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Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

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  1. Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

    Autor: RedSign 06.02.07 - 20:10

    ... zumindest was die Vermarktungsmethoden angeht. An und für sich sind sich die beiden gar nicht Mal so unähnlich, nur dass die Vermarktung und Werbung von MS insgesamt etwas subtiler abläuft als die von Apple, die meiner Meinung nach ziemlich offensichtlich die Wirklichkeit verzerrt und dabei auch gerne mal etwas aggressiv zur Sache geht.

    Schauen wir uns doch mal den Wechsel der Prozessorarchitektur von PPC auf x86 an:

    Zu PPC-Zeiten schmückte sich Apple mit diesen Prozessoren und nutzte es als Mittel, um sich so weit wie nur möglich von den PCs abzuheben. Gleichzeitig wurde keine Gelegenheit ausgelassen, um über die total schlechten x86-Prozessoren herzuziehen und zu diffamieren.

    Jetzt musste Apple selbst feststellen, dass sie sich bei den Prozessoren mit ihrer Strategie in eine Sackgasse begeben haben und man auf Dauer mit Schwierigkeiten rechnen müsste wirklich überlegen sein zu können, was die Technik und deren Leistung anbelangt. Deswegen entschied man sich auf Intel-Prozessoren zu wechseln, was eigentlich genau das bedeutete, was man zuvor unbedingt verhindern wollte: Sich den PCs anzunähern und deren "schwache" x86-Architektur zu nutzen.

    Nun hätte man das sicherlich klammheimlich machen können, aber nein Apples Werbestrategen mussten natürlich die Sache so drehen, als seien die Intel-Prozessoren, die bisher nur langweilige Aufgaben in grauen, langweiligen Kisten (=PCs) verrichten durften, nun befreit worden, indem sie in einem Apple eingesetzt werden. Diese Werbemethode hat selbst Intel nicht wirklich gut gefunden, aber da war es leider schon zu spät.

    Ich finde mit solchen Methoden macht sich Apple nur unglaubwürdig, und so auch jetzt. Ich meine man sollte doch versuchen seine eigenen Vorzüge herauszukehren und damit gut dazustehen und nicht, indem man den Mitbewerber so richtig runter macht. Kommt irgendwie überheblich und prollig rüber, vorallem, wenn man sich die Marktzahlen in diesem Sektor mal anschaut.

    Aber das ist einfach Apples Masche. Ich finde ihre Werbemthoden gar nicht schlecht, auch die Produktvorstelllungen sind immer sehr gekonnt inszeniert, wogegen auch nichts einzuwenden ist. Aber immer diese Gelaber von wegen der habe hier kopiert und uhh schaut mal die DLL-Hell in Windows hier und dies dort und das sieht so ähnlich aus wie dies und das, was wir schon Jahre lang haben...blabla

    Dagegen steht Microsoft mit seinem marktmissbrauchenden Verhalten, das ausschließlich auf die zwanghafte Bindung der Kunden an die eigenen Produkte gerichtet ist. Garniert wird dieses auch hier mit zweifelhafter Werbung, wenn man sich beispielsweise die "Get-The-Facts"-Kampagne, oder die aktuelle Werbung in der beschrieben wird, dass sich die Londoner Börse gegen Linux und für Windows entschieden hat, ansieht. Auch diverse andere Dinge, wie die Integration des Internet Explorers und anderer Software in das Betriebssystem, stellen hier durchaus fragwürdige Methoden dar, wie die versammelten Anti-Microsoft-Anhänger hier ja sicher wissen.

    Bisher hat man sich bei Microsoft zumindest zurückgehalten, was Apple angeht, was heißen soll, dass man sich nicht zu solchen Aussagen wie Apple nicht herabgelassen und es einfach weitgehend ignoriert hat. Wozu sollte man dazu auch Stellung beziehen, wenn man selbst über 90 % Marktanteil hat und der Konkurrent nur 3-4 % (nagelt mich jetzt nicht an den Werten fest, das interessiert mich nicht; es geht um die Tendenz und die ist eindeutig)? Aber selbst das hat man jetzt bei MS aufgegeben und dann auch noch mittels Herrn Gates höchstpersönlich. Echt schön, damit spielt man Apple in die Hand und begibt sich auf die gleiche Ebene, was die Argumentation und Kritik angeht.

    Letztlich sind sowohl Apple als auch MS in ihren Marketing-Strategien sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich: Beide arbeiten so schmutzig, dass man sich schon längst nicht mehr glaubwürdig rein waschen könnte, selbst wenn man es wollte.

    Nur der Unterschied ist folgender: Bei Apple wird alles als toll empfunden, und die Werbung ist natürlich auch lustig und berechtigt. Es ist eben doch nicht das Gleiche, wenn zwei das Gleiche tun. Alle wettern gegen DRM und proprietäre Formate und kritisieren vorallem MS und deren Windows aufs heftigste, aber gleichzeitig nutzen sie den iPod und iTunes und das zum Teil wie blöde. Ich glaube das werde ich wohl nie verstehen.

    Naja nur meine Meinung. Trolle sind natürlich herzlich eingeladen, was die Antworten anbelangt. ;-)

    Gruß
    RedSign

  2. Re: Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

    Autor: Bibabuzzelmann 06.02.07 - 20:29

    RedSign schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Auch diverse andere
    > Dinge, wie die Integration des Internet Explorers
    > und anderer Software in das Betriebssystem,
    > stellen hier durchaus fragwürdige Methoden dar,
    > wie die versammelten Anti-Microsoft-Anhänger hier
    > ja sicher wissen.

    Was ist denn daran falsch, ein Betriebssystem, mit nem Hauseigenen Browser anzubieten ?
    Das würde ich genau so machen, kann doch jeder nach belieben wechseln, die Hauptsache ist doch, dass überhaupt einer dabei ist, damit man ins Internet kommt.

    Ich persönlich finde das nicht schlimm und nutze den IE auch NICHT, warum soll das jemanden stören ?

    Auf jeden Fall ist es so, dass Windows für eine breite Palette Hardware steht, da kommt sonst kein Betriebssystem mit und das ist wohl auch der entscheidende Punkt, auch so hab ich selbst nichts wirklich grossartiges zu Bemängeln.
    Naja, bei Vista erscheint mir vieleicht später einiges fragwürdig, das muss ich erst noch in Posts, oder selbst entdecken, wechseln werd ich jetzt sowieso noch nicht, erst in 1-2 Jahre :)

  3. Ja, Sie hätten wirklich den Safari nehmen sollen...

    Autor: DerGeistigeDünnpf... 06.02.07 - 20:39

    RedSign schrieb:
    -------------------------------------------------------
    +> Londoner Börse gegen Linux und für Windows
    > entschieden hat, ansieht. Auch diverse andere
    > Dinge, wie die Integration des Internet Explorers
    > und anderer Software in das Betriebssystem,
    > stellen hier durchaus fragwürdige Methoden dar,
    > wie die versammelten Anti-Microsoft-Anhänger hier
    > ja sicher wissen.


    So wie Apple das bei seinem Betrübssystem
    ja auch macht.


    Muhhahahahahahaahah...
    Hohohohohohuhhhhhhhhhuuuuuuuuuuu....

  4. Re: Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

    Autor: AlterHase 06.02.07 - 20:41

    Ich fand die Apples früher auch sehr sympathisch, und zu Win95-Zeiten waren die Macitoshs auch viel intuitiver zu bedienen. Aber - machen wir uns nichts vor - arbeiten kann man heute mit MacOS genauso wie mit WindowsXP oder auch Vista. Auch Linux ist eine Alternative, auch wenn viele das bestreiten.

    Leider disqualifiziert sich Apple immer mehr selbst durch diverse schwachsinnigen Prozesse gegen unliebsame Kommentatoren, oder auch mit solch lächerlichen Werbespots. Die Annäherung (im Negativen) an MS ist unverkennbar, und selbst was DRM angeht, kann ich keine wirklichen Vorteile von OSX gegenüber Vista erkennen.

    Was den überwältigenden Erfolg des iPod angeht kann ich genausowenig wie mein Vorposter verstehen. Zugegegben - das Bedienkonzept des iPod ist genial. Aber es gibt andere, die sind auch nicht schlecht, und das zu vernünftigen Preisen. Aber so ist das mit der Mode...

    Als Fazit - und die Konsequenzen habe ich selbst gezogen - kommt auf lange Sicht nur Linux in Frage, wenn ich selbst die Kontrolle über mein System behalten möchte. Die paar Sachen, für die ich noch Windows brauche, haben sich auch bald erledigt. Dann geht mir alles andere sonstwo vorbei.

    Wenn wir ehrlich sind, trifft das für viele andere auch zu und ich bin sicher, die goldenen Zeiten für MS sind vorbei. Für Apple wird es auch immer eine Nische geben - warum auch nicht.

    Gruß
    der AlteHase

  5. Re: Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

    Autor: Johnny Cache 06.02.07 - 20:42

    Bibabuzzelmann schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was ist denn daran falsch, ein Betriebssystem, mit
    > nem Hauseigenen Browser anzubieten ?
    > Das würde ich genau so machen, kann doch jeder
    > nach belieben wechseln, die Hauptsache ist doch,
    > dass überhaupt einer dabei ist, damit man ins
    > Internet kommt.

    Es Widerspricht offensichtlich irgendwelchen Kartellgesetzen und wurde deswegen ja auch schon öfters bemängelt, wobei ich aber keinen größeren Unterschied zu OSX sehen kann, welches ja ebenfalls mit dem ganzen Geraffel ausgestattet ist. Genau genommen hat es sogar noch mehr mit dabei, weswegen aber IIRC niemand rumgeheult hat.

    Warum man die Komponenten aber nicht mehr wie damals einfach bei der Installation auswählen kann bleibt mir allerdings ein mittelprächtiges Rätsel. Wenn man dran denkt was diese teilweise unerwünschten "features" bei einem Rollout kosten könnte einem wirklich schlecht werden.

  6. Re: Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

    Autor: Bibabuzzelmann 06.02.07 - 20:48

    Johnny Cache schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bibabuzzelmann schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Was ist denn daran falsch, ein
    > Betriebssystem, mit
    > nem Hauseigenen Browser
    > anzubieten ?
    > Das würde ich genau so machen,
    > kann doch jeder
    > nach belieben wechseln, die
    > Hauptsache ist doch,
    > dass überhaupt einer
    > dabei ist, damit man ins
    > Internet kommt.
    >
    > Es Widerspricht offensichtlich irgendwelchen
    > Kartellgesetzen und wurde deswegen ja auch schon
    > öfters bemängelt, wobei ich aber keinen größeren
    > Unterschied zu OSX sehen kann, welches ja
    > ebenfalls mit dem ganzen Geraffel ausgestattet
    > ist. Genau genommen hat es sogar noch mehr mit
    > dabei, weswegen aber IIRC niemand rumgeheult hat.
    >
    > Warum man die Komponenten aber nicht mehr wie
    > damals einfach bei der Installation auswählen kann
    > bleibt mir allerdings ein mittelprächtiges Rätsel.
    > Wenn man dran denkt was diese teilweise
    > unerwünschten "features" bei einem Rollout kosten
    > könnte einem wirklich schlecht werden.

    Brauch Windows den IE nicht irgendwie für seine Updates, auch wenn man ihn nicht nutzt, laufen die doch darüber, oder nicht ?
    Für mich ist das ein Teil von Windows, man muss es ja nicht nutzen....son Auswahlanklickverfahren wäre natürlich auch nicht schlecht, für Dinge, die man wirklich nicht braucht, oder "besseren" Ersatz dafür hat.

    Naja, sooo schlimm find ich das alles nicht mit den Betriebssystemen, es läuft und das ist die Hauptsache :)

  7. Re: Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

    Autor: # 06.02.07 - 21:48

    AlterHase schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Leider disqualifiziert sich Apple immer mehr
    > selbst durch diverse schwachsinnigen Prozesse
    > gegen unliebsame Kommentatoren, oder auch mit
    > solch lächerlichen Werbespots. Die Annäherung (im
    > Negativen) an MS ist unverkennbar, und selbst was
    > DRM angeht, kann ich keine wirklichen Vorteile von
    > OSX gegenüber Vista erkennen.

    Apple kommt für mich eigentlich immer wie ein kleines Kind vor, das vor lauter Hochnäsigkeit nicht mit den anderen Kindern spielen will, aber trotzdem den Ball immer wieder zurückwirft. Und das macht Apple in meinen Augen kein Stück sympatischer als Microsoft.

  8. Re: Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

    Autor: pool 06.02.07 - 23:02

    Für mich ist der Internet Explorer auch nur die Windows intene Schnittstelle für das Internet, auf die Programme wie der Media Player, Outlook oder ICQ zugreift.
    Die Benutzeroberfläche "Internet Explorer" ist mir schnurz, seit dem es den ie Tab für Firefox gibt.

    Ach so: Wer die Anwendung "Internet Explorer" nicht mehr will, kann sie entweder vor der Installation mit nLite rausoperieren oder über Systemsteuerung > Software > Windows Komponenten entfernen/hinzufügen einfach rausschmeißen. Ist zwar nicht ganz so komfortabel wie unter Windows 98 oder 2000 aber immerhin.

    MfG

  9. Re: Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

    Autor: Ranjid-IT 06.02.07 - 23:19

    pool schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ach so: Wer die Anwendung "Internet Explorer"
    > nicht mehr will, kann sie entweder vor der
    > Installation mit nLite rausoperieren oder über
    > Systemsteuerung > Software > Windows
    > Komponenten entfernen/hinzufügen einfach
    > rausschmeißen. Ist zwar nicht ganz so komfortabel
    > wie unter Windows 98 oder 2000 aber immerhin.

    Funktioniert leider nicht so toll wie gedacht. Mach mal den Datei-Explorer auf und gib eine URL ein... da siehst Du die gute alte IE-Engine werkeln. Internetoptionen in der Systemsteuerung existieren auch noch. Mit anderen Worten: Man wird nur einen kleinen Teil davon wirklich los, das Grundübel aber bleibt. Leider.

  10. Re: Fragwürdig sind sowohl Apple als auch MS ...

    Autor: pool 06.02.07 - 23:31

    Es ging ja auch nicht um den Internet Explorer Kern sondern um die Anwendung samt Symbol, "neu laden"-Knopf usw.

    Aber den Internet Explorer Kern bekommt man auch mit nLite raus. Nur wird man dann schnell merken, dass er doch etwas zu wichtig ist, wenn man auch mal ins Internet will.

    MfG

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