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Ich bin verwirrt

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  1. Ich bin verwirrt

    Autor: kriD reD 27.05.22 - 09:35

    Pornos sind desorientierend und stören die seelische Entwicklung, weshalb sie unter 18-Jährigen nicht zugänglich sein sollen? Wie sollen sich denn die Kleinen dann ihrer geschlechtlichen Orientierung gewahr werden? Sollen die etwa mit der geschlechtsangleichenden Operation bis 21 warten?
    Mit 16 und jünger reif zum wählen und zur Entscheidung über das eigene Geschlecht, aber nicht für Pornos, manche Filme und Computerspiele?

  2. Re: Ich bin verwirrt

    Autor: TrollNo1 27.05.22 - 14:15

    Die Kinder denken dann doch nur, dass ein Porno genauso realistisch ist wie ein Actionfilm

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  3. Re: Ich bin verwirrt

    Autor: sw 27.05.22 - 22:45

    Du hast den Ansatz des Sexual(straf)rechts und Jugendschutzrechts gut erkannt ^^

    Die sexuelle Entwicklung und die Entwicklung hin zur Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung (d.h. die Fähigkeit das Geschehen, seine Bedeutung und Tragweite, die damit einhergehenden Risiken etc. zu verstehen, abzuwägen und danach zu handeln), findet - angeblich - dann besonders gut statt, wenn sie frei von sexuellem ist. Also allem, was als "gefährlich" angesehen wird. So die Idee. Andererseits soll Raum zum Erkunden und Ausprobieren vorhanden sein.

    Im Umkehrschluss ist jeder Anblick von ausgeübter Sexualität oder gar das Selbermachen zunächst einmal jedenfalls als abstrakt gefährlich einzustufen, da es -angeblich - mutmaßlich Schäden verursachen kann und die abstrakte Gefahr von Beeinflussung, vertikalen Macht- und Erfahrungsverhältnissen und der Bildung von "Fehlvorstellungen" etc. besteht.

    Andererseits dürfen z.B. die Eltern in Maßen, jedoch nicht in Massen, ihren Jugendlichen Sprösslingen Pornos erlauben bzw. überlassen - solange sie ihre Erziehungspflichten dadurch nicht gröblich verletzen (§ 184 Abs. 2 StGB) und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen - falls es sich um eine echte, auf gegenseitiger Zuneigung beruhende Liebesbeziehung handelt - den Partner auch frei wählen (§ 182 Abs. 3 StGB; BGH 1 StR 221/20 - Beschluss vom 10. Juli 2020).

    Die Realität dürfte indessen wohl sein: die Schützlinge interessiert es eher nicht, dass xHamster & Co. "ab 18" ist. Seit Generationen gucken Jugendliche und teilweise auch Kinder Pornos an, auch z.B. in Schweiz ganz legal ab 16 Jahren. Erst Recht seit dem das Internet ein Massenmedium geworden ist. Trotzdem fehlt es an Belegen dafür, dass die befürchteten "schweren Schäden" tatsächlich eingetreten sind, die mit dem untauglichen Verbot hätten verhindert werden sollen. Sie müssten längst unübersehbar zu Tage getreten sein. Erst Recht dort, wo die Rechtslage etwas weniger streng ist als in Deutschland. Oder sind schweizer und niederländische Jugendliche irgendwie "robuster"? :)

  4. Re: Ich bin verwirrt

    Autor: FreiGeistler 28.05.22 - 15:29

    sw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die sexuelle Entwicklung und die Entwicklung hin zur Fähigkeit zur
    > sexuellen Selbstbestimmung (d.h. die Fähigkeit das Geschehen, seine
    > Bedeutung und Tragweite, die damit einhergehenden Risiken etc. zu
    > verstehen, abzuwägen und danach zu handeln), findet - angeblich - dan-
    > besonders gut statt, wenn sie frei von sexuellem ist. Also allem, was als
    > "gefährlich" angesehen wird. So die Idee. Andererseits soll Raum zum
    > Erkunden und Ausprobieren vorhanden sein.
    >
    > Im Umkehrschluss ist jeder Anblick von ausgeübter Sexualität oder gar das
    > Selbermachen zunächst einmal jedenfalls als abstrakt gefährlich
    > einzustufen, da es -angeblich - mutmaßlich Schäden verursachen kann und die
    > abstrakte Gefahr von Beeinflussung, ...

    Ah, Christlich beinflusste Ansicht.

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