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  5. › Killerspiele: Pfeiffer fordert…

Es reicht EIN Argument ...

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  1. Es reicht EIN Argument ...

    Autor: JanZmus 18.04.07 - 17:13

    Es heißt ja immer, "man wird durch die Spiele zum Töten erzogen", "Man wird für das Töten belohnt", "Man kriege Punkte für´s Töten", "Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu töten" .... ABER Ziel ist auch IMMER, selber möglichst unbeschadet zu bleiben, selber zu überleben. Das steht aber in komplettem Widerspruch, denn ALLE Amokläufer haben sich selber getötet. Diskussion beendet !

  2. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Michael - alt 18.04.07 - 17:44

    JanZmus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Es heißt ja immer, "man wird durch die Spiele zum
    > Töten erzogen", "Man wird für das Töten belohnt",
    > "Man kriege Punkte für´s Töten", "Ziel ist es,
    > möglichst viele Menschen zu töten" .... ABER Ziel
    > ist auch IMMER, selber möglichst unbeschadet zu
    > bleiben, selber zu überleben. Das steht aber in
    > komplettem Widerspruch, denn ALLE Amokläufer haben
    > sich selber getötet. Diskussion beendet !

    Zuvor aber die gelernten Methoden angewandt. Und darum geht es hier.


  3. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Blork 18.04.07 - 18:00

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > JanZmus schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Es heißt ja immer, "man wird durch die Spiele
    > zum
    > Töten erzogen", "Man wird für das Töten
    > belohnt",
    > "Man kriege Punkte für´s Töten",
    > "Ziel ist es,
    > möglichst viele Menschen zu
    > töten" .... ABER Ziel
    > ist auch IMMER, selber
    > möglichst unbeschadet zu
    > bleiben, selber zu
    > überleben. Das steht aber in
    > komplettem
    > Widerspruch, denn ALLE Amokläufer haben
    > sich
    > selber getötet. Diskussion beendet !
    >
    > Zuvor aber die gelernten Methoden angewandt. Und
    > darum geht es hier.


    Ich kann mir vorstellen, dass es überhaupt keinen Lerneffekt gibt.

    Denn eine Waffe hat einen Rückschlag und Ballistik, ein Computerspiel nicht.



    >
    >
    >


  4. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Michael - alt 18.04.07 - 18:12

    Blork schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > JanZmus schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Es heißt ja immer, "man wird
    > durch die Spiele
    > zum
    > Töten erzogen",
    > "Man wird für das Töten
    > belohnt",
    > "Man
    > kriege Punkte für´s Töten",
    > "Ziel ist
    > es,
    > möglichst viele Menschen zu
    > töten"
    > .... ABER Ziel
    > ist auch IMMER, selber
    >
    > möglichst unbeschadet zu
    > bleiben, selber
    > zu
    > überleben. Das steht aber in
    >
    > komplettem
    > Widerspruch, denn ALLE Amokläufer
    > haben
    > sich
    > selber getötet. Diskussion
    > beendet !
    >
    > Zuvor aber die gelernten
    > Methoden angewandt. Und
    > darum geht es hier.
    >
    > Ich kann mir vorstellen, dass es überhaupt keinen
    > Lerneffekt gibt.
    >
    > Denn eine Waffe hat einen Rückschlag und
    > Ballistik, ein Computerspiel nicht.
    >

    Wenn ein Amokläufer das feststellt, nimmt er es in Kauf.


  5. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: lemetre 18.04.07 - 18:15

    ich sag nur: wehrpflicht, schützenvereine, jagd, etc..!
    aber ja klar, SPIELE sind natürlich vüüüül schlüüümmma... <brech>

  6. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: naja, 18.04.07 - 18:19

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Blork schrieb:

    >> Denn eine Waffe hat
    >> einen Rückschlag und
    >> Ballistik, ein
    >> Computerspiel nicht.

    >
    > Wenn ein Amokläufer das feststellt, nimmt er es in
    > Kauf.
    >
    Genau, und hat plötzlich eine Trefferquote von >50%, davon wiederum die Hälfte letal, alles klar!

  7. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Blork 18.04.07 - 18:24

    naja, schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Blork schrieb:
    >
    > >> Denn eine Waffe hat
    >> einen
    > Rückschlag und
    >> Ballistik, ein
    >>
    > Computerspiel nicht.
    >
    > >
    > Wenn ein Amokläufer das feststellt,
    > nimmt er es in
    > Kauf.
    >
    > Genau, und hat plötzlich eine Trefferquote von
    > >50%, davon wiederum die Hälfte letal, alles
    > klar!


    Da behaupte ich mal jetzt dass das jeder hat.

    Im Game haben diese Freaks aber eine fast 100% ige lethale Trefferquote. Also war das nun nicht das Argument, oder?

  8. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Spiele-Spieler 18.04.07 - 18:26

    JanZmus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Es heißt ja immer, "man wird durch die Spiele zum
    > Töten erzogen", "Man wird für das Töten belohnt",
    > "Man kriege Punkte für´s Töten", "Ziel ist es,
    > möglichst viele Menschen zu töten" .... ABER Ziel
    > ist auch IMMER, selber möglichst unbeschadet zu
    > bleiben, selber zu überleben. Das steht aber in
    > komplettem Widerspruch, denn ALLE Amokläufer haben
    > sich selber getötet. Diskussion beendet !

    Findich gut, das Argument. Amokläufer haben nämlich keinen Selbsterhaltungstrieb mehr weil: keine Perspektiven vorhanden.

  9. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Blork 18.04.07 - 18:29

    Spiele-Spieler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > JanZmus schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Es heißt ja immer, "man wird durch die Spiele
    > zum
    > Töten erzogen", "Man wird für das Töten
    > belohnt",
    > "Man kriege Punkte für´s Töten",
    > "Ziel ist es,
    > möglichst viele Menschen zu
    > töten" .... ABER Ziel
    > ist auch IMMER, selber
    > möglichst unbeschadet zu
    > bleiben, selber zu
    > überleben. Das steht aber in
    > komplettem
    > Widerspruch, denn ALLE Amokläufer haben
    > sich
    > selber getötet. Diskussion beendet !
    >
    > Findich gut, das Argument. Amokläufer haben
    > nämlich keinen Selbsterhaltungstrieb mehr weil:
    > keine Perspektiven vorhanden.


    Genau. und warum nicht? Weil die Politik nicht für Perspektiven sorgt.
    Keine Jobs, kein Geld, keine Perspektive.

    Da schließt sich der Kreis.


  10. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: EinGeborener 18.04.07 - 18:30

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > JanZmus schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Es heißt ja immer, "man wird durch die Spiele
    > zum
    > Töten erzogen", "Man wird für das Töten
    > belohnt",
    > "Man kriege Punkte für´s Töten",
    > "Ziel ist es,
    > möglichst viele Menschen zu
    > töten" .... ABER Ziel
    > ist auch IMMER, selber
    > möglichst unbeschadet zu
    > bleiben, selber zu
    > überleben. Das steht aber in
    > komplettem
    > Widerspruch, denn ALLE Amokläufer haben
    > sich
    > selber getötet. Diskussion beendet !
    >
    > Zuvor aber die gelernten Methoden angewandt. Und
    > darum geht es hier.
    >
    Gelernt? Wo? Im Schützenverein? Beim Bund? Auf dem Jahrmarkt?

    Also eines ist ja wohl klar: beim Computerspielen lernt man nicht mit einer Waffe zu schießen.

  11. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Erlerner 18.04.07 - 18:30

    lemetre schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ich sag nur: wehrpflicht, schützenvereine, jagd,
    > etc..!
    > aber ja klar, SPIELE sind natürlich vüüüül
    > schlüüümmma... <brech>

    Es ging nicht um das Anwenden von Techniken wie die, wie man über Kimme und Korn zielt. Das ist Dir, so hoffe ich, auch klar. Bitte nicht als nächstes kommen mit, "in CS lern ich ja schießen, nä".

    Den Rest der Erklärung erspar ich mir und Dir.

  12. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Erlerner 18.04.07 - 18:31

    EinGeborener schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Also eines ist ja wohl klar: beim Computerspielen
    > lernt man nicht mit einer Waffe zu schießen.

    Seufz. War ja klar, daß DER Blödsinn kommen mußte. Jedem mitdenkenden Menschen ist klar, daß er DAS auch wohl nicht gemeint haben kann.

  13. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Till 18.04.07 - 18:31

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wenn ein Amokläufer das feststellt, nimmt er es in
    > Kauf.

    Ein Spiel kann höchstens die Hemmungsschwelle nehmen, was auch nicht 100%ig belegt ist.

    Der Witz an der Sache ist doch, dass immer nur der kleinste gemeinsame Nenner identifiziert wird, und andere Motivationen, weil komplizierter zu analysieren als (unnachgewiesene) vermutete Seiteneffekte der extrem weitverbreiteten Freizeitbeschäftigung "Killerspiele spielen", absolut vernachlässigt werden.

    Kann man per Verbot solcher Spiele den Zugang von Jugendlichen zu solchem Material effektiv verhindern? Nein, höchstens bei denen, die sowas von unverantwortlichen Erwachsenen erhalten, und die machen nunmal nur einen (ggf. kleinen) Teil einer Menge aus.

    Ich selber spiele "Killerspiele", zum Beispiel auch das in Deutschland indizierte "Gears of War", da ich in Spanien lebe. Dabei kann man humanoide Gegner teils mit einer Motorsäge ermorden, und der Bildschirm wird virtuell mit Blut bespritzt. Nein, man kommt in diesem Spiel nicht auch alternativ zum Ziel, man MUSS töten. Aber nun kommt doch mal die Frage... wo liegt denn das Problem, wenn ich bei so etwas nicht mehr zwischen Unterhaltung und Wirklichkeit unterscheiden kann, beim Spiel oder bei mir?

    Ja, sicherlich könnte ich mich auch ohne Killerspiele gut amüsieren, z.B. mit Autorennen (mit Geschwindigkeitsbegrenzung oder, wie bei einigen der Fall, auf abgegrenzten Rennstrecken) oder Puzzlespielchen. Aber solang über Internet oder Versand die Leute auch Zugang zu "unfriedlichen" Spielen haben, und der Effekt der Aggressivmacherei dieser Spiele überhaupt nicht wissenschaftlich bestätigt ist, muss ich doch nicht auf alle Spiele verzichten, die mir EINFACH und NUR Spass machen, weil einige Leute sich lieber mit einem (ineffizienten) Spielverbot befriedigen lassen als den anderen Fragen nachzugehen:

    - Wie kann eine Person in so einen Zustand geraten? Die Spiele alleine können es jawohl bitte nicht sein, sonst hätten wir täglich tausende Amokläufe.
    - Wie kommen junge Leute illegal (in Deutschland) and Waffen und Material für Bomben etc?
    - Wie kann man, basiert auf den Profilen dieser Leute, Motive erkennen und Präventivmassnahmen entwickeln, die sich nicht nur auf einen einzigen Aspekt des Lebens einiger der Amokläufer beziehen?
    - Wie weit wird das Leben dieser Leute überhaupt von kompetenten Experten unter die Lupe genommen?

    http://img511.imageshack.us/img511/5352/ffjt9.gif

  14. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Michael - alt 18.04.07 - 18:32

    naja, schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Blork schrieb:
    >
    > >> Denn eine Waffe hat
    >> einen
    > Rückschlag und
    >> Ballistik, ein
    >>
    > Computerspiel nicht.
    >
    > >
    > Wenn ein Amokläufer das feststellt,
    > nimmt er es in
    > Kauf.
    >
    > Genau, und hat plötzlich eine Trefferquote von
    > >50%, davon wiederum die Hälfte letal, alles
    > klar!
    >
    >

    Alles klar. Du scheinst ein recht schlechter Killerspieler zu sein. Dann habe ich ja noch Hoffnung.

  15. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: WinamperTheSecond 18.04.07 - 18:40

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > JanZmus schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Es heißt ja immer, "man wird durch die Spiele
    > zum
    > Töten erzogen", "Man wird für das Töten
    > belohnt",
    > "Man kriege Punkte für´s Töten",
    > "Ziel ist es,
    > möglichst viele Menschen zu
    > töten" .... ABER Ziel
    > ist auch IMMER, selber
    > möglichst unbeschadet zu
    > bleiben, selber zu
    > überleben. Das steht aber in
    > komplettem
    > Widerspruch, denn ALLE Amokläufer haben
    > sich
    > selber getötet. Diskussion beendet !
    >
    > Zuvor aber die gelernten Methoden angewandt. Und
    > darum geht es hier.
    >
    >

    In Computerspielen lernt man lange nicht so viel wie im Schützenverein, das weiss ich auch aus eigener Erfahrung.

  16. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Michael - alt 18.04.07 - 18:41

    Der Pfeiffer behauptet doch nicht, daß Killerspiele für Amokläufe verantwortlich sind. Er verweist auf die "gute" methodische Schulung und Desensibilisierung.

    Gegenfrage: Wozu braucht man Killerspiele????? Nehmen wir an, es gäbe ein Substitut ohne Killen.


    Till schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ein Amokläufer das feststellt, nimmt er
    > es in
    > Kauf.
    >
    > Ein Spiel kann höchstens die Hemmungsschwelle
    > nehmen, was auch nicht 100%ig belegt ist.
    >
    > Der Witz an der Sache ist doch, dass immer nur der
    > kleinste gemeinsame Nenner identifiziert wird, und
    > andere Motivationen, weil komplizierter zu
    > analysieren als (unnachgewiesene) vermutete
    > Seiteneffekte der extrem weitverbreiteten
    > Freizeitbeschäftigung "Killerspiele spielen",
    > absolut vernachlässigt werden.
    >
    > Kann man per Verbot solcher Spiele den Zugang von
    > Jugendlichen zu solchem Material effektiv
    > verhindern? Nein, höchstens bei denen, die sowas
    > von unverantwortlichen Erwachsenen erhalten, und
    > die machen nunmal nur einen (ggf. kleinen) Teil
    > einer Menge aus.
    >
    > Ich selber spiele "Killerspiele", zum Beispiel
    > auch das in Deutschland indizierte "Gears of War",
    > da ich in Spanien lebe. Dabei kann man humanoide
    > Gegner teils mit einer Motorsäge ermorden, und der
    > Bildschirm wird virtuell mit Blut bespritzt. Nein,
    > man kommt in diesem Spiel nicht auch alternativ
    > zum Ziel, man MUSS töten. Aber nun kommt doch mal
    > die Frage... wo liegt denn das Problem, wenn ich
    > bei so etwas nicht mehr zwischen Unterhaltung und
    > Wirklichkeit unterscheiden kann, beim Spiel oder
    > bei mir?
    >
    > Ja, sicherlich könnte ich mich auch ohne
    > Killerspiele gut amüsieren, z.B. mit Autorennen
    > (mit Geschwindigkeitsbegrenzung oder, wie bei
    > einigen der Fall, auf abgegrenzten Rennstrecken)
    > oder Puzzlespielchen. Aber solang über Internet
    > oder Versand die Leute auch Zugang zu
    > "unfriedlichen" Spielen haben, und der Effekt der
    > Aggressivmacherei dieser Spiele überhaupt nicht
    > wissenschaftlich bestätigt ist, muss ich doch
    > nicht auf alle Spiele verzichten, die mir EINFACH
    > und NUR Spass machen, weil einige Leute sich
    > lieber mit einem (ineffizienten) Spielverbot
    > befriedigen lassen als den anderen Fragen
    > nachzugehen:
    >
    > - Wie kann eine Person in so einen Zustand
    > geraten? Die Spiele alleine können es jawohl bitte
    > nicht sein, sonst hätten wir täglich tausende
    > Amokläufe.
    > - Wie kommen junge Leute illegal (in Deutschland)
    > and Waffen und Material für Bomben etc?
    > - Wie kann man, basiert auf den Profilen dieser
    > Leute, Motive erkennen und Präventivmassnahmen
    > entwickeln, die sich nicht nur auf einen einzigen
    > Aspekt des Lebens einiger der Amokläufer
    > beziehen?
    > - Wie weit wird das Leben dieser Leute überhaupt
    > von kompetenten Experten unter die Lupe genommen?
    >
    >


  17. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Till 18.04.07 - 18:52

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Gegenfrage: Wozu braucht man Killerspiele?????
    > Nehmen wir an, es gäbe ein Substitut ohne
    > Killen.


    Wozu braucht man Alkohol, es gibt auch tolles Malzbier.

    Wozu braucht man einen Porsche, ein Bus fährt auch.

    Wozu braucht man Sex (ausser Fortpflanzung), Küssen macht doch auch Spass.

    "Killer"spiele sehe ich persönlich als virtuelle Version für z.B. Squash beim Sport. Schnell, adrenalinreich, und perfekt zum abreagieren. Abreagieren, wohl gemerkt, in einer virtuellen Welt; und in vielen Fällen auch sozial interessant, ich habe über solch agressive Spiele jede Menge nette Leute in vielen Ländern kennengelernt, mit denen ich mich blendend verstehe. Es gibt ja viele Substitute ohne Killen, man sehe mal Sims, oder Simulatoren, Rennspiele, Tierspiele, etc. Aber bei "Killer"Spielen ist nunmal der Reiz auch in der Gefahr, die man selber immer läuft - das ist bei "The Sims" z.B. nicht der Fall, da kann es zwar auch schief laufen, aber doch im Vergleich zu Gears of War doch in Zeitlupe.

    http://img511.imageshack.us/img511/5352/ffjt9.gif

  18. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Michael - alt 18.04.07 - 20:22

    Ok, Du gibst Dir hier viel Mühe, darum schreibe ich Dir zu verschiedenen Punkten meine Gedanken. Die Antwort in der anderen Thread von Dir war aber nicht so doll.


    Till schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Gegenfrage: Wozu braucht man
    > Killerspiele?????
    > Nehmen wir an, es gäbe ein
    > Substitut ohne
    > Killen.
    >
    > Wozu braucht man Alkohol, es gibt auch tolles
    > Malzbier.

    Manche Menschen brauchen das als Substitut für verschiedene, auch basale persönliche Erlebnisse der Vergangenheit, die sie nicht mehr wissen, die ihnen aber damals geholfen haben. Sie empfinden das als schön. Ich sehe aber keine wirkliche Beziehung zu Massenschlachtungen und Alkohol (mit Ausnahme der Einnahme der Stadt Magdeburg im 30-jährigen Krieg durch Tilly....)

    >
    > Wozu braucht man einen Porsche, ein Bus fährt
    > auch.

    Es ist nicht das Erlebnis des Fahrens im Sinne von "Rollens", sondern der Moment der Beschleunigung und der Bewältigung von Bodenunebenheiten bei Tempo 250 (mußt Du mal probieren, ist voll geil)

    >
    > Wozu braucht man Sex (ausser Fortpflanzung),
    > Küssen macht doch auch Spass.

    Der Spaß-Faktor ist es nicht, es ist die, wie die Amerikaner sagen, Erleichterung.

    >
    > "Killer"spiele sehe ich persönlich als virtuelle
    > Version für z.B. Squash beim Sport.

    > Schnell,
    > adrenalinreich, und perfekt zum abreagieren.

    Wenn das mit dem Adrenalinkick stimmt, dann wären also tatsächlich Drogen der basale Antrieb. Das ist wie die losgelassenen Endorphine bei lauter Musik.

    Ist das der Fall, ist jede Diskussion auf logischer Ebene unmöglich, da Logik nicht mit dem Genuß von Rauschmitteln (und wenn es Adrenalin ist) konkurrieren kann.

    > Abreagieren, wohl gemerkt, in einer virtuellen
    > Welt;

    Du erzeugst aber dabei einen Horrorfilm ind dem Du Blut spritzen siehst und niedersinkende Gestalten. Du sprichst später SIMS an: Was glaubst Du wohl, warum sich mancher Opi mit Begeisterung beim BEsuch einer entsprechenden Site in Second Life selbst befriedigt? Trotzdem er nur dumme, gefühllose Avatare sieht? Dabei anzustreiten, daß Bilder Wirkung haben ist unverständlich.

    > und in vielen Fällen auch sozial
    > interessant, ich habe über solch agressive Spiele
    > jede Menge nette Leute in vielen Ländern
    > kennengelernt, mit denen ich mich blendend
    > verstehe.

    Naja, hast Du sie alle besucht? Welcher Enttäuschung würdest Du erliegen, wenn du es tätest?

    > Es gibt ja viele Substitute ohne Killen,
    > man sehe mal Sims, oder Simulatoren, Rennspiele,
    > Tierspiele, etc. Aber bei "Killer"Spielen ist
    > nunmal der Reiz auch in der Gefahr, die man selber
    > immer läuft - das ist bei "The Sims" z.B. nicht
    > der Fall, da kann es zwar auch schief laufen, aber
    > doch im Vergleich zu Gears of War doch in
    > Zeitlupe.

    Wenn es virtuell ist, kann man auch keiner Gefahr laufen. Wenn man Gefahr laufen kann, hat sie Einfluß auf die Psyche. Und mit Sicherheit keinen positiven (Das alleine reichte natürlich nicht für ein Verbot, obschon es Länder gibt, die das schon alleine deswegen verbieten könnten)

  19. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Ischbinsnochmal 18.04.07 - 20:50

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Der Pfeiffer behauptet doch nicht, daß
    > Killerspiele für Amokläufe verantwortlich sind. Er
    > verweist auf die "gute" methodische Schulung und
    > Desensibilisierung.
    >


    Jeder der eine Waffenausbildung (zb Bundeswehr) durchlaufen hat und diese Spiele kennt, weiß dass man durch sog. Killerspiele absolut keine Schulung zum Schiessen bekommt. In der Realität gibt es kein Zielkreuz dass man einfach aufs Ziel richtet und es dann dort kracht. Es gibt Kimme und Korn. Leuchtpunktvisiere sind Streitkräften und Polizei vorbehalten.
    Nachladen geht auch nicht einfach durch einen Knopfdruck, nach Wechsel des Magazins muss bei den meisten Pistolen der Schlitten wieder entriegelt werden.
    Mit einem Rückstoß umgehen braucht man bei Shootern auch nicht wirklich.

    Und das betätigen des Abzugs einer Waffe ist bedeutend schwerer als ein Mausklick, was doch noch einmal die Chance zum Nachdenken ermöglicht. Geholfen hats offenbar dennoch nicht.

    Allerdings weiß jeder 5 Jährige vom Cowboy und Indianer oder Räuber und Gendarmspielen mit der bloßen Hand oder nem Ast als Pistolenersatz, dass man nur das vordere Ende auf die Person richten muss und dann den Finger krümmen. Bei weniger als 5m Entfernung die bei solchen Amokläufen wohl die größte Distanz darstellen trifft jeder auch ohne Waffenausbildung.

    Bei solchen nicht schlüssig Hinterlegten Forderungen wie hier kann man genauso gut sagen: Verbietet HipHop, Heavy Metal etc da dort auch hin und wieder zu gewalt aufgerufen wird.

    Wenn ich mir diverse Bücher zb von Dan Brown oder Tom Clancy durchlese kann ich mir genauso ein Waffenwissen anlernen, das gleiche ist auch durchs Internet möglich. Ergo Verbieten?


    Eine andere Studie hat einmal aufgezeigt dass das Hauptproblem darin besteht dass die Täter immer nur ausgelachte, nicht beachtete Menschen sind, die erst durch diese Tat eine Macht und Aufmerksamkeit erlangen die sie sonst nie hatten.
    Problem ist eher, dass die betreffenden Personengruppen erst durch den Medienrummel erfahren dass sie die Möglichkeit haben diese Aufmerksamkeit zu bekommen. Sollen wir jetzt also die NAchrichten verbieten?

  20. Re: Es reicht EIN Argument ...

    Autor: Michael - alt 18.04.07 - 21:00

    Lach, ich schließe mich Deiner Argumentation in vielen Punkten an. insbesondere decken sich Deine Ausführungen mit einer guten Begrüdnung für den Amoklauf weitgehend.

    Was mich, und daher die ganze Diskussion immer mehr frappiert, ist die Leidenschaft, mit der für diesen (aus meinen Augen) Unsinn diskutiert wird. (Basale Erfolgserlebnisse). Das bringe ich dann schon mit unguter Sucht in Verbindung. Daher bin ich gegen diese Spiele.

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    DIN 2137-T2-Layout ausprobiert: Die Tastatur mit dem großen ß
    DIN 2137-T2-Layout ausprobiert
    Die Tastatur mit dem großen ß

    Das ẞ ist schon lange erlaubt, aber nur schwer zu finden. Europatastaturen sollen das erleichtern, sind aber ebenfalls nur schwer zu finden. Wir haben ein Modell von Cherry ausprobiert - und noch viele weitere Sonderzeichen entdeckt.
    Von Andreas Sebayang und Tobias Költzsch

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      Paypal-Tochter Venmo belässt Transaktionen im Internet

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