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was für ein toller Satz

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  1. was für ein toller Satz

    Autor: Nur ich wieder 10.02.07 - 13:44

    "Wenn wir Bildung und Wissenschaft auf hohem Niveau wollen, muss das Urheberrecht Anreize für marktwirtschaftliche Lösungen mit Garantien für umfassende Versorgungsangebote der Bibliotheken verbinden. Das ist die Kernbotschaft, die Bibliothekare und Verlage mit ihrem Papier aussenden" Gottfried Honnefelder vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels

    Ließt sich toll dieser Satz, oder? Nur mal so, zum Überlegen, was sind eigentlich "Anreize für marktwirtschaftliche Lösungen" ? ... genau 'hohe Preise'.

    Und was ist mit "Umfassenden Versorgunsangeboten" gemeint? ... genau. das sind Monopole. Mit anderen Worten kein anderer darf verbreiten, was ich verbreite. Nur dann kann man nämlich die "marktwirtschaftlichen Anreize" durchsetzen.
    Eine Bedeutung daß jede Bibliothek beliefert werden muß, o.ä., macht hier keinen Sinn und bräuchte auch keine Garantien. Gemeint ist nicht, daß ein Angebot eines die ganze Breite umfaßt, sondern daß es ohnehin nur ein Angebot gibt, daß _alles_ umfaßt.

    Wenn man nun die beiden Aussagen "hohe Preise" und "Vergreitungsmonopole" verbindet, drängt sich doch tatsächlich die Frage auf, ob mit dem "hohe Niveau" vielleicht gar kein "geistiges", sondern viel eher ein "finanzielles" gemeint ist. Ich jedenfalls will das nicht.

    Nur mal so.

  2. Re: was für ein toller Satz

    Autor: Ewu 10.02.07 - 14:29

    Genau das hab ich auch gedacht, als ich das laß. Der deutsche Weg is mir hier nicht klar. Aber vielleicht geben wir den Biblos einfach genug Geld, dann kaufen die die teuren Zugänge und verwalten die und sichern so ihre Existenz. Denn wenn jeder zu Hause im Netz die Publikationen recherchieren kann, braucht man dafür keine Biblo.

    Schöne Symbiose..Too Frau Schaban!

    Nur ich wieder schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > "Wenn wir Bildung und Wissenschaft auf hohem
    > Niveau wollen, muss das Urheberrecht Anreize für
    > marktwirtschaftliche Lösungen mit Garantien für
    > umfassende Versorgungsangebote der Bibliotheken
    > verbinden. Das ist die Kernbotschaft, die
    > Bibliothekare und Verlage mit ihrem Papier
    > aussenden" Gottfried Honnefelder vom Börsenverein
    > des Deutschen Buchhandels
    >
    > Ließt sich toll dieser Satz, oder? Nur mal so, zum
    > Überlegen, was sind eigentlich "Anreize für
    > marktwirtschaftliche Lösungen" ? ... genau 'hohe
    > Preise'.
    >
    > Und was ist mit "Umfassenden Versorgunsangeboten"
    > gemeint? ... genau. das sind Monopole. Mit anderen
    > Worten kein anderer darf verbreiten, was ich
    > verbreite. Nur dann kann man nämlich die
    > "marktwirtschaftlichen Anreize" durchsetzen.
    > Eine Bedeutung daß jede Bibliothek beliefert
    > werden muß, o.ä., macht hier keinen Sinn und
    > bräuchte auch keine Garantien. Gemeint ist nicht,
    > daß ein Angebot eines die ganze Breite umfaßt,
    > sondern daß es ohnehin nur ein Angebot gibt, daß
    > _alles_ umfaßt.
    >
    > Wenn man nun die beiden Aussagen "hohe Preise" und
    > "Vergreitungsmonopole" verbindet, drängt sich doch
    > tatsächlich die Frage auf, ob mit dem "hohe
    > Niveau" vielleicht gar kein "geistiges", sondern
    > viel eher ein "finanzielles" gemeint ist. Ich
    > jedenfalls will das nicht.
    >
    > Nur mal so.


  3. Re: was für ein toller Satz

    Autor: Ich nu wieder 10.02.07 - 18:56

    ich glaube die Bibliotheken haben genug Geld, sie kaufen teure Zugänge und Publikationen, verwalten diese. Deren Existenz ist weitgehend gesichert. Und dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden.

    Es geht nur darum, daß die Publikation von wissenschaftlichen Aufsätzen teilweise in der bisherigen Art und Weise einfach sehr, sehr teuer ist. Um man sich ernsthaft Fragen sollte, ob das nicht auch etwas billiger geht, denn schließlich wird der sehr großer Teil der Einnahmen für diese Publikationen von öffentlichen Haushalten getragen, seien es nun Universitäten, Landes- oder auch Bundehaushalte, wer immer die Bibliothek finanziert.
    Es geht hier nicht vorrangig um Stadt- und Dorfbücherein, mit Ihrer Auswahl an Belletristik und populärwissenschaftlichen Sachbüchern, deren Arbeit ich allerdings damit in keinster Weise abwerten möchte.
    Heute gibt Alternativen zu diesen teuren Verfahren, die es vor 10 Jahren noch nicht gab. Warum sollte man sie nicht nutzen? Oder zumindest darüber nachdenken.

    Es gibt übrigens durchaus Argumente gegen Open Access. Nur kommen die hier gar nicht zur Sprache. Es wird mal wieder nur darüber diskutiert, Pfründe zu sichern.
    Gleichzeitig werden Aussagen so verklausuliert, daß man Sie ohne weiteres gar nicht verstehen kann. Ein Sache, die meiner Meinung nach dem Lügen gleichzusetzen ist, oder zumindest nahe kommt. Eigentlich ging es mir in meinem Posting in erster Linien darum, Darüber aufzuklären oder darauf hinzuweisen, daß das, was sich auf den ersten Blick so vernünftig anhört, in Wirklichkeit ein haarstreubende und ziemlich unverfrorene Forderung darstellt.

    in diesem Sinne
    mal wieder nur ich


    Ewu schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Genau das hab ich auch gedacht, als ich das laß.
    > Der deutsche Weg is mir hier nicht klar. Aber
    > vielleicht geben wir den Biblos einfach genug
    > Geld, dann kaufen die die teuren Zugänge und
    > verwalten die und sichern so ihre Existenz. Denn
    > wenn jeder zu Hause im Netz die Publikationen
    > recherchieren kann, braucht man dafür keine
    > Biblo.
    >
    > Schöne Symbiose..Too Frau Schaban!
    >

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