntu phone, da wäre nämlich auch ne marktlücke weil es das bisher nicht gibt. Dazu vielleicht noch ne alternative cloudlösung.
    Im Prinzip braucht man ne große firma die dahinter steht wie sun bei openoffice

  3. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: robos 15.03.22 - 10:09

    Ja, es ist wirklich eine schlimme Welt, in der Leute in ihrer Freizeit einfach das machen, was sie wollen und es nicht mit einem Milliardenunternehmen aufnehmen. Ich verstehe auch nicht, warum die nicht genau deine Anforderungen umsetzen - die haste denen doch schon bestimmt 2 Mal in dem Forum hier erklärt! Sind aber auch wirklich undankbare Programmierer, die.

    Zynismus aus: bei Blender gibt es von Anfang an eine koordinierende Stelle und wenn Leute da mithelfen dann erkennen die diese Stelle an. Super - toll - nur leider nicht überall da.
    Was fehlt sind Koordinatoren.
    Im normalen IT Alltag ist das für Koordinatoren/Projektmanager schon schwierig: Leute an Zeitabläufe versuchen zu halten, Projektziele nicht aus den Augen verlieren etc.
    Da sind aber a) die Beteiligten (auch monetär) dran interessiert, dass das Projekt fertig wird. Und der Koordinator kriegt für seine Mühe Schmerzensgeld (=Gehalt).
    Wenn man jetzt Koordinator bei einem Open Source Projekt werden will dann kriegt man a) kein Geld, b) wollen u.U. die Leute einen gar nicht als Koordinator, c) sehen die u.U. die Zeitabläufe anders und, wieder auf oben zu beziehen, machen es ja d) nur in ihrer Freizeit und damit nicht kontinuierlich.

    Googles Summer of Code hat was geholfen in der Hinsicht da Koordinierung, ein Ziel und Geld gegeben wurde. Das verliert aber, so mein Eindruck, irgendwie auch den Schwung.

    Prof. Klaus Knopper könnte was machen - mein Anschrieb in dieser Hinsicht hat er nicht beantwortet.

    Ist also schwierig.

    Zwei wichtige Hinweise noch: ich benutze quasi ausschließlich Open Source (ab und an muss ich für Kunden Windows booten um was zu testen - schauder!) und ich hasse Google. Aber: wenn was gut gemacht wird/wurde sollte man das anerkennen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.03.22 10:11 durch robos.

  4. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: John2k 15.03.22 - 10:16

    robos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, es ist wirklich eine schlimme Welt, in der Leute in ihrer Freizeit
    > einfach das machen, was sie wollen und es nicht mit einem
    > Milliardenunternehmen aufnehmen. Ich verstehe auch nicht, warum die nicht
    > genau deine Anforderungen umsetzen - die haste denen doch schon bestimmt 2
    > Mal in dem Forum hier erklärt! Sind aber auch wirklich undankbare
    > Programmierer, die.

    Für die Akzeptanz von Open Source wäre es vermutlich besser, wenn man Programmierer halt Programmierer und nicht UI-Designer spielen lässt. Die beiden ergänzen sich gut, aber ein Programmierer bekommt halt nicht zwangsweise ein gutes Ui-design hin. Irgendwie funktional ja, aber das wars auch.

    Klar können sie das machen, was sie wollen, aber sie verfolgen doch ein Ziel damit, oder nicht? Ziel wird es sein, dass viele die Software nutzen.

  5. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: robos 15.03.22 - 10:21

    ubuntu_user schrieb:
    > Im Prinzip braucht man ne große firma die dahinter steht wie sun bei
    > openoffice

    Was es bräuchte wären bezahlte Koordinatoren (und ja, hatte auch seit 2006 auf Ubuntu gehofft).
    Wenn die Projekte, die Geld schon bekommen (Apache Foundation, Linux Foundation, Mozilla, Blender, ...), Geld für Koordinatoren bereitstellen würden dann würden die bezahlten Koordinatoren natürlich an deren Projekten arbeiten, wären aber auch für andere Projekte da. Win Win.
    Aber so ist die Welt halt nicht. Mozilla verballert 500 Mio./Jahr - für was?!

  6. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: theFiend 15.03.22 - 10:25

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Für die Akzeptanz von Open Source wäre es vermutlich besser, wenn man
    > Programmierer halt Programmierer und nicht UI-Designer spielen lässt.

    Letztlich hat man Probleme auf mehreren Ebenen. Das von Dir angesprochene ist eines davon. Es ist halt schwer es mit der Erfahrung und Manpower von Adobe aufzunehmen.
    Dazu kommt, das man im Medienbereich halt quasi von Beginn an mit Adobe "lernt", und so völlig an deren Bedienung herangeführt wird. Die Einarbeitung in andere Software kostet wirklich viel Mühe und Zeit. Hab ich die letzten Jahre gelernt, als ich beim Videoschnitt auf DaVinci umgestiegen bin. Und ich bin da vorher nichtmal besonders tief im Thema gewesen. Aber Adobe zieht halt bestimmte Bedienungsregeln über die komplette Programmpalette, und deshalb ist es für Anwender einfacher sich auch in ein anderes Programm von Adobe reinzufuchsen, wenn es benötigt wird.

  7. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: fanreisender 15.03.22 - 10:27

    robos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Was fehlt sind Koordinatoren.

    Und Verfasser von Dokumentationen.

    Mithin die Arbeiten, die keinen Spass machen. Ist aber nun einmal so, kann man nicht wegdiskutieren.

  8. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: ubuntu_user 15.03.22 - 10:32

    robos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was es bräuchte wären bezahlte Koordinatoren (und ja, hatte auch seit 2006
    > auf Ubuntu gehofft).
    > Wenn die Projekte, die Geld schon bekommen (Apache Foundation, Linux
    > Foundation, Mozilla, Blender, ...), Geld für Koordinatoren bereitstellen
    > würden dann würden die bezahlten Koordinatoren natürlich an deren Projekten
    > arbeiten, wären aber auch für andere Projekte da. Win Win.
    > Aber so ist die Welt halt nicht. Mozilla verballert 500 Mio./Jahr - für
    > was?!

    ich glaube wir meinen das Gleiche ^^
    Mozilla macht auch FirefoxOS und so einen Blödsinn. die haben den Schuss komplett nicht mehr gehört. ich glaube die Stiftung ist auch einfach zu groß geworden.

    Die bei canonical sind auch peinlich. Desktopoberfläche hat kein Mensch gebraucht... und die meisten machen lieber noch nen browser oder noch eine distribution.

    aber gearde so ne cloudanbindung wäre doch auch ne möglichkeit Geld zu verdienen...
    Finde ich halt schade, dass es außer blender kaum was großes gibt. die stechen da eher noch heraus. Das funktioniert auch gut unter windows. das bräuchte man eigentlich für alle bereiche.

  9. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: lala1 15.03.22 - 10:36

    "in der Leute in ihrer Freizeit einfach das machen, was sie wollen und es nicht mit einem Milliardenunternehmen aufnehmen."
    Verabschiede dich doch einfach mal von diesem Gedanken. Das ist bei den meisten Opensource Projekten nicht so.
    Da krümelt keiner in seinem Kämmerlein vor sich hin sondern da sind Teams dahinter.

    Das nächste Problem ist, dass es wieder solche merkwürdigen Kommentare. Anstatt mal etwas Einsicht zu zeigen kommt Zynismus herum.
    Am Ende fordere ich nicht sondern habe lediglich festgestellt. Ich gebe dir bei der Koordination Recht. Es fehlt einfach oft jemand der die Fäden in der Hand hält.
    Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht kommen eben 4 Lösungen für ein Problem heraus und keine läuft richtig gut (wo das allerdings doch ganz gut funktioniert sind CMS Systeme)

  10. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: lala1 15.03.22 - 10:39

    > Für die Akzeptanz von Open Source wäre es vermutlich besser, wenn man
    > Programmierer halt Programmierer und nicht UI-Designer spielen lässt. Die

    Auf den Punkt gebracht. Zudem würde ich auch vorschlagen, einfach mehr ganz frech von Pay-Lösungen zu kopieren. Auf ein UI gibts kein Copyright. Also kopiert man was funktioniert.

    > beiden ergänzen sich gut, aber ein Programmierer bekommt halt nicht
    > zwangsweise ein gutes Ui-design hin. Irgendwie funktional ja, aber das wars
    > auch.

    Vollkommen Richtig!

    > Klar können sie das machen, was sie wollen, aber sie verfolgen doch ein
    > Ziel damit, oder nicht? Ziel wird es sein, dass viele die Software nutzen.

    Das Problem ist, wenn man die Software hauptsächlich für die eigene Firma oder für die eigenen Bedürfnisse/Probleme schreibt. Dann hat man eine Lösung die man saugut kennt aber die für andere Nutzer eher schlecht zu nutzen ist.

  11. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: Truster 15.03.22 - 10:45

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mozilla macht auch FirefoxOS und so einen Blödsinn. die haben den Schuss
    > komplett nicht mehr gehört. ich glaube die Stiftung ist auch einfach zu
    > groß geworden.
    stimmt nicht so ganz - wurde 2016 wieder eingestellt. Hätte aber auch klappen können.

    Ich persönlich finde, Mozilla hat einfach zu wenig in die Entwicklung des Browser gesteckt. Firefox wurde immer träger und mit unnötigen Zwangsaddon beglückt, während Chrome an ihnen vorbei raste. Und da sind ihnen die Nutzer kontinuierlich abgewandert.
    >
    > Die bei canonical sind auch peinlich. Desktopoberfläche hat kein Mensch
    > gebraucht... und die meisten machen lieber noch nen browser oder noch eine
    > distribution.
    Also mir gefällt das Konzept sehr gut. Als Unity eingestellt wurde, bin ich zu Fedora gewechselt. Das erste Addon: dash-to-dock. Ich liebe es. Unity war im Wesentlichen nix anderes.
    >
    > aber gearde so ne cloudanbindung wäre doch auch ne möglichkeit Geld zu
    > verdienen...
    > Finde ich halt schade, dass es außer blender kaum was großes gibt. die
    > stechen da eher noch heraus. Das funktioniert auch gut unter windows. das
    > bräuchte man eigentlich für alle bereiche.
    hier hat Canonical stark auf maas, openstack, kubernetes usw gesetzt und soweit mir bekannt ist, machen sie damit viel Kohle.

    Verifizierter Top 500 Poster!

    Signatur von quineloe geklaut!

    Signatur von Gunslinger Gary geraubmordkopiert!0

    Special thanks to Muhaha, the Raubmordneonazi-Modder

  12. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: ubuntu_user 15.03.22 - 10:50

    Truster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > stimmt nicht so ganz - wurde 2016 wieder eingestellt. Hätte aber auch
    > klappen können.

    ne das ganze konzept war schon kaputt.
    einfach wie android nur mit webapps, bzw wie webos nur in schlechter.
    und das wo man mit android schon einen wesentlich besseren konkurrenten hatte.
    ich sehe da keinerlei szenarien wie das hätte funktionieren sollen. Das hat aber auch viel geld gekostet.

    > Ich persönlich finde, Mozilla hat einfach zu wenig in die Entwicklung des
    > Browser gesteckt. Firefox wurde immer träger und mit unnötigen Zwangsaddon
    > beglückt, während Chrome an ihnen vorbei raste. Und da sind ihnen die
    > Nutzer kontinuierlich abgewandert.

    naja ich weiß nicht welche version das war, aber inzwischen ist firefox doch recht flott.
    chrome ist auch nicht schnell ...

    > Also mir gefällt das Konzept sehr gut. Als Unity eingestellt wurde, bin ich
    > zu Fedora gewechselt. Das erste Addon: dash-to-dock. Ich liebe es. Unity
    > war im Wesentlichen nix anderes.

    ich mochte das konzept auch. aber desktops gibts ja schon. multimedia suite nicht

    > hier hat Canonical stark auf maas, openstack, kubernetes usw gesetzt und
    > soweit mir bekannt ist, machen sie damit viel Kohle.

    ja. hat aber nichts mit multimedia zu tun ^^

  13. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: robos 15.03.22 - 10:54

    ubuntu_user schrieb:
    > ich glaube wir meinen das Gleiche ^^
    > Mozilla macht auch FirefoxOS und so einen Blödsinn. die haben den Schuss
    > komplett nicht mehr gehört. ich glaube die Stiftung ist auch einfach zu
    > groß geworden.

    Mozillas Fr. Baker ist das Problem. Die kriegt aktuell was > 2 Mio $ pro Jahr - und reitet Mozilla mehr und mehr in die Kacke. FirefoxOS hat ein 2. Leben als KaiOS - wo Mozilla jetzt als Partner mitmacht. Oder sie verkaufen ein umgelabeltes VPN für doppelten Preis an Leute. Oder schalten MDN ab. Oder oder oder.

    > Die bei canonical sind auch peinlich. Desktopoberfläche hat kein Mensch
    > gebraucht... und die meisten machen lieber noch nen browser oder noch eine
    > distribution.

    Hätten die von Warty Warthog an - was die ja am Anfang gemacht haben! - sich auf eine Desktop-Umgebung mit einem Officeprogramm und einer Fensterdekoration konzentiert hätten dann hätte sogar macOS einpacken können! Dann hätten die die Schnittstellen vorgegeben, hätten bezahlte Leute an die UI und Koordinierung gesetzt und gut.
    Aber: Kubuntu, edubuntu, Mint und noch sieben andere Editionen haben die (zumind. zwischendrin) unterstützt. Und wenn du nun mal Geld für x Leute hast dann kannste die x auf wenige Projekte sinnvoll einsetzen - oder über viele Projekte streichen und nix mehr erreichen. MIR, Snap und Co sogar noch dazu.

    > aber gearde so ne cloudanbindung wäre doch auch ne möglichkeit Geld zu
    > verdienen...

    Nextcloud? Warum baut man da nicht mehr ein?
    Warum kann ich nicht bei einem neuen Android die "Nextcloud Sync" App installieren und die ballert mir meine Kontakte, Kalender, Dateien, Foto-Sync, Fitness-App mit GPS Sync etc. rein?

    > Finde ich halt schade, dass es außer blender kaum was großes gibt. die
    > stechen da eher noch heraus. Das funktioniert auch gut unter windows. das
    > bräuchte man eigentlich für alle bereiche.

    Blender kriegt von div. Leuten (inkl. Adobe) Geld pro Monat und damit zahlen die bezahlte Programmierer. Die Programmierer kriegen wesentlich weniger als sie bekommen könnten - machen das also auch als Goodwill von ihrer Seite.
    Aber, wie von mir oben mal beschrieben, die haben auch seit Anfang an den Koordinator.
    Wie auch der Linux-Kernel den Koordinator hat.
    Arpi Arpard (oder so) hat bei Mplayer am Anfang auch viel koordiniert. Oder Michael Niedermeyer (bei ffmpeg).

    Für UI und Koordination Leute bezahlen und sich, z.B. über Konferenzen wie FOSDEM und ähnliche auf anderen Kontinenten, auf Marschrichtungen festlegen. Freedesktop müsste mal wieder was machen.

  14. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: grumbazor 15.03.22 - 12:37

    Und dazu gehören auch gute Hilfeseiten. Komm ich bei kommerziellen Programmen durch wildes rumklicken nicht weiter hilft es $Programmname und was ich machen will bei der nächstbesten Suchmaschine in die Maske zu zergeln und stumpf das zu machen was beim ersten Treffer steht.

    Bei vielen Opensourceprogrammen landet man in Foren die einem vorschlagen 3 verschiedene Plugins zu installieren (worauf hin ein Kampf entbrennt welches das beste sei) oder sich die benötigte Funktion doch einfach selbst zu schreiben, weil ist ja quelloffen und man kanns ja dann selbst kompilieren. Nur eine einfach Lösung für ottonormalmensch findet sich nicht.

  15. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: ashahaghdsa 15.03.22 - 13:00

    lala1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verabschiede dich doch einfach mal von diesem Gedanken. Das ist bei den
    > meisten Opensource Projekten nicht so.
    > Da krümelt keiner in seinem Kämmerlein vor sich hin sondern da sind Teams
    > dahinter.

    Es gibt viele mit professionellem Team, aber auch sehr viele ohne. Und auch überraschend viele Sicherheitsbibliotheken sind nicht von besonders vielen leuten gewartet. Heartbleed lässt grüßen...

    Hier im Artikel sind eher >50% ohne professionelles Team.

  16. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: unbuntu 15.03.22 - 15:29

    Das ist halt auch ein Vorteil bei den Adobeprodukten. Alles kann zusammenarbeiten. Viele Dinge kann man oft sogar erledigen, ohne Elemente extra speichern zu müssen. Man hat eine Baustelle. Und nicht zehn verschiedene, bei denen man oft auch noch gucken muss, ob die Baustellen sich überhaupt verstehen. Das ist halt kein Ding, das für den Heimanwender wichtig ist, aber als Profi arbeitet es sich so einfach flüssiger.

    Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
    - Albert Einstein

  17. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: unbuntu 15.03.22 - 15:32

    Ein Programmierer ist sogar eher eine der schlechtesten Wahlen für sowas, da er halt mit sehr komplexen Dingen einfach zurechtkommt und sich gar nicht in Otto Normal hineinversetzen kann, der das nicht tut. Wenn ein IT'ler etwas "einfach" findet kann man davon ausgehen, dass es für 98% der Leute immer noch zu kompliziert ist.

    Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
    - Albert Einstein

  18. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: Trockenobst 15.03.22 - 15:40

    lala1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Praktisch sind Shotcut,Openshot und Kdenlive ähnlich. Ein einziges stabiles
    > Projekt wäre mir da am liebsten.

    Unterschiede bei der Lizenz, Programmiersprachen, Ansatz. Die Oberfläche ist der Fun Part, schwierig wird es bei fortgeschrittenen Themen wie Objekt-Tracking, Farbkorrektur. 80% der Top Linux Desktops sind nahezu gleich, aber wegen dem "only my theme is the real theme" hat man den fricken Taschenrechner sicher 1000x neu geschrieben.

  19. Re: Leider ein Problem bei OpenSource

    Autor: Trockenobst 15.03.22 - 15:50

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Letztlich hat man Probleme auf mehreren Ebenen. Das von Dir angesprochene
    > ist eines davon. Es ist halt schwer es mit der Erfahrung und Manpower von
    > Adobe aufzunehmen.

    Als einer sich aufmachte das Chaos mit Eventbehandlung quer durch Linux zu lösen, wurde er zum Feind Nummer 1. Am Ende hat er sich durchgesetzt, auch wenn noch viele angenudelt sind. Viele haben die Probleme nicht sehen wollen und ihre angeblichen "Unixoiden" Lösungsansätze funktionieren häufig nur mit sehr viel Handarbeit die ein Einsteiger nicht tun kann. Wie überall gibt es eben auch hier Widerstände gegen Änderungen, Obrigkeiten.

    Dazu kommt dann noch das man sich als "was Besseres" sieht, aber dann die Leute Darktable oder OpenShot nutzen wollen um nicht Adobe Geld in den Rachen zu werfen. Das sind ganz unterschiedliche Mentalitäten die häufig in Konflikt geraden. Wenn man Featurewünsche liest und feststellt, da wollen Profis kostenlose Software haben, dann muss man entweder damit Leben können oder gehen. Aber was man immer wieder erlebt ist Frust, Dagegen reden oder Sabotage. Es hat seinen Grund warum so viele größere PHP Projekte so viele Forks haben.

    Ich habe bei vielen Projekten aufgehört große komplexe Bug Reports zu schreiben. Die sind für den Mülleimer. Ich nutze Alternativprojekte wie Resolve, Affinity etc. und wenn es sie auch für Linux gibt ist es schön. Aber erwarten tue ich nichts mehr.

  20. Schaut euch auf github Projekt Insights an

    Autor: Stepinsky 15.03.22 - 21:11

    Es könnte hilfreich sein, sich quer durch einige Open Source Projekte auf GitHub zu klicken. In den Insights seht ihr schnell, wo es klemmt...

    robos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dann würden die bezahlten Koordinatoren natürlich an deren Projekten
    > arbeiten, wären aber auch für andere Projekte da. Win Win.

    ala1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da krümelt keiner in seinem Kämmerlein vor sich hin sondern da sind Teams
    > dahinter.
    Nein, es fehlt in den meisten Projekten nicht an einer Koordination, sondern einfach an Leuten die sich freiwillig, ohne Bezahlung, oft ohne rechte Anerkennung an einem Projekt beteiligen. Viele bekannte OS Projekte werden nur von 1-3 Hauptverantwortlichen getragen. Da steht oft kein großes Team dahinter. Da brauchen wir nicht über fehlende Koordinierung sprechen.

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für die Akzeptanz von Open Source wäre es vermutlich besser, wenn man
    > Programmierer halt Programmierer und nicht UI-Designer spielen lässt.
    Ich bin sicher, das sehen viele Projekte auch selbst so. Ich kenne wenig Programmierer, die auch Lust auf Gestaltung haben oder sich mit UI-Design auskennen. Bei kleinen Projekten fehlt dazu die personelle Ausstattung. Bei den großen Projekten liegt das Problem aber an dem verwendeten Framework. Um Plattform-unabhängig zu sein, musst du auf vorhanden Lösungen wie GTK etc zurückgreifen. Der Aufwand für individuelle für OS-angepasste UIs wäre sehr groß. Mangels Ressourcen fokussieren die meisten Projekte dann lieber auf Funktionalität, statt auf "hübsch".

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