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Die fetten Zeiten sind vorbei

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  1. Re: Die fetten Zeiten sind vorbei

    Autor: Hallodri 17.04.07 - 16:23

    der ortho schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > dubengus schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Grotton schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > T-Service ist nur der erste
    > Schritt. Wir
    > werden in
    > in der nächsten
    > Zeit drastisch den
    > Gürtel enger
    >
    > schnallen müssen wenn wir uns
    > weiter auf
    > dem
    > Weltmarkt behaupten wollen.
    > Hohe
    > Löhne vertragen
    > sich nun mal nicht mit
    >
    > immer schlechter
    > ausgebildeten
    >
    > Arbeitskräften. Früher hatte D top
    >
    > ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte.
    > Da
    >
    > konnte man hohe Löhne verlangen. Das
    > ist
    >
    > inzwischen nicht mehr so. Was wir
    > heute als
    >
    > Schulabgänger und Bewerber
    > haben spottet
    > teilweise
    > jeder
    > Beschreibung.
    >
    > Oh ja. Ich bin jetzt seit
    > 20 Jahren Ausbilder und
    > glaube einen ganz
    > guten Überblick über die
    > Situation zu haben.
    > Wir haben teilweise
    > Realschüler die deutlich
    > weniger können als
    > Hauptschüler vor 10
    > Jahren. Dazu kommt noch dass
    > Eigeninitiative
    > inzwischen ein Fremdwort sein
    > muss. Früher
    > waren die Lehrlinge daran
    > interessiert ihre
    > Arbeit so gut wie möglich zu
    > machen, auch um
    > sich selbst damit voran zu
    > bringen. Das kann
    > man heute total vergessen. Wenn
    > man ihnen
    > nicht jeden Schitt vormacht dann wissen
    > sie
    > nicht mehr weiter und geben einfach auf. Wie
    >
    > man mit solchen Leuten ein erfolgreiches
    >
    > Unternehmen führen will sehe ich nicht.
    >
    > Dem kann ich nur zustimmen. Was sich da bei uns
    > bewirbt ist der absolute Hammer. Da gibt es
    > Realschüler die nicht einmal die Bruchrechnung
    > beherrschen. Einige sind nicht einmal fähig einen
    > korrekten deuschen Satz zu formulieren. Es handelt
    > sich übrigens nicht um Ausländer. Wir wollen der
    > Jugend ja eine Chance geben aber was will man mit
    > solchen Leuten anfangen?

    Ich will jetzt nicht zu denen gehören die alles auf die Schulen schieben aber wie kann es sein dass so jemand seine Realschulzeit mit einem Abschluss beendet? Wenn jemand nicht einmal die elementarsten Grundlagen beherrsch sollte er entweder weiter zur Schule müssen bis er es kann oder die Schule ohne Abschluss verlassen.

  2. Re: Die fetten Zeiten sind vorbei

    Autor: Michael - alt 17.04.07 - 17:12

    Hallodri schrieb:
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    > der ortho schrieb:
    > --------------------------------------------------
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    > > dubengus schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
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    > > Grotton schrieb:
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    > > T-Service ist nur der
    > erste
    > Schritt. Wir
    > werden in
    > in der
    > nächsten
    > Zeit drastisch den
    > Gürtel
    > enger
    >
    > schnallen müssen wenn wir uns
    >
    > weiter auf
    > dem
    > Weltmarkt behaupten
    > wollen.
    > Hohe
    > Löhne vertragen
    > sich
    > nun mal nicht mit
    >
    > immer schlechter
    >
    > ausgebildeten
    >
    > Arbeitskräften. Früher
    > hatte D top
    >
    > ausgebildete und
    > motivierte Arbeitskräfte.
    > Da
    >
    > konnte
    > man hohe Löhne verlangen. Das
    > ist
    >
    > inzwischen nicht mehr so. Was wir
    > heute
    > als
    >
    > Schulabgänger und Bewerber
    >
    > haben spottet
    > teilweise
    > jeder
    >
    > Beschreibung.
    >
    > Oh ja. Ich bin jetzt
    > seit
    > 20 Jahren Ausbilder und
    > glaube
    > einen ganz
    > guten Überblick über die
    >
    > Situation zu haben.
    > Wir haben teilweise
    >
    > Realschüler die deutlich
    > weniger können
    > als
    > Hauptschüler vor 10
    > Jahren. Dazu
    > kommt noch dass
    > Eigeninitiative
    >
    > inzwischen ein Fremdwort sein
    > muss.
    > Früher
    > waren die Lehrlinge daran
    >
    > interessiert ihre
    > Arbeit so gut wie möglich
    > zu
    > machen, auch um
    > sich selbst damit
    > voran zu
    > bringen. Das kann
    > man heute
    > total vergessen. Wenn
    > man ihnen
    > nicht
    > jeden Schitt vormacht dann wissen
    > sie
    >
    > nicht mehr weiter und geben einfach auf.
    > Wie
    >
    > man mit solchen Leuten ein
    > erfolgreiches
    >
    > Unternehmen führen will
    > sehe ich nicht.
    >
    > Dem kann ich nur
    > zustimmen. Was sich da bei uns
    > bewirbt ist
    > der absolute Hammer. Da gibt es
    > Realschüler
    > die nicht einmal die Bruchrechnung
    >
    > beherrschen. Einige sind nicht einmal fähig
    > einen
    > korrekten deuschen Satz zu formulieren.
    > Es handelt
    > sich übrigens nicht um Ausländer.
    > Wir wollen der
    > Jugend ja eine Chance geben
    > aber was will man mit
    > solchen Leuten
    > anfangen?
    >
    > Ich will jetzt nicht zu denen gehören die alles
    > auf die Schulen schieben aber wie kann es sein
    > dass so jemand seine Realschulzeit mit einem
    > Abschluss beendet? Wenn jemand nicht einmal die
    > elementarsten Grundlagen beherrsch sollte er
    > entweder weiter zur Schule müssen bis er es kann
    > oder die Schule ohne Abschluss verlassen.
    >

    Das widerspricht aber der gängigen Auffassung über psychische Belastbarkeiten der Schüler. Oder aber, die Lehrer können es selber nicht. Daher sollte erstmal Wettbewerb zwischen den Schulen her. Dann verschwinden die unfähigen Pädagogen von alleine.

  3. Re: Die fetten Zeiten sind vorbei

    Autor: Moni 17.04.07 - 17:44

    bin mir nicht sicher ob ich die richtige verstehe:

    > Du gehst zu logisch an die Sache ran. Primär, und
    > das ist das dumme an der Situation, müssen die
    > aktuellen Angestellten "untergebracht" werden.

    Untergebracht in der neuen T-Service oder am allgemeinen Markt?

    > Das
    > ist für diese ohne Zweifel mehrheitlich
    > überqualifizierten Leute natürlich ein großes
    > Problem.

    Wenn die Leute gut bzw wie Du sagst überqualifiziert (für den Bereich Callcenter) sind sollte es keine großen Probleme bereiten bei der Suche nach etwas Neuem. Oder?


    Ergänzung von tagesschau.de:
    Habe gerade gelesen das die Arbeitszeit von derzeit 34,5 auf 38 Stunden pro Woche gesteigert werden soll. Das sind dann die 10% Mehrarbeit.
    Die Gehälter sollen sich über die nächsten 2,5 Jahre um 12,5% verringern. Im Gegenzug besteht in dieser Zeit Kundigungsschutz.
    Meine Frage wäre immer noch nach dem Durchschnittsgehalt um das mal konkret zu machen.

  4. Re: Die fetten Zeiten sind vorbei

    Autor: Moni 17.04.07 - 18:07

    Es gibt keinen grundlegenden Reformbedarf in Deutschland! Wenn es diesen geben würde dann wäre auch die Mehrheit bereit dafür.

    Ich habe die Sache mal andersrum aufgerollt :-)

    Also nochmal: Ich denke den Deutschen geht es gut. Wenn nicht gut dann zumindest nicht schlecht. Wenn es uns schlecht gehen würde, würden wir etwas ändern und zwar sehr schnell. Wie ändern nichts (hier grundlegend gemeint) also geht es uns gut.

    Bevor jetzt aber jemand wieder irgentwelche Detailfälle (zB Mutter mit drei Kindern und alleinerziehend in Ostdeutschland, Krankenschwestern, Callcenter Mitarbeiter, etc.) aufzählt .. mir geht es hier nicht um die Detailfälle. Einzelne Randgruppen interessieren nicht! Es gibt IMMER Gruppen die durch Änderungen schlechter darstehen als vorher. Mir geht es um den 90% Case.
    Und ja (!) wenn das für MICH bedeutet das ich 100 EUR im Monat weniger netto habe, dann ist das so. Wenn das diese Diskussionen um diese Ausnahmen beendet bin ich gerne bereit diesen Preis zu zahlen.

    Ich wünsche mir so sehr mal ein uneingeschränktes JA zur Reform ohne das vorher alle Randgruppen "Aber das geht nicht bei uns - Sonderreglung nötig!" schreien.


    PS: Reform umfasst hier alles von Rente, Gesundheitswesen, Steuer und und und

    > Vielleicht eine Möglichkeit, aber nicht im
    > gegenwärtigen Deutschland. Sobald ein
    > theoretischer Fall irgendeiner Form sozialer
    > Benachteiligung konstruiert werden kann, ist jeder
    > Vorschlag erledigt (siehe Schröders verhungernde
    > Krankenschwestern)...
    > Tragischerweise lässt sich in Deutschland jede
    > denkbare Form von Schwäche und Benachteiligung
    > finden - und verheerenderweise bilden genau die
    > auch noch die absoluten Mehrheit.
    > Ist imho ein Demokratie-Deadlock :)


  5. Re: Die fetten Zeiten sind vorbei

    Autor: Michael - alt 17.04.07 - 18:16

    Moni schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > bin mir nicht sicher ob ich die richtige
    > verstehe:

    Danke für Deine Rückfrage.

    >
    > > Du gehst zu logisch an die Sache ran. Primär,
    > und
    > das ist das dumme an der Situation,
    > müssen die
    > aktuellen Angestellten
    > "untergebracht" werden.
    >
    > Untergebracht in der neuen T-Service oder am
    > allgemeinen Markt?

    Nun, wir haben aus gutem Grund alle ein großes Interesse daran, soviel wie möglich Leute in Brot und Arbeit zu haben. Da leider recht wenig Leute sich hier zutrauen, ein einzugehendes Risiko auch ohne Blessuren zu überstehen (Stichwirt Ich-AG), sollte denen irgendjemand helfen, wieder in Brot und Butter zu kommen. Um diesen Prozess zu begünstigen (im Sinne dieser Angestellten), gibt es eben Auffanggesellschaften, die wenigstens unmittelbare Not verhindern. Um das zu erreichen kämpfen Gewerkschaften und was auch immer darum, solche Leute noch länger in der Verantwortung ihres Ursprungsunternehmens zu haben. Diesen Prozess meinte ich mit "unterbringen". D.h. man muß sich um diese Leute aus verschiedenen Gründen kümmern und versucht so, den ursprünglichen Arbeitgeber verantwortlich zu machen. Aus dieser Perspektive ist das IMHO ok. Nicht aber aus der Perspektive der bisherigen Unternehmen, da das Geld kostet weil diese Leute zwangsläufig nicht zur Deckung entsprechend der von ihnen verursachten Kosten beitragen.

    Die Grenze zu ziehen (was Politiker mit dem irrwtzigen Begriff "Sozialverantwortung" umschreiben) ist recht schwierig und bedeutet Fingerhakeln. Genau das findet nun statt. Kritisch wirds nur dann, wenn einem Unternehmen/Unternehmensteil (T-Com, Siemens Mobile) damit die Basis für die Zukunft zu weit entzogen wird.

    Unterbringen also zunächst in einem Unternehmen, das der Finanzierung durch das Ursprungsunternehmen liefert, um damit den Menschen eine Plattform zu geben, sich dann selbst unterzubringen.

    >
    > > Das
    > ist für diese ohne Zweifel
    > mehrheitlich
    > überqualifizierten Leute
    > natürlich ein großes
    > Problem.
    >
    > Wenn die Leute gut bzw wie Du sagst
    > überqualifiziert (für den Bereich Callcenter) sind
    > sollte es keine großen Probleme bereiten bei der
    > Suche nach etwas Neuem. Oder?

    Doch. Das Problem T-Com ist ein Problem des Marktes bzw der Nachfrage. Festnetz ist nunmal out wegen VoIP (was völliger Unsinn ist, und Mobile, was einfach Ersatz durch bessere Technologie bedeutet). D.h. das ist nicht nur ein T-Com Problem, sondern das Problem von Pferdekutschern bei zunehmender Automobilisierung. Also: Es gibt keinen wirklichen adäquaten Arbeitsmarkt.

    >
    >
    > Ergänzung von tagesschau.de:
    > Habe gerade gelesen das die Arbeitszeit von
    > derzeit 34,5 auf 38 Stunden pro Woche gesteigert
    > werden soll. Das sind dann die 10% Mehrarbeit.
    > Die Gehälter sollen sich über die nächsten 2,5
    > Jahre um 12,5% verringern. Im Gegenzug besteht in
    > dieser Zeit Kundigungsschutz.
    > Meine Frage wäre immer noch nach dem
    > Durchschnittsgehalt um das mal konkret zu
    > machen.
    >


    Welche Dinge willst du summieren: Das Durchschnittsgehalt in der ganzen Telko-Branche oder nur in der Festnetzsparte? Wenn es solche Kriterien geben könnte, müsste konsequenterweise jeder Verdiener dauernd auch mit einer Anpassung nach unten rechnen; genau das sollte eigentlich früher stattfinden, diese Pfründe aber aufzugeben, ist derzeit noch nicht durchsetzbar. Es wird eintreten, aber in welcher "Latenzzeit" kann ich nicht angeben (mathematisch gibt das Modell aber Hoffnung, denn es beinhaltet auch wieder den Aufschwungeffekt.....)

  6. Re: Nochmal 100% ACK

    Autor: The Tank 17.04.07 - 18:25

    ^Andreas Meisenhofer^ schrieb:
    -------------------------------------------------------
    Ja, damals. Damals galt es als assi wenn man bei Aldi eingekauft hat. Heute suggestiert die Werbung man sei blöd wenn man Gegenstände zu normalen Preisen kauft.

    Damals hatten wir Kinder einen höllenschiss wenn die Eltern zum Elternabend gingen und der Lehrer irgendwas erzählen könnte.

    Damals hielt man Damen die Türen auf oder machte den älteren Mitmenschen oder Schwangeren den Sitzplatz frei. Heute? Heute fällt einem auf das Muslime höflicher sind als so mancher 'entwickelter' Europäer.

    Heute sind Eltern so mit 'sich selber entdecken' beschäftigt das die ihre Pflicht als Eltern nicht nachkommen.

    Damals hätte ich, zu 100% recht, eine schelle bekommen wenn ich frech war und meine Eltern dabei waren.

    Ist alles von damals besser? NEIN! Aber es gibt vieles was nicht vergessen sollte, nur weil es, sagen wirs mal so, konservativ ist.
    (ich würde mich eher als links/liberaler sehen)

    Denn oft waren es doch die Dinge die das Miteinander und den Respekt vor anderen Menschen und sich selber förderten.

    Viele sagen, 'wenn ich selber mal Kinder bekomme, dann werde ich sie anders erziehen'. Aber wären wir Heute in der Position der wir sind wenn unsere Eltern uns nach unseren Vorstellungen erzogen hätten?
    Klar, es geht hierbei nicht um Menschen die eine schlechten Kindheit durchlebt haben.

    Wir sollten definitiv aufhören Kinder als etwas anderes zu behandeln als Kinder. Wenn sie erwachsen sind, müssen sie sich wie Erwachsene verhalten, aber als Kinder nicht.

    Wenn unsere Kinder versagen ist es unser aller schuld.

  7. Re: Leider wahr

    Autor: ayee 17.04.07 - 18:38

    Ob Bildungsdarwinismus nun der richtige Weg ist, sei mal dahingestellt. Die Skandinavier beweisen, dass es auch anders geht. Man kann kurz und knapp behaupten, dass die Skandinavier wahrscheinlich die modernsten Gesellschaften auf unserem schönen Globus darstellen. Von ihnen sollte sich Deutschland einiges abgucken.

  8. Re: Die fetten Zeiten sind vorbei

    Autor: Moni 17.04.07 - 18:45

    [..]
    > Unterbringen also zunächst in einem Unternehmen,
    > das der Finanzierung durch das
    > Ursprungsunternehmen liefert, um damit den
    > Menschen eine Plattform zu geben, sich dann selbst
    > unterzubringen.

    Ok, d.h. die neue T-Service als Auffang zu betrachten um Beschäftigung für den Großteil der derzeitigen Leute zu haben. Ok, klingt gut und kostet die Allgemeinheit erstmal weniger (wgn. Hartz und Co). Dieser "Schutz" kostet natürlich. Also eine Kürzung unvermeidlich.
    T-Service Start ist somit auch der Start sich a) Selbst neu zu orientieren oder b) es mit den neuen Bedingungen zu halten.

    > Doch. Das Problem T-Com ist ein Problem des
    > Marktes bzw der Nachfrage. Festnetz ist nunmal out
    > wegen VoIP (was völliger Unsinn ist, und Mobile,
    > was einfach Ersatz durch bessere Technologie
    > bedeutet). D.h. das ist nicht nur ein T-Com
    > Problem, sondern das Problem von Pferdekutschern
    > bei zunehmender Automobilisierung. Also: Es gibt
    > keinen wirklichen adäquaten Arbeitsmarkt.

    Wenn es den Markt nicht (mehr) gibt, müssen sich beide Seiten einen neuen Suche. Ist ja logisch. Für T bedeutet dies eben über geringere Kosten mittels T-Service. Für die Angestellten siehe a) und b) von zuvor.

    > Welche Dinge willst du summieren: Das
    > Durchschnittsgehalt in der ganzen Telko-Branche
    > oder nur in der Festnetzsparte? Wenn es solche
    > Kriterien geben könnte, müsste konsequenterweise
    > jeder Verdiener dauernd auch mit einer Anpassung
    > nach unten rechnen; genau das sollte eigentlich
    > früher stattfinden, diese Pfründe aber aufzugeben,
    > ist derzeit noch nicht durchsetzbar. Es wird
    > eintreten, aber in welcher "Latenzzeit" kann ich
    > nicht angeben (mathematisch gibt das Modell aber
    > Hoffnung, denn es beinhaltet auch wieder den
    > Aufschwungeffekt.....)

    Möchte die Diskussion über T-Service und die Angestellten dort etwas konkretisieren. Die Pauschaldiskussionen "viel Arbeit für wenig Geld" mag ich nicht. Wenn es hier wieder um 150 EUR im Jahr geht ist es mir die Diskussion nicht wert.

  9. Re: Völlig richtig

    Autor: ayee 17.04.07 - 19:05

    Oder anders ausgedrückt, den Kindern werden heutzutage Dinge als wichtig vermittelt (von Eltern, Mitmenschen, Medien, Werbung - kurz der Gesellschaft), die eigentlich unwichtig sind und leider werden Dinge nicht vermittelt, die wirklich wichtig sind.

    Dann gibt es diesen kranken Trend, dass den Kleinen mehr und mehr die Kindheit geraubt wird, da sie immer früher kleine Erwachsene sein sollen. Wenn man sich so das propagierte Bild des neunmalklugen Hosenscheissers in Film und Werbung ansieht, dann kann man sich doch nur an den Kopf fassen.

    Das wichtigste und zugleich unbedeutendste, was Kindern heutzutage beigebracht wird, ist, dass der Schein mehr zählt, als das Sein. Und so kriegt die Gesellschaft genau die selbstüberschätzenden Flachzangen, die sie verdient.

  10. Re: Die fetten Zeiten sind NICHT vorbei...

    Autor: KaiF 17.04.07 - 20:56

    ...für Mangager, die sich trotz mäßiger Leistungen immer höhere Jahresgehälter genehmigen, für die ein einfacher Arbeiter ein Leben lang schuften muss...

    Anders gesagt: "früher hatte D top ausgebildete und motivierte Manager, die ein Interesse am langfristigen Wohlergehen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter hatten. Was wir heute als dagegen als Manager haben, spottet teilweise jeder Beschreibung."

    siehe auch: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,473094,00.html

  11. Re: Die fetten Zeiten sind vorbei

    Autor: Michael - alt 17.04.07 - 21:31

    Moni schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > [..]
    > > Unterbringen also zunächst in einem
    > Unternehmen,
    > das der Finanzierung durch
    > das
    > Ursprungsunternehmen liefert, um damit
    > den
    > Menschen eine Plattform zu geben, sich
    > dann selbst
    > unterzubringen.
    >
    > Ok, d.h. die neue T-Service als Auffang zu
    > betrachten um Beschäftigung für den Großteil der
    > derzeitigen Leute zu haben. Ok, klingt gut und
    > kostet die Allgemeinheit erstmal weniger (wgn.
    > Hartz und Co). Dieser "Schutz" kostet natürlich.
    > Also eine Kürzung unvermeidlich.

    Jein: Es ist die Frage, wer für die Kosten eigentlich aufkommen muß. Brutal ausgedrückt: Was müssen wir es uns kosten lassen, um den Mob bei Laune zu halten. Mit "uns" meine ich, inwieweit ist der Staat aufgefordert, anstelle Hartz IV vorbeugend Ausgleichszahahlungen hier an die T-Com zu leisten. Der Staat sind unsere Steuern.

    Wir sind uns einig, die Gratwanderung ist das beschriebene Fingerhakeln.

    > T-Service Start ist somit auch der Start sich a)
    > Selbst neu zu orientieren oder b) es mit den neuen
    > Bedingungen zu halten.

    Jepp.

    >
    > > Doch. Das Problem T-Com ist ein Problem
    > des
    > Marktes bzw der Nachfrage. Festnetz ist
    > nunmal out
    > wegen VoIP (was völliger Unsinn
    > ist, und Mobile,
    > was einfach Ersatz durch
    > bessere Technologie
    > bedeutet). D.h. das ist
    > nicht nur ein T-Com
    > Problem, sondern das
    > Problem von Pferdekutschern
    > bei zunehmender
    > Automobilisierung. Also: Es gibt
    > keinen
    > wirklichen adäquaten Arbeitsmarkt.
    >
    > Wenn es den Markt nicht (mehr) gibt, müssen sich
    > beide Seiten einen neuen Suche.

    Ja. Aber die Arbeitnehmer/Gewerkschaften sehen das als Verschulden des Managements(=der Unternehmen). Fragt sich blos, warum diese Leute mit so gutem Wissen dann anstelle von Staatsdienern/Gewerkschaftsfunktionären nicht Manager geworden sind, um es besser zu machen.

    > Ist ja logisch.
    > Für T bedeutet dies eben über geringere Kosten
    > mittels T-Service. Für die Angestellten siehe a)
    > und b) von zuvor.
    >
    > > Welche Dinge willst du summieren: Das
    >
    > Durchschnittsgehalt in der ganzen
    > Telko-Branche
    > oder nur in der Festnetzsparte?
    > Wenn es solche
    > Kriterien geben könnte, müsste
    > konsequenterweise
    > jeder Verdiener dauernd
    > auch mit einer Anpassung
    > nach unten rechnen;
    > genau das sollte eigentlich
    > früher
    > stattfinden, diese Pfründe aber aufzugeben,
    >
    > ist derzeit noch nicht durchsetzbar. Es wird
    >
    > eintreten, aber in welcher "Latenzzeit" kann
    > ich
    > nicht angeben (mathematisch gibt das
    > Modell aber
    > Hoffnung, denn es beinhaltet auch
    > wieder den
    > Aufschwungeffekt.....)
    >
    > Möchte die Diskussion über T-Service und die
    > Angestellten dort etwas konkretisieren. Die
    > Pauschaldiskussionen "viel Arbeit für wenig Geld"
    > mag ich nicht. Wenn es hier wieder um 150 EUR im
    > Jahr geht ist es mir die Diskussion nicht wert.

    Wohl eher zw. 150 und 400 Euro pro Monat und das ist nicht unerheblich.

    Irgendwo müssen wir uns schon damit auseinandersetzen, wie wir mit den geduldeten vollmundigen und verlogenen Versprechungen der Bausparkassen/Renten-/Krankenversicherungen, Zusatzkosten etc. der Vergangenheit mit steigenden Lebenshaltungskosten umzugehen haben. Immerhin haben wir diesen Mißstand, der übrigens seit mehreren Jahren völlig klar ist, geduldet. Das ist nun die Quittung.


  12. Re: Leider wahr

    Autor: Michael - alt 17.04.07 - 21:40

    ayee schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ob Bildungsdarwinismus nun der richtige Weg ist,
    > sei mal dahingestellt. Die Skandinavier beweisen,
    > dass es auch anders geht. Man kann kurz und knapp
    > behaupten, dass die Skandinavier wahrscheinlich
    > die modernsten Gesellschaften auf unserem schönen
    > Globus darstellen. Von ihnen sollte sich
    > Deutschland einiges abgucken.

    Nun, ich habe das Vergnügen, die skandinavischen Verhältnisse vor Ort seit Jahren zu geniessen. Neben der schönen Landschaft, dem guten Essen und den sehr freundlichen Menschen: Ich möchte nicht auf Dauer in dieser Gängelwirtschaft leben. Mach Dir einfach mal ein eigenes Bild vor Ort. Insbesondere ist anzumerken, daß es im schwedischen Schulsystem sehr wohl Wettbewerb und heftige Selektionen gibt.

  13. Re: Die fetten Zeiten sind NICHT vorbei...

    Autor: Michael - alt 17.04.07 - 21:47

    KaiF schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ...für Mangager, die sich trotz mäßiger Leistungen
    > immer höhere Jahresgehälter genehmigen, für die
    > ein einfacher Arbeiter ein Leben lang schuften
    > muss...

    Richtig. Nur vergißt Du anzumerken, daß unsere einfachen Arbeiter auch mal vor der Entscheidung standen, entweder früh schon gut Kohle machen (mit dem Risiko, daß es auch mal anders werden könnte) oder sich etwas besser ausbilden zu lassen. Wenn ich den Stern-Bericht vor ein paar Monaten über die Menschen der sogenannten unteren Klasse so richtig tief verdaue, hat in D ein Gabelstaplerfahrer mit einem Brutto-Gehalt von 3200 Euro pro Monat ein finanzielles Überlebensproblem.


    >
    > Anders gesagt: "früher hatte D top ausgebildete
    > und motivierte Manager, die ein Interesse am
    > langfristigen Wohlergehen des Unternehmens und
    > seiner Mitarbeiter hatten. Was wir heute als
    > dagegen als Manager haben, spottet teilweise jeder
    > Beschreibung."

    Das ist in manchen Fällen durchaus richtig, was Du da anmerkst und gehört korrigiert. Eine Diskussion über das Ackermann-Gehalt lehne ich aber ab, denn er bezieht es zurecht. Auch wenn der Deutsche Normalidiot nicht begreift, aus welchen Gründen das Gehalt gerechtfertigt ist.

    Und das trifft noch auf mehrere Manager zu. Es ist jedem unbenommen, selbst so eine Position anzustreben. Allerdings geht das nicht mit Komasaufen.

    >
    > siehe auch: www.spiegel.de


  14. Re: Die fetten Zeiten sind vorbei

    Autor: Arbeitnehmer 17.04.07 - 23:43

    Grotton schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > T-Service ist nur der erste Schritt. Wir werden in
    > in der nächsten Zeit drastisch den Gürtel enger
    > schnallen müssen wenn wir uns weiter auf dem
    > Weltmarkt behaupten wollen. Hohe Löhne vertragen
    > sich nun mal nicht mit immer schlechter
    > ausgebildeten Arbeitskräften. Früher hatte D top
    > ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte. Da
    > konnte man hohe Löhne verlangen. Das ist
    > inzwischen nicht mehr so. Was wir heute als
    > Schulabgänger und Bewerber haben spottet teilweise
    > jeder Beschreibung.

    DO NOT FEED THE TROLL!!!!
    Und jetzt troll dich!!!


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5G: Neue US-Sanktionen sollen Huawei in Europa erledigen
5G
Neue US-Sanktionen sollen Huawei in Europa erledigen

Die USA verbieten ausländischen Chipherstellern, für Huawei zu arbeiten und prompt fordern die US-Lobbyisten wieder einen Ausschluss in Europa.
Eine Analyse von Achim Sawall

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Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
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Wasserstoff-Fabrik auf hoher See

Um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen, sollen in der Nähe von Offshore-Windparks sogenannte Elektrolyseure installiert werden. Der dort produzierte Wasserstoff wird in bestehende Erdgaspipelines eingespeist.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

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Core i9-10900K & Core i5-10600K im Test: Die Letzten ihrer Art
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Noch einmal 14 nm und Skylake-Architektur: Intel holt alles aus der CPU-Technik heraus, was 250 Watt rein für die CPU bedeutet.
Ein Test von Marc Sauter

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