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Deutscher Neidfaktor = unterste Schublade

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  1. Deutscher Neidfaktor = unterste Schublade

    Autor: sinus 26.04.07 - 08:58

    Was sich in diesem Forum an Kleingeistigkeit und Neid zum Abgang eines Spitzenmanagers offenbart, ist nicht nur die unterste Schublade des Denkens, sondern symptomatisch für die weit verbreitete Auffassung deutscher Leistungsbereitschaft.
    Wie wäre es, wenn man zumindest versucht, einige Dinge positiver zu sehen?
    Das eigene Versagen sollte nicht zwangsweise dazu führen, dass Leistungsträgern und Tüchtigen mit ihrem gesunden Ehrgeiz der gebührende Respekt vorenthalten wird.

    Wären die Arbeitgeber vieler Beitragslieferanten des Forums im Falle von Arbeitnehmer-Fehlern ähnlich kritisch wie diese bei den Pannen des Herrn Kleinfeld, wären letztere bis auf wenige Ausnahmen bereits fest etablierte Hartz4-Problemfälle. Aber vielleicht sind sie das ja bereits.

  2. Re: Deutscher Neidfaktor = unterste Schublade

    Autor: DaCroci 26.04.07 - 09:22

    Ich glaube, du sprichst da aus Erfahrung, du Möchtegern-Manager :-D

    sinus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was sich in diesem Forum an Kleingeistigkeit und
    > Neid zum Abgang eines Spitzenmanagers offenbart,
    > ist nicht nur die unterste Schublade des Denkens,
    > sondern symptomatisch für die weit verbreitete
    > Auffassung deutscher Leistungsbereitschaft.
    > Wie wäre es, wenn man zumindest versucht, einige
    > Dinge positiver zu sehen?
    > Das eigene Versagen sollte nicht zwangsweise dazu
    > führen, dass Leistungsträgern und Tüchtigen mit
    > ihrem gesunden Ehrgeiz der gebührende Respekt
    > vorenthalten wird.
    >
    > Wären die Arbeitgeber vieler Beitragslieferanten
    > des Forums im Falle von Arbeitnehmer-Fehlern
    > ähnlich kritisch wie diese bei den Pannen des
    > Herrn Kleinfeld, wären letztere bis auf wenige
    > Ausnahmen bereits fest etablierte
    > Hartz4-Problemfälle. Aber vielleicht sind sie das
    > ja bereits.


  3. Re: Deutscher Neidfaktor = unterste Schublade

    Autor: Wissenslunkenbegradiger 26.04.07 - 09:29

    sinus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was sich in diesem Forum an Kleingeistigkeit und
    > Neid zum Abgang eines Spitzenmanagers offenbart,
    > ist nicht nur die unterste Schublade des Denkens,
    > sondern symptomatisch für die weit verbreitete
    > Auffassung deutscher Leistungsbereitschaft.
    > Wie wäre es, wenn man zumindest versucht, einige
    > Dinge positiver zu sehen?
    > Das eigene Versagen sollte nicht zwangsweise dazu
    > führen, dass Leistungsträgern und Tüchtigen mit
    > ihrem gesunden Ehrgeiz der gebührende Respekt
    > vorenthalten wird.
    >
    > Wären die Arbeitgeber vieler Beitragslieferanten
    > des Forums im Falle von Arbeitnehmer-Fehlern
    > ähnlich kritisch wie diese bei den Pannen des
    > Herrn Kleinfeld, wären letztere bis auf wenige
    > Ausnahmen bereits fest etablierte
    > Hartz4-Problemfälle. Aber vielleicht sind sie das
    > ja bereits.

    Mit Neid hat das in den meisten Fällen nichts zu tun, nur ist es leider eine Tatsache, dass die Entkoppelung der Menager und die Fremdbestimmung der Unternehmen durch Shareholder heute dazu führt, dass Entscheidungen in den Unternehmen nicht mehr nach wirtschaftlichen gesichstpunkten getroffen werden. Nicht umsonst häufen sich katastrophale Managerfehler in den letzten Jahren, die zu unglaublichen verlusten an Geld und Arbeitsplätzen geführt haben. Im Gegensatz zu früher werden Manager heute leider nicht mehr zur Rechenschaft für Ihre Taten gezogen, im gegenteil, man findet sie großzügig ab und läßt sie unbehelligt ziehen.
    Herrn Kleinfeld selber mag kein Makel anhaften, auch sieht seine persönliche Bilanz bei Simens gut aus. Wieviel davon kann man Ihm persönlich anrechnen und was bekommt er für diese Leistungen - heute steht das in keinem gesunden Verhältnis mehr! Andere seiner Gilde sind da einfacher zu durchschauen. Bei Telekom, VW, BMW, Daimler, Deutscher Bank haben furchtbarer Größenwahn, Fehlentscheidungen auf oberster Ebene dazu geführt, daß einige der Herren unabhängig von den Folgen Ihres Tuns Millionenbeträge angehäuft haben - und 1000nde Mitarbeiter Ihre Jobs los sind. Volkswirtschaftlich wären meines Erachtens diese leute vor ein gericht zu stellen und zu verurteilen - und das hat mal mit Neid nix zu tun! An dieser Stimmung sind die gierigen "Spitzen"Manager selber Schuld! In den letzten 5 Jahren haben sich die Vorstandsgehälter der 50 größten Aktiengesellschaften im Durchschnitt um 30% erhöht - die Erhöhung der Mitarbeiter schaffen nmichteinmal einen Ausgleich zur Inflationsrate!

    Es ist vollkommen falsch in dieser Debatte Neid zu unterstellen, das ist zu einfach und geht an der eigentlichen Problematik vorbei!

    Viel entscheidender wäre es, wenn endlich wieder ein Klima des verantwortlichen Handels in den Firmen aufkommen würde. Die Firma und deren Mitarbeiter im Vordergrund - und nicht Heuschrecken und Aktionäre, da diese niemals an der Firma und den Mitarbeitern interessiert sind, sondern lediglich Ihre persönliche Gewinnmaximierung in den Vordergrund stellen.
    Ein Beispiel für die fatalen Auswirkungen ferngesteuerter Unternehmen durch diese furchtbaren Menschen ist derzeit Airbus!

    Das es auch anders geht zeigt ja Herr Piech bei VW!

  4. doch, klar

    Autor: @ 26.04.07 - 15:40

    Sicher werden sie das. Doch es gibt dabei unterschiedliche Sichtweisen und Kriterien - wie überall - und davon abgesehen auch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Manche Unternehmen verbinden das, andere nicht oder weniger.

    Wissenslunkenbegradiger schrieb:
    -------------------------------------------------------
    [..] dass Entscheidungen in den Unternehmen
    > nicht mehr nach wirtschaftlichen gesichstpunkten
    > getroffen werden. [...]

  5. Re: Deutscher Neidfaktor = unterste Schublade

    Autor: Michael - alt 27.04.07 - 01:43

    sinus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was sich in diesem Forum an Kleingeistigkeit und
    > Neid zum Abgang eines Spitzenmanagers offenbart,
    > ist nicht nur die unterste Schublade des Denkens,
    > sondern symptomatisch für die weit verbreitete
    > Auffassung deutscher Leistungsbereitschaft.
    > Wie wäre es, wenn man zumindest versucht, einige
    > Dinge positiver zu sehen?
    > Das eigene Versagen sollte nicht zwangsweise dazu
    > führen, dass Leistungsträgern und Tüchtigen mit
    > ihrem gesunden Ehrgeiz der gebührende Respekt
    > vorenthalten wird.
    >
    > Wären die Arbeitgeber vieler Beitragslieferanten
    > des Forums im Falle von Arbeitnehmer-Fehlern
    > ähnlich kritisch wie diese bei den Pannen des
    > Herrn Kleinfeld, wären letztere bis auf wenige
    > Ausnahmen bereits fest etablierte
    > Hartz4-Problemfälle. Aber vielleicht sind sie das
    > ja bereits.

    Du hast mit Allem, was Du schriebst volle Übereinstimmung mit meiner Meinung. Doch was glaubst Du, nützt es hier?

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