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Unintuitiv

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Unintuitiv

    Autor: berritorre 15.03.22 - 17:58

    Sehe ich ähnlich. Man hat natürlich ein Interesse, dass es für einen selbst gut funktioniert. Aber wenn man es veröffentlicht, will man sicher auch, dass es andere nutzen.

    Und ja: Selbst ein Eintrag im Bug-Tracker nimmt Zeit dest Nutzers in Anspruch, was genauso nicht selbstverständlich ist, wie dass der Entwickler seine Zeit in das Projekt steckt. Beide wollen, dass das Projekt funktioniert, besser wird, wächst.

    Hin und wieder kommen dan Leute, die wirklich nur stänkern, die verbanne ich dann irgendwann aus dem Forum, wenn es wirklich zu krass wird. Muss man sich ja nicht geben.

  2. Re: Unintuitiv

    Autor: berritorre 15.03.22 - 17:59

    > wo es an der Dokumentation krangt weil

    Franke? ;-)

  3. Re: Unintuitiv

    Autor: Tiles 16.03.22 - 08:52

    So einfach ist es nicht. Viele Open Source Projekte sind auch Business. Mit einem anderen Geschäftsmodell eben. Blender monetarisiert die Cloud, lässt sich die Entwickler durch Spenden bezahlen, und betreibt Merchandising. Und ähnlich funktioniert das auch bei Linux. Oder man denke an die Mozilla Foundation. Da muss man schon unterscheiden.

  4. Re: Unintuitiv

    Autor: frnz 16.03.22 - 09:18

    nee, wascheinlich Frange.

  5. Re: Unintuitiv

    Autor: Potrimpo 16.03.22 - 10:02

    Tja dann sollten die Personen aus der OSS-Blase, die das ja nur für sich entwickeln, damit aufhören bei kommerziellen Produkten die OSS zu lobpreisen und alle zum Umstieg bewegen zu wollen, z.B. hier im Golem-Forum. Wenn es doch ohnehin nur für einen begrenzten Anwenderbereich gemacht wird, und eben nicht für die Allgemeinheit.

  6. Re: Unintuitiv

    Autor: Trollversteher 16.03.22 - 10:39

    >Interessant, dass du meinst der Community vorschreiben zu können, was sie bei ihrer kostenlosen Arbeit, in ihrer Freizeit, zu bedenken haben. Die Community schreibt die Software genau so, dass sie selbst damit ihre Aufganben bestmöglich erledigen kann. Passen diese Entscheidungen zufällig zu deinen Workflow: Freue dich, Glück gehabt, Geld gespart. Falls nicht: Bringe dich mit ein, und passe die Software deinen Bedürfnissen an. Dann können die andere auch davon profitieren. Oder bleibe gleich bei kommerzieller Software und nerve den Hersteller, wenn dir etwas nicht passt. Dein gutes Recht, hast ja schließlich auch gutes Geld dafür bezahlt.

    Auch hier wieder: Die typische Arroganz und Ignoranz, welche eines der Hauptprobleme in der "Freie Software Szene" sind. ERSTENS sind in erster Linie Grafiker die Hauptnutzer solcher Software und nicht Programmierer. Daher ist die Aufforderung, sich das Programm doch bitte selbst zurecht zu programmieren ziemlich dreist und völlig an der Realität vorbei.
    ZWEITENS: Es geht um den Anspruch dieser Software, ein vollwertiger Ersatz für proprietäre Produkte wie Photoshop zu sein. Dann muss man sie auch daran messen, und "Argumente" wie "Das hat aber doch alles jemand netterweise in seiner Freizeit programmiert eins111elf!!1!!2 sind da völlig überflüssig und unangebracht. Entweder ich nehme ich die Software als seriöse und ernst zu nehmende Konkurrenz ernst, dann muss ich auch die gleichen Anforderungen daran stellen können - oder ich deklassierre sie, wie Du, einfach lapidar zum unprofessionellen Hobbyprojekt eines Freizeit-Entwicklers und verbitte mit jeden Feature-Request, dann darf ich aber auch nicht den Anspruch erheben eine ernst zu nehmende Konkurrenz zum Bezahlprodukt zu sein.

    >Die Community benutz die von ihnen entwickelt Software täglich selbst. Im Unterschied zu kommerzieller Software. Wie viele Entwickler bei Adobe benutzen wohl (abseits von Tests) Photoshop regelmäßig auf professionellem Niveau? Kein (rationeller) Mensch würde in seiner Freizeit nur zum selbstzweck kostenlos an einer Software entwickeln, wenn er nicht selbst davon profitieren würde.

    Und das zweite große Problem bei vielen Open Source Lösungen: Selbstbespaßung zum Selbstzweck. Dann ist es aber, wie vom TE erwähnt, ein Nerd-Projekt für Nerds und keine ernst zu nehmende Alternative für Profi Grafiker-Software. Ich persönlich finde ja, Du tust Gimp damit unrecht indem Du es zum reinen, an den Ansprüchen für den professionellen Einsatz vorbei entwickelten Hobbyprojekt von Nerds für Nerds deklassierst. Vor allem geht dabei soviel Potential verloren - an Blender sieht man nämlich zB, wie aus einem anfänglich sperrigen Nerd-Tool in enger Zusammenarbeit mit den professionellen Anwendern aus der Branche ein richtig gutes, in jeder Hinsicht konkurrenzfähige Profi-Anwendung für die kommerzielle Anwendung werden kann - aber das geht eben nur, wenn eng mit Endanwendern zusammengearbeitet und deren Requirements ernst genommen werden, statt einfach nach Lust und Laune und nur an den eigenen Vorstellungenb orientiert vor sich hin zu friggeln, wie es von Dir hier postuliert wird.

    >Menschen, die lange in einer Branche arbeiten werden auf Dauer auch oft betriebsblind, und meinen irgendwann, dass es nur den EINEN goldenen Weg gibt, eine Funktion umzusetzen. À la, das habe ich immer schon so gemacht, also muss dass der einzig richtige Weg sein!!!!1einself

    Au weia - und noch mehr blinde Nerd Arroganz - Nein, das exakte *Gegenteil* ist der Fall: Bei domainenspezifische Anwendungen wissen die domainenspezifischen Profis, und *nur die* am Besten Bescheid, welcher Workflow für den täglichen professionellen Einsatz am besten taugt. Diese "Ich erziehe meine Nutzer nach meinen Vorstellungen um, der Nutzer hat sich in jedem Fall *meiner* Philosophie zu beugen" - Einstellung ist UI Philosophie aus dem letzten Jahrhundert, und exakt diese Einstellung hat uA verhindert, dass sich Linux als Desktop-Mainstream-Betriebssystem durchsetzen konnte.

  7. Re: Unintuitiv

    Autor: Trollversteher 16.03.22 - 10:50

    >Welches Problem? Dass Leute nicht kostenlos in ihrer Freizeit genau die Software schreiben die du willst? Die meisten Entwickler schreiben die Software für sich selbst und aus gutem Willen heraus, denen ist scheiß egal ob ihre Software bekannt wird und alle Szenarien abdeckt.

    Sorry, aber das ist doch extrem verlogen: Auf der einen Seite wird die Open Source Community nicht müde zu behaupten, man könne auf einem Linux System bzw. mit Open Source Software branchenspezifische Profi Software problemlos ersetzen, aber wenn man dann diese Software nach dem Maßstab von proprietärer Profisoftware misst, kommt immer diese weinerliche "Aber die Entwickler haben doch unendgeltlich in ihrer Freizeit daran gearbeitet11!!11" - Ausrede. Entweder oder, beides geht nicht.

    >Aber genau das ist ja der Vorteil von open source, wenn es dir nicht gefällt änderst du einfach den Code so ab dass es für dich passt. Willst du nicht? Dann beschwere dich auch nicht. Bei kommerziellen Lösungen hast du diese Möglichkeit nicht mal.

    Und exakt das ist ein weiteres großes Problem der "Community": Ein Profi-Grafiker ist in der Regel kein Programmierer. "Friggel Dir Deine gewünschten Features einfach selbst zurecht" ist also völlig daneben. MAl abgesehen davon, dass auch ich zB als Entwickler weder Bock noch Zeit habe, mir meine Profi-Tools selbst zurecht zu stricken - dann greide ich lieber zur kostenpflichtigen Profi-Lösung welche diese Features bereits "out od the box" bietet.
    Bei kommerziellen Lösungen sind diese Features im Übrigen entweder längst seit langem vorhanden, oder die entsprechenden Requests werden zumindest vom Support ernster genommen und in Featurelisten für zukünftige Updates aufgenommen, als das bei einer derart unprofessionellen und arroganten Einstellung wie Du sie hier beschreibst der Fall ist.

    Nochmal: *Entweder* man hat den Anspruch, proprietäre Lösungen ersetzen zu können - dann muss man sich auch daran messen lassen (und dass das zu super Konvergenzen führen kann, hat zB Blender gezeigt) - *oder* man bleibt ein selbstrefernzielles Hobbyprojekt welches nur den eigenen Ansprüchen genügen muss, dann möchte ich aber Bitte in Zukunft in *keiner* Diskussion über professionnele Grafiker-Tools bzw. Linux als Alternative für Profi-Grafiker mehr das übliche "aber Gimp!!11!" zu lesen bekommen...

  8. Re: Unintuitiv

    Autor: Livingston 16.03.22 - 10:52

    protego84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man stelle sich vor bei euch im Dorf macht ein Laden auf der kostenlos Obst
    > und Früchte verschenkt und der Großteil der Leute kommt in den Laden und
    > beschwert sich dass die Äpfel zu sauer und die Bananen zu reif sind.
    >
    > Würde keiner machen, aber bei open source ist das natürlich alles völlig
    > normal.
    >
    > Undankbarkeit nennt man das, nutzt es oder nutzt es nicht und wenn es euch
    > nicht gefällt dann verbessert es selber und hört auf mit diesen ständigen
    > Beschwerden. Verbesserungsvorschläge nutzen so gut wie keinem was,
    > praktische Arbeit ist da gefragt.

    Konstruktive Kritik zu üben, muss doch immer erlaubt sein. Man muss doch sagen dürfen, die Äpfel sind mir zu sauer und die Bananen zu reif, deshalb gehe ich lieber in den anderen Laden und bezahle für mein Obst, dafür schmeckt es mir aber besser. Das hat nichts mit Undankbarkeit zu tun, sondern mit freiem Willen. Vielleicht weiß der Verkäufer gar nicht, dass seine Äpfel zu sauer sind und kann was dran ändern.

    Der Autor dieses Artikels hat doch lediglich seine Erfahrungswerte mit verschiedenen Open-Source-Programmen beschrieben und festgestellt, dass sie für ihn vor allem beim Videoschnitt aufgrund von Performance- und Stabilitätsproblemen oder fehlender Funktionalität momentan nicht infrage kommen.

    Dann eingeschnappt zu sein und zu sagen, macht euren Kram doch selber, kommt mir eher kontraproduktiv vor.

  9. Re: Unintuitiv

    Autor: Tiles 16.03.22 - 12:25

    Interschwäbischional :)

  10. Re: Unintuitiv

    Autor: protego84 16.03.22 - 13:08

    Es gibt aber gar nicht DIE open source community. Wenn ich jetzt sage Golem ist doof dann hat das auch nicht die open source community gesagt sondern ich. Solche Sachen sind immer die Meinungen einzelner Leute und nicht der gesamten community.

    Zu sagen die open source community ist arrogant und hat Probleme ist halt Schwachsinn. Einzelne Leute und mit Sicherheit auch ein paar Projekte haben Probleme aber nicht "die open source community". Ich hab zum Beispiel nie gesagt open source ist ein vollwertiger Ersatz für kommerzielle Lösungen, lediglich dass es für mich gut funktioniert, und ich bin auch Teil der open source community.

  11. Re: Unintuitiv

    Autor: Tiles 16.03.22 - 18:05

    Das stimmt. Generalisierungen sollte man eh vermeiden. Der wichtigste Grundsatz ist und bleibt: erlaubt ist was funktioniert.

    Es gibt aber eben ein paar systemische Eigenheiten wie den fehlenden Marktdruck. Wenn sich ein Open Source Projekt vom User wegentwickelt wird es deswegen noch lange nicht eingestellt. Oder die finanzielle Unterversorgung und damit verbunden die Mitarbeitersuche. Gute UI Designer kosten richtig Geld. Oder dass Open Source Software generell anders strukturiert ist und entwickelt wird als closed Source Software.

    Und natürlich dem Druck der auf einem bekannten Open Source Projekt lastet. Man kann ein Open Source Projekt ja nur dann als Mitmachprojekt verkaufen wenn man die Leute auch wirklich mitmachen lässt. Und wer mitmacht will gern auch seine eigenen Ideen einbringen. Die vielen Köche unter einen Hut zu bringen produziert nicht immer das beste Ergebnis ...

  12. Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

    Autor: Extrawurst 16.03.22 - 18:21

    > Zu sagen die open source community ist arrogant und hat Probleme ist halt Schwachsinn.

    Na ja, du lieferst hier im Thread aber unfreiwillig Munition für dieses Klischee.

    Siehe nur deine Aussage:

    > Naja der Autor hat die Programme teilweise 2 Tage getestet und meinte dann die sind unintuitiv weil er damit sein Projekt nicht fertig bekommt, was soll man dazu noch sagen?

    Genau solche Antworten bekommt man fast immer, wenn man eine Open-Source-Lösung wegen unintuitiver GUI und/oder unausgereiftem Funktionsumfang kritisiert. Da ist man dann ja nur zu blöd sich einzugewöhnen, kann ja gar nicht sein, dass die Software Mängel hat.

    Es braucht da auch nur 1-2 negative Kommentare, um das entsprechende Meinungsbild zu erzeugen. Gut möglich, dass die große Mehrheit einfach schweigt, aber Schweigen nimmt man nicht wahr.

    Ist der gleiche Effekt, der auch zum Klischee des Apple-Fanboys geführt hat.
    Selbst wenn 99 Apple-Nutzer nüchtern und unaufgeregt diskutieren oder einfach nur still mitlesen, fällt dann der eine Depp sofort auf, der allen nicht-Apple-Nutzern Geiz oder Armut unterstellt.

    > Ich hab zum Beispiel nie gesagt open source ist ein vollwertiger Ersatz für kommerzielle Lösungen

    Jain, denn du hast im Konjunktiv den Autor für eben jenes Fazit kritisiert.
    Man kann auch Dinge andeuten, ohne sie konkret auszusprechen.
    Und ja, wenn eine GUI intuitiv ist, sollte man auch nach 2 Tagen zumindest einen grundlegenden Arbeitsfluss erreichen können.

    Ich z.B. bin auch seinerzeit aus dem Stand von Windows auf macOS umgestiegen, und habe mich nach wenigen Stunden an das grundlegendste gewöhnt. Zum Vergleich: Als Windows-Veteran seit Win95 musste ich bei meiner ersten Windows-8-Nutzung googlen, wie man das Teil runterfährt. Und ich war nicht der einzige, "Windows 8 shutdown" war der allererste Suchvorschlag bei allen gängigen Suchmaschinen. Es gab keinen optischen Indikator, kein Tutorial, nix.

    Sowas ist ultimative Definition für unintuitives GUI-Design. Und auch wenn ich nie wieder was so dümmliches wie Windows 8 erlebt habe, gibt es auch in anderen Oberflächen dasselbe Phänomen, wo einfach erwartet wird, dass man aus dem Stand bestimmte Schaltflächen, Gesten oder Tastenkombinationen kennt. Und auch wenn GUI immer ein Stück weit subjektiv sein wird (vor allem, wenn es um reine Optik geht), ist ein selbsterklärender und logischer Aufbau ein objektives Kriterium für gutes GUI-Design. Und ja, OSS versagt da tendenziell öfter, schon deshalb, weil die Nutzerbasis und damit auch das Feedback viel kleiner (und oft auch spezifischer) ist.

  13. Re: Unintuitiv

    Autor: berritorre 16.03.22 - 19:16

    > Gute UI Designer kosten richtig Geld. Oder dass Open Source Software generell
    > anders strukturiert ist und entwickelt wird als closed Source Software.

    Meist liegt es nicht mal am Geld. Angebote in diese Richtung werden gerne auch mal abgelehnt, bzw. wenn das Ergebnis am Dnde irgendwie nicht das ist, was sie sich vorgestellt haben, dann wird das alles ignoriert.

    Sind natürlich nicht alle Projekte/Entwickler so, aber ganz so einfach ist es leider oft nicht. Weil die Entwickler das eben oft zum Spass machen bzw. für sich. Das ist ja auch kein Problem, bremst aber viele Projekte einfach aus. Das muss ja aber durchaus kein Problem für die Community sein, aber für den aussenstehenden Nutzer ist es das dann oft. Da kommt es dann halt drauf an, ob es die Entwickler kratzt oder nicht. Völlig wertungsfrei. Wenn einer sagt "Das Projekt mache ich, weil es mir Spass macht. Wenn es dir taugt gut, wenn nicht Pech gehabt." dann ist das völlig OK. Es darf aber dann auch nicht gejammert werden, wenn es an Unterstützung fehlt bzw. das Projekt halt so vor sich hindümpelt. Dann ist alles Ok.

  14. Re: Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

    Autor: protego84 16.03.22 - 21:18

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Siehe nur deine Aussage:
    >
    > > Naja der Autor hat die Programme teilweise 2 Tage getestet und meinte
    > dann die sind unintuitiv weil er damit sein Projekt nicht fertig bekommt,
    > was soll man dazu noch sagen?
    >
    > Genau solche Antworten bekommt man fast immer, wenn man eine
    > Open-Source-Lösung wegen unintuitiver GUI und/oder unausgereiftem
    > Funktionsumfang kritisiert. Da ist man dann ja nur zu blöd sich
    > einzugewöhnen, kann ja gar nicht sein, dass die Software Mängel hat.

    Nein genau das ist ja der Punkt, niemand würde sich Photoshop installieren und dann nach zwei Tagen aufgeben und sagen es ist zu unintuitiv, man hat ja schließlich Geld dafür bezahlt also kann es gar nicht schlecht sein. Gleichzeitig stellt man dann an open source Lösungen extrem hohe Anforderungen und beschwert sich wenn nicht alles direkt klappt. Müsste man nicht von der Logik her weniger Ansprüche an open source Stellen gerade weil es kostenlos ist und "nur" von Leuten in ihrer Freizeit entwickelt wird? Ich sag nicht dass open source Sachen immer gut sind und man nicht dutzende Sachen verbessern könnte aber wieso gehen Leute immer mit solchen hohen Erwartungen ran und sind dann fast schon enttäuscht wenn es nicht perfekt ist?

  15. Re: Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

    Autor: Tiles 17.03.22 - 08:44

    >Nein genau das ist ja der Punkt, niemand würde sich Photoshop installieren und dann nach zwei Tagen aufgeben und sagen es ist zu unintuitiv, man hat ja schließlich Geld dafür bezahlt also kann es gar nicht schlecht sein.

    Du setzt hier gerade irgendwie ganz selbstverständlich voraus dass Open Source den Closed Source Programmen überlegen ist. Und man die Kaufsoftware nur nutzt weil man sie gekauft hat. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

    Es gibt immer ein viel besseres Programm bei den Closed Source Programmen das den Job leichter, schneller, besser erledigt als das Open Source Pedant, oder überhaupt erst. Ich habe noch keine Ausnahme gefunden. Das ist dann halt eine Kostenfrage. Das nennt sich Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage.

    Und doch. Genau das tue ich mit Software mit der ich nicht klarkomme oder die ihren Job nur sehr schlecht oder gar nicht erledigt. Weg damit. Egal ob Closed oder Open Source. Ich habe hier auch einige Fehlkäufe im Regal stehen. Aber diese Kosten schreibe ich dann eben ab. Weil die Kosten das zu benutzen noch höher wären.

    Als Profi bist du auch sehr oft schon einfach an existierende Pipelines gebunden. Wenn es nur Max, Maya oder Cinema 4D in der Firma und der Pipeline gibt, dann kannst du da nicht einfach Blender auspacken. Das muss in die Pipeline passen. Und wenn du das schon tust, dann sollte es zumindest den Job besser erledigen. Und dann sind wir wieder bei dem Punkt dass es immer ein kommerzielles Tool gibt das den Job schneller, leichter, besser erledigt als das Open Source Programm. Oder überhaupt erst. Das muss sich unterm Strich rechnen.

    Für die Hobbyisten gibts zum Ausprobieren die Demoversionen oder die kleinen Versionen. Und Photoshop kann man ja auch monatsweise mieten.

    Das was du meinst, dieses "ich habe es bezahlt, also nutze ich es auch" ist also so heutzutage gar nicht mehr der Fall. Es hat sich mit Photoshop wirklich das bessere Programm am Markt durchgesetzt.

    >Müsste man nicht von der Logik her weniger Ansprüche an open source Stellen gerade weil es kostenlos ist und "nur" von Leuten in ihrer Freizeit entwickelt wird?

    Mal davon ab dass gerade die grossen Open Source Projekte eben nicht von Leuten in ihrer Freizeit entwickelt werden, dann sollte man aber auch nicht den Anspruch stellen dass Open Source die Welt dominiert, und das selbst dann Profis aufzwängen wollen wenn es überhaupt nicht passt.

    Das ist eine der üblen Begleiterscheinungen bei Open Source. Diese komplett übermotivierten Leute die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, und Profis vorschreiben wollen mit was sie zu arbeiten haben. Und wenn du dann erklärst dass das gar nicht geht hast du keine Ahnung zu haben. Denn was weiss denn schon ein Profi von seinem Job. Das geht mit Linux los, mit Blender weiter, und hört bei Gimp noch lange nicht auf.

    Gimp wird zum Beispiel immer noch von vielen als Alternative zu Photoshop gesehen, selbst vom Autor dieses Artikels. Und das ist es einfach nicht. Es kommt noch nicht mal ansatzweise an den Funktionsumfang und die Usability ran. Und die Plugin und Script Peripherie rechne ich da noch gar nicht rein.

    Mit Gimp konnte man bis 2017 noch nicht mal professionell arbeiten, selbst wenn man wollte. 32 Bit pro Kanal kam erst mit Version 2.10. 15 Jahre nachdem es eine funktioinierende Lösung schon in einem Gimp Fork namens Cinepaint (Film Gimp) gab. Das war den Entwicklern von Gimp aber zu "hacky". Da lässt man die User lieber noch mal 15 Jahre warten ...

    Das kannst du bei Profis nicht bringen. Die müssen ihre Kunden jetzt beliefern. Nicht in 15 Jahren. Das ist das was ich mit dem fehlenden Marktdruck bei Open Source meine. Fehlentwicklungen werden da einfach nicht bestraft. Sondern es wird einfach weitegewurschtelt. Und das betrifft nicht nur Hobbyprojekte. Firefox hat es inzwischen auch unter 20% geschafft. Das war mal der Marktführer. Und Linux kam auf dem Desktop bis heute nicht in die Hufe.

    Ein anderes Beispiel bei Gimp war der gut funktionierende Im- und Export Dialog den die Gimp Entwickler damals ohne Not durch eine viel scheusslichere Lösung ersetzt haben. Ich klicke heute noch ab und zu falsch, auf Save anstatt auf Export. Keiner wollte das Ding. Nur der Entwickler.

    Das ist eben dieser Spagat bei Open Source. Das kann mit den User Bedürfnissen zusammengehn. Muss aber nicht.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.03.22 09:03 durch Tiles.

  16. Re: Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

    Autor: protego84 17.03.22 - 11:07

    Tiles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du setzt hier gerade irgendwie ganz selbstverständlich voraus dass Open
    > Source den Closed Source Programmen überlegen ist. Und man die Kaufsoftware
    > nur nutzt weil man sie gekauft hat. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

    Du hast offensichtlich nicht verstanden was ich geschrieben hab.

    > Es gibt immer ein viel besseres Programm bei den Closed Source Programmen
    > das den Job leichter, schneller, besser erledigt als das Open Source
    > Pedant, oder überhaupt erst. Ich habe noch keine Ausnahme gefunden.

    Musste nach dem Satz erstmal auf deinen Namen schauen, ach Tiles du bist es, hast ja schon in diversen anderen Linux threads rumgetrollt. Rest deines Posts hab ich nicht gelesen, troll wo anders.

  17. Re: Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

    Autor: Tiles 17.03.22 - 17:54

    Tja, wenn Argumente nicht mehr ausreichen und die dowen Fakten gegen einen sprechen muss halt die gute alte Trollkeule her :)

    Armselig. Einfach armselig. Aber gut, wenn du nicht mit mir disuktieren magst, es zwingt dich niemand :)

    >Du hast offensichtlich nicht verstanden was ich geschrieben hab.

    Du hast offensichtlich selber nicht verstanden was du da geschrieben hast ...

  18. Re: Unintuitiv

    Autor: brutos 17.03.22 - 23:48

    Wer Jahre mit Adobe Programme arbeitete, dann auf Programme stößt, welche ähnlich aussehen aber anders bedient werden, kommen eben nicht damit zurecht.

    Sie vergessen, dass sie in den "angelernten" Programme jahrelang hinein gewachsen sind und finden anderes bedienbare Programme eben schlecht bedienbar.

  19. Re: Unintuitiv

    Autor: Tiles 18.03.22 - 08:27

    Das spielt natürlich auch eine gewisse Rolle. Eine gewisse Einarbeitungszeit wird es natürlich bei einem Programmwechsel immer geben. Aber ich wechsle ohne grosse Probleme zwischen closed Source Programmen hin und her.

    Usability unterliegt gewissen Designregeln. Die muss man als UI Designer kennen und können. Ich merke meist sofort wenn ich auf einen Open Source Vertreter stosse der sich nicht an diese Designregeln hält. Die Einarbeitung und auch die Nutzung dauert dann plötzlich viel länger.

  20. Re: Unintuitiv

    Autor: Fwk 18.03.22 - 09:05

    Da schreiben Leute in ihrer Freizeit Software, bieten diese kostenlos an und dann kommt jemand dahergelaufen und mein er möchte eine auf sich angepasste Software ?

    Unglaublich, richtig arrogant.

    Ich bin der Gimp Community dankbar für die arbeit, genauso wie libre & co.

    Wenn man so arrogant ist sollte man einfach bei bezahl Software bleiben und die Klappe halten.
    Zumalal überall seine Ideen und Wünsche mit einbringen kann, ob sie dann auch umgesetzt werden entscheidet die Community.
    Auch bekommt man viel Hilfe und Tutorials zum Beispiel für Gimp.

    Respekt man die Leute die ihre Freizeit dafür hergeben.

    //Edit

    Frage dich Mal Adobe ob sie ihre Software nach deinen Wünschen umgestalten, du zahlst ja auch dafür, Mal sehen was Adobe dazu meint, ich bezweifle dass sie das für dich tun *Kopfklatsch



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.03.22 09:08 durch Fwk.

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