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Was kommt danach?

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  1. Was kommt danach?

    Autor: Comicbuchverkäufer 22.05.22 - 14:03

    Auch wenn ich, zumindest für die Fahrt von und zur Arbeit keine öffentliche Verkehrsmittel nutzen kann, das würde doppelt und dreimal so lange dauern, da auch die Fahrzeiten nicht wirklich passen, finde ich die "Idee" gar nicht so schlecht.

    Aber das kommt danach? Erst (billig) anfixen und dann?
    Ich hoffe das die Politik hier noch eine dauerhafte Lösung findet.
    Es müssen ja keine 9 Euro sein. Aber eine 20 oder 25 Euro Regional-Bahn/ÖPNV Flatrate wäre sicherlich nicht die schlechteste Lösung.

  2. Re: Was kommt danach?

    Autor: mietz 22.05.22 - 14:18

    Da bin ich bei dir, mein Vorschlag wäre sonst auch ein neues Bahn Card Konzept: 300¤ pro Jahr
    Dafür dann aber Nahverkehrs Tagesticket für ein Euro (damit die Autos aus den Städten bleiben) und Fernverkehr 5-30¤ je nach dem wie weit.
    Dann wäre es endlich mal eine Konkurrenz zum Auto. Die 300¤ entsprechen in etwa den fix kosten für ein normales Auto und die Fernverkehrspreise könnte man den Spritkosten für ein Mittelklassewagen mit 5l/100km bei vorkrisen preis 1,20¤/l anpassen.

  3. Re: Was kommt danach?

    Autor: linux.exe 22.05.22 - 14:32

    Bitte keine Tickets für ein Euro und Extras kaufen jeden Tag.

    Ich will ne flatrate und mir keine Gedanken machen wann ich wo einsteigen kann und welches Ticket ich brauche.

  4. Re: Was kommt danach?

    Autor: Oktavian 22.05.22 - 14:42

    > Auch wenn ich, zumindest für die Fahrt von und zur Arbeit keine öffentliche
    > Verkehrsmittel nutzen kann, das würde doppelt und dreimal so lange dauern,
    > da auch die Fahrzeiten nicht wirklich passen, finde ich die "Idee" gar
    > nicht so schlecht.

    Das ist aber das eigentliche Grundproblem, bzw. eines der Grundprobleme.

    Der ÖPNV ist auf dem Land irgendwo im Spannungsfeld zwischen "schrecklich", "unbenutzbar" und "grausam". Wenn der Bus nur einmal die Stunde kommt, nur in die nächste Kreisstadt fährt, und man deshalb der Arbeit statt mit dem Auto 20 Minuten plötzlich 1,5 Stunden braucht, dann ist völlig egal, was der Bus kostet. Wenn man noch 5 EUR pro Fahrt geschenkt bekäme, man würde das Auto nutzen. Dazu ist Lebenszeit einfach zu wertvoll.

    In der Stadt wiederum ist ÖPNV heute schon für die Fahrt zur Arbeit attraktiv, aber dummerweise kaum weiter ausbaubar. Nicht ohne Grund hat man für das Experiment 9-EUR-Ticket die Sommerzeit gewählt, in der die Busse eh etwas leerer sind (Urlaube, Ferien, etc.). In den Stoßzeiten morgens und abends rollt alles im ÖPNV, was Räder hat, und trotzdem ist es rappelvoll. "Mehr Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen" ist leider nicht die Lösung. Man bekommt es auf den Schienen kaum dichter, ohne die Sicherheitsabstände zu verringern, für mehr Busse hat man an den Knotenpunkten nicht genug Platz, die Haltestellen sind zu kurz, etc. Dazu das Problem, man braucht mehr Fahrer, die man aber nur in den Stoßzeiten braucht.

    Am Ende weiß jeder Verkehrsplaner, der ÖPNV skaliert eher so mäßig. Der richtige Mix ist entscheidend, und da spielt gerade auf dem Land der Individualverkehrs eine große Rolle.

    > Aber das kommt danach? Erst (billig) anfixen und dann?

    Ganz genau das. Und danach kommt wenig bis nix, außer dass man viel Geld ausgegeben hat.

    Dazu kommen natürlich die üblichen Mitnahmeeffekte. Busreisen (die ökologisch gar nicht so übel sind) werden im Sommer kaum stattfinden, 9 EUR sind unschlagbar. Ich muss im Juni ein paar Tage nach München, normalerweise hätte die Firma alle ÖPNV-Kosten getragen. So hole ich mir auf Firmenkosten das 9-EUR-Ticket, die Firma dankt.

    > Ich hoffe das die Politik hier noch eine dauerhafte Lösung findet.
    > Es müssen ja keine 9 Euro sein. Aber eine 20 oder 25 Euro
    > Regional-Bahn/ÖPNV Flatrate wäre sicherlich nicht die schlechteste Lösung.

    Wäre bestimmt toll. Wenn ich schon sehe, ich soll für das Schüler-Ticket meiner Kinder (das nur im hiesigen Verkehrsverbund gilt) alleine schon 30 EUR zahlen. Für mich persönlich würde es 55 EUR kosten, nur hier im Verkehrsverbund.

    Für mich ist der Punkt, ich fahre Firmenwagen, mich kostet der Sprit nichts. Ein 10-EUR Monatstickt würde sich trotzdem lohnen, ich spare mir dann bei der Fahrt in die Stadt die Parkkosten, das würde ich bestimmt öfter nutzen. Aber für 55 EUR lohnt sich das einfach nicht.

  5. Re: Was kommt danach?

    Autor: Oktavian 22.05.22 - 14:45

    > Ich will ne flatrate und mir keine Gedanken machen wann ich wo einsteigen
    > kann und welches Ticket ich brauche.

    Bahncard 100? Da ist das City-Ticket mit drin, das gilt schon sehr weitgehend. Zudem gilt sie auch im Fernverkehr, man kann ein Fahrrad kostenlos mitnehmen, kostenlos reservieren.

    Ja, okay, die kostet erster Klasse 7000 EUR, ich sehe das Problem. Aber komfortabel ist das schon, hatte die mal ne Zeit lang von ner Firma.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.05.22 14:47 durch Oktavian.

  6. Re: Was kommt danach?

    Autor: ul mi 22.05.22 - 15:18

    Ich denke auch, das hier ist eher eine Belastungsstudie für den ÖPNV als irgendeine großartige Entlastung für irgendjemanden. (Wer schon Monatsticket hatte, hatte das ja schon eingepreist.) Was aber auch sinnvoll ist, im Sinne der langfristigen Planung.
    (Und persönlich? Ich würde gerne mit meinem Bus-Monatsticket für Stadt X auch Busse in Stadt Y nutzen dürfen, wenn ich halt dort gerade Leute besuche. Ich bin ja auch immer nur an einem Ort gleichzeitig. Ob man dann einrechnet, dass nach Kleinkleckersdorf weniger Touristenbesucher kommen als nach Berlin, oder ob man sagt "ja, weil KKD strukturschwächer ist, dem Verkehrsbetrieb dort sollen nicht Mittel abfließen, wir sagen, das hebt sich alles weg", sollen die Verkehrsbetriebe gerne untereinander regeln. Oder als "Flexzuschlag" für, ich sag' mal, einen Monat. Aber niemand hat Bock darauf, dass Ortsfremde mit dem Tarifsystem kämpfen müssen, nicht die Fahrgäste, nicht das Personal.)

  7. Re: Was kommt danach?

    Autor: Bonarewitz 22.05.22 - 15:21

    Comicbuchverkäufer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn ich, zumindest für die Fahrt von und zur Arbeit keine öffentliche
    > Verkehrsmittel nutzen kann, das würde doppelt und dreimal so lange dauern,
    > da auch die Fahrzeiten nicht wirklich passen, finde ich die "Idee" gar
    > nicht so schlecht.
    >
    > Aber das kommt danach? Erst (billig) anfixen und dann?
    > Ich hoffe das die Politik hier noch eine dauerhafte Lösung findet.
    > Es müssen ja keine 9 Euro sein. Aber eine 20 oder 25 Euro
    > Regional-Bahn/ÖPNV Flatrate wäre sicherlich nicht die schlechteste Lösung.

    Einfache Rechnung:
    Die Ticketeinnahmen aller Verkehrsverbünde liegen in Summe (Vor-Corona-Werte) bei insgesamt ~13Mrd ¤.
    Diese Summe müssten wir also jährlich investieren, um einen fahrscheinfreien ÖPNV zu realisieren.
    Wir ignorieren der Einfachheit einmal die Einsparungen durch nicht mehr erforderliche:
    - Kontrolleure
    - Fahrscheinautomaten mit Nebenkosten (Anschaffung/Abschreibung, Strom, Datenanbindung, Wartung, Papier und Personal zum Auffüllen, Vandalismus, Bargeldentleerung und Kosten der Einzahlung bei der Bank, etc.)
    - Kundenbetreuung (Reduzierung)
    - Drucker und Kasse im Bus
    - etc.
    Dagegen ignorieren ebenfalls die Kosten für die notwendige Netzverdichtung durch den steigenden Bedarf.

    Woher also das Geld nehmen?
    Ein paar Möglichkeiten ohne Wertung (in beliebiger Reihenfolge):
    - Verzicht auf die Pendlerpauschale, da ein anderes Verkehrsmittel kostenlos zur Verfügung steht (bringt ~9,5Mrd. ¤)
    - Abschaffung Dieselprivileg (bringt ebenfalls ~9,5Mrd. ¤)
    - Haushaltsabgabe ähnlich der Ex-GEZ: <25¤/Monat (je *Haushalt*)
    - Bundeswehretat reduzieren (2021 >45Mrd. ¤) und das verbliebene Geld sinnvoller einsetzen und nicht sinnlos verpassen.
    - der Bundeshaushalt für Bau und Erhalt von Autobahnen und Bundesstraßen liegt (2021) bei >12 Mrd. ¤

    Wird alles nicht jedem gefallen, aber es kann ja auch ein Mix aus allem sein (z.B. Beibehaltung des 9¤-Tickets bei Reduzierung des Dieselprivilegs und der Pendlerpauschale um jeweils 50%). Es gibt schließlich noch Landbevölkerung, wo der ÖPNV quasi nicht vorhanden ist - die höheren Kosten von Landstraßen pro Kopf zwischen den Dörfern finanzieren Städter aber andersrum ja auch mit...
    Aber so teuer und schwierig ist das wirklich nicht.

    PS:
    Aus der Bilanz der DB AG werde ich nicht wirklich schlau, aber es scheint mir (da bin ich aber absolut unsicher), dass die Einnahmen aus Fernverkehrstickets sich auf etwa 5Mrd.¤ belaufen.
    Wenn man das also auch noch angehen möchte, könnte man eine Pauschale Platzreservierungsgebühr pro Sitzplatz und Strecke (von sagen wir willkürlich 9¤) erheben, um Planbarkeit auf beiden Seiten zu haben und den Rest aus Steuermitteln wie oben finanzieren.

  8. Re: Was kommt danach?

    Autor: HVorragend 22.05.22 - 15:24

    Einfach mal ausprobieren... die Gelegenheit ist günstig ;)
    Für berufliche Fahrten würde ich den ÖPNV nie benutzen, wenn ich irgendwo pünklich ankommen will/muss, selbst wenn es passende Verbinungen geben würde (was bei mir nicht der Fall ist).

    Aber privat ist das Angebot für den Preis schon toll und ich werde es sicher nutzen.

  9. Re: Was kommt danach?

    Autor: notuf 22.05.22 - 15:24

    Mit den öffentlichen dauert die Fahrt mehr als doppelt so lange wie mit dem Auto. Dazu kommt die unerträgliche Unflexibilität. Der Zug fährt nur alle 60 min. Zum Zug muss man auf beiden Seiten irgendwie hinkommen und das Fahrrad kostet trotz 100¤ monatlich extra.

    Ein Segen war und ist Corona da damit aus einem HO Tag pro Woche 100% wurden. Die 9¤ p.M. sind Symbolpolitik. Die Zukunft liegt auch darin, so vielen wie nur möglich, HO zu ermöglichen. Damit spart man CO2, erhöht Lebensqualität, wirkt den steigenden Wohnpreisen entgegen und macht unabhängig von Öl. Aber entspricht nicht den wirtschaftlichen Interessen von Wachstum, Konsum und Spekulation.

  10. Re: Was kommt danach?

    Autor: Oktavian 22.05.22 - 15:33

    > Einfache Rechnung:
    > Die Ticketeinnahmen aller Verkehrsverbünde liegen in Summe
    > (Vor-Corona-Werte) bei insgesamt ~13Mrd ¤.
    > Diese Summe müssten wir also jährlich investieren, um einen
    > fahrscheinfreien ÖPNV zu realisieren.

    Diese Rechnung ist nicht mal eines Milchmädchens würdig. Sinkenden Preise (gerade ein Preis von Null) erhöht massiv die Auslastung und die Abnutzung. Wir müssten also ganz ganz deutlich mehr investieren, um den höheren Verschleiß auszugleichen und gleichzeitig das Angebot deutlich auszubauen, um der höheren Nachfrage Rechnung zu tragen.

    > Wir ignorieren der Einfachheit einmal die Einsparungen durch nicht mehr
    > erforderliche:
    > - Kontrolleure
    > - Fahrscheinautomaten mit Nebenkosten (Anschaffung/Abschreibung, Strom,
    > Datenanbindung, Wartung, Papier und Personal zum Auffüllen, Vandalismus,
    > Bargeldentleerung und Kosten der Einzahlung bei der Bank, etc.)
    > - Kundenbetreuung (Reduzierung)
    > - Drucker und Kasse im Bus
    > - etc.
    > Dagegen ignorieren ebenfalls die Kosten für die notwendige Netzverdichtung
    > durch den steigenden Bedarf.

    Ich glaube, die überschätzt maßlos die Kosten für die Technik und die paar Leute. Dafür unterschätzt Du maßlos, was es kostet, eine neue U-Bahn-Linie zu bauen, oder einen ZOB zu vergrößern, eine neue Straßenbahnlinie zu bauen, neue Straßenbahnen anzuschaffen, mehr Fahrer anzustellen. Und Du unterschätzt den zeitlichen Vorlauf, den solche Maßnahmen gerade in D benötigen. Eine neue U-Bahn-Linie dauert locker 15 Jahre, bevor die ersten Fahrgäste fahren.

    > - Verzicht auf die Pendlerpauschale, da ein anderes Verkehrsmittel
    > kostenlos zur Verfügung steht (bringt ~9,5Mrd. ¤)

    Das wird auf dem Land lustig. Wenn man heute mit dem Auto 20 Minuten braucht, mit dem Bus aber 1,5 Stunden.

    > - Abschaffung Dieselprivileg (bringt ebenfalls ~9,5Mrd. ¤)

    Kann man machen, das verteuert natürlich auch Lebensmittel, Möbel, Elektronik, usw. Stimmt, die Inflation ist ja noch nicht hoch genug.

    > - Haushaltsabgabe ähnlich der Ex-GEZ: <25¤/Monat (je *Haushalt*)

    Ja, mehr Steuern, wir brauchen mehr Steuern. Und eine Behörde, die die eintreibt. Und ein möglichst kompliziertes System. Und ein paar Blockwarte.

    > - Bundeswehretat reduzieren (2021 >45Mrd. ¤) und das verbliebene Geld
    > sinnvoller einsetzen und nicht sinnlos verpassen.

    Ja, genau, bei der Bundeswehr kann man immer sparen. Die Konsequenzen sieht man ja nur Zeit, quasi nichts ist einsatzbereit. Und wenn der böse Russe kommt, werfen wir uns auf den Rücken und winseln. Oder wir rufen die Amerikaner, die machen das schon.

    > - der Bundeshaushalt für Bau und Erhalt von Autobahnen und Bundesstraßen
    > liegt (2021) bei >12 Mrd. ¤

    Ja, gut investiertes Geld.

    > Aus der Bilanz der DB AG werde ich nicht wirklich schlau,

    Ich sehe das Problem.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.05.22 15:36 durch Oktavian.

  11. Re: Was kommt danach?

    Autor: cruse 22.05.22 - 15:37

    linux.exe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitte keine Tickets für ein Euro und Extras kaufen jeden Tag.
    >
    > Ich will ne flatrate und mir keine Gedanken machen wann ich wo einsteigen
    > kann und welches Ticket ich brauche.

    Mach ich schon seit über 20 Jahren so.

    Schwarzfahren Flatrate!

  12. Re: Was kommt danach?

    Autor: Oktavian 22.05.22 - 15:39

    > Mach ich schon seit über 20 Jahren so.
    >
    > Schwarzfahren Flatrate!

    Finde ich interessant, sich öffentlich damit zu brüsten, dass man Straftaten begeht, und auf Kosten der Allgemeinheit schmarotzt. Das lässt tief blicken.

  13. Re: Was kommt danach?

    Autor: Zeiram 22.05.22 - 15:51

    Bonarewitz schrieb:
    > - Verzicht auf die Pendlerpauschale, da ein anderes Verkehrsmittel
    > kostenlos zur Verfügung steht (bringt ~9,5Mrd. ¤)

    Nein, nicht immer von der Stadt ausgehen. Hier ist das nicht der Fall. Und speziell am Wochenende - z.B. der Pflegedienst arbeitet ja auch Samstag & Sonntags - geht früh morgens gar nichts. Wie kommen die zur Arbeit? Dein Vorschlag würde bedeuten das wir die Pendler in der Stadt finazieren aber wir selber nichts davon haben, ausser Ausgaben.

    > - Haushaltsabgabe ähnlich der Ex-GEZ: <25¤/Monat (je *Haushalt*)

    Und wieder, nicht von Stadt ausgehen. Als Haushalt zahle ich die Abgabe, kann es aber hier nicht auf dem Lande nutzen?

  14. Re: Was kommt danach?

    Autor: Extrawurst 22.05.22 - 16:41

    Immerhin weiß man jetzt, dass der "witz" in seinem Usernamen gerechtfertigt ist.

    Selten so undurchdachten, sozialistischen Populismus gelesen, bei dem Landbewohner wieder mal hart übers Knie gelegt werden. Der übliche "Bundeswehr ist Geldverschwendung"-Quark erfüllt auch das übliche linkspopulistische Klischee, zum Glück zieht das nicht mehr so gut, seit Putin fast vor der Haustür wütet und auch keine Anstalten macht, nachzugeben.

  15. Re: Was kommt danach?

    Autor: Insomnia88 22.05.22 - 16:57

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Mach ich schon seit über 20 Jahren so.
    > >
    > > Schwarzfahren Flatrate!
    >
    > Finde ich interessant, sich öffentlich damit zu brüsten, dass man
    > Straftaten begeht, und auf Kosten der Allgemeinheit schmarotzt. Das lässt
    > tief blicken.

    So ein Verhalten sehe ich übrigens ständig, wenn es um das Thema Software-Piraterie geht. Auch hier im Golem Forum.

  16. Re: Was kommt danach?

    Autor: Oktavian 22.05.22 - 17:11

    > So ein Verhalten sehe ich übrigens ständig, wenn es um das Thema
    > Software-Piraterie geht. Auch hier im Golem Forum.

    Ja, ziemlich zum Fremdschämen.

    Und damit meine ich nicht einmal, dass jemand schwarz fährt, oder dass jemand Filme und Software klaut. Wir alle halten uns nicht immer an jede Regel. Aber wirklich eklig ist, wenn Leute zum besten geben, dass sie stolz drauf sind, dass sie es für eine valide, ethisch saubere Methode halten, dass sie es geradezu als Heldentat des Protests begreifen.

    Die sollten dringend ihren moralischen Kompass mal zur Wartung bringen.

  17. Re: Was kommt danach?

    Autor: Oktavian 22.05.22 - 17:19

    > Der übliche
    > "Bundeswehr ist Geldverschwendung"-Quark erfüllt auch das übliche
    > linkspopulistische Klischee,

    Irgendwie ist es doch ein Treppenwitz der Geschichte. Da führt die SPD gemeinsam mit den Grünen unter Schröder Hartz 4 ein.

    Da schickt federführend Außenminister Fischer von den Grünen die Bundeswehr in den ersten nennenswerten Kriegseinsatz nach dem 2. Weltkrieg.

    Da rechtfertigt Wirtschaftsminister Habeck die Aufrüstung der Bundeswehr, die Lieferung von Kriegsgerät in einen Konflikt hinein (zum ersten mal nach dem 2. Weltkrieg) und schließt gleichzeitig Gaslieferverträge mit sehr zweifelhaften Regimen.

    Nicht, dass ich die Entscheidungen prinzipiell falsch finde, jede davon ist zu rechtfertigen und trifft meine volle Zustimmung. Trotzdem ist es witzig, wie eine sozialdemokratische Arbeiterpartei und eine nach eigenem Verständnis pazifistisch-linke Grüne Partei hier alle Prinzipien über Bord werfen.

  18. Re: Was kommt danach?

    Autor: pythoneer 22.05.22 - 17:27

    Insomnia88 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein Verhalten sehe ich übrigens ständig, wenn es um das Thema
    > Software-Piraterie geht. Auch hier im Golem Forum.

    Davon mal abgesehen, dass Piraterie der völlig falsche Begriff dafür ist (ähnlicher Unsinn wie die Raubkopie) ist das überhaupt nicht miteinander vergleichbar. Ohne Ticket mit dem ÖPNV zu fahren ist eher mit einem Kinobesuch ohne Eintrittskarte zu vergleichen.

  19. Re: Was kommt danach?

    Autor: Oktavian 22.05.22 - 17:32

    > Davon mal abgesehen, dass Piraterie der völlig falsche Begriff dafür ist

    Wie man es nennt, ist doch vollkommen egal. Wir können es auch immer "Verstoß gegen UrhG, StGB, BGB Paragraph XYZ" nennen. Der Streit um die Begriffe ist doch gerade dadurch ausgelöst, dass die, die nonchalant über ihren eigenen kleinen Geiz hinweggehen, diesen auch noch als Heldentat dargestellt wissen wollen, als Aktivismus, als Rebellion, und deshalb nicht mit so profanen Begriffen belegt werden wollen, die sie als Kleinkriminelle titulieren.

    > (ähnlicher Unsinn wie die Raubkopie) ist das überhaupt nicht miteinander
    > vergleichbar. Ohne Ticket mit dem ÖPNV zu fahren ist eher mit einem
    > Kinobesuch ohne Eintrittskarte zu vergleichen.

    Macht es das besser? Ist es jetzt plötzlich moralisch weniger verwerflich?

    Und wie gesagt, das wirklich ekelige ist gar nicht, wenn jemand es macht und sich nicht erwischen lässt. Seis drum, jeder übertritt schon mal irgendwo Regeln. Wirklich ekelig wird es erst, wenn jemand sich dafür öffentlich abfeiert.

  20. [gelöscht]

    Autor: [gelöscht] 22.05.22 - 17:45

    [gelöscht]

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