ein zweifelhaftes Konzept
Autor: Wyv 08.02.07 - 13:08
Das Konzept: Wer mehr zahlt hat mehr vom Spiel ist zumindest im ostasiatischen Raum nicht neu. Hierzulande scheint sowas aber (IMHO zu recht) auf wenig Gegenliebe zu stoßen (siehe Archlord).
Man kann natürlich argumentieren, dass jemand, der wenig Zeit hat, zwangsläufig ins hintertreffen gerät, doch gilt das auch für andere Freizeitbeschäftigungen.
Jemand, der wenig Zeit hat, um z.B. Tennis zu spielen, wird mit Sicherheit nicht dauerhaft zu den besten gehören können.
Das Argument mit der Sicherheit ist auch höchst fadenscheinig: Wenn man legal mit Goldfarmen Geld verdienen kann, wird die Anzahl der Hacks, Bots und Exploits ganz bestimmt nicht abnehmen.
Das Argument mit der zusätzlichen Geldspritze für die Betreiber ist auch so eine Sache:
Die etablierten Spiele, wie Lineage2, WoW, EQ2 benötigen so eine Einnahmequelle absolut nicht.
Nicht-Etablierte, neue Onlinespiele benötigen eine solide Startcommunity. Diese Startcommunity besteht aber zumeist aus Leuten, die tendenziell lieber Zeit als Geld in ein Spiel investiert.
Ich denke, dass es sinnvollere Alternativen gibt:
Gegen eine zu große Differenz von Powergamern zu Casuals kann mit deminishing returns gearbeitet werden, so dass z.B. der Gold und Erfahrungspunktegewinn ab einer gewissen Spielzeit stark abnimmt (Ansatzweise in WoW zu beobachten).
Geld können Onlinerollenspiele z.T. auch mit Werbung machen (jemand der (mehr) bezahlt bekommt dafür keine Werbung zu sehen.
jm2c
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Wyv | 08.02.07 - 13:08 |
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TeeKay | 08.02.07 - 13:50 |
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FranUnFine | 08.02.07 - 13:58 |
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Anonymous | 08.02.07 - 21:59 |



