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Was Netflix mal war

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  1. Was Netflix mal war

    Autor: pizuzz 04.07.22 - 00:49

    Also ich hab Netflix zu einer Zeit abonniert, als es noch weniger darum ging, exklusive Inhalte zu bringen, sondern vor allem darauf geschaut wurde, was so in den Topsites grad am meisten gezogen wurde. Vor allem in der Rubrik Filme. Das wurde dann lizenziert und plötzlich hatte man nen Haufen zufriedener zahlender ehemaliger Filmpiraten.

    Aktuell schaufeln sich die ganzen Disney+, HBO Max und wie sie alle heißen ihr eigenes Grab, weil sie glauben, dass der Nutzer Bock hat, sechs verschiedene Abos abzuschließen, um tollen exklusiven Content zu kriegen, den es nur auf einer der sechs Plattformen gibt. Viele Nutzer machen das sicher, aber ich für meinen Teil und nicht wenige andere haben da keinen Bock drauf.

    Die Parallele dazu ist die Abwanderung der Leute in den USA von diesen total aufgeblähten Kabelfernsehpaketen, wo man für die drei Sender, die man eigentlich sehen will, noch 200 weitere dazubuchen muss. Stichwort: Cord cutting.

  2. Re: Was Netflix mal war

    Autor: pythoneer 04.07.22 - 08:10

    Zumindest für meinen Bekanntenkreis trifft diese Diagnose hervorragend zu. Und das ist auch was die Kritiker oft nicht verstehen wollen.

    Es gibt eine Klientel – dessen relative Größe ich nicht abzuschätzen vermag – die gar nicht so sehr auf den Preis guckt, sondern auf den Komfort.

    Wir hatten früher Videotheken bei denen man relativ eingeschränkt war. Es war auch eher "stressig" wenn man denn mal einen Film sehen wollte etc.

    Dann kamen die "illegalen" Downloadportale etc. dessen großer Erfolg es einfach war mehr Komfort gegenüber den Videotheken zu bieten. Man konnte Sachen zwar immer noch nicht sofort sehen und manchmal musste man mehrfach laden weil die Qualität schlecht war etc. aber immer noch besser als in der Videothek. Wenn man wollte konnte man auch einiges an Geld hinlegen um besseren (schnelleren) Zugang zu bekommen. Das Argument – alle wollen es für Lau – zähl da nicht unbedingt, denn einige haben da sogar mehr ausgegeben als für die Videothek. Einfach weil der Komfort gestimmt hat.

    Dann kam, wie Sie so schön sagen, Netflix – und hat da halt noch eine Schippe an Komfort oben drauf gepackt. Auf einmal konnte man vieles von der Couch aus auf jetzt und gleich sehen. Wieder gab es einen Kanal der den Komfort des davor gehenden übertrumpft hat. Viele haben dann das illegale laden gelassen, weil Netflix einfach viel einfacher und komfortabler war.

    Das ändert sich nun, wie Sie so schön sagen. Es geht nicht darum, dass man zu geizig ist die anderen Anbieter zu bezahlen etc. Man will sich einfach nicht den Stress antun. Vor allem, wenn wie so viele bemerken, dass man ja kurzfristig kündigen kann und dann zu Anbeter XY um da dann seine andere Serie/Filme zu gucken. Wir sind dann wieder am Anfang, wo ich mich irgendwie aktiv damit beschäftigen muss in welche Videothek ich fahren muss weil da noch Kopien des Films vorhanden sind den ich sehen will.

    Und das ist auch der Grund warum illegale Angebote wieder gefragter werden – in meinem Bekanntenkreis. Die letzten Jahre habe ich von kaum einem mehr gehört das die sowas benutzen und alle hatten eigentlich Netflix. Jetzt kommen die alle wieder und fragen "was man heute denn so machen kann" und die sind vor allem begeistert darüber, dass man mit einer App auf dem FireTV etc. das Angebot aller Anbieter auf einamal sehen kann aus einer Hand ohne Apps zu welchseln ohne verschiedene Abos (die man eventuell nächsten Monat kündigt etc.)

    Das ist was – zumindest ein Teil der Leute – wollen und da geht es nicht mal darum ob es kostenfrei/illegal ist sondern einfach nur darum wie viel Lebensenergie es kostet seine Serie/Filme zu gucken. Denn niemand ist daran interessiert sich um die Accountverwaltung von Amazon Video, Netflix, Wow (Sky Ticket), Joyn+, Hulu, MagentaTV, Disney+, AppleTv+, HBO Max, Paramount+ ... zu kümmern.

    Man will eigentlich einfach nur auf seinen "Netflix" Knopf auf der Fernbedienung tippen und dann den Film gucken dem einem gerade ne Freundin am Telefon empfohlen hat.

  3. Re: Was Netflix mal war

    Autor: bananensaft 04.07.22 - 08:32

    Da ist sicherlich was dran. Mir ist das Hopping egal, ich schaue erst mal bei just watch. Bin aber auch nicht der Powergucker und wenn mich das zu sehr nervt, lese ich ein Buch. Oder spiele bei Steam was ;)

    Wobei ich es schon lustig finde. Überall schimpft man, dass Monopole blöd sind, aber beim Konsum will man es haben. Wenn es nur Netflix gäbe, wäre es auch nicht besser, da diese dann die Preise diktieren.

    Ich bin gespannt wo das endet.

  4. Re: Was Netflix mal war

    Autor: DX12forWin311 04.07.22 - 08:45

    Es geht nicht um Monopole. Eigentlich genau das Gegenteil. Software und content sollten getrennt werden. Alle streaming services haben die gleichen Filme und Serien und müssen über Verfügbarkeit, Qualität und ui punkten.

  5. Re: Was Netflix mal war

    Autor: pizuzz 04.07.22 - 08:52

    Genau. Wir sehen hier eine Marktfragmentierung, die die Leute nicht vor die Wahl des besten Anbieters stellt, sondern ihn im schlimmsten Fall zwingt alle zu abonnieren. Somit hat jeder Anbieter in seinem Marktsegment ein Monopol. Es fing letztlich damit an, als Disney den Hals nicht vollkriegen konnte und sein Portfolio von Netflix abgezogen hat, um es auf der eigenen Plattform exklusiv zu vermarkten.

    Da saugt sich der vormals zufriedene zahlende ehemalige Pirat dann halt wieder die Filme über die nicht mehr legalen Quellen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.22 08:55 durch pizuzz.

  6. Re: Was Netflix mal war

    Autor: bananensaft 04.07.22 - 09:18

    pizuzz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau. Wir sehen hier eine Marktfragmentierung, die die Leute nicht vor die
    > Wahl des besten Anbieters stellt, sondern ihn im schlimmsten Fall zwingt
    > alle zu abonnieren. Somit hat jeder Anbieter in seinem Marktsegment ein
    > Monopol. Es fing letztlich damit an, als Disney den Hals nicht vollkriegen
    > konnte und sein Portfolio von Netflix abgezogen hat, um es auf der eigenen
    > Plattform exklusiv zu vermarkten.
    Das ist aber keine Erfindung von Disney. Unterschiedliche Fernsehsender mit unterschiedlichen und exklusiven Inhalten ist nun nix Neues. Im Film- und Seriengeschäft ist das schon immer so gewesen. Oder hast Du Cobra 11 oder Schlag den Raab bei Netflix sehen können? Nein, weil exklusiv woanders. Und die Lindenstraße lief auch früher nicht bei den privaten. Das war schon immer so.

    Netflix hat als Videothek angefangen und das erfolgreich digitalisiert. Dann fing Netflix an Inhalte exklusiv zu lizenzieren und zu produzieren und hat damit im Content Bereich gewildert und gezeigt, dass man damit Geld verdienen kann. Also wer hat das Spiel angefangen? Wären sie bei der Videothek geblieben, wäre das vielleicht anders gelaufen. Etwas peinlich die Schuld da bei Disney abzuladen.

    > Da saugt sich der vormals zufriedene zahlende ehemalige Pirat dann halt
    > wieder die Filme über die nicht mehr legalen Quellen.
    Tja, was alles so hergenommen wird um das zu rechtfertigen. Früher musste man sogar Programmhefte KAUFEN um zu wissen was wo läuft. Und dann umschalten zwischen den Sendern, wie haben wir nur überlebt.

  7. Re: Was Netflix mal war

    Autor: theFiend 04.07.22 - 09:24

    pizuzz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich hab Netflix zu einer Zeit abonniert, als es noch weniger darum
    > ging, exklusive Inhalte zu bringen, sondern vor allem darauf geschaut
    > wurde, was so in den Topsites grad am meisten gezogen wurde. Vor allem in
    > der Rubrik Filme. Das wurde dann lizenziert und plötzlich hatte man nen
    > Haufen zufriedener zahlender ehemaliger Filmpiraten.

    Das ging halt noch, als man quasi der einzige Spieler am Markt war, und Streaming von den Studios als weiterer Vertriebskanal gesehen wurde. Als dann Wettbewerb aufkam, waren die Lizenzen schon nicht mehr so einfach zu bekommen, oder wurden mehrfach vergeben. Damit also noch argumente pro Plattform übrig blieben, fingen die mit dem Produzieren von Inhalten an.

    Was auch nicht verkehrt war, denn gerade Netflix haben wir Inhalte zu verdanken, die sonst so wohl nie entstanden wären (Altered Carbon z.B.). Das eigentliche Problem ist, das Netflix halt keine Studioerfahrung hat, und Inhalte eher nach algorithmischer Auswertung generiert. Daher die ganzen Inhalte die nur noch als "2nd screen" Material taugen... also neben dem Bügeln oder während man aufs Handy glotzt. Die Masse davon aber langweilt die Leute nun, denn dafür feiert die Plattform keiner....

  8. Re: Was Netflix mal war

    Autor: BlindSeer 04.07.22 - 09:41

    Man will ja kein Monopol, sondern eher das Gegenstück zu Spotify, Deezer und Co. Dort gibt es Konkurrenz, man hat aber weitgehend die Auwahl weil das Meiste bei allen zu finden ist.

  9. Re: Was Netflix mal war

    Autor: bananensaft 04.07.22 - 09:49

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man will ja kein Monopol, sondern eher das Gegenstück zu Spotify, Deezer
    > und Co. Dort gibt es Konkurrenz, man hat aber weitgehend die Auwahl weil
    > das Meiste bei allen zu finden ist.
    Wobei die Betonung auf "das Meiste" liegt. Auch hier sichern sich die Anbieter immer mal wieder Zeitexklusiv Inhalte. Und wenn eine Taylor Swift sagt, ich mag Spotify nicht weil warum auch immer, dann ist ja aus Kundensicht nicht viel gewonnen.

    Um da echte Fairness herzustellen, müssten alle Contenterzeugen gezwungen werden, ihren Content allen anzubieten. Was wiederum ein Eingriff in den Markt- und Vertragsfreiheit wäre. Ich wüsste nichtmal ob das geht. Und dann haben wir am Ende eine GEMA mit scheiß UI und sonst nix...

  10. Re: Was Netflix mal war

    Autor: pizuzz 04.07.22 - 09:52

    bananensaft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BlindSeer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Um da echte Fairness herzustellen, müssten alle Contenterzeugen gezwungen
    > werden, ihren Content allen anzubieten. Was wiederum ein Eingriff in den
    > Markt- und Vertragsfreiheit wäre. Ich wüsste nichtmal ob das geht. Und dann
    > haben wir am Ende eine GEMA mit scheiß UI und sonst nix...

    Ich frag mich immer, wieso das bei den Audiostreamingdiensten klappt. Haben die die Labels auch zwingen müssen? Offenbar nicht. Aber wahrscheinlich ist die MPAA doch eine noch gierigere Bande als die RIAA.

  11. Re: Was Netflix mal war

    Autor: theFiend 04.07.22 - 10:03

    pizuzz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich frag mich immer, wieso das bei den Audiostreamingdiensten klappt. Haben
    > die die Labels auch zwingen müssen? Offenbar nicht. Aber wahrscheinlich ist
    > die MPAA doch eine noch gierigere Bande als die RIAA.


    Weil Musik und Film schon immer ganz andere Lizenzmodelle hatten. Bei Film haste schon immer exklusiv pro Land und pro Vertriebskanal (Video, Fernsehen, Kino) lizenziert.
    Musik war nie exklusiv, und durfte schon immer maximal verbreitet werden.

    Darum gibt es auch heute eigentlich keine Doppelung von lizenzen bei VoD Anbietern, und das wird sich auch so schnell nicht ändern...

  12. Re: Was Netflix mal war

    Autor: bananensaft 04.07.22 - 10:08

    pizuzz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bananensaft schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > BlindSeer schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > Um da echte Fairness herzustellen, müssten alle Contenterzeugen
    > gezwungen
    > > werden, ihren Content allen anzubieten. Was wiederum ein Eingriff in den
    > > Markt- und Vertragsfreiheit wäre. Ich wüsste nichtmal ob das geht. Und
    > dann
    > > haben wir am Ende eine GEMA mit scheiß UI und sonst nix...
    >
    > Ich frag mich immer, wieso das bei den Audiostreamingdiensten klappt. Haben
    > die die Labels auch zwingen müssen? Offenbar nicht. Aber wahrscheinlich ist
    > die MPAA doch eine noch gierigere Bande als die RIAA.
    Zum einen historisch bedingt. Radio hatte schon immer "alles". Fernsehsender nicht. Die Labels haben aber auch keine Erfahrung mit eigenen Radiosendern, die Filmstudios hingegen haben, zumindest in den USA, oft auch eine Fernsehsender. Und anfangs kommen/kamen Filme auch immer exklusiv ins Kino. Die einzelnen Portale sind einfach nur eine Weiterführung der bestehenden Verhältnisse.

    Und zum anderen, tut es das doch gar nicht. Du bekommst nicht alles überall. Das Gros bekommst Du sicher. Aber es gibt Lieder/Bands die bekommt man bei spotify nicht. Spotify setzt bei Podcast auf Exklusive Inhalte. Und das Taylor Swift vor einigen Jahren ihren Rückzug von Spotify medienwirksam bekannt gegeben hat, ist bekannt? Ist glaub wieder anders, aber zeitweise war das so.

    Also ganz so einfach ist es dann da auch nicht.

    Und nicht falsch verstehen. 2-3 Streamingportale mit allem Inhalt wären wünschenswert. Das wird aber nicht passieren, da die Kosten und der Aufwand viel zu hoch wären. Weil am Ende gewinnt der, der am billigsten ist. Komfort hin oder her, wie gut muss eine StreamingUI sein, damit ich bereit bin dafür ein paar ¤ jeden Monat mehr zu zahlen - also ausschließlich dafür? Nicht mehr Content. Nur 1-2 Klicks schneller den Film gefunden. Dafür zahlt doch kaum einer 3-4¤ im Monat mehr, schon gar nicht wenn die Preise sonst überall steigen. Also gewinnt der Billigste.

    IMHO wird es immer auf exklusive Inhalte hinauslaufen.

  13. Re: Was Netflix mal war

    Autor: topas08 04.07.22 - 10:27

    pizuzz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aktuell schaufeln sich die ganzen Disney+, HBO Max und wie sie alle heißen
    > ihr eigenes Grab, weil sie glauben, dass der Nutzer Bock hat, sechs
    > verschiedene Abos abzuschließen, um tollen exklusiven Content zu kriegen,
    > den es nur auf einer der sechs Plattformen gibt. Viele Nutzer machen das
    > sicher, aber ich für meinen Teil und nicht wenige andere haben da keinen
    > Bock drauf.

    Worst case Szenario: Familie mit unterschiedlichen Interessen: Sohn interessiert sich für Fußball - also müsste man Sky (AFAIR 30¤) und DAZN (AFAIR 20¤) haben, um alle Spiele eines Spieltags abzudecken (Lizenzsplitting, um angeblich den Wettbewerb zwischen den Anbieter zu fördern). Der andere Sohn ist kleiner - Disney+ für 9¤/Monat. Dazu Prime (6¤ / Monat, wobei das meiste da auch in extra kostenpflichtigen Channels versteckt ist) und Netflix (für voraussichtlich 15¤/Monat). Macht 80¤ - und du hast noch nicht mal alle Filme dabei. Noch ein Family-Musikabo dazu (Prime Music ist auch nur in der kostenpflichtigen Unlimited-Version nutzbar) - weitere 15¤. Wenn man sich dann noch einen Prime-Video-Channel gönnt sind die 100¤ im Monat voll.

    Und das für Abo - heißt man hat nichts davon. Abo gekündigt = kein Zugriff auf die Filme. Und die Anbieter wundern sich wieso die Leute den Irrsinn nicht mitmachen...

  14. Re: Was Netflix mal war

    Autor: bananensaft 04.07.22 - 10:56

    topas08 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > pizuzz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aktuell schaufeln sich die ganzen Disney+, HBO Max und wie sie alle
    > heißen
    > > ihr eigenes Grab, weil sie glauben, dass der Nutzer Bock hat, sechs
    > > verschiedene Abos abzuschließen, um tollen exklusiven Content zu
    > kriegen,
    > > den es nur auf einer der sechs Plattformen gibt. Viele Nutzer machen das
    > > sicher, aber ich für meinen Teil und nicht wenige andere haben da keinen
    > > Bock drauf.
    >
    > Worst case Szenario: Familie mit unterschiedlichen Interessen: Sohn
    > interessiert sich für Fußball - also müsste man Sky (AFAIR 30¤) und DAZN
    > (AFAIR 20¤) haben, um alle Spiele eines Spieltags abzudecken
    > (Lizenzsplitting, um angeblich den Wettbewerb zwischen den Anbieter zu
    > fördern). Der andere Sohn ist kleiner - Disney+ für 9¤/Monat. Dazu Prime
    > (6¤ / Monat, wobei das meiste da auch in extra kostenpflichtigen Channels
    > versteckt ist) und Netflix (für voraussichtlich 15¤/Monat). Macht 80¤ - und
    > du hast noch nicht mal alle Filme dabei. Noch ein Family-Musikabo dazu
    > (Prime Music ist auch nur in der kostenpflichtigen Unlimited-Version
    > nutzbar) - weitere 15¤. Wenn man sich dann noch einen Prime-Video-Channel
    > gönnt sind die 100¤ im Monat voll.
    >
    > Und das für Abo - heißt man hat nichts davon. Abo gekündigt = kein Zugriff
    > auf die Filme. Und die Anbieter wundern sich wieso die Leute den Irrsinn
    > nicht mitmachen...
    Naja, aber wo steht, dass man darauf ein Recht hat? Wenn Du H4 beziehst, oder miserabel verdienst, dann geht oft noch nicht mal ein Dienst. Warum solltet man ein Recht darauf haben, all das für 30¤ zu haben? Sorry, dass ist pure Wohlstandsverwahrlosung.
    Wenn es einem so wichtig ist, diese Dinge zu nutzen, dann muss halt woanders verzichtet werden. Ist relativ einfach, man kann jeden Euro nur einmal ausgeben und es gibt kein Recht auf "alles für wenig". Man MUSS das nicht alles abonnieren. Stell Dir vor. Das ist kein Worst Case, dass ist Luxus.

  15. Re: Was Netflix mal war

    Autor: Ollinase 04.07.22 - 11:01

    Mir wurde bereits reichen, wenn ich ALLE alten Filme (vor 1990) bei einem Anbieter schauen könnte.
    Vermisse schmerzlichst "Eine Leiche zum Desert" oder ähnliche Filme.
    Dann wäre ich bereit, zusätzlich für neuen Kram (Serien, Blockbuster, etc.) einen zusätzlichen Obolus zu zahlen.

    Mir geht dieses ganze Suchen im Chromecast auf den Sack, um am Ende festzustellen, das mit ein Disney+ Abo fehlt oder der Film in Prime nicht enthalten ist.

    Wenn das nicht anders wird, wird man mich am Ende als Kunden verlieren...und ich mache halt etwas anderes.

  16. Re: Was Netflix mal war

    Autor: topas08 04.07.22 - 11:16

    Es ging um die Frage, wieso Kunden immer unzufriedener mit Netflix (und Streaminganbietern allgemein) werden. Und da ist die Antwort: Die Segmentierung in (gefühlt) zig Anbieter.

    Um bei meinem Beispiel zu bleiben: Eine zeitlang habe ich mich über 15¤-Probemonate bei Sky (das dann noch auf zwei Leute aufgeteilt wurde) und kostenlose DAZN-Probemonate gehangelt (neue Mailadresse=neuer Account). Wenn es billiger ist, zum Fußball schauen in die Kneipe zu gehen (um die für einen interessanten 34 Spiele der Lieblingsmannschaft pro Bundesliga-Jahr zu schauen, abzüglich live gesehene Spiele) ist das Streaming zu teuer - ganz einfach. Nimm mal die 50¤/Monat - macht mindestens 17,50¤ pro Spiel (wenn die Lieblingsmanschaft eh nicht in die CL & Co kommt *g*). Dafür kannst du dir auch einen gemütlichen Abend in der Kneipe machen und es dort schauen. Ist gut für den Wirt, aber blöd für den Streaming-Anbieter, der sich wundert, warum niemand mehr sein supertolles Streaming-Paket kaufen will....

  17. Re: Was Netflix mal war

    Autor: bananensaft 04.07.22 - 11:22

    topas08 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ging um die Frage, wieso Kunden immer unzufriedener mit Netflix (und
    > Streaminganbietern allgemein) werden. Und da ist die Antwort: Die
    > Segmentierung in (gefühlt) zig Anbieter.
    >
    > Um bei meinem Beispiel zu bleiben: Eine zeitlang habe ich mich über
    > 15¤-Probemonate bei Sky (das dann noch auf zwei Leute aufgeteilt wurde) und
    > kostenlose DAZN-Probemonate gehangelt (neue Mailadresse=neuer Account).
    > Wenn es billiger ist, zum Fußball schauen in die Kneipe zu gehen (um die
    > für einen interessanten 34 Spiele der Lieblingsmannschaft pro
    > Bundesliga-Jahr zu schauen, abzüglich live gesehene Spiele) ist das
    > Streaming zu teuer - ganz einfach. Nimm mal die 50¤/Monat - macht
    > mindestens 17,50¤ pro Spiel (wenn die Lieblingsmanschaft eh nicht in die CL
    > & Co kommt *g*). Dafür kannst du dir auch einen gemütlichen Abend in der
    > Kneipe machen und es dort schauen. Ist gut für den Wirt, aber blöd für den
    > Streaming-Anbieter, der sich wundert, warum niemand mehr sein supertolles
    > Streaming-Paket kaufen will....
    Ja, aber das ist dann doch wieder ein Problem des Contentanbieters, der genau das so will und auch zu dem Preis. Er hat ein exklusives Produkt, was sonst niemand hat und verkauft das entsprechend. Da kann man nichtmal sagen: gucke ich halt einen Star Wars Film sondern was anderes SciFi. Weil, wenn ich Fussball CL gucken will, schaue ich mir ja stattdessen nicht unbedingt die Dartmeisterschaft an.
    Finde das Beispiel da unglücklich, weil niemand in der Lage ist, diesen Content ähnlich zu produzieren.

  18. Re: Was Netflix mal war

    Autor: cuthbert34 04.07.22 - 11:39

    topas08 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Worst case Szenario: Familie mit unterschiedlichen Interessen: Sohn
    > interessiert sich für Fußball - also müsste man Sky (AFAIR 30¤) und DAZN
    > (AFAIR 20¤) haben, um alle Spiele eines Spieltags abzudecken
    > (Lizenzsplitting, um angeblich den Wettbewerb zwischen den Anbieter zu
    > fördern). Der andere Sohn ist kleiner - Disney+ für 9¤/Monat. Dazu Prime
    > (6¤ / Monat, wobei das meiste da auch in extra kostenpflichtigen Channels
    > versteckt ist) und Netflix (für voraussichtlich 15¤/Monat). Macht 80¤ - und
    > du hast noch nicht mal alle Filme dabei. Noch ein Family-Musikabo dazu
    > (Prime Music ist auch nur in der kostenpflichtigen Unlimited-Version
    > nutzbar) - weitere 15¤. Wenn man sich dann noch einen Prime-Video-Channel
    > gönnt sind die 100¤ im Monat voll.
    >
    > Und das für Abo - heißt man hat nichts davon. Abo gekündigt = kein Zugriff
    > auf die Filme. Und die Anbieter wundern sich wieso die Leute den Irrsinn
    > nicht mitmachen...

    Natürlich verstehe ich das Problem, aber andererseits ist eben auch kein Problem. Das, was du beschreibst, ist das Dilemma, dass jedes Familienmitglied seine Wünsche erfüllt bekommt. Kann ja sein, dass der Sohn Fussballfan ist. Wenn er aber der einzige ist und für sein Einkommen nicht arbeiten geht, dann wird die Familie hat kein Sky/WOW und Dazn abonnieren. Willkommen in der Realität, wo alles einen Preis hat und man nicht alles konsumieren kann. Und nein, ich habe kein Verständnis, wenn man dann illegal konsumiert.

    Auch das Musikabo... warum? Dann hört halt Spotify mit Werbung oder Radio.

    An welcher Stelle sind wir abgebogen und meinen, dass jeder alles haben können muss? Man muss mit seinen begrenzten Ressourcen lernen umzugehen. Wenn das bedeutet, dass ich kein Netflix, sondern nur prime habe. Dann kann ich bei Serien wie Stranger Things halt nicht mitreden. Davon geht kein Jugendlicher zugrunde. Für mich gehört "Mangel" (im Sinne von: ich kann nur das konsumieren, was ich mir leisten kann/will) zum fundamentalen Aspekt unserer Gesellschaft. Nur dann haben Dinge einen Wert.

  19. Re: Was Netflix mal war

    Autor: mnementh 04.07.22 - 11:43

    Ollinase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir wurde bereits reichen, wenn ich ALLE alten Filme (vor 1990) bei einem
    > Anbieter schauen könnte.
    > Vermisse schmerzlichst "Eine Leiche zum Desert" oder ähnliche Filme.
    > Dann wäre ich bereit, zusätzlich für neuen Kram (Serien, Blockbuster, etc.)
    > einen zusätzlichen Obolus zu zahlen.
    >
    Eine Leiche zum Dessert (Murder by Death) ist ein wenig albern, aber insgesamt eine wunderbare Parodie des ganzen Krimi-Genres. Leider ist es derzeit nirgends in einem Abo:
    https://www.werstreamt.es/film/details/42791/eine-leiche-zum-dessert/
    Ja, Kaufen für 7,99¤. Einen digitalen Inhalt bei einem Dienst kaufen der eventuell in 3 Jahren eingestellt wird... Die DVD gibt es für 4,99¤. Die habe ich dann weiterhin (ich glaube der Film steht schon in meinem Regal).

  20. Re: Was Netflix mal war

    Autor: topas08 04.07.22 - 11:44

    Dann bleiben wir beim Streaming: Nenne mich Old White Man, aber ich kann mit dem neuen Kram nichts anfangen. Wider erwarten mal bei Netflix eine Serie gefunden, die interessant war. Davor in der ZDF Mediathek fündig geworden. Als Fallback habe ich ein paar Serien auf Prime, die immer mal wieder geschaut werden (wiederum andere sind dort auch wild auf unterschiedliche kostenpflichtige Channels verteilt). Zuvor im klassischen Fernsehen mal eine passende Serie entdeckt, die dann über deren Mediathek angesehen. Filme für die Familie (wenn man mit Junior einen Fernsehabend machen will) kommen wiederum auch nur auf Disney+ (wenngleich der Großteil dort auch nichts für ihn ist, also 3/4 vom Content dort auch umsonst mitbezahlt werden).

    Das wilde Durcheinander nervt halt einfach nur. Es ist mir so ziemlich egal, welches Studio welchen Film produziert hat. Ob es nun Pixar, MGM, WB, Netflix, BBC, ARD/ZDF, whatever ist, der die Lizenz hat ist mir als Endkunde irrelevant. Sollen die alles in einen Pott werfen und anbieten, die Einnahmen werden nach Streamingzeit auf die Lizenzinhaber aufgeteilt.

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