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Wie ökologisch ist e-ink

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  1. Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Fex 24.03.22 - 14:59

    Benutze selbst einen ebook Reader und ab einer gewissen Dauer/ Nutzung ist dieser nachweislich ökologischer als Bücher. Mich würde jedoch mal der ökologische Fußabdruck von e-ink interessieren. Hat da jemand Ahnung oder eine Idee?

    Könnte die Technik nicht doch in weit entfernter Zukunft einige Arten von tablets ersetzen? VG

    Ach ja: und natürlich finde ich es sehr viel angenehmer



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.22 15:00 durch Fex.

  2. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Sharra 24.03.22 - 15:07

    Du kannst damit nur Geräte ersetzen, die mehr oder minder statische Dinge anzeigen. Videos sind damit der absolute Graus. Fotos kannst du dank des eingeschränkten Farbraums auch nur bedingt damit betrachten.
    Und wenn du oft und schnell wechselnde Seiten im Browser z.B. hast, wirst du damit auch nicht wirklich glücklich, weil die Reaktionszeiten einfach massiv höher sind als bei herkömmlichen Displays.

    Für reinen Text sind die Dinger aber unschlagbar. Vor allem eben auch deswegen weil sie keine Refreshs brauchen und somit in keinster Weise flimmern. Einfach deutlich angenehmer für die Augen.

  3. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: John2k 24.03.22 - 15:22

    Fex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Benutze selbst einen ebook Reader und ab einer gewissen Dauer/ Nutzung ist
    > dieser nachweislich ökologischer als Bücher. Mich würde jedoch mal der
    > ökologische Fußabdruck von e-ink interessieren. Hat da jemand Ahnung oder
    > eine Idee?
    >
    > Könnte die Technik nicht doch in weit entfernter Zukunft einige Arten von
    > tablets ersetzen? VG
    >
    > Ach ja: und natürlich finde ich es sehr viel angenehmer

    Dann recherchier doch mal.

    Wenn du weißt, wie schwer ein Buch ist, kannst du die Herstellungskosten fürs Papier ausrechnen.
    Danach wird es in die Druckerei transportiert.
    In der Druckerei durchläuft es den Veredelungsprozess, diese Kosten kannst du bei einer Onlinedruckerei grob nachschauen.
    Danach wird es wieder transportiert.
    Dann kommt der Kunde (der sich in den Laden transportiert und wieder zurück oder den Versand nutzt)
    Im Großen und Ganzen sind die Kosten eines Buchs bei hoher Abnahme sicherlich (je nach Art) 1-5¤ (Also da müsste man noch Personalkosten abziehen). Jetzt kann man grob überschlagen, wie viel Co2 Industrien für 1-5¤ freisetzen können. Vieles dieser Prozesse werden vermutlich in Deutschland stattfinden, doch es gibt auch Druckereien in China, die durch den langen Transportweg vermutlich eine schlechtere Bilanz aufweisen. Aber auch nicht dermaßen schlecht, da sicherlich kein Schiff mit nur zwei Containern voller Bücher fährt. Hier müsste man wissen, was ein Container an Schadstoffen emittiert und wie viele Bücher hineinpassen.
    Dann hängt es noch davon ab, wie viele Bücher du pro Jahr liest.
    +Freigabe von Co2 bei Verbrennung oder Verrottung.

    Um vergleichen zu können, brauchst du noch die Daten, wie viel C02 benötigt wird, um elektronische Geräte herzustellen. Irgendwas wird sich da sicherlich finden lassen und grob überschlagen.
    Hier ist es jedoch sehr schwer, da Elektronik viele Edelmetalle benötigt, die eine sehr schlechte Umweltbilanz hinterlassen. Diese werden allerdings nicht vor der Haustür emittiert, sondern fast immer in Schwellenländern, und der finanzielle Vergleich ist da nicht fair.
    Transport, Verkauf , Transport.
    Damit du Bücher abrufen kannst, wird ein riesiges Rechenzentrum vorgehalten.
    Von diesem müsstest du dann anteilig über deine gesamte Nutzungszeit die Stromkosten mit einrechnen.
    Damit du dein Gerät laden kannst, wird eine Infrastruktur vorgehalten, die dir das ermöglicht. Von dieser müsstest du die Bilanz ebenfalls einrechnen.
    Du könntest sie vielleicht verbessern, indem du nur über ein Solargerät lädst. Dochauch davon müsstest du erst die Umweltbilanz ermitteln und eine Anschaffung verschieb es weiter. Dürftest es dann auch gar nicht am Strom laden.
    +Umweltbilanz der Entsorgung nach Lebensende.

    Nur ein paar Gedanken dazu und vielleicht auch die Antwort darauf, warum dir das keine präsentieren wird.

    Es sei denn es hat sich schon jemand mit dem Thema beschäftigt und du gibst die Frage mal bei Google ein ;-)

  4. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Fex 24.03.22 - 15:38

    E-Reader sind ab 10 Bücher pro Jahr ab 3 Jahren Betriebsdauer ökologischer. Da gibt es Quellen für. Auch müsste ein e-Reader in der Herstellung ökologischer sein als tablets.

    Es sollte eher ein Zukunftsausblick sein, ob diese Technologie eventuell mal mehr bieten kann.

    ClearInk bspw. hat 2017 eine Technologie vorgestellt, mit der die Videowiedergabe möglich ist.
    Auch sind flexible Displays möglich. Ich schätze also, dass da noch viel Potenzial schlummert.

    Andere Displays verursachen einfach - egal wie viel HZ - enorme körperliche Beschwerden (gerade im Kindesalter steigen die Zahlen der Augenbeschwerden).
    Außerdem kann e-ink auch passive Lichtquellen nutzen.

  5. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Dwalinn 24.03.22 - 15:42

    Du hättest mehr Zeit ins Lesen und weniger ins schreiben investieren sollen, Buch vs eReader war nicht die Frage. ^^

  6. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Fex 24.03.22 - 16:31

    John2k schrieb, ich soll mich darüber schlau machen. Kannte ich aber bereits und die eingangsfrage habe ich gestellt ;)

  7. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: EWCH 24.03.22 - 17:40

    Generell bildet der Preis eines Produkts den Resourcenverbrauch ganz gut ab.
    Aussnahmen gibt es natuerlich.
    Produktionslaender sind unterschiedlich teuer.
    Patente oder Design Schutz treibt die Preise.
    Manche Firmen haben, hmm, sagen wir mal sehr loyale Kunden (Apple, Prada) und koennen mit hoeherer Marge verkaufen als andere.

  8. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Hotohori 24.03.22 - 21:24

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du kannst damit nur Geräte ersetzen, die mehr oder minder statische Dinge
    > anzeigen. Videos sind damit der absolute Graus. Fotos kannst du dank des
    > eingeschränkten Farbraums auch nur bedingt damit betrachten.
    > Und wenn du oft und schnell wechselnde Seiten im Browser z.B. hast, wirst
    > du damit auch nicht wirklich glücklich, weil die Reaktionszeiten einfach
    > massiv höher sind als bei herkömmlichen Displays.
    >
    > Für reinen Text sind die Dinger aber unschlagbar. Vor allem eben auch
    > deswegen weil sie keine Refreshs brauchen und somit in keinster Weise
    > flimmern. Einfach deutlich angenehmer für die Augen.

    Lies seinen Post noch einmal, er ging nicht vom Ist-Zustand aus sondern zukünftig. Die Technik wird sich in Zukunft sicherlich weiter entwickeln. Wie lange es dauern wird, dass sie die Probleme der Technik in den Griff kriegen, kann man natürlich nur schwer einschätzen.

  9. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Sharra 25.03.22 - 00:41

    Wenn überhaupt wird es duale Systeme geben, bei denen die Anzeige für Videos etc über dem E-Ink Display liegen wird, und dann transparent geschaltet wird, wenn das E-Ink übernimmt.
    Ich glaube nicht, dass Videos oder auch nur Scrollen auf einer Webseite in absehbarer Zeit auf einem E-Ink Spass machen werden. Das ist dafür einfach die falsche Technik. Die Umschaltzeiten sind im Vergleich zu anderer Displaytechnik einfach bauartbedingt gigantisch.
    Sollte also nicht jemand ein völlig neues System aus der Taufe heben, das alle Vorteile vereinigt, sehe ich da schwarz.

  10. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: series3 25.03.22 - 08:05

    Genau, nach etwa 25-30 Büchern ist ein E-Bookreader ökologischer als die gedruckten Varianten.

  11. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Dwalinn 25.03.22 - 09:04

    Das meine ich, hatte auf John2k geantwortet.
    Gerade mobil ist das immer schwer zu sehen

  12. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Avarion 25.03.22 - 09:50

    Fex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Könnte die Technik nicht doch in weit entfernter Zukunft einige Arten von
    > tablets ersetzen? VG

    Denke das wird kein Problem. Wenn ich mir alleine die Reaktionsgeschwindigkeit meines reMarkable ansehe dann sieht man das eInk auch schnell sein kann. Ist natürlich noch nicht perfekt und das Gerät ist nur s/w aber Farbe zeigen andere Hersteller schon. Ich gehe davon aus das in 10 Jahren ein Gerät da ist das ausreichend Farbe (wenn vielleicht auch nicht 16 Millionen Farben) und Reaktionszeit hat um damit halbwegs schlierenfrei Videos ansehen zu können.

  13. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Sharra 25.03.22 - 12:23

    Du müsstest für Video MINDESTENS 24 Änderungen pro Sekunde Hinbekommen. Dein Display schafft nicht mal ein zehntel würde ich mal schätzen.

    Damit es die Leute annehmen, müsste so ein Display 60Hz hinbekommen. Ich wäre sehr überrascht, wenn E-Ink das zu meinen Lebzeiten noch hinbekommt, und ich hab noch ein paar Jahrzehnte vor mir, wenn nichts dazwischen kommt.

  14. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Ely 25.03.22 - 13:08

    Die sind sehr ökologisch. Ich nutze ein Gerät mit Color E Ink, ein Boox Nova 3 Color. Da läuft Android 10 oder 11 drauf und installiert habe ich die Kindle-App und lese mit dem Gerät auch Magazine (z. B. GEO). Das Ding ersetzt also sehr viel Papier und die Ökobilanz pendelt daher recht schnell ins Positive. Dazu gibt es den sehr geringen Energieverbrauch, draußen bei Sonne ist auch die Farbdarstellung sehr gut.

    Das farbfähige Kaleido-Display entspricht dem S/W Carta-Display, da ist nur ein Farbfilter drauf, eine bedruckte transparente Folie, also keine zusätzliche Technik.

    Je mehr gelesen wird, desto schneller geht‘s mit der Ökologie.

  15. Re: Wie ökologisch ist e-ink

    Autor: Avarion 26.03.22 - 17:13

    Ich kann die Geschwindigkeit nicht wirklich abschätzen. Aber ich habe keine Verzögerung zwischen dem Bewegen des Stiftes und dem erscheinen der Linie, selbst wenn ich den Arm zügig bewege. Gemessen an meinem vorherigen wo ich eine Lücke zwischen der Stiftspitze und dem Beginn der Linie bei normalen langsamen Schreiben sehen konnte ist das jetzt schon beeindruckend.

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