Journalistische Grundlagen im Web
Autor: Graf Porno 05.03.07 - 18:01
Der "Scherz" zeigt ganz eindeutig, wo das Problem bei News-Webseiten besteht: Das fehlen fast jeglicher journalistischer Grundlagen. Das fängt an bei einer einfachen Recherche, geht über das Zitieren von dubiosen Quellen und endet bei fehlenden Quellenangaben. Gerade die gehören zu jeder (wissenschaftlichen) Arbeit. Würde man sich einfach mal auf machen, die Ursprungsmeldung zu suchen, würden manche Gerüchte, Falschmeldungen und peinliche Fehler gar nicht erst entstehen.
Für mich hat es den Anschein, dass es im Gros nur um Masse geht. Da werden Pressemitteilungen zu journalistischen Berichten erklärt und Dreizeiler sollen Nachrichten sein. Wo ist das informativ? Wo bleibt da der Mehrwert (=Informationsgehalt) für den Leser? Und was gerechtfertigt den journalistischen Status? Ganz schlimm sind Computer-Spiele Magazine und deren Websites. Ich hab vor einiger Zeit eine PC Action am Kiosk durchgeblättert (weil ich warten musste). Die Art und Weise, wie die dort schreiben, ist ja selbst für ein Jugendmagazin unter aller Sau. In jedem Satz (über ein PC-Spiel!) wird entweder über Ossis oder Sozialpolitik dumm-primitiv gewitzelt. Ganz krass! Und wenn man sich die Webseiten der großen Magazine anguckt, dann weiß man nicht, wo was interessant sein soll. Zumal ich bei den Websites den Eindruck habe, dass das sowieso alles die gleichen sind (PCGames und Gamestar und PC Action z.B.).
Irgendwie ganz arm...
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Graf Porno | 05.03.07 - 18:01 |
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AlternativOS | 05.03.07 - 20:45 |
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:-) | 05.03.07 - 21:07 |
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Nööp Fööp | 06.03.07 - 02:11 |



