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Technophilie ohne Ethik

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  1. Technophilie ohne Ethik

    Autor: Spieltheoretiker 06.01.07 - 11:04

    Sozialwissenschaft und Geisteswissenschaft sind auch Wissenschaften. Langsam sollte sich die Menschheit fragen, wo eine übermäßige Technikliebe ohne jede Ethik uns denn hinführen soll. Wollen wir wirklich zu den Sternen reisen, uns von Robotern bedienen lassen oder ewig leben? Die Mächtigen sollten sich fragen, was nützt die totale Macht, wenn man sie nur über willenlose Borgs ausüben kann oder ist es die Freude am Leid des Anderen? Fragen über Fragen...

  2. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: waq 06.01.07 - 12:19

    > Sozialwissenschaft und Geisteswissenschaft sind
    > auch Wissenschaften.

    Und? Haben sie Nachwuchsschwierigkeiten?

  3. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: KaTH 06.01.07 - 12:37

    Spieltheoretiker schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Sozialwissenschaft und Geisteswissenschaft sind
    > auch Wissenschaften. Langsam sollte sich die
    > Menschheit fragen, wo eine übermäßige Technikliebe
    > ohne jede Ethik uns denn hinführen soll. Wollen
    > wir wirklich zu den Sternen reisen, uns von
    > Robotern bedienen lassen oder ewig leben? Die
    > Mächtigen sollten sich fragen, was nützt die
    > totale Macht, wenn man sie nur über willenlose
    > Borgs ausüben kann oder ist es die Freude am Leid
    > des Anderen? Fragen über Fragen...


    Das ist zwar alles schön und recht was du schreibst - aber unser Wohlstand kommt nicht von Sozialwissenschaft + Geisteswissenschaft. Wir werden unseren Lebensstandard auch nicht halten können wenn wir Technik in Frage stellen. Denn unsere Industrie kann nur Produkte herstellen die irgendwann auch mal ein Naturwissenschaftler/Maschinenbauer/... entwickelt hat. Die haben unseren Wohlstand erzeugt - nicht die Skepsis an der Technik. Ich denk um das geht’s auch in diesem Artikel.

    Ich geb dir aber recht man sollte sich schon Gedanken machen, wohin die Technik gehen soll. Was ist das Ziel?

  4. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Rainer Mühsam 06.01.07 - 13:08

    KaTH schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Spieltheoretiker schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Sozialwissenschaft und Geisteswissenschaft
    > sind
    > auch Wissenschaften. Langsam sollte sich
    > die
    > Menschheit fragen, wo eine übermäßige
    > Technikliebe
    > ohne jede Ethik uns denn
    > hinführen soll. Wollen
    > wir wirklich zu den
    > Sternen reisen, uns von
    > Robotern bedienen
    > lassen oder ewig leben? Die
    > Mächtigen sollten
    > sich fragen, was nützt die
    > totale Macht, wenn
    > man sie nur über willenlose
    > Borgs ausüben
    > kann oder ist es die Freude am Leid
    > des
    > Anderen? Fragen über Fragen...
    >
    > Das ist zwar alles schön und recht was du
    > schreibst - aber unser Wohlstand kommt nicht von
    > Sozialwissenschaft + Geisteswissenschaft. Wir
    > werden unseren Lebensstandard auch nicht halten
    > können wenn wir Technik in Frage stellen. Denn
    > unsere Industrie kann nur Produkte herstellen die
    > irgendwann auch mal ein
    > Naturwissenschaftler/Maschinenbauer/... entwickelt
    > hat. Die haben unseren Wohlstand erzeugt - nicht
    > die Skepsis an der Technik. Ich denk um das geht’s
    > auch in diesem Artikel.
    >
    > Ich geb dir aber recht man sollte sich schon
    > Gedanken machen, wohin die Technik gehen soll. Was
    > ist das Ziel?


    Die Arbeitslosigkeit! Seit der Erfindung des ersten Werkzeuges/Hilfsmittels. Utopia, die Maschinen arbeiten für uns, menschliche Arbeit ist auf ein Minimum reduziert und er widmet sich seinen Musen. Jeder bekommt Bürgergeld, steuerliche Einnahmen kommen nur noch aus einer Quelle, der Konsumsteuer, die entsprechend hoch sein wird. Durch die Ablösung der Menschen durch die Maschinen, bei der Arbeit, und dem Bürgergeld, entsteht wieder Kleinkunst und -kultur. Gaukler werden wieder durch die Straßen wandern und Musikanten spielen vor Freude an einem schönen Tag. - Doch sowas denken sich die Geisteswissenschaftler aus, die Naturwissenschaftler sollen es entdecken, erfinden und ermöglichen ;)

    Geisteswissenschaftliches wird viel zu wenig gelehrt, dabei würde ein Philosophieunterricht für alle, ab der Grundschule, gar nicht schaden, im Gegenteil, das wäre der Knackpunkt für vieles. Ein Volk mündiger, aufgeklärter, selbstbestimmter Weltbürger, das ürden wir werden :)

  5. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Spieltheoretiker 06.01.07 - 14:09

    Rainer Mühsam schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Geisteswissenschaftliches wird viel zu wenig
    > gelehrt, dabei würde ein Philosophieunterricht für
    > alle, ab der Grundschule, gar nicht schaden, im
    > Gegenteil, das wäre der Knackpunkt für vieles. Ein
    > Volk mündiger, aufgeklärter, selbstbestimmter
    > Weltbürger, das ürden wir werden :)
    >

    Eine Sozial-Philosophie zu entwickeln und zu lehren wäre vermutlich eher richtig. Das Verständnis von Philosophie in seiner Ganzheit kann nämlich nur so gut sein, wie es die Qualität der Zustände ermöglicht.

  6. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Rainer Mühsam 06.01.07 - 14:32

    Spieltheoretiker schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Rainer Mühsam schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Geisteswissenschaftliches wird viel zu
    > wenig
    > gelehrt, dabei würde ein
    > Philosophieunterricht für
    > alle, ab der
    > Grundschule, gar nicht schaden, im
    > Gegenteil,
    > das wäre der Knackpunkt für vieles. Ein
    > Volk
    > mündiger, aufgeklärter, selbstbestimmter
    >
    > Weltbürger, das ürden wir werden :)
    >
    > Eine Sozial-Philosophie zu entwickeln und zu
    > lehren wäre vermutlich eher richtig. Das
    > Verständnis von Philosophie in seiner Ganzheit
    > kann nämlich nur so gut sein, wie es die Qualität
    > der Zustände ermöglicht.
    >
    >

    Eine Sozial-Philosophie ist aber wieder ein System, sogar ein Systemimmanentes, aus einer kurzen Zeitspanne heraus geboren. Ohne jetzt "Philosophie" konkretisieren zu wollen, geht es mir um die abstrakten Tugenden der Philosophie, wie das abstrake, aber auch konkrete Denken, vor allem das selbständige Denken, um dialektische Prinzipien, um Logik, und um das begreifen von Wertesstemen, Moral und Menschsein. Alle Themen müssen abgedeckt werden und frei bleiben: Metaphysik, Ethik und Erkenntnistheorie.

  7. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Rainer Mühsam 06.01.07 - 14:43

    Rainer Mühsam schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Spieltheoretiker schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Rainer Mühsam schrieb:
    >
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    >
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    >
    > >
    > Geisteswissenschaftliches wird viel zu
    >
    > wenig
    > gelehrt, dabei würde ein
    >
    > Philosophieunterricht für
    > alle, ab der
    >
    > Grundschule, gar nicht schaden, im
    >
    > Gegenteil,
    > das wäre der Knackpunkt für
    > vieles. Ein
    > Volk
    > mündiger, aufgeklärter,
    > selbstbestimmter
    >
    > Weltbürger, das ürden
    > wir werden :)
    >
    > Eine
    > Sozial-Philosophie zu entwickeln und zu
    >
    > lehren wäre vermutlich eher richtig. Das
    >
    > Verständnis von Philosophie in seiner
    > Ganzheit
    > kann nämlich nur so gut sein, wie es
    > die Qualität
    > der Zustände ermöglicht.
    >
    > Eine Sozial-Philosophie ist aber wieder ein
    > System, sogar ein Systemimmanentes, aus einer
    > kurzen Zeitspanne heraus geboren. Ohne jetzt
    > "Philosophie" konkretisieren zu wollen, geht es
    > mir um die abstrakten Tugenden der Philosophie,
    > wie das abstrake, aber auch konkrete Denken, vor
    > allem das selbständige Denken, um dialektische
    > Prinzipien, um Logik, und um das begreifen von
    > Wertesstemen, Moral und Menschsein. Alle Themen
    > müssen abgedeckt werden und frei bleiben:
    > Metaphysik, Ethik und Erkenntnistheorie.
    >

    @Utopia
    Ach ja, und ohne eine entsprechende geistige Reife, braucht man nicht denken, dass ein Utopia umsetzbar ist, auch wenn die Technik dafür da wäre. Denn eine solche Gesellschaft, wie auch immer diese nun konkreter aussehen mag, bedarf der Tiefe um etwas aus sich zu machen, aus der "Freiheit", sonst versumpft sie schlicht.

  8. es werden einfach alle wissenschaften gebraucht...

    Autor: asas 06.01.07 - 15:07

    ...naja fast alle, und zwar in einem guten/gesunden gleichgewicht!

  9. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: sadasas 06.01.07 - 15:12

    man sieht ja was passiert wenn die menschen nicht mehr denken (wollen). Darum sind geisteswissenschaften wichtig und sollten schon möglichst früh in verständlicher und alltagsbezogener form unterrichtet werden (unser deutschlehrer tat dies übrigens ein bisschen.) DAS INTERESSE FEHLT _SICHER_ NICHT! Fast alle Leute interessieren sich für solche themen wie z.b. der sinn des lebens, morale entscheidungen wie abtreibungen etc...

  10. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Lori 06.01.07 - 15:28

    sadasas schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Fast alle Leute
    > interessieren sich für solche themen wie z.b. der
    > sinn des lebens, morale entscheidungen wie
    > abtreibungen etc...

    Ja nur kann man einem 5-jährigen einfach sagen: "Der Sinn des Lebens ist es für das Wohl des Führers zu sorgen" und er glaubt das vermutlich (siehe Nordkorea). Ein 5-jähriger kann zwischen Philosophie und Ideologie noch nicht unterscheiden.

  11. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Josef 06.01.07 - 16:21

    Rainer Mühsam schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > KaTH schrieb:
    > --------------------------------------------------
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    > > Spieltheoretiker schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Sozialwissenschaft und
    > Geisteswissenschaft
    > sind
    > auch
    > Wissenschaften. Langsam sollte sich
    > die
    >
    > Menschheit fragen, wo eine übermäßige
    >
    > Technikliebe
    > ohne jede Ethik uns denn
    >
    > hinführen soll. Wollen
    > wir wirklich zu
    > den
    > Sternen reisen, uns von
    > Robotern
    > bedienen
    > lassen oder ewig leben? Die
    >
    > Mächtigen sollten
    > sich fragen, was nützt
    > die
    > totale Macht, wenn
    > man sie nur über
    > willenlose
    > Borgs ausüben
    > kann oder ist
    > es die Freude am Leid
    > des
    > Anderen?
    > Fragen über Fragen...
    >
    > Das ist
    > zwar alles schön und recht was du
    > schreibst -
    > aber unser Wohlstand kommt nicht von
    >
    > Sozialwissenschaft + Geisteswissenschaft. Wir
    >
    > werden unseren Lebensstandard auch nicht
    > halten
    > können wenn wir Technik in Frage
    > stellen. Denn
    > unsere Industrie kann nur
    > Produkte herstellen die
    > irgendwann auch mal
    > ein
    > Naturwissenschaftler/Maschinenbauer/...
    > entwickelt
    > hat. Die haben unseren Wohlstand
    > erzeugt - nicht
    > die Skepsis an der Technik.
    > Ich denk um das geht’s
    > auch in diesem
    > Artikel.
    >
    > Ich geb dir aber recht man
    > sollte sich schon
    > Gedanken machen, wohin die
    > Technik gehen soll. Was
    > ist das Ziel?
    >
    > Die Arbeitslosigkeit! Seit der Erfindung des
    > ersten Werkzeuges/Hilfsmittels. Utopia, die
    > Maschinen arbeiten für uns, menschliche Arbeit ist
    > auf ein Minimum reduziert und er widmet sich
    > seinen Musen. Jeder bekommt Bürgergeld,
    > steuerliche Einnahmen kommen nur noch aus einer
    > Quelle, der Konsumsteuer, die entsprechend hoch
    > sein wird. Durch die Ablösung der Menschen durch
    > die Maschinen, bei der Arbeit, und dem Bürgergeld,
    > entsteht wieder Kleinkunst und -kultur. Gaukler
    > werden wieder durch die Straßen wandern und
    > Musikanten spielen vor Freude an einem schönen
    > Tag. - Doch sowas denken sich die
    > Geisteswissenschaftler aus, die
    > Naturwissenschaftler sollen es entdecken, erfinden
    > und ermöglichen ;)
    >
    > Geisteswissenschaftliches wird viel zu wenig
    > gelehrt, dabei würde ein Philosophieunterricht für
    > alle, ab der Grundschule, gar nicht schaden, im
    > Gegenteil, das wäre der Knackpunkt für vieles. Ein
    > Volk mündiger, aufgeklärter, selbstbestimmter
    > Weltbürger, das ürden wir werden :)
    >

    Da gebe ich dir Recht Rainer. Solange die meisten Menschen 8-12 Std. am Tag monotone, primitive Tätigkeiten zu verrichten haben, fehlt es ihnen meist an Zeit und Energie Kreatives zu schaffen.
    Auch die Motivation bleibt oftmals auf der Strecke, da die Anerkennung der Gesellschaft ausbleibt, solange mit diesen Tätigkeiten kein Geld verdient wird.
    Nehmen wir den Wandel, der sich vor geraumer Zeit mit der Entdeckung des Ackerbaus vollzog. Es mussten dann eben nicht mehr alle Männer auf die Jagd, um die Gemeinschaft mit Essen zu versorgen, da durch den Ackerbau eine größere Menge Nahrung mit weniger Personalaufwand möglich wurde.
    Dadurch hatten mehr Menschen die Möglichkeit sich kreativ zu betätigen, sodaß weitere Erfindungen, neue technische Hilsmittel Einzug in die Gesellschaft nehmen konnten.

  12. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Spieltheoretiker 06.01.07 - 17:31

    Ich empfehle euch mal die folgenden
    beiden Spiegel-Online-Visionen für das Jahr 2067:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,457884,00.html
    und
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,458045,00.html

    Viel Spaß

  13. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Tier 2.0 06.01.07 - 17:59

    Ich finde da drigendere Fragen:

    Wollen wir uns weiterhin mit Nahrungsmitteln vollpmpen die Antibiotika enthalten?

    Wollen wir unsere Energeipolitik wirklich primär aus Öl ud Kohle ausrichten?

    Wollen wir wirklich unseren Wohlstand basierend auf der Ausbeutung weniger entwickelter Länder?

    Da sind mir Roboter und der Mars erstmal Wumpe solange Marktwirtschaft durch zweifelhaften Methoden beasiert und der Mensch / bzw. Völker immernoch ihren Vorteil aus der Ausbeutung anderer ziehen. Im Großen wie im Kleinen. Ob Einzelpersonen oder Organisationen udn Firmen. Die Menscheit ist moralisch eigentlich kaum weiter als im Mittelalter.
    Wir könnten alle Menschen ernhren, es bräuchte keine Kriege. Aber davon sind wir weit entfernt. Der eigene Vorteil und Bereicherung ist immernoch wichtiger als das Wohl der gesamten Menscheit. Solange das so ist sind wir immernoch die primitiven Affenartigen die eien möglichst gute angesehene Position im Klan ergattern wollen. Deswegen tun wir alles für Prestige und Ansehen. Tiere halt. Daran ändert auch keine Technik etwas. Sie befriedigt auch nur niedere tierische Triebe.

  14. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Rainer Haessner 06.01.07 - 19:43

    Hallo,

    > Sozialwissenschaft und Geisteswissenschaft sind
    > auch Wissenschaften. Langsam sollte sich die
    > Menschheit fragen, wo eine übermäßige Technikliebe
    > ohne jede Ethik uns denn hinführen soll. Wollen
    > wir wirklich zu den Sternen reisen, uns von
    > Robotern bedienen lassen oder ewig leben? Die
    > Mächtigen sollten sich fragen, was nützt die
    > totale Macht, wenn man sie nur über willenlose
    > Borgs ausüben kann oder ist es die Freude am Leid
    > des Anderen? Fragen über Fragen...

    Deine Fragen in allen Ehren.
    Leider ist die Sachlage viel ernster und zumindest wir in D und
    in einigen anderen Laendern neigen dazu, die zu uebersehen.
    Es geht schlicht und einfach ums simple Ueberleben, die Basis
    nicht nur der Ethik.
    In Anbetracht der teilweise sehr bequemen Ausbeutung natuerlicher
    Ressourcen vergessen wir, dass die endlich sind. Manche davon
    sogar sehr endlich.
    Langfristig hilft natuerlich nur ein 100%ig geschlossener
    Kreislauf, von dem wir freilich meilenweit entfernt sind.
    99,98% (von denen wir ebenso meilenweit entfernt sind) reichen
    definitiv nicht!
    Ja, was soll man denn in dieser Situation anstellen? Zurueck
    in die Hoehlen und fortan von der bewaehrten Photosynthese
    leben? Jedenfalls, solange unsere Sonne funktioniert. Nun ja,
    wieviele Hoehlen gaebe es denn so?
    Momentan koennen wir uns wirklich nur wie die Heuschrecken von
    der einen auf die naechste endliche Ressource stuerzen. Tun
    wir das nicht, ist in weniger als 100 Jahren finito. Diese -
    selbstredend unbefriedigende Aktion - funktioniert nur unter
    Einsatz massiver Forschung.
    Ob bei dieser permanenten Hatz denn einmal das Ziel einer
    wirklich 100%igen Kreislaufs erreicht wird? Ich denke, wir
    werden die Antwort auf diese Frage zu Lebzeiten nicht
    erfahren


  15. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Theoto 06.01.07 - 20:51

    Rainer Haessner schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hallo,
    >
    > > Sozialwissenschaft und Geisteswissenschaft
    > sind
    > auch Wissenschaften. Langsam sollte sich
    > die
    > Menschheit fragen, wo eine übermäßige
    > Technikliebe
    > ohne jede Ethik uns denn
    > hinführen soll. Wollen
    > wir wirklich zu den
    > Sternen reisen, uns von
    > Robotern bedienen
    > lassen oder ewig leben? Die
    > Mächtigen sollten
    > sich fragen, was nützt die
    > totale Macht, wenn
    > man sie nur über willenlose
    > Borgs ausüben
    > kann oder ist es die Freude am Leid
    > des
    > Anderen? Fragen über Fragen...
    >
    > Deine Fragen in allen Ehren.
    > Leider ist die Sachlage viel ernster und zumindest
    > wir in D und
    > in einigen anderen Laendern neigen dazu, die zu
    > uebersehen.
    > Es geht schlicht und einfach ums simple
    > Ueberleben, die Basis
    > nicht nur der Ethik.
    > In Anbetracht der teilweise sehr bequemen
    > Ausbeutung natuerlicher
    > Ressourcen vergessen wir, dass die endlich sind.
    > Manche davon
    > sogar sehr endlich.
    > Langfristig hilft natuerlich nur ein 100%ig
    > geschlossener
    > Kreislauf, von dem wir freilich meilenweit
    > entfernt sind.
    > 99,98% (von denen wir ebenso meilenweit entfernt
    > sind) reichen
    > definitiv nicht!
    > Ja, was soll man denn in dieser Situation
    > anstellen? Zurueck
    > in die Hoehlen und fortan von der bewaehrten
    > Photosynthese
    > leben? Jedenfalls, solange unsere Sonne
    > funktioniert. Nun ja,
    > wieviele Hoehlen gaebe es denn so?
    > Momentan koennen wir uns wirklich nur wie die
    > Heuschrecken von
    > der einen auf die naechste endliche Ressource
    > stuerzen. Tun
    > wir das nicht, ist in weniger als 100 Jahren
    > finito. Diese -
    > selbstredend unbefriedigende Aktion - funktioniert
    > nur unter
    > Einsatz massiver Forschung.
    > Ob bei dieser permanenten Hatz denn einmal das
    > Ziel einer
    > wirklich 100%igen Kreislaufs erreicht wird? Ich
    > denke, wir
    > werden die Antwort auf diese Frage zu Lebzeiten
    > nicht
    > erfahren
    >
    >
    Da hast du sicher nicht Unrecht, aber vielleicht eröffnen uns z.B. neue Erkenntnisse der Genetik die Möglichkeit das Problem von der anderen Seite anzugehn.
    Beispiele:
    -Nehmen wir an, wir hätten eine neue Eiszeit. Statt zu versuchen den Menschen mit Kohle, Gas, Atomkraft usw. die Bude warm zu halten, würde der Mensch "einfach" genetisch an seine Umwelt angepasst werden. Für ihn wären dann bspweise -30° ähnlich erträglich wie für uns +20°.
    -Oder nehmen wir an durch das Schmelzen der Polkappen wäre die Erde zu 90% mit Wasser bedeckt. Warum den Menschen von morgen nicht einfach ein paar Kiemen verpassen usw.

    Bisher wurde eher versucht die Umwelt an den Menschen möglichst anzupassen, warum nicht den Menschen mehr an die jeweils gegebene Umwelt anpassen, wenn die technischen Vorraussetzungen vorhanden wären?!


  16. JA!

    Autor: sdfe 06.01.07 - 21:22

    klar wollen wir das alles

    die welt ist millionen von jahren ohne ethik ausgekommen, nur wir menschen finden sowas toll, kA warum

    eigendlich wirft sie nur probleme auf

    Bsp.:
    aids und hunger in afrika

    rein objektiv gesehen das beste was der erde bei überbevölkerun passieren kann,

    afrika voll
    seuche
    afrika leer
    platz für andere


    aber nein wir müssen immer weiter medizin und essen runter schicken ;)

    is nich meine meinung, aber das zeigt mal wie ethik mehr probleme aufwirft als sie löst

  17. Re: JA!

    Autor: Rainer Mühsam 06.01.07 - 22:27

    sdfe schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > klar wollen wir das alles
    >
    > die welt ist millionen von jahren ohne ethik
    > ausgekommen, nur wir menschen finden sowas toll,
    > kA warum
    >
    > eigendlich wirft sie nur probleme auf
    >
    > Bsp.:
    > aids und hunger in afrika
    >
    > rein objektiv gesehen das beste was der erde bei
    > überbevölkerun passieren kann,
    >
    > afrika voll
    > seuche
    > afrika leer
    > platz für andere
    >
    > aber nein wir müssen immer weiter medizin und
    > essen runter schicken ;)
    >
    > is nich meine meinung, aber das zeigt mal wie
    > ethik mehr probleme aufwirft als sie löst


    Man siehe den Beitrag von sdfe, auch wenn es "vielleicht" nur ein Trollversuch ist, aber ich befürchte der junge Mann meint es ernst, das wäre mit Philosophie ab der Grundschule "wahrscheinlich" nicht passiert ;)

  18. Re: JA!

    Autor: Dideldumm 06.01.07 - 22:33

    sdfe schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > klar wollen wir das alles
    >
    > die welt ist millionen von jahren ohne ethik
    > ausgekommen, nur wir menschen finden sowas toll,
    > kA warum
    >
    > eigendlich wirft sie nur probleme auf
    >
    > Bsp.:
    > aids und hunger in afrika
    >
    > rein objektiv gesehen das beste was der erde bei
    > überbevölkerun passieren kann,
    >
    > afrika voll
    > seuche
    > afrika leer
    > platz für andere
    >
    > aber nein wir müssen immer weiter medizin und
    > essen runter schicken ;)
    >
    > is nich meine meinung, aber das zeigt mal wie
    > ethik mehr probleme aufwirft als sie löst
    Sischer, die Welt ist schwarz-weiss.
    Platz für andere. Könnte man auch so verstehen: unser Volk braucht Raum.
    Weit hergeholt? Naja, genauso falsch interpretiert, wie die Realität von dir. Aber ebenso plausibel. Ist Plausibilität denn also nun die Weisheit aller Dinge? Oder sollte man doch weiterdenken, und zwar an das, von dem man eben keine Ahnung hat, es aber trotzdem Realität ist.
    Worin liegt also dein Denkfehler...

    Sokrates: "Ich weiß, daß ich nichts weiß!"

  19. Re: Technophilie ohne Ethik

    Autor: Dideldumm 06.01.07 - 23:08

    KaTH schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das ist zwar alles schön und recht was du
    > schreibst - aber unser Wohlstand kommt nicht von
    > Sozialwissenschaft + Geisteswissenschaft.
    Sondern von?
    Keine Antwort parat...seltsam. Anstatt das Ganze zu betrachten, differenzierst du, schließt Dinge aus der Gesamtheit heraus. Das entspricht nicht der Realität.

    > Wir
    > werden unseren Lebensstandard auch nicht halten
    > können wenn wir Technik in Frage stellen.
    Genausowenig wie die Geisteswissenschaften und alles andere, was man ausschließen kann.

    > Denn
    > unsere Industrie kann nur Produkte herstellen die
    > irgendwann auch mal ein
    > Naturwissenschaftler/Maschinenbauer/... entwickelt
    > hat.
    Aha, also bist du ein rein materiell denkender Mensch, der alles andere als Blödsinn abtut. Ganz nach dem Motto: was ich nicht sehe, gibt es auch nicht. <LOL>

    > Die haben unseren Wohlstand erzeugt - nicht
    > die Skepsis an der Technik. Ich denk um das geht’s
    > auch in diesem Artikel.
    Sicher geht es darum nicht. Das hast du hineininterpretiert durch deine Differentierung.

    > Ich geb dir aber recht man sollte sich schon
    > Gedanken machen, wohin die Technik gehen soll. Was
    > ist das Ziel?
    Und wie macht man sich Gedanken? Richtig: durch den Geist. Nenne es Verstand, gesunden Menschenverstand, oder was auch immer. Es sind Benennungen.
    Auf den Punkt gebracht: ohne Einbeziehung ALLEM, also auch der Geisteswissenschaften, geht nüscht voran.

    Da alles mit allem zusammenhängt kann man nichts ausschliessen, schon gar nicht, das, von dem man nicht einmal weiß, daß es existiert.
    Was man nicht versteht ist auch nicht automatisch Blödsinn. Vielleicht ist man selber nur unzulänglich, warum auch immer (Bewußtsein), es zu verstehen.

  20. Re: JA!

    Autor: superfluence 07.01.07 - 05:20

    Rainer Mühsam schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > sdfe schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > klar wollen wir das alles
    >
    > die welt
    > ist millionen von jahren ohne ethik
    >
    > ausgekommen, nur wir menschen finden sowas
    > toll,
    > kA warum
    >
    > eigendlich wirft
    > sie nur probleme auf
    >
    > Bsp.:
    > aids
    > und hunger in afrika
    >
    > rein objektiv
    > gesehen das beste was der erde bei
    >
    > überbevölkerun passieren kann,
    >
    > afrika
    > voll
    > seuche
    > afrika leer
    > platz für
    > andere
    >
    > aber nein wir müssen immer
    > weiter medizin und
    > essen runter schicken
    > ;)
    >
    > is nich meine meinung, aber das
    > zeigt mal wie
    > ethik mehr probleme aufwirft
    > als sie löst
    >
    > Man siehe den Beitrag von sdfe, auch wenn es
    > "vielleicht" nur ein Trollversuch ist, aber ich
    > befürchte der junge Mann meint es ernst, das wäre
    > mit Philosophie ab der Grundschule
    > "wahrscheinlich" nicht passiert ;)

    Ach?

    Philosophie ist keine Wissenschaft des Guten und Netten, sondern die Wissenschaft des Wissens. In der Philosophie stellt es kein Problem da, alle Menschen zu töten, nur um das Leben eines einzelnen zu retten. Natürlich gibt es viele Philosophen, die für das Wohl der Gemeinschaft eintreten - und diese werden in der heutigen Zeit gerne gelesen und gerne gelehrt. Es gibt aber auch jede Menge Philosophen, die das wohl des einzelnen über das Wohl der Gemeinschaft stellen.

    z.B.:

    Karneades ist der Meinung, das man im Fall eines Schiffbruchs einem anderen die Rettende Planke wegziehen soll um selbst zu überleben.

    Hobbes spricht vom Kampf jeder gegen jeden

    Außerdem sollte man nicht vergessen, das wir keinerlei Problem damit zu haben scheinen, den Großteil der Menschheit in Dreck und Armut Leben zu lassen, nur damit es einigen wenigen gut geht. Doch warum sollte dem auch so sein. Das oberste Prinzip der Demokratie ist die SELBSTERHALTUNG - und zwar Innerstaatlich betreffend das Individuum, aber auch nur so lange, wie es dem Souverän nicht im Weg steht (der Souverän muss keine Einzelperson sein).

    ps.: Fall dich das Thema interessiert, dann warte auf die nächste Ausgabe unseres Magazins. ;-)




    ———————————
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    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.01.07 05:21 durch superfluence.

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