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Auf gut Deutsch.

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  1. Auf gut Deutsch.

    Autor: Schön das 20.01.07 - 10:25

    Die Telekom lässt sich eventuell die Kosten für den vorzeitigen Ruhestand von ehemaligen Postbeamten durch die Kunden von anderen Firmen mitfinzieren oder wie kann man den Hinweis auf den "sozialverträglichen Personalumbau" sonst noch verstehen?

  2. Re: Auf gut Deutsch.

    Autor: hmhmhm 20.01.07 - 11:06

    Schön das schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die Telekom lässt sich eventuell die Kosten für
    > den vorzeitigen Ruhestand von ehemaligen
    > Postbeamten durch die Kunden von anderen Firmen
    > mitfinzieren oder wie kann man den Hinweis auf den
    > "sozialverträglichen Personalumbau" sonst noch
    > verstehen?
    Ja, mal angenommen das es so wäre, dann ist das Vorhaben der Telekom doch nur Rechtens, da die Telekom das Telefonnetz nur erhalten hat, mit der Massgabe, diese Beamten zu übernehmen und ein flächendeckendes Netz zu unterhalten!

    Personlakosten gehören nunmal zur Unterhaltung des Telefonnetzes und da müssen sich die Wettbewerber eben finanziell beteiligen.

  3. Re: Auf gut Deutsch.

    Autor: Schön das 20.01.07 - 11:38

    hmhmhm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Schön das schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Telekom lässt sich eventuell die Kosten
    > für
    > den vorzeitigen Ruhestand von
    > ehemaligen
    > Postbeamten durch die Kunden von
    > anderen Firmen
    > mitfinzieren oder wie kann man
    > den Hinweis auf den
    > "sozialverträglichen
    > Personalumbau" sonst noch
    > verstehen?
    > Ja, mal angenommen das es so wäre, dann ist das
    > Vorhaben der Telekom doch nur Rechtens, da die
    > Telekom das Telefonnetz nur erhalten hat, mit der
    > Massgabe, diese Beamten zu übernehmen und ein
    > flächendeckendes Netz zu unterhalten!
    >
    > Personlakosten gehören nunmal zur Unterhaltung des
    > Telefonnetzes und da müssen sich die Wettbewerber
    > eben finanziell beteiligen.

    Beamtenrenten sind IMHO Aufgabe des Staates. Man könnte auch sagen, daß hier eine weitere versteckte Steuer auf Telekomunikation erhoben wird. Übrigens läßt Rheinland-Pfalz seine Beamten aus Kostengründen nominal bis zum 68. Lebensjahr arbeiten.

  4. der Sozialstaat ist das Problem

    Autor: tachauch 20.01.07 - 15:04

    Das Vorhaben kann man auch so sehen, dass ein Unternehmen seine hausgemachten Fehlstruktur und Reformresistenz auf die Gemeinschaft abwälzt.
    Im Endeffekt sollen alle dafür zahlen, dass die Telekom nicht schon früher Arbeitsplätze abgebaut hat die wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll waren.

    Das Problem liegt sowohl in der enstsprechend "soziale" Mentalität als auch in den Gesetzen zum Kündigungsschutz. Das wurde über Jahrzehnte aufgebaut sodass heutzutage die Mehrheit der Menschen folgendes faktisch akzeptiert: Ein Arbeitsplatz existiert unabhängig davon, ob die zu verbundene Arbeitsleistung wirtschaftlich nötig ist oder nicht.
    Das hat zur Folge, dass zig Leute in Betrieben "mitgeschleift" werden, obwohl die Firma auch prima ohne sie könnte.

    Beispiel:
    Jahr 2000: Unternehmen XY merkt, dass es locker das selbe Geschäft mit 10000 weniger Arbeitnehmern durchführen könnte. Es gibt drei Gruppen von Arbeitnehmern A-C mit aufsteigendem Durchschnittsalter und absteigenden (neutralen) Marktchancen (Ohne zwingenden Kausalzsammenhang).
    Zwei exemplarische Wege:
    1. Die 10000 werden entlassen. Teile der Gruppe A/B gründen einen Ableger/Konkurrenten. Andere der Gruppe A/B suchen sich neue Arbeit in der selben Branche oder einer anderen. Sie haben innerhalb eines Jahres neue Arbeit. Gruppe C ist zu unflexibel und/oder in Tarifsystemen zu teuer um zu einer der beiden anderen Gruppen zu gehören. Sie werden arbeitslos oder Frührentner.
    2. Die 10000 bleiben kurzfristig beschäftigt, alerdings aufgrund der Irrelevanz ihrer Arbeit für das Unternehmen werden sie individuell bzw die ganze Abteilung nicht mehr (strategisch) gefördert. Es werden Stellen nicht neu besetzt und häppchenweise Arbeitsplätze abgebaut. Je nachdem wann sie merken, dass das Pferd was sie reiten tot ist, werden die Gruppe A (teilw. Gruppe B) die Abteilung wechseln/verlassen.
    Das zieht sich dann hin, bis sich eine Gelegenheit ergibt, und die Abteilung wird ausgegliedert/verkauft/geschlossen (Bsp.: Jahr 2005). Übriggebliebene der Gruppen A und B fallen aus allen Wolken, versuchen kurzfristig umzusteigen. Gruppe C steht vor einem Scherbenhaufe (wie in Bsp.1) schielt umsomehr gen Ruhestand.

    Wenn man im Jahr 2000 die Menschen fragt, welcher der Wege sozialer ist, würden wohl die Meisten den zweiten Weg nennen.
    Dass dabei die jüngeren Leute der Gruppe A und B aber jahrelang sich in einer dem Tode geweihten Abteilung versuchen etwas aufzubauen, um am Ende doch wechseln zu müssen vergessen sie. Ignoriert wird auch, dass manche aus Gruppe B im Jahr 2000 viel bessere Chancen gehabt hätten, im Jahre 2005 aber dann zur Gruppe C gehören und durch den sozialen Weg 2 um ihre Zukunft gebracht wurden.
    Im Endeffekt wird die Zukunft der Gruppen A und B dafür geopfert, dass Gruppe C sich erst 5 Jahre später dem unausweichlichen Schicksal stellen muss.
    Analog dazu verhält es sich z.B. beim "Generationenvertrag".

    Damit man mich richtig versteht: Ich fordere nicht, dass überflüssig gewordene Arbeitsplätze sofort abgebaut werden. Gerade in Einzelfällen kann es sich sowohl fürs Unternehmen als auch für die Volkswirtschaft durchaus lohnen, moralisch und wirtschaftlich.
    Aber von der Grössenordnung "Einzelfall" reden wir in Deutschland schon lange nicht mehr. Was im Kleinen gut ist, wird zu einem Problem, wenn es sich verselbstständigt und zu Fehlstrukturen führt, denn diese müssen sich dann irgendwann in (schrittweisen) Massenentlassungen auflösen. Die überflüssigen Strukturen will vorher aber keiner wahrgenommen haben.

    Die Kürze bedingt eine gewisse Pauschalisierung und Polarisierung.

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