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Auf welchen Daten basiert der Artikel?

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  1. Auf welchen Daten basiert der Artikel?

    Autor: FlashBFE 24.06.22 - 11:12

    Hat CATL denn echte Messdaten geliefert oder basiert der ganze Artikel nur auf der (Werbe-) Präsentation mit ein paar theoretischen Zahlen? Denn speziell zu der 4C-Laderate will ich erstmal eine Ladekurve sehen, bei der der Akku trotzdem ein Autoleben lang halten soll.

    Natürlich habe ich auch keine Daten, aber ich bin skeptisch, dass man mit der aktuellen Akkuchemie von 5% auf 80% Ladestand in 10min schafft. Beim Porsche Taycan gibt es z.B. einen Akku-Schonungs-Modus, der die Ladung auf ca. 200kW begrenzt. Wozu ist der wohl nötig, trotz der guten Akkukühlung in dem Auto?

    Kühlung ist nicht alles. Nicht nur, dass man damit einfach nur höhere Verluste abtransportieren kann, die man eigentlich gar nicht will. Auch kostet die Heizung/Kühlung selbst Energie. Ein niedriger Innenwiderstand der Zellen und das halten dessen über die Lebensdauer sowie ein großes Temperaturfenster für deren Betrieb sind stattdessen zentral für weniger Verlustleistung, aber darauf wurde überhaupt nicht eingegangen im Artikel.

  2. Re: Auf welchen Daten basiert der Artikel?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 24.06.22 - 11:50

    Es war ja auch die Vorstellung der Akkupackkonstruktion, nicht der Akkuzellen.

    Die Ladegeschwindigkeit mit einer bestimmten Akkuchemie hängt von der Zellkonstruktion ab. Mit etwas dünnerer Beschichtung kann ein Akku schneller geladen werden (hauptsächlich weil die Anode weniger stark polarisiert wird und sich der Innenwiderstand reduziert und damit die Wärmeabgabe). Deswegen kann man auch 30C Akkus für Minidrohnen kaufen, die in 2 Minuten geladen werden können - ist entsprechend teurer, hat niedrigere Energiedichte und würde die Zelle überhitzen, wenn sie größer wäre.

    Es lohnt im Ansatz nicht, Zellen zu verbauen, die zwar 4C-Ladestrom vertragen, aber nach 1-2 Minuten überhitzen, weshalb das Kühlkonzept so wichtig ist. Aber wenn man sie bauen will, ist das praktisch nur ein Federstrich am Anfang der Produktplanung, mit den entsprechenden Konsequenzen für die Zellkonstruktion.

    Das Schonprogramm wird man auch bei CATL haben, weil Schnellladung generell etwas schädlicher für die Akkuchemie ist. (Z.B. weil durch die Polarisierung der Anode eine unterschiedliche Spannung anliegt, je nach Entfernung zur Leiterfolie. Außerdem bleibt dem Material weniger Zeit, auf die Volumenänderung durch Lithium abgabe oder aufnahme zu reagieren und es bricht leichter etc.)

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  3. Re: Auf welchen Daten basiert der Artikel?

    Autor: FlashBFE 24.06.22 - 12:46

    Danke für die Einordnung, so ist das nachvollziehbar. Über die Volumenausdehnung der Zelle, die auch ganz ohne Wärmeausdehnung passiert, habe ich dabei noch gar nicht gedacht. Trotzdem würde ich mir auch eine Nachbetrachtung des Akkus und Vergleich zur dann verfügbaren Konkurrenz wünschen, wenn es ihn dann auch mal wirklich in einem Auto zu kaufen gibt und ob dann die 10min Ladezeit bis 80% wirklich realistisch sind, die im Artikel quasi schon als Fakt hingestellt werden.

  4. Re: Auf welchen Daten basiert der Artikel?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 24.06.22 - 13:58

    An die Volumenausdehnung hat CATL aber gedacht. Zwischen den Zellen sind Pufferelemente, die sich an die Ausdehnung anpassen und auch Erschütterungen abfedern.

    Wie gesagt, die Ladezeit ist schlicht eine Frage der Zielsetzung (Akkus von Hybridautos müssen teilweise noch viel mehr leisten), deswegen habe ich daran sehr wenig Zweifel. Zumal die Energiedichte der Zellen bei den angegebenen >450Wh/l auf gerade einmal >625Wh/l hinaus laufen wird (bei 72% Volumeneffizienz), was dem normalen Stand der Technik entspricht.

    Testberichte wird es spätestens geben, wenn Autos mit der Technik von China auch nach Deutschland exportiert werden (was ja mit einigen Autos wie von MG schon passiert). Werde das aber im Hinterkopf behalten, falls ich zuvor schon an konkrete Daten/Tests zu den Akkus komme.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  5. "Testberichte wird es spätestens geben, ...

    Autor: maxsimkammerer 25.06.22 - 10:55

    wenn Autos mit der Technik von China auch nach Deutschland exportiert werden..."

    Ja wahrscheinlich, aber tatsächlich werden (Test)Ergebnisse und Paper zur Technologie auch schon jetzt publiziert(*). Das gilt eigentlich übergreifend.

    Jetzt kommt natürlich gleich, "... mimimi, können die nicht auf Englisch veröffentlichen?". Machen sie ja, nur eben später. Also noch.

    Es gab eine Zeit, da war Französisch Wissenschaftssprache, dann lange Zeit Deutsch (für Ingenieurwissenschaften sogar noch bis in die 1980er Jahre). Nach WWII übernahm Englisch. Eiegntlich sogar US-English, was mit seiner Verklebtheit mit dem absurden imperialen Einheitensystem immer wieder für große Freude unter den Forschenden sorgt.

    Warum also nicht wieder ein Paradigmenwechsel?

    (*) mp[.]weixin[.]qq[.]com[/]s[/]SIlqF_F6UCDySpW7OIi_pg

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