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Zusammenfassung der Argumente

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  1. Zusammenfassung der Argumente

    Autor: nimm 18.04.07 - 15:07

    Zum Thema Überwachung werden immer eine Menge sinnige und unsinnige Argumente vorgetragen. Ich will mich hier mal bemühen, ein bißchen zu differenzieren. Zuerst einmal das wichtigste: Wir hatten lange keine Terroranschläge mehr in Deutschland. Auch sind die Opfer bei Terroranschlägen in anderen Ländern lange nicht so zahlreich wie die Toten durch den Strassenverkehr. Das bedeutet aber keineswegs, daß Terror nicht gefährlich ist. Bisher wurden kaum biologische oder chemische Waffen eingesetzt. Wenn das mal passieren sollte, wären die Opferzahlen _deutlich_ höher. Der Staat muss hier etwas tun (dazu weiter unten mehr).
    Das Problem ist: Die meisten der vorgeschlagenen Massnahmen wirken nicht gegen Terroristen.

    Thema Vorratsdatenspeicherung:
    Kann durch anonymisierende Dienste wie JAP u. in Zukunft v.a. I2P umgangen werden.
    Zu langsam oder zu kompliziert? Für die normale Bevölkerung schon, nicht jedoch für Schwerkriminelle bzw. Terroristen, die ja eine massive Verfolgung erwarten.

    Thema Online-Durchsuchung:
    Kann leicht umgangen werden durch ausschliessliche Benutzung von Internet Cafes oder noch besser fremde Computer (z.B. durch Einbruch in fremde Wohnungen). Noch viel einfacher und besser ist die Benutzung von zwei Computern. Der Arbeitsrechner ist dabei mit keinem Netz verbunden. Alles was man versenden will wird verschlüsselt, per USB-Stick auf den Kommunikationsrechner kopiert und mit diesem versendet. Antworten werden auf dem Kommunikationsrechner nicht entschlüsselt, sondern erst wieder auf den Arbeitsrechner kopiert.
    Zu kompliziert? Für die normale Bevölkerung schon, nicht jedoch für Schwerkriminelle bzw. Terroristen, die ja eine massive Verfolgung erwarten.

    Thema zentrale Datenbanken (über z.B. biometrische Daten):
    Terroristen und insbesondere die gefürchteten Selbstmordattentäter sind doch, bevor sie ihre Anschläge ausführen, i.A. Schläfer, das bedeutet sie versuchen gerade _nicht_ aufzufallen. Sie können daher nicht mit Hilfe solcher Datensammlungen gefunden werden.
    Auf der anderen Seite habe ich die Horrorvorstellung, wie in Zukunft die Überwacher vor ihren Monitoren sitzen, einfach irgendwelche Menschen auswählen können und sich mit einem einfachen Mausklick deren ganzes Leben vor ihnen ausbreitet. Das wäre bei Zusammenlegung von allen möglichen Datenbanken leicht möglich. Auf das Argument, diesen Überwachern kann man doch vertrauen, verweise ich mal hierauf:
    BKA-Mitarbeiter verkauften Terrorinformationen
    > http://www.n24.de/politik/article.php?articleId=113562

    Thema Vermischung von Polizei und Geheimdiensten bzw. Einsatz der BW im Inneren:
    Die Verhinderung dieser Dinge ist nicht ohne Grund nach dem dritten Reich so festgelegt worden. Eine differenzierte Darlegung der Gründe spar' ich mir hier, man muss nur mal nachlesen, wie das damals alles gelaufen ist. Ich höre oft das Argument der Sicherheitspolitiker, in diesen Zeiten der erhöhten Bedrohung könne man derartige Gesetze nicht mehr aufrechterhalten. Das Umgekehrte ist richtig. Diese Gesetze wurden ja _gerade_ für Krisenzeiten entworfen.


    Wie oben dargelegt, wirken diese ganzen Massnahmen nicht gegen Terroristen (höchstens gegen sehr dumme). Sie wirken aber hervorragend gegen sich entwickelnde Rädelsführer, Oppositionelle und generell politische Gegner, die ja nicht im Geheimen operieren können, wenn sie Mehrheiten gewinnen wollen. Das ist insbesondere interessant im Kontext mit der immer weiter auseinanderklaffenden Arm-Reich-Schere und der zu erwartenden weltweiten Unruhen aufgrund der Folgen der Klimaerwärmung (Kriege um Ressourcen, Flüchtlingsströme usw.).
    Die französische Revolution wäre nicht möglich gewesen, wenn die Regierenden damals derartige technische Möglichkeiten gehabt hätten, wie sie unsere Sicherheitspolitiker nun verlangen.

    Terror ist ein Symptom für sehr große Unzufriedenheit. Wir sollten nicht das Symptom behandeln, sondern das Problem an der Wurzel packen, d.h. ein Stop der ausgrenzenden Politik gegen z.B. islamische Gruppierungen (wie momentan betrieben). Es gibt keine komplett böse Bevölkerung. Man muss die gemässigten Elemente innerhalb aller Gesellschaften stärken und nicht den Radikalen ständig neue Nahrung geben. Wir brauchen eine integrierende Zusammenarbeit zwischen _allen_ bei der Lösung der Probleme dieser Welt.


    Ich hoffe dieser Text ist kurz und prägnant genug, damit ihn möglichst viele Leute lesen und verstehen. Jeder kann ihn frei benutzen. Bitte helft mir und sendet ihn weiter, an Politiker, Medien, Freunde und Bekannte. Wenn ihr ihn erweitert, bitte denkt daran: Wenn es zu lang und/oder zu kompliziert ist, wandert es in die Rundablage.

    Gruß,
    nimm

  2. Re: Zusammenfassung der Argumente

    Autor: Kangaxx 18.04.07 - 15:15

    nimm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ...
    > Terror ist ein Symptom für sehr große
    > Unzufriedenheit. Wir sollten nicht das Symptom
    > behandeln, sondern das Problem an der Wurzel
    > packen, d.h. ein Stop der ausgrenzenden Politik
    > gegen z.B. islamische Gruppierungen (wie momentan
    > betrieben). Es gibt keine komplett böse
    > Bevölkerung. Man muss die gemässigten Elemente
    > innerhalb aller Gesellschaften stärken und nicht
    > den Radikalen ständig neue Nahrung geben. Wir
    > brauchen eine integrierende Zusammenarbeit
    > zwischen _allen_ bei der Lösung der Probleme
    > dieser Welt.
    > ...

    Dieser Absatz bringt es eigentlich komplett auf den Punkt.
    Übrigens klasse geschrieben, fasst im Wesentliche meine Einstellung dazu zusammen und drischt vor allen nicht phrasenhaft in eine Ecke.
    *lob*





    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.04.07 15:17 durch Kangaxx.

  3. 1+++

    Autor: e-user 18.04.07 - 15:17

    Danke, es gibt also doch noch Menschen mit Hirn.

    nimm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    [...]

  4. 1++++

    Autor: KulleKarl 18.04.07 - 15:18

    e-user schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Danke, es gibt also doch noch Menschen mit Hirn.
    >
    > nimm schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > [...]


  5. Danke

    Autor: Der Dankbare 18.04.07 - 15:26

    Interessante Zusammenfassung. Danke. Ich frage mich nur, warum Politiker wie Schäuble mit ihrem Populismus durchkommen.

  6. Re: Zusammenfassung der Argumente

    Autor: BG.. 18.04.07 - 15:30

    Kangaxx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > nimm schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > ...
    > Terror ist ein Symptom für sehr
    > große
    > Unzufriedenheit. Wir sollten nicht das
    > Symptom
    > behandeln, sondern das Problem an der
    > Wurzel
    > packen, d.h. ein Stop der
    > ausgrenzenden Politik
    > gegen z.B. islamische
    > Gruppierungen (wie momentan
    > betrieben). Es
    > gibt keine komplett böse
    > Bevölkerung. Man
    > muss die gemässigten Elemente
    > innerhalb aller
    > Gesellschaften stärken und nicht
    > den
    > Radikalen ständig neue Nahrung geben. Wir
    >
    > brauchen eine integrierende Zusammenarbeit
    >
    > zwischen _allen_ bei der Lösung der Probleme
    >
    > dieser Welt.
    > ...
    >
    > Dieser Absatz bringt es eigentlich komplett auf
    > den Punkt.
    > Übrigens klasse geschrieben, fasst im Wesentliche
    > meine Einstellung dazu zusammen und drischt vor
    > allen nicht phrasenhaft in eine Ecke.
    > *lob*
    >
    > 1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.04.07 15:17.

    Also der Absatz ist ja nett geschrieben, aber äußerst utopisch. Und wo wir grad dabei sind sorgen wir doch auch gleich für Weltfrieden....

    Aber ansonsten war der Ausgangspost exzellent

  7. Re: Zusammenfassung der Argumente

    Autor: Kangaxx 18.04.07 - 15:37

    BG.. schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Also der Absatz ist ja nett geschrieben, aber
    > äußerst utopisch. Und wo wir grad dabei sind
    > sorgen wir doch auch gleich für Weltfrieden...

    Utopie ist ein erster Schritt in die Richtung.
    Raumfahrt war auch mal Utopie.

  8. Re: Danke

    Autor: subjekt 18.04.07 - 15:41

    Der Dankbare schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Interessante Zusammenfassung. Danke. Ich frage
    > mich nur, warum Politiker wie Schäuble mit ihrem
    > Populismus durchkommen.

    Weil wir keine freihen Medien haben. Und weil immer auf: "ich kann doch eh nichts tun" der Bevölkerung gesetzt wird.
    Auserdem sind es die guten die den Terrorismus bekämpfen und dafür nehmen wir jede Einschränkung unserer Freiheit in kauf.


    mfg
    subjekt

    "Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit."
    -- Thomas Jefferson

  9. Re: Zusammenfassung der Argumente

    Autor: BG.. 18.04.07 - 15:45

    Meh...

    Aaaaaber, eine Utopie, gerade eine diesen Ausmaßes, ist kein guter Ansatz um aktuelle, und wahrscheinlich auch dringende, Probleme zu lösen.


    Kangaxx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > BG.. schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Also der Absatz ist ja nett geschrieben,
    > aber
    > äußerst utopisch. Und wo wir grad dabei
    > sind
    > sorgen wir doch auch gleich für
    > Weltfrieden...
    >
    > Utopie ist ein erster Schritt in die Richtung.
    > Raumfahrt war auch mal Utopie.


  10. Re: Zusammenfassung der Argumente

    Autor: Kangaxx 18.04.07 - 15:49

    BG.. schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Meh...
    > Aaaaaber, eine Utopie, gerade eine diesen
    > Ausmaßes, ist kein guter Ansatz um aktuelle, und
    > wahrscheinlich auch dringende, Probleme zu lösen.

    Da gebe ich dir Recht. Derzeit gibt es 'wichtigeres'.
    Aber irgendwo muss ja mal angefangen werden, wenn man ein Problem nicht endlos vor sich her schieben will.

  11. Re: Zusammenfassung der Argumente

    Autor: The Tank 18.04.07 - 16:01

    BG.. schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Also der Absatz ist ja nett geschrieben, aber
    > äußerst utopisch. Und wo wir grad dabei sind
    > sorgen wir doch auch gleich für Weltfrieden....

    Stimmt. Wenn man bedenkt das es in der Welt nicht nur einen 'Spieler' gibt. Man bedenke mal wer Terrororganisationen unterstützt. Nicht nur der Iran sondern auch die USA. Der Konflikt im Irak entstand nicht weil zwei Gruppen sich einfach nicht mögen, sondern weil Saddam und seine ausländischen Unterstützer, eine Gruppe unterstützt hat und diese die andere Gruppe brutal zu unterdrücken versuchte. Jetzt sind die Kräfteverhältnisse anderes und die vormals unterdrückte Gruppe will Rache. Da tragen auch die ausländischen Unterstützer eine Teilschuld. Und der Irak ist eine von sehr vielen Beispielen. Diktatoren, Monarchen oder Oligarchen wurden damals von den USA oder Russlands heute hauptsächlich USA unterstützt. Wenn dann die Menschen rebellieren und zurückschlagen werden sie nicht nur ihre lokalen Unterdrücker ins Visier nehmen, sondern auch deren Unterstützer.

    Aber das sind ja 'nur' Terroristen die Menschen einfach so umbringen wollen. Das ganze Familien und Freunde für die Interessen der ausländischen Unterstützer geopfert wurden, hat ja nix damit zu tun.

    Man macht es sich verdammt einfach wenn man sagt man müsste die Terrororganisationen vernichten. Nein, die Staaten muss aufhören die Welt als Spielball deren Interessen zu betrachten.

  12. Re: Zusammenfassung der Argumente

    Autor: Offenbacher 18.04.07 - 18:14

    nimm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    [viel richtiges, aber auch...]
    >
    > Terror ist ein Symptom für sehr große
    > Unzufriedenheit.

    Falsch. Keiner der Attentäter war bettelarm und von wirtschaftlicher od. sozialer Not bzw. Diskriminierung betroffen. Die große Mehrzahl waren Stundenten, welche sowohl wirtschaftlich als auch sozial nicht schlecht da standen. Die Triebfeder muß also eine andere sein. Dies ist kein Aufstand der Armen und Unterdrückten. Es sind gezielte Terroranschläge von eiskalt kalkulierenden, fanatischen Tätern begangen.

    > Wir sollten nicht das Symptom
    > behandeln, sondern das Problem an der Wurzel
    > packen,

    Das schon, aber IMHO nicht so wie du dir das vorstelltst.

    > d.h. ein Stop der ausgrenzenden Politik
    > gegen z.B. islamische Gruppierungen (wie momentan
    > betrieben).

    Ich lade Dich herzlich dazu ein, praktische Erfahrungen zu sammeln. Ich kann dir gerne eine Führung durch die "Multikulturellsten Gegenden im Rhein-Main Gebiet" anbieten. Ähnliche Erfahrungen wirst Du in jeder dt. Großstadt machen können. Schliesse aber vorher besser eine Lebensversicherung ab. Dann wirst Du eventuell erkennen, wer hier wen ausgrenzt bzw. nicht intergriert.

    > Es gibt keine komplett böse
    > Bevölkerung.

    Böse ist immer eine Frage des Standpunktes. Eine 100%-ig homogene Bevölkerung gibt es in der Tat nicht. Wenn man sich aber z.B. diesen Artikel (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,478055,00.html) inkl. der Vorgeschichte anschaut, komme zumindest ich nicht umhin gewisse Zweifel an der Einstellung eines großen Teils der dortigen Bevölkerung anzumelden. Die hiesigen Vertreter dieser Gattung stehen den Originalen in nichts nach, eher noch schlimmer, da man hier seit Jahren aktiv missioniert. Zudem sind die Gestze in .de deutlich "humaner" als die dortigen, so daß diese Klientel hier sogar mehr Freizügigkeit in Anspruch nehmen kann als dort.

    > Man muss die gemässigten Elemente
    > innerhalb aller Gesellschaften stärken und nicht
    > den Radikalen ständig neue Nahrung geben.

    Die "gemässigten Elemente" nehmen den kleinen Finger und fordern selbst für das geringste Entgegenkommen maximales Gegenleistung. Kann man ihnen jetzt nicht direkt vorwerfen, andere Gruppierungen habe es ihnen ja vorgemacht.

    > Wir
    > brauchen eine integrierende Zusammenarbeit
    > zwischen _allen_ bei der Lösung der Probleme
    > dieser Welt.

    Nein, wir sollten mit der Gleichmacherei aufhören und unsere Unterschiedlichkeit gegenseitig respektieren. Anderfalls bekommen wir noch mehr ethnische Ghettos und dürfen uns auch noch Vorwürfe anhören, wir würden versuchen die Leute zu assimilieren.

    Der politisch erzwungene Zwangs-Konsens kennt per Definition nur Verlierer. Wir sollten endlich mal unseren "Mann stehen" und die Sache durchstehen anstatt uns in Gutmenschen-Geschnatter zu ergehen - das hat nämlich die letzen 20 Jahre schon nichts gebracht, schlimmer noch, es hat die heutige Situation sogar noch aktiv (und staatl. gefördert) ermöglicht.

    Also setze bitte deine Sozialromantikerbrille mal ab und schau dir die Wirklichkeit an. Du kannst gerne mit den "frommen Moslems" von der Moschee in meiner Nachbarschaft sprechen, welche mich im Pulk um Kippen anschnorren und mich anschliessend bedrohen und beschimpfen wenn ich ihrer "Bitte" (Ey Alder, gib Kippe!) nicht nachkomme.

  13. Subjektive, schlechte Erfahrungen

    Autor: nimm 18.04.07 - 18:36

    Offenbacher schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > nimm schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > >
    > Terror ist ein Symptom für sehr
    > große
    > Unzufriedenheit.
    >
    > Falsch. Keiner der Attentäter war bettelarm und
    > von wirtschaftlicher od. sozialer Not bzw.
    > Diskriminierung betroffen. Die große Mehrzahl
    > waren Stundenten, welche sowohl wirtschaftlich als
    > auch sozial nicht schlecht da standen. Die
    > Triebfeder muß also eine andere sein. Dies ist
    > kein Aufstand der Armen und Unterdrückten. Es sind
    > gezielte Terroranschläge von eiskalt
    > kalkulierenden, fanatischen Tätern begangen.

    Wer sagt denn, das jeder immer nur für sich selbst kämpft? Die Ärmsten haben wohl kaum Zeit sich mit revolutionären Gedanken rumzuschlagen. Die müssen sich wohl eher mit dem Überleben beschäftigen. Die etwas Reicheren dagegen, die das Elend der anderen mitansehen müssen und damit überhaupt nicht einverstanden sind (das sind oft Studenten), könnten wohl wesentlich eher Zeit und Energie in einen Kampf investieren.

    > > Wir sollten nicht das Symptom
    > behandeln,
    > sondern das Problem an der Wurzel
    > packen,
    >
    > Das schon, aber IMHO nicht so wie du dir das
    > vorstelltst.

    Was schlägst du vor, etwa eine "Endlösung"?


    >
    > > Man muss die gemässigten Elemente
    >
    > innerhalb aller Gesellschaften stärken und
    > nicht
    > den Radikalen ständig neue Nahrung
    > geben.
    >
    > Die "gemässigten Elemente" nehmen den kleinen
    > Finger und fordern selbst für das geringste
    > Entgegenkommen maximales Gegenleistung. Kann man
    > ihnen jetzt nicht direkt vorwerfen, andere
    > Gruppierungen habe es ihnen ja vorgemacht.

    So wie du über gemässigte Leute redest machst du auf mich einen radikalen Eindruck, ganz ehrlich gesagt.

    > > Wir
    > brauchen eine integrierende
    > Zusammenarbeit
    > zwischen _allen_ bei der
    > Lösung der Probleme
    > dieser Welt.
    >
    > Nein, wir sollten mit der Gleichmacherei aufhören
    > und unsere Unterschiedlichkeit gegenseitig
    > respektieren. Anderfalls bekommen wir noch mehr
    > ethnische Ghettos und dürfen uns auch noch
    > Vorwürfe anhören, wir würden versuchen die Leute
    > zu assimilieren.
    >
    > Der politisch erzwungene Zwangs-Konsens kennt per
    > Definition nur Verlierer. Wir sollten endlich mal
    > unseren "Mann stehen" und die Sache durchstehen

    Durchstehen heisst? Du meinst wohl das Konfrontations-Durchstehen, oder? Also noch mehr Tote und Leid für die Menschen oder wie?

    > anstatt uns in Gutmenschen-Geschnatter zu ergehen
    > - das hat nämlich die letzen 20 Jahre schon nichts
    > gebracht, schlimmer noch, es hat die heutige
    > Situation sogar noch aktiv (und staatl. gefördert)
    > ermöglicht.

    Sehr witzig. Wann in den letzten 20 Jahren haben sich denn die "Gutmenschen" durchgesetzt (wieder ein von Radikalen geprägter Begriff
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch)?

    >
    > Also setze bitte deine Sozialromantikerbrille mal
    > ab und schau dir die Wirklichkeit an. Du kannst
    > gerne mit den "frommen Moslems" von der Moschee in
    > meiner Nachbarschaft sprechen, welche mich im Pulk
    > um Kippen anschnorren und mich anschliessend
    > bedrohen und beschimpfen wenn ich ihrer "Bitte"
    > (Ey Alder, gib Kippe!) nicht nachkomme.

    Und du glaubst, dass das in einem deutschen Unterschicht-Stadteil besser ist (v.a. als Ausländer, dann geh doch mal nach Berlin-Marzan)?


  14. Aufklärung?

    Autor: zartbitter 19.04.07 - 14:53

    Offenbacher schrieb:
    > Falsch. Keiner der Attentäter war bettelarm und
    > von wirtschaftlicher od. sozialer Not bzw.
    > Diskriminierung betroffen. Die große Mehrzahl
    > waren Stundenten, welche sowohl wirtschaftlich als
    > auch sozial nicht schlecht da standen. Die
    > Triebfeder muß also eine andere sein. Dies ist
    > kein Aufstand der Armen und Unterdrückten. Es sind
    > gezielte Terroranschläge von eiskalt
    > kalkulierenden, fanatischen Tätern begangen.
    Keiner der Terroranschläge in den Industrienationen wurden aufgeklärt. Vielmehr wurde massiv seitens der Regierungen verschleiert und behindert, Nebelkerzen geworfen wo es nur ging und gelogen. In den Massenmedien stand 1h nach den Anschlägern fest wer schuld war, und es hat sich seit dem nichts geändert. Kein Teil der "normalen" Bevölkerung hat Ahnung was passiert ist, aber alle um so fester eine Meinung. Das kann einen Vernunftmenschen nur anekeln.

  15. Re: Zusammenfassung der Argumente

    Autor: opensky.cc 20.04.07 - 17:26

    nimm schrieb:

    >
    > Ich hoffe dieser Text ist kurz und prägnant genug,
    > damit ihn möglichst viele Leute lesen und
    > verstehen. Jeder kann ihn frei benutzen. Bitte
    > helft mir und sendet ihn weiter, an Politiker,
    > Medien, Freunde und Bekannte. Wenn ihr ihn
    > erweitert, bitte denkt daran: Wenn es zu lang
    > und/oder zu kompliziert ist, wandert es in die
    > Rundablage.
    >
    > Gruß,
    > nimm

    Gefaellt mir *nimm*, ich nehme ihn gerne in unsere zu erstellende Textsammlung auf.

    Gruss

    peter alias opensky
    www.opensky.cc


  16. Re: Aufklärung?

    Autor: Randomer 21.04.07 - 22:27

    >zartbitter schrieb:
    >-------------------------------------------------------
    >Kein Teil der "normalen"
    > Bevölkerung hat Ahnung was passiert ist, aber alle
    > um so fester eine Meinung. Das kann einen
    > Vernunftmenschen nur anekeln.


    Eine Lüge an die 1000 Personen glauben ist stärker als die Wahrheit welche vielleicht eine Handvoll Menschen kennen und vielleicht drei Handvoll vermuten.Wir werden im Normalfall mit Augenlicht geboren und doch sind die Meisten blind.

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