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Was soll der Scheiß?

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  1. Was soll der Scheiß?

    Autor: Hantilles 09.05.22 - 07:33

    Ich bin großer Befürworter der E-Mobilität und habe wenig Verständnis dafür, wer heute neu noch reine Verbrenner anschafft. Aber diese Förderungsabsicht ist völliger Unsinn.

    Das Problem ist doch nicht, dass E-Autos noch immer zu teuer wären, sondern dass die Industrie nicht ausreichend liefern kann. Wenn überhaupt, dann ist das Problem eher im früheren FDP-Gelaber zu finden, man wolle unbedingt "Technologieoffenheit" fördern.

    Wissing hat keinen Geldscheißer. Sein Ministerium warnt ihn davor, dass er der Bahn das nötige Geld für dringende Investitionen vorenthält. Die braucht er aber dringend, wenn er seine Sektorziele der CO2-Einsparung im Verkehr auch nur annähernd erreichen will.

    Es wird höchste Zeit, hier marktwirtschaftliche Prinzipien anzuwenden und endlich anzufangen, anstatt noch mehr Geld aufs E-Auto zu werfen, die Kosten des existierenden Autoverkehrs auch tatsächlich darauf umzulegen. Wenn Wissing E-Mobilität fördern will, dann soll er doch mal ein Abschmelzen der Privilegierung der Dieselbesteuerung angehen. Oder er erlaubt den Städten die Einführung von City-Maut. Oder die realistische Bepreisung von Anwohnerparken.

    Wenn es eines definitiv nicht braucht: Noch mehr Förderung von E-Autos, die nicht geliefert werden können.

  2. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: aguentsch 09.05.22 - 07:48

    Sehe ich absolut genauso. Wenn mein e-Corsa dieses Jahr nicht mehr geliefert wird, dann nehme ich die Förderung natürlich mit. Aber Sinn macht das nicht.
    Nein, das Zurückfahren der Förderung macht Sinn, der Verehrsminister sollte lieber das Geld in den Ausbau der Bahnkapazitäten stecken.

  3. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: robinx999 09.05.22 - 07:59

    Das mit dem nicht liefern können ist sicherlich ein großes Problem wobei einige Hersteller durchaus noch Lagerfahrzeuge haben, bei Hyundai gibt es sicherlich einige die man so direkt mitnehmen kann.
    Aber die Förderung jetzt zu erhöhen macht mich skeptisch das wird doch eher den Verkauf der jetzigen Lagerfahrzeuge blockieren da die Leute dann lieber warten.
    Das die Autos zu teuer sind stimmt zumindest im Kleinwagen bis Mittelklasse Segment aber durchaus, da ist es wirtschaftlich teilweise schwierig zu argumentieren, zumal es bei den E-Autos oft keine günstigen Einstiegsmodelle gibt nur die besser ausgestatteten Modellvarianten

  4. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: OnlyXeno 09.05.22 - 08:04

    Wann hat ein Politiker das letzte mal was Sinnvolles gemacht? Erst schreien alle das der Sprit teurer werden muss, jetzt wo er langsam den angestrebten Preis erreicht machen Sie ihn wieder billiger und geben jedem 300¤ die dann nächstes Jahr in form von 500 zurück gezahlt werden müssen, weil das Geld einfach gar nicht da ist!
    Was bringt mir denn einmalig 300¤? Das ist einfach nur verbranntes Geld. Jeder der es nötig hat, hat nicht viel davon.

    Jetzt eine anwachsen für die E-Auto Förderung. Was soll das bringen. Jeder der jetzt ein E-Auto kaufen möchte tut das mit dem aktuellen Preis! Ich kaufe keins weil ich keine Lademöglichkeit habe. Würde man bei mir um die Ecke eine Ladesäule hinstellen würde das mehr Anreiz bringen als mehr Geld. Der Strom ist mittlerweile sowieso schon fast genauso teuer wie der Diesel... Und CO2 spar ich auch nicht wenn ich mein Funktionierendes Auto verschrotten lasse um nen E-Auto zu kaufen ...

  5. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: Thamdar 09.05.22 - 08:08

    Sehe das ähnlich, aber lange nicht so optimistisch wie du.

    Die Bahn zu fördern ist natürlich langfristig der sinnigere Weg, aber wann hat denn die Politik mal wirklich weiter als bis zur nächsten Legislaturperiode gedacht? Ausbau von Kapazitäten, Trennung von Regional- und Güterverkehr von den Schnellzügen, Strecken erweitern etc sind alles Punkte, die sicherlich 10 - 20 Jahre dauern werden. Ausschreibungen, passende Trassenführung ohne die rosa getupfte Waldschnepfe zu stören/ohne die Anwohner gegen sich aufzubringen, neue Züge bauen, Bahnhöfe ausbauen etc sind alles Punkte, die sich ewig hinziehen können. Siehe die Kurve Kassel, die seit über 20 Jahren in Planung ist und jetzt endlich einen endgültigen Verlauf erhalten hat, nachdem sie wegen Klagen zig mal neu geplant werden musste. Und das sind nur bummelige 7km Trasse. Wie soll das erst bei einem richtigen bundesweiten Ausbau ablaufen?
    Damit kann sich kein Politiker profilieren und Wahlen gewinnen, und somit wird das auch nur eine untergeordnete Rolle für diese spielen.
    Selbst wenn man da mit Gesetzesänderungen um sich wirft (Abstandsregelungen, Klagemöglichkeiten einschränken) benötigt man immer noch genug Personal und Rohstoffe, um all das zu bewerkstelligen. Und wie es aktuell im Handwerk mit verfügbarem Personal aussieht ist ja auch kein Geheimnis.

    Mit Geld auf E-Autos werfen funktioniert da schon besser. Es hat einen (geringen) kurzfristigen Nutzen, die Leute bestellen sich weniger Verbrenner und man kann noch anführen, dass man damit mehr CO2 spart, als mit dem von der FDP so ungeliebten Tempolimit. Wenn man die Förderung noch als Abwrackprämie definieren würde, gäbe es auch nicht mehr so viele Nutznießer dieses Systems. Bisher kann man sich ja einfach ein E-Auto kaufen, es sechs Monate fahren und zum Neupreis ins Ausland verkaufen, und damit auch effektiv die Fördergelder abgreifen. Das wäre nicht möglich, wenn man im Gegenzug einen alten Gebrauchten abgeben müsste.

    Nützt natürlich alles nichts, wenn man aktuell bis zu 18 Monate auf ein E-Auto oder einen Hybrid warten muss. Das ist vielleicht auch ein Grund für die geforderte Verlängerung und Erhöhung, damit die Leute jetzt nicht aufhören zu bestellen, da sie ja nächstes Jahr "nur" noch die 4.000¤ abrufen können.

  6. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: Kondratieff 09.05.22 - 08:11

    Ich teile einige der genannten Punkte, sehe aber die Förderung mit Blick auf den Markt aber nicht ganz so kritisch.
    Der Reihe nach:

    Hantilles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich bin großer Befürworter der E-Mobilität und habe wenig Verständnis
    > dafür, wer heute neu noch reine Verbrenner anschafft. Aber diese
    > Förderungsabsicht ist völliger Unsinn.

    Das (empathische) Verständnis habe ich heute schon noch, da ich sowohl die demographische Verteilung der Population als auch die Anschaffungskosten für viele E-Autos kenne - ich habe Ende 2021 selbst eins bestellt, auf das ich bis Ende 2023 warten darf.

    Was ich damit sagen möchte: Sehr viele der Autofahrenden können sich schlicht die hersteller- bzw. (vor allem momentan) händlerseitig aufgerufenen Preise schlicht nicht leisten.
    >
    > Das Problem ist doch nicht, dass E-Autos noch immer zu teuer wären, sondern
    > dass die Industrie nicht ausreichend liefern kann.

    Das Problem ist auch, dass die Industrie nicht liefern kann. Ja, wir haben eine Ressourcenknappheit, aber die Knappheit ist in meiner Wahrnehmung krasser als der Anstieg der Nachfrage. Man muss sich nur anschauen, wieviele Verbrenner die Hersteller auch weiterhin umsetzen.

    > Wenn überhaupt, dann ist das Problem eher im früheren FDP-Gelaber zu finden, man wolle
    > unbedingt "Technologieoffenheit" fördern.

    Das ist vielleicht auch ein Problem. Aber ich sehe nicht die direkte Verbindung zu VW, der einen Kleinstwagen (e-Up) für 28000¤ verkaufte. Da verstehe ich jeden, der für 22000¤ weniger einem gebrauchten Kleinstwagen mit Reihendreizylinder-Benzinmotor kauft. Oder eine gebrauchte Kompaktklasse für 10000¤. Oder gar einen Skoda Superb Combi als Jahres-Familienwagen eben für den Preis eines e-Up.

    > Wissing hat keinen Geldscheißer. Sein Ministerium warnt ihn davor, dass er
    > der Bahn das nötige Geld für dringende Investitionen vorenthält. Die
    > braucht er aber dringend, wenn er seine Sektorziele der CO2-Einsparung im
    > Verkehr auch nur annähernd erreichen will.

    Da stimme ich zu. Aber nicht alle wohnen in der Stadt und können bequem zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit ÖPNV zur Arbeit etc. Das Auto wird auch zukünftig für die vielen Personen auf dem Land eine wichtige Rolle spielen. Und da wäre es von Vorteil, wenn sie nicht mit Diesel, sondern elektrisch unterwegs wären.
    >
    > Es wird höchste Zeit, hier marktwirtschaftliche Prinzipien anzuwenden und
    > endlich anzufangen, anstatt noch mehr Geld aufs E-Auto zu werfen, die
    > Kosten des existierenden Autoverkehrs auch tatsächlich darauf umzulegen.

    Ja, das müsste man eigentlich mit allem machen, d.h. auch mit Kleidung, Essen etc.

    > Wenn Wissing E-Mobilität fördern will, dann soll er doch mal ein
    > Abschmelzen der Privilegierung der Dieselbesteuerung angehen.

    Zustimmung.

    > Oder er erlaubt den Städten die Einführung von City-Maut. Oder die realistische
    > Bepreisung von Anwohnerparken.

    Auch hier stimme ich zu. Aber es gibt nicht nur Städte (s.o.). Es ist für mich symptomatisch, dass immer wieder „die Stadt“ ins Zentrum gestellt wird. So als gäbe es die Menschen auf dem Land nicht. Dieser blinde Fleck hat schließlich ganz handfeste Konsequenzen, nicht nur, was den Klimawandel betrifft, siehe Pegida, AfD etc.
    >
    > Wenn es eines definitiv nicht braucht: Noch mehr Förderung von E-Autos, die
    > nicht geliefert werden können.

    Irgendwann wird sich die Situation vielleicht auch wieder „normalisieren“ und Kapazitäten werden aufgestockt bzw. umgelegt. Dann wird auch wieder mehr verkauft werden können, sofern die Fahrzeuge auch wirklich erschwinglich sind. Und für letzteres ist eine Förderung aus meiner Sicht, in Verbindung mit den anderen von dir genannten Punkten, nicht verkehrt. Wir nehmen für andere Projekte Kredite auf, wieso denn nicht dafür, wenn wir es damit schaffen, die CO2-Bilanz mittel- bis langfristig signifikant zu verbessern?

  7. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: Aurora_momo 09.05.22 - 08:13

    OnlyXeno schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Strom ist mittlerweile sowieso schon fast genauso teuer wie der
    > Diesel... Und CO2 spar ich auch nicht wenn ich mein Funktionierendes Auto
    > verschrotten lasse um nen E-Auto zu kaufen ...

    Genug leute hier im Portal haben vorgerechnet und gezeigt, dass der Strom nicht teurer ist, zumal die Strompreise grade runter gehen.

    Wenn du dein funktionierendes Auto verschrotten lässt, stimmt ich dir zu. Nicht ein Auto meiner ganzen Großfamilie wurde bisher verschrottet, zwei weiß ich fahren jetzt in Afrika ^^ Der schrottplatz macht grundsätzlich den schlechtesten preis, da immer jemand interesse an funktionierenden autos hat. Vor allem wenn er noch de tauglich ist.

  8. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: BlindSeer 09.05.22 - 08:16

    Eigentlich hieß es schon bei der letzten großen Preissteigerung, dass ein Benzinpreis von über 2¤ volkswirtschaftliche Schäden anrichten würde. Hatte mich gewundert, dass es jetzt (inflationsbereinigt) nicht mehr so sein soll, oder davon nicht mehr die Rede war.
    Wie andere schon schrieben gibt es im Einsteigersegment derzeit eigentlich nichts. Gerade bezahlbare Familienkutschen fehlen komplett. Es gibt Kleinwagen und Luxusschlitten, aber dazwischen? Gerade die Pläne für das Abschaffen der Prämie stand doch auch schon in der Kritik als "Ahja, jetzt wo sich die Reichen Hausbesitzer alle eindecken konnten und der Ausbau der Ladeinfrastruktur los geht sollen die Kleinen sehen wo sie bleiben". Eventuell wäre eher eine Anpassung der Preisobergrenze sinnvoll. Nur noch Autos bis 25 oder 30k¤ werden gefördert.

  9. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: BlindSeer 09.05.22 - 08:17

    Diese Rechnungen gelten aber in der Regel für Heimlader die nicht auf die öffentlichen Säulen angewiesen sind.

  10. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: BlindSeer 09.05.22 - 08:19

    Was habe ich am Wochenende gerade erst im Radio gehört? Die Bahn hat es geschafft letztes Jahr 2km neue Strecke zu bauen (Saniert, aufgearbeitet und repariert wurde mehr).

  11. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: Aurora_momo 09.05.22 - 08:21

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Rechnungen gelten aber in der Regel für Heimlader die nicht auf die
    > öffentlichen Säulen angewiesen sind.

    Also bei der öffentlichen bei mir in der nähe sinds 15¤ für 200km, (komplett vollladen und 200km reichweite), das macht bei einem benzinverbrauch von 5l/100km = 10l =20¤. Diese bei mir ist schon teuer und nur ein beispiel. Normalerweise hat man verträge mit den Säulen in seiner nähe.

  12. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: BlindSeer 09.05.22 - 08:23

    Der Vertragsdreck gehört IMHO sowieso abgeschafft und die Anbieter in direkte Konkurrenz an der Säule, wobei Säulenbetreiber, Stromanbieter und Autohersteller auch zu trennen sind. Aber ich weiß dass diese Meinung nicht so verbreitet ist.

  13. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: TrollNo1 09.05.22 - 08:24

    Ich könnte in der Garage laden, hab aber kein Geld für ein neues E-Auto. Somit wäre für mich ein möglichst billiges E-Auto das bessere Angebot.

    Ist halt bei jedem anders.

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  14. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: AllDayPiano 09.05.22 - 08:28

    Die Förderung muss weg, da stimme ich dir zu. Das Geld gehört in die Bahn.

    Zum Dieselprivileg gehört allerdings auch das Privileg bei der Besteuerung von Benzinern. Die muss auch endlich fallen. Die Steuer muss unabhängig vom Hubraum und Kraftstoff werden. Einzig entscheidend: CO2 Ausstoß und Emissionen, also auch Lautstärke, gewichtet nach Ihrer Schädlichkeit.

    Und gegen eine Citymaut bin ich klar dagegen. Ich habe, genauso wie alle anderen, den Ausbau finanziert und damit auch ein Nutzungsrecht. Wenn eine Stadt keinen Durchfahrtverkehr haben will, müssen sie entsprechend agieren. Hier müssen die Hürden niedriger werden. Die Bund/Kommunenzugehörigkeit sollte reformiert werden. Die Zwangsenteignung muss vereinfacht werden, um entsprechende nachgewiesen notwendige Umbauten deutlich schneller durchführen zu können. Und zwar für Infrastruktur allgemein. Im Nachbardorf wird seit 20 Jahren an der Umgehung geplant, aber irgend ein gieriger Bauer stellt sich immer quer, der denkt, dass sein Acker nicht 15 Euro pro m2 wert ist, sondern 400 (aktueller Grundstückspreis für Hausbau).

    Auch das Recht, Verkehr ganz aussperren zu dürfen, fehlt Gemeinden. Aber dann gilt das für alle, außer Anwohner.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung.

  15. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: RRZEurope 09.05.22 - 08:28

    Aurora_momo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > OnlyXeno schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Genug leute hier im Portal haben vorgerechnet und gezeigt, dass der Strom
    > nicht teurer ist, zumal die Strompreise grade runter gehen.

    Strom wird beim mir irgendwie 20% teurer - aber wir hier im Norden (wo wir 120% Ökostrom haben) zahlen ja auch über unseren Strom die Stromtrassen nach Bayern - sinnvoll

    Ausserdem war mein vollausgestatteter SUV mit 20k¤ billiger als ich für einen 4-sitzigen-eAuto-Kleinwagen bezahlt hätte, ausserdem habe ich 50¤ Bezinkosten im Monat - da soll mir mal einer Ausrechnen, wie sich der id.3 irgendwie bei mir rechnen sollte ...

  16. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: nightmar17 09.05.22 - 08:33

    Statt die Autos zu fördern, könnten die auch das Geld in eine öffentliche Ladeinfrastruktur stecken und hier einfach mehr ausbauen.

  17. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: Conqi 09.05.22 - 08:34

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch hier stimme ich zu. Aber es gibt nicht nur Städte (s.o.). Es ist für
    > mich symptomatisch, dass immer wieder "die Stadt" ins Zentrum
    > gestellt wird. So als gäbe es die Menschen auf dem Land nicht.

    Das ist doch überhaupt nicht wahr. Es gibt auf dem Land schlicht weniger was man verkehrstechnisch tun kann. Elektroautos verbreiten sich jetzt schon immer mehr. Man muss einen Wachstumsmarkt, der mit dem Produzieren kaum hinterherkommt, nicht mit immer größeren Prämien überschütten.
    Zumal E-Autos zwar das CO²-Problem lösen können mittelfristig, aber bei Flächenversiegelung, Reifenabrieb, Kosten der Infrastruktur, Verletzte/Tote im Straßenverkehr und all den Punkten auch keine Verbesserung darstellen. Das E-Auto als Allheilmittel für Verkehr und Umwelt ist etwas, was nur in Elon Musks Kopf stimmt.

    Man stelle sich alleine mal vor wie viele Jahreskarten für den ÖPNV man mit einer 10.000¤ E-Auto-Prämie finanzieren könnte. Davon hätte die Umwelt definitiv mehr.

  18. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: BlindSeer 09.05.22 - 08:40

    Und wie soll der Schichtarbeiter der sich die Wohnung in der Stadt nicht leisten kann um 6 bei der Arbeit sein, wenn der erste Bus um 7 kommt, um Schüler zur Schule zu bringen? ;) ist ein Bus, der flexibel genug ist um die Leute zum nächsten Laden zu bringen und zu anderen Terminen auch dann umweltfreundlich, wenn nur eine Person drin sitzt?

    Die Betrachtungen müssen immer regional sein, die Umstände mit einbeziehen wie das Einzugsgebiet, Einweohnerstrukturen, usw. Man kann nicht einfach sagen "Nur ÖPNV" oder "nur Auto" oder "Nur Fahrrad", weil das zu einfache Antworten auf arg komplexe Systeme sind. Hamburg hat andere Bedürfnisse als eine Kreisstadt mit 50km Einzugsgebiet (Provinzhauptstädte).

  19. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: Thamdar 09.05.22 - 08:44

    Man könnte ca. 10 Jahreskarten für 10.000¤ kaufen. Voraussetzung ist aber, dass es einen ÖPNV gibt und das dieser dann auch zuverlässig fährt. Jetzt im Juni wird man ja sehen, wie sehr der ÖPNV dem Ansturm im Berufsverkehr gewachsen ist. In Hamburg werde ich den ÖPNV so gut es geht in der Zeit meiden, da er jetzt schon zu den Stoßzeiten komplett überfüllt ist.

  20. Re: Was soll der Scheiß?

    Autor: aguentsch 09.05.22 - 08:55

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hantilles schrieb:
    > > Das Problem ist doch nicht, dass E-Autos noch immer zu teuer wären, sondern
    > > dass die Industrie nicht ausreichend liefern kann.

    > Aber ich sehe nicht die direkte
    > Verbindung zu VW, der einen Kleinstwagen (e-Up) für 28000¤ verkaufte. Da
    > verstehe ich jeden, der für 22000¤ weniger einem gebrauchten Kleinstwagen
    > mit Reihendreizylinder-Benzinmotor kauft.
    Schon ein bisschen manipulativ, einen voll ausgestatteten Elektroneuwagen mit einem gebrauchten Minimalausstattungsbeziner zu vergleichen...
    Sei's drum: Es geht ja auch nicht um den Gebrauchtwagenmarkt für Verbrenner, sondern darum, dass Neuwagen immer noch als Verbrenner ver- und gekauft werden.

    Die Wirkungslosigkeit der Maßnahme bleibt: Wenn ich einer Bäcker, der seine Brötchen für 50ct verkauft und eh eine Schlange von 100m vor dem Geschäft hat, für die nächste Stunde jedes Brötchen mit 10 ct subventioniere, dann werden doch trotzdem nicht mehr Brötchen verkauft. Bäcker und die Kunden in der Schlange freuen sich, dass sie einen Reibach gemacht haben. Die Kunden, die früh aufgestanden sind, fühlen sich verarscht.

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