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  5. › Linspire: Ubuntu statt Debian

Leider richtig so...

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  1. Leider richtig so...

    Autor: Zetsche 08.02.07 - 19:46

    Eigentlich ist Debian die Distri meiner Wahl. Wenn sich die Leute dort nur nicht immer selbst ins Bein schießen müßten.

    Stable ist für den Desktop nicht zu gebrauchen, da die Releasezeiten zu lange dauern. Etch ist ja immer noch nicht fertig.

    Sid bedeutet Frickeln ohne Ende, was für einfache Benutzer wie mich mit anderen, beruflichen Verpflichtungen nicht praktikabel ist. Auf wöchentliche a-g d-u habe ich auch keine Lust. Außerdem kann ich es mir nicht leisten, auf den Rechner einen halben Tag zu verzichten, weil ein falsches Paket reingerutscht ist, welches mir den Rechner lahmlegt.

    Selbst Sid bedeutet noch lange nicht, daß ich auch aktuelle Pakete habe. Kann auch nicht gehen, wenn man sich lieber darüber streitet, ob es nun FF oder Iceweasel heißt. Während alle anderen den neuen FF 2.0 nach wenigen Tagen hatten, guckte man bei Debian wochenlang in die Röhre.
    Zur Zeit ist es auch nicht besser (nur zwei Beispiele):
    Sid: digikam 0.82, OOo 2.0.4,
    Ubuntu: digikam 0.9, OOo 2.1

    Bin jetzt wieder zurück nach Kubuntu. Also Debian-Leute: Ohne Eure Arbeit sähe es für Menschen wie mich zeimlich mau aus. Aber manchmal entsteht aufgrund Eurer Weltanschauung ganz schöner Käse. Es wäre schön, wenn manches bei Euch ein bißchen zügiger gehen würde.


  2. Re: Leider richtig so...

    Autor: c++fan 08.02.07 - 20:56

    Zetsche schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Eigentlich ist Debian die Distri meiner Wahl.

    Meine auch.

    > Wenn sich die Leute dort nur nicht immer selbst ins
    > Bein schießen müßten.

    Ich ahne, worauf du hinaus willst...

    > Stable ist für den Desktop nicht zu gebrauchen, da
    > die Releasezeiten zu lange dauern. Etch ist ja
    > immer noch nicht fertig.

    In der Tat ist Debian stable meines Wissens nach eher für den "stabilen" Serverbetrieb vorgesehen, daher auch die lange Prozedur, in der neue Versionen erstmal durch unstable und testing gereicht werden. Da gilt nunmal "Stabilität > Aktualität". In der Tat ist die (Desktop-)User-Software dadurch auch oft nicht mehr aktuell. Ein neues final release von Open Office führt noch (lange?) nicht zu einer Aufnahme in stable.

    > Sid bedeutet Frickeln ohne Ende, was für einfache
    > Benutzer wie mich mit anderen, beruflichen
    > Verpflichtungen nicht praktikabel ist. Auf
    > wöchentliche a-g d-u habe ich auch keine Lust.
    > Außerdem kann ich es mir nicht leisten, auf den
    > Rechner einen halben Tag zu verzichten, weil ein
    > falsches Paket reingerutscht ist, welches mir den
    > Rechner lahmlegt.

    Habe mich für den Zwischenweg entschieden, auf testing zu fahren, momentan also Etch, damit lässt sich arbeiten. Da ich es öfter Mal gern etwas aktueller habe, kommen natürlich auch Fremdpakete und Eigenkompilate dazu, ein bisschen "frickeln" muss auch sein.

    > Selbst Sid bedeutet noch lange nicht, daß ich auch
    > aktuelle Pakete habe. Kann auch nicht gehen, wenn
    > man sich lieber darüber streitet, ob es nun FF
    > oder Iceweasel heißt. Während alle anderen den
    > neuen FF 2.0 nach wenigen Tagen hatten, guckte man
    > bei Debian wochenlang in die Röhre.
    > Zur Zeit ist es auch nicht besser (nur zwei
    > Beispiele):
    > Sid: digikam 0.82, OOo 2.0.4,
    > Ubuntu: digikam 0.9, OOo 2.1

    Das mit Iceweasel ist schon so eine Sache, hat aber mit der GNU-orientierten Debian-Philosophie zu tun, die wenigsten anderen Distributionen würden sich wie Debian definieren: "Debian is a free operating system (OS) for your computer. An operating system is the set of basic programs and utilities that make your computer run. Debian uses the Linux kernel (the core of an operating system), but most of the basic OS tools come from the GNU project; hence the name GNU/Linux." Und der Name Firefox unterliegt seitens der Mozilla-Foundation Restriktionen. Um ihn also vollkommen frei zu liefern und unabhängig zu bleiben, "musste" Debian quasi einen anderen Namen finden. Benutze selbst in der Regel Swiftfox.

    > Bin jetzt wieder zurück nach Kubuntu. Also
    > Debian-Leute: Ohne Eure Arbeit sähe es für
    > Menschen wie mich zeimlich mau aus. Aber manchmal
    > entsteht aufgrund Eurer Weltanschauung ganz
    > schöner Käse. Es wäre schön, wenn manches bei Euch
    > ein bißchen zügiger gehen würde.

    Manche beschweren sich darüber Ubuntu wäre manchmal übereilt... Aber naja, bei mir dient Debian weiter als _Basis_ und wenn man nen neuen Kernel oder neuere Software braucht, kriegt man das auch hin. ^^

    Eines der Grundprobleme bei der Linux- oder generell Computer-Nutzung ist die Betrachtungsweise der Sache - als "Werkzeug" oder "Herausforderung". Und in der Tat wird der Einsteiger mit *buntu wohl oft besser dran sein.

  3. Re: Leider richtig so...

    Autor: Alien 08.02.07 - 21:26

    c++fan schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Zetsche schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Eigentlich ist Debian die Distri meiner
    > Wahl.
    >
    > Meine auch.
    >
    > > Wenn sich die Leute dort nur nicht immer
    > selbst ins
    > Bein schießen müßten.
    >
    > Ich ahne, worauf du hinaus willst...
    >
    > > Stable ist für den Desktop nicht zu
    > gebrauchen, da
    > die Releasezeiten zu lange
    > dauern. Etch ist ja
    > immer noch nicht fertig.
    >
    > In der Tat ist Debian stable meines Wissens nach
    > eher für den "stabilen" Serverbetrieb vorgesehen,
    > daher auch die lange Prozedur, in der neue
    > Versionen erstmal durch unstable und testing
    > gereicht werden. Da gilt nunmal "Stabilität >
    > Aktualität". In der Tat ist die
    > (Desktop-)User-Software dadurch auch oft nicht
    > mehr aktuell. Ein neues final release von Open
    > Office führt noch (lange?) nicht zu einer Aufnahme
    > in stable.
    >
    > > Sid bedeutet Frickeln ohne Ende, was für
    > einfache
    > Benutzer wie mich mit anderen,
    > beruflichen
    > Verpflichtungen nicht praktikabel
    > ist. Auf
    > wöchentliche a-g d-u habe ich auch
    > keine Lust.
    > Außerdem kann ich es mir nicht
    > leisten, auf den
    > Rechner einen halben Tag zu
    > verzichten, weil ein
    > falsches Paket
    > reingerutscht ist, welches mir den
    > Rechner
    > lahmlegt.
    >
    > Habe mich für den Zwischenweg entschieden, auf
    > testing zu fahren, momentan also Etch, damit lässt
    > sich arbeiten. Da ich es öfter Mal gern etwas
    > aktueller habe, kommen natürlich auch Fremdpakete
    > und Eigenkompilate dazu, ein bisschen "frickeln"
    > muss auch sein.
    >
    > > Selbst Sid bedeutet noch lange nicht, daß ich
    > auch
    > aktuelle Pakete habe. Kann auch nicht
    > gehen, wenn
    > man sich lieber darüber streitet,
    > ob es nun FF
    > oder Iceweasel heißt. Während
    > alle anderen den
    > neuen FF 2.0 nach wenigen
    > Tagen hatten, guckte man
    > bei Debian
    > wochenlang in die Röhre.
    > Zur Zeit ist es auch
    > nicht besser (nur zwei
    > Beispiele):
    > Sid:
    > digikam 0.82, OOo 2.0.4,
    > Ubuntu: digikam
    > 0.9, OOo 2.1
    >
    > Das mit Iceweasel ist schon so eine Sache, hat
    > aber mit der GNU-orientierten Debian-Philosophie
    > zu tun, die wenigsten anderen Distributionen
    > würden sich wie Debian definieren: "Debian is a
    > free operating system (OS) for your computer. An
    > operating system is the set of basic programs and
    > utilities that make your computer run. Debian uses
    > the Linux kernel (the core of an operating
    > system), but most of the basic OS tools come from
    > the GNU project; hence the name GNU/Linux." Und
    > der Name Firefox unterliegt seitens der
    > Mozilla-Foundation Restriktionen. Um ihn also
    > vollkommen frei zu liefern und unabhängig zu
    > bleiben, "musste" Debian quasi einen anderen Namen
    > finden. Benutze selbst in der Regel Swiftfox.
    >
    > > Bin jetzt wieder zurück nach Kubuntu.
    > Also
    > Debian-Leute: Ohne Eure Arbeit sähe es
    > für
    > Menschen wie mich zeimlich mau aus. Aber
    > manchmal
    > entsteht aufgrund Eurer
    > Weltanschauung ganz
    > schöner Käse. Es wäre
    > schön, wenn manches bei Euch
    > ein bißchen
    > zügiger gehen würde.
    >
    > Manche beschweren sich darüber Ubuntu wäre
    > manchmal übereilt... Aber naja, bei mir dient
    > Debian weiter als _Basis_ und wenn man nen neuen
    > Kernel oder neuere Software braucht, kriegt man
    > das auch hin. ^^
    >
    > Eines der Grundprobleme bei der Linux- oder
    > generell Computer-Nutzung ist die
    > Betrachtungsweise der Sache - als "Werkzeug" oder
    > "Herausforderung". Und in der Tat wird der
    > Einsteiger mit *buntu wohl oft besser dran sein.
    c++ fan stimme dir da zu, aber die freaks dieser welt (im ganz ganz positiven sinne) sollten mal an den rest denken für die ein Computer ein Tool ist und nicht das größte adventure der welt. ich gebe zu ich mag ehr die letzte definition von arbeiten mit computern es ist ein spiel wo man noch geld für bekommt.

    zu debian es ist ja als serversystem konzipiert und deswegen braucht es halt ein bissel länger bis man zu einen neuen release kommt, hier kommt es auf einen hohe sicherheit an und das es wenige seiteneffekte gibt. für enduser also die das teil als tool sehen ist die ganze sache ein bissel zu sehr getestet dort reichen andere disbris vollkommen aus wie buntu knoppix usw.
    sorry 5 stunden für 2 km haben mich heute zermürbt.



    Alles Wichtige und Unwichtige wird unter http://blog.gunarsenf.de Kommentiert.

  4. Re: Leider richtig so...

    Autor: Zetsche 08.02.07 - 21:28

    c++fan schrieb:
    >
    > Das mit Iceweasel ist schon so eine Sache, hat
    > aber mit der GNU-orientierten Debian-Philosophie
    > zu tun, die wenigsten anderen Distributionen
    > würden sich wie Debian definieren: "Debian is a
    > free operating system (OS) for your computer. An
    > operating system is the set of basic programs and
    > utilities that make your computer run. Debian uses
    > the Linux kernel (the core of an operating
    > system), but most of the basic OS tools come from
    > the GNU project; hence the name GNU/Linux." Und
    > der Name Firefox unterliegt seitens der
    > Mozilla-Foundation Restriktionen. Um ihn also
    > vollkommen frei zu liefern und unabhängig zu
    > bleiben, "musste" Debian quasi einen anderen Namen
    > finden. Benutze selbst in der Regel Swiftfox.

    Es ist schlicht Dogmatismus und als solcher hinderlich. Um das zu haben, was ich will, müßte ich einen bunten Paketmix aus Testing, Sid und Experimental zusammenstellen. Davor wird in den einschlägigen Foren ausdrücklich gewarnt. Es hat etwa seinen Grund, warum lange Zeit von einem HD-Install von Knoppix abgeraten wurde.

    Es kann schlicht nicht sein, daß wegen der Fertigstellung von Etch alles in Experimental hängen bleibt. Wenn überhaupt - nach K9Copy in der Version 1.1 etwa suchst Du bei Debian lange.

    > Manche beschweren sich darüber Ubuntu wäre
    > manchmal übereilt... Aber naja, bei mir dient
    > Debian weiter als _Basis_ und wenn man nen neuen
    > Kernel oder neuere Software braucht, kriegt man
    > das auch hin. ^^
    >
    > Eines der Grundprobleme bei der Linux- oder
    > generell Computer-Nutzung ist die
    > Betrachtungsweise der Sache - als "Werkzeug" oder
    > "Herausforderung". Und in der Tat wird der
    > Einsteiger mit *buntu wohl oft besser dran sein.

    In der Tat. Habe persönlich keine Zeit und Lust zum Basteln. Also lasse ich den Afrikaner die Arbeit machen und die erledigt er mit zwei jährlichen Releases ganz gut. Wie lange ist Etch jetzt schon unterwegs? Zweieinhalb Jahre?

  5. Re: Leider richtig so...

    Autor: klabautermann 08.02.07 - 22:36

    Die aktuelle GNOME-Version laesst sich unter Debian nicht installieren, obwohl sie schon seit 5 Monaten und einem Tag (!!!) draussen ist. Das ist einfach traurig.

  6. Re: Leider richtig so...

    Autor: tss 10.02.07 - 18:51

    Es gibt neben stable und unstable auch noch als Kompromiss testing. Das ignorierst Du völlig. Unstable ist genau wie der Name sagt: instabil. Das sollte Du Dir vielleicht einfach mal klar machen.

    Ich finde gut, dass Debian interne Probleme öffentlich diskutiert. In kommerziellen Firmen gibt es genauso, ich würde sagen noch größere Probleme. Diese werden nur schlicht und einfach totgeschwiegen.

    Beim Beispiel Firefox hast Du offensichtlich keine Ahnung um was es ging: Es war nicht nur eine Umbennung, sondern auch eine Codeanpasseung. Firefox 2 gibt es überhaupt nicht für Debian. Ich finde gut, dass Debian sich nicht alles mitmacht was Google-Firefox so an Übel für die Benutzer plant und natürlich dauert es einige Zeit den Code zu bereinigen.

    Fazit: Du bist bei Kubuntu tatsächlich besser aufgehoben. Ich persönlich bin glücklich über mein tolles Debian (Kanotix).


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