Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Festplatten zerstören Gefühl für…

Seit wann ...

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Seit wann ...

    Autor: DrAgOnTuX 26.04.07 - 13:32

    leben Künstler von ihrer Kunst?!
    [achtung ironie]
    Ich dachte immer, dass Kunstwerke grosser Künstler erst nach ihrem Tot grosse Bedeutung bekamen. Wieso sollte das bei der Musik anderst sein?
    [/achtung ironie]
    Von Kunst sollte man nicht leben können! Es soll kein Beruf sein, es sollte nicht aus Liebe zum Geld oder Ruhm sondern aus Liebe zur Kunst "gekünstlert" werden!

  2. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: Uruk 26.04.07 - 13:38

    DrAgOnTuX schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > leben Künstler von ihrer Kunst?!
    > Es soll kein Beruf sein, es sollte nicht aus
    > Liebe zum Geld oder Ruhm sondern aus Liebe
    > zur Kunst "gekünstlert" werden!

    Genau! Wer bezahlt mir denn den Unterhalt, dass
    ich ohne finanzielle Sorge meinem Hobby nachgehen
    kann? Wenn der Künstler Geld braucht, soll er
    schuften, wie alle anderen auch...

  3. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: blub 26.04.07 - 13:48

    ein künstler sollte ja durchaus von seiner kunst leben können. aber was ausschließlich des geldes wegen gemacht wird um sich einen entsprechenden lebensstil leisten zu können, der macht keine kunst sondern betreibt ein handwerk. und handwerker - handwerker sind keine künstler.

    wer musik von der stange haben will sollte nicht die gleichen preise daführ zahlen müssen wie für tatsächlich anspruchsvolle werke. nur is das so das kaum ein vertrag geschlossen wurde die cd von sänger A kurioserweise genausoviel kostet wie von sänger B. und nein hier gehts nicht um geschmack sondern um verhältnismäßigkeit

  4. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: Knux 26.04.07 - 13:51

    blub schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und Handwerker - Handwerker sind keine Künstler.

    Die Grundlage jeder Kunst ist das Handwerk, erst wer das Handwerk beherrscht kann zum Künstler werden.

  5. Re: Quod?

    Autor: Knux 26.04.07 - 13:57

    DrAgOnTuX schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Von Kunst sollte man nicht leben können!

    Und warum nicht?

    > Es soll kein Beruf sein, es sollte nicht aus Liebe zum
    > Geld oder Ruhm sondern aus Liebe zur Kunst

    Nur, von der Liebe zur Kunst kann ich mir nichts zu essen kaufen. Dafür brauche ich Geld. (Ruhm ist nicht so wichtig, der bringt mir nach meinem Tod aber auch nichts mehr)

    Und ein Lied zu dichten, einen Roman zu schreiben und ähnliches dauert seine Zeit, zumindest bei einem richtigen Künstler; schließlich muss er dafür Mensch und Gesellschaft verstehen und darstellen. Zeit, in der er nichts anderes tun kann - auch kein Geld verdienen. Kunst ist kein Zeitvertreib für nebenbei, anders als das Hobby zeichnen.

  6. Re: Seit wann ...

    Autor: marcel83 26.04.07 - 14:11

    > leben Künstler von ihrer Kunst?!
    schon immer ... und die wirklich guten hatten halt ihre Fans ("Gönner", "Mentoren"), die sie dann halt oft finanziell oder in der Ausbildung unterstützt haben.

    > Ich dachte immer, dass Kunstwerke grosser Künstler
    > erst nach ihrem Tot grosse Bedeutung bekamen.
    > Wieso sollte das bei der Musik anderst sein?
    Das lag wohl vielmehr daran, dass die Zeit früher langsamer tickte - da vergingen auch schonmal Wochen oder Monate ehe der letzte auch wusste, dass der Krieg zuende war. Und Kunstwerke waren wohl weit weniger wichtig.

    > Von Kunst sollte man nicht leben können! Es soll
    > kein Beruf sein, es sollte nicht aus Liebe zum
    > Geld oder Ruhm sondern aus Liebe zur Kunst
    > "gekünstlert" werden!
    Auf der anderen Seite sind die Leute, die Live auftreten schon der Schlag von Mensch, der es ein wenig genießt im Mittelpunkt zu stehen - ich jedenfalls würde schon etwas Überwindung brauchen um vor x1000 Leuten aufzutreten, daran gewöhnen würde ich mich sicher nie.
    Ich finde, dass das eine besondere Leistung ist, die auch belohnt werden sollte. Auch das Risiko mal keine erfolgreiche Musik zu schreiben gibt es ja. Was mich stört sind die "Mafiösen" Verhältnisse drumherum, aber wo Macht ist, gibt es auch immer Machthunger und Machversessenheit. Und wo es Geld gibt, gibt es auch immer ...

  7. Re: Quod?

    Autor: DrAgOnTuX 26.04.07 - 15:05

    Knux schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > DrAgOnTuX schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Von Kunst sollte man nicht leben können!
    >
    > Und warum nicht?
    >
    > > Es soll kein Beruf sein, es sollte nicht aus
    > Liebe zum
    > Geld oder Ruhm sondern aus Liebe
    > zur Kunst
    >
    > Nur, von der Liebe zur Kunst kann ich mir nichts
    > zu essen kaufen. Dafür brauche ich Geld. (Ruhm ist
    > nicht so wichtig, der bringt mir nach meinem Tod
    > aber auch nichts mehr)
    >
    > Und ein Lied zu dichten, einen Roman zu schreiben
    > und ähnliches dauert seine Zeit, zumindest bei
    > einem richtigen Künstler; schließlich muss er
    > dafür Mensch und Gesellschaft verstehen und
    > darstellen. Zeit, in der er nichts anderes tun
    > kann - auch kein Geld verdienen. Kunst ist kein
    > Zeitvertreib für nebenbei, anders als das Hobby
    > zeichnen.

    lies den beitrag von Uruk
    https://forum.golem.de/read.php?17391,938637,938652#msg-938652

  8. Re: Seit wann ...

    Autor: DrAgOnTuX 26.04.07 - 15:11

    > Auf der anderen Seite sind die Leute, die Live
    > auftreten schon der Schlag von Mensch, der es ein
    > wenig genießt im Mittelpunkt zu stehen - ich
    > jedenfalls würde schon etwas Überwindung brauchen
    > um vor x1000 Leuten aufzutreten, daran gewöhnen
    > würde ich mich sicher nie.
    > Ich finde, dass das eine besondere Leistung ist,
    > die auch belohnt werden sollte.

    genau, für konzerte bezahle ich gerne, als belohnung für den künstler..
    um jetzt wieder auf musiker zurückzukommen:
    musiker die musik machen weil sie es können, sollten belohnt werden (geld verdienen dadurch), und nicht weil sie das geld dahinter wollen, bzw. musik machen um zu leben...


    Leben um Musik zu machen, und nicht Musik machen um zu leben!

    Das ist der unterschied zwischen den musikern die ich kaufe und denen die ich runterlade (natürlich nur wenn die musik auch meinem geschmack entspricht ;))


  9. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: Trollversteher 26.04.07 - 15:14

    Ich glaube, Ihr habt alle den Schuß nicht gehört...

    Uruk schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > DrAgOnTuX schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > leben Künstler von ihrer Kunst?!
    > Es soll
    > kein Beruf sein, es sollte nicht aus
    > Liebe
    > zum Geld oder Ruhm sondern aus Liebe
    > zur
    > Kunst "gekünstlert" werden!
    >
    > Genau! Wer bezahlt mir denn den Unterhalt, dass
    > ich ohne finanzielle Sorge meinem Hobby nachgehen
    >
    > kann? Wenn der Künstler Geld braucht, soll er
    > schuften, wie alle anderen auch...


  10. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: Trollversteher 26.04.07 - 15:15

    Ah, wenigstens EIN Teilnehmer hier, der sein Hirn vor dem posten einschaltet.

    Knux schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > blub schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Und Handwerker - Handwerker sind keine
    > Künstler.
    >
    > Die Grundlage jeder Kunst ist das Handwerk, erst
    > wer das Handwerk beherrscht kann zum Künstler
    > werden.


  11. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: Müllmann 26.04.07 - 15:22

    Wer erlaubt sich denn die dreiste Annahme, Künstler würden für ihr Geld nicht schuften? Wie wäre es denn, wenn Du ab morgen Deinen Job kostenlos erledigen würdest? Würde mich mal interessieren, in welcher Branche Du tätig bist...

    Uruk schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > DrAgOnTuX schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > leben Künstler von ihrer Kunst?!
    > Es soll
    > kein Beruf sein, es sollte nicht aus
    > Liebe
    > zum Geld oder Ruhm sondern aus Liebe
    > zur
    > Kunst "gekünstlert" werden!
    >
    > Genau! Wer bezahlt mir denn den Unterhalt, dass
    > ich ohne finanzielle Sorge meinem Hobby nachgehen
    >
    > kann? Wenn der Künstler Geld braucht, soll er
    > schuften, wie alle anderen auch...


  12. Re: Quod?

    Autor: chk23 26.04.07 - 15:33

    Mmm... Der Beitrag von Uruk ist meiner Meinung nach völliger Quatsch, und wieso kannst Du nicht für Dich selbst sprechen? Mit dieser Einstellung kann ich doch fast jeden zum kostenlosen Arbeiten nötigen: Softwareentwickler arbeiten ab sofort umsonst, weil es tausende von Hobbyfrigglern gibt, die soetwas in der Freizeit tun?
    Wenn jemand gerne Feierabend in der Garage einem handwerklichen Hobby nachgeht, hat er sich das Recht erworben, allen Handwerkeren die Bezahlung zu verweigern? Wenn sich jemand in seiner Freizeit gerne um seine Mitmenschen kümmert, sollen doch gefälligst alle Pfleger umsonst arbeiten? Sollen die Profifußballer demnächst umsonst kicken, weil es in Deutschland nur so von Hobbykickern wimmelt? und, und und...

    Für fast jede Tätigkeit gibt es die Grenze zwischen Hobby und Beruf. Und der Begriff "Sein Hobby zum Beruf machen" kommt nicht von ungefähr - es wird wirklich ein Beruf daraus, mit allen Ecken und Kanten, und mit Tagen, an denen man sich zu seiner Tätigkeit zwingen muß, obwohl man überhaupt keine Lust darauf hat. Eine Tournee mit Presseterminen, ständigen Lifekonzerten und täglichen Reisen von einem zum nächsten Veranstaltungsort bedeutet mehr körperliche Anstrengung und Streß als viele es in ihrem Beruf über sich ergehen lassen müssen. Und Künstler haben eine wichtige Funktion in einer Gesellschaft, die, wenn man ein hohes Kulturelles Niveau aufrecht erhalten will, auch gut dafür bezahlt werden sollen, wie es in allen anderen Bereichen auch ist. Daß es schwarze Schafe, und übertriebenen Starrummel gibt, ist mir auch klar - es geht hier aber nicht darum, sondern daß manche Leute hier den Künstlern generell ein Recht auf Bezahlung verweigern, und das ist ganz einfach zu kurz gedachter Blödsinn.


    DrAgOnTuX schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Knux schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > DrAgOnTuX schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Von Kunst sollte man nicht
    > leben können!
    >
    > Und warum nicht?
    >
    > > Es soll kein Beruf sein, es sollte
    > nicht aus
    > Liebe zum
    > Geld oder Ruhm
    > sondern aus Liebe
    > zur Kunst
    >
    > Nur,
    > von der Liebe zur Kunst kann ich mir nichts
    >
    > zu essen kaufen. Dafür brauche ich Geld. (Ruhm
    > ist
    > nicht so wichtig, der bringt mir nach
    > meinem Tod
    > aber auch nichts mehr)
    >
    > Und ein Lied zu dichten, einen Roman zu
    > schreiben
    > und ähnliches dauert seine Zeit,
    > zumindest bei
    > einem richtigen Künstler;
    > schließlich muss er
    > dafür Mensch und
    > Gesellschaft verstehen und
    > darstellen. Zeit,
    > in der er nichts anderes tun
    > kann - auch kein
    > Geld verdienen. Kunst ist kein
    > Zeitvertreib
    > für nebenbei, anders als das Hobby
    > zeichnen.
    >
    > lies den beitrag von Uruk
    > forum.golem.de
    >
    > << DrAgOnTuX >>
    > uncyclopedia.org
    > SCO claimed that Napster contained code from Unix,
    > in fact:
    > * file sharing was too similar to time
    > sharing;
    > * they were also accused of having copied the
    > Unix philosopy "to represent everything as a
    > file". They in fact have represented a lot of
    > things (such as music, video, programs) as files
    > in order to make easier their sharing.


  13. Re: Quod?

    Autor: DrAgOnTuX 26.04.07 - 16:19

    chk23 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mmm... Der Beitrag von Uruk ist meiner Meinung
    > nach völliger Quatsch, und wieso kannst Du nicht
    > für Dich selbst sprechen? Mit dieser Einstellung
    > kann ich doch fast jeden zum kostenlosen Arbeiten
    > nötigen: Softwareentwickler arbeiten ab sofort
    > umsonst, weil es tausende von Hobbyfrigglern gibt,
    > die soetwas in der Freizeit tun?
    > Wenn jemand gerne Feierabend in der Garage einem
    > handwerklichen Hobby nachgeht, hat er sich das
    > Recht erworben, allen Handwerkeren die Bezahlung
    > zu verweigern? Wenn sich jemand in seiner Freizeit
    > gerne um seine Mitmenschen kümmert, sollen doch
    > gefälligst alle Pfleger umsonst arbeiten? Sollen
    > die Profifußballer demnächst umsonst kicken, weil
    > es in Deutschland nur so von Hobbykickern wimmelt?
    > und, und und...
    >
    der vergleich hinkt teils gewaltig... es geht um musik, um KUNST!, das einzige was noch in etwa dahin kommt ist die softwareentwicklung (bin zufälligerweiser selber softwareentwickler, aber nicht stolz darauf, dass die produkte die ich entwickle zu horrenden preisen verschleudert werden und mit dem geld die ganze managersparte (vergleich => plattenbosse) gedeckt wird...)
    wo bitte ist ein pfleger künstlerisch tätig? indem er die haare der oma frisiert? dafür wird er jedoch nicht bezahlt, also wird er es aus liebe zum handwerk machen.

    > Für fast jede Tätigkeit gibt es die Grenze
    > zwischen Hobby und Beruf. Und der Begriff "Sein
    > Hobby zum Beruf machen" kommt nicht von ungefähr -
    > es wird wirklich ein Beruf daraus, mit allen Ecken
    > und Kanten, und mit Tagen, an denen man sich zu
    > seiner Tätigkeit zwingen muß, obwohl man überhaupt
    > keine Lust darauf hat. Eine Tournee mit
    > Presseterminen, ständigen Lifekonzerten und
    > täglichen Reisen von einem zum nächsten
    > Veranstaltungsort bedeutet mehr körperliche
    > Anstrengung und Streß als viele es in ihrem Beruf
    > über sich ergehen lassen müssen. Und Künstler
    > haben eine wichtige Funktion in einer
    > Gesellschaft, die, wenn man ein hohes Kulturelles
    > Niveau aufrecht erhalten will, auch gut dafür
    > bezahlt werden sollen, wie es in allen anderen
    > Bereichen auch ist. Daß es schwarze Schafe, und
    > übertriebenen Starrummel gibt, ist mir auch klar -
    > es geht hier aber nicht darum, sondern daß manche
    > Leute hier den Künstlern generell ein Recht auf
    > Bezahlung verweigern, und das ist ganz einfach zu
    > kurz gedachter Blödsinn.
    >
    kulturelles niveau? DSDS ?! ja klar... 50CENT? SEEEHR hohes niveau, Britney Spears? oohhh jaaa..
    das mit dem einfluss auf die gesellschaft stimmt... nur all die geldgeilen protz-musiker die auf mtv ihre super villen und autos zeigen sind kein gutes vorbild für die heutige jugend... (aber das ist ein anderes thema)

    back to topic:
    Selbstzitate stinken, aber du lässt mir keine wahl (liest ja scheinbar meine anderen posts nicht):

    https://forum.golem.de/read.php?17391,938637,938844#headline_body
    >>> Leben um Musik zu machen, und nicht Musik machen um zu leben!
    >>>
    >>> Das ist der unterschied zwischen den musikern die ich kaufe und denen die ich >>> runterlade (natürlich nur wenn die musik auch meinem geschmack entspricht ;))

    und, dass sie einen harten job haben, das stimmt sehr wohl. mein vater war bassist in einer rockband, diese machte aber nicht musik um damit zu leben, sondern sie lebten um musik zu machen, weil sie die musik liebten, die fans und das geld das sie bekamen / bekommen ist nicht ihr lohn, sondern der beweis, dass sie gut sind indem was sie tun.
    Man macht nicht musik um geld zu verdienen, man macht musik weil man es liebt musik zu machen, das geld verdienen ist eine positive eigenschaft des handwerkes...

  14. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: Uruk 26.04.07 - 16:32

    Und was ist mit dem Künstler, der tagsüber 8 Stunden
    schuftet, und dann erst abends zu seiner geliebten
    Kunst kommt?

    Außerdem ein Künstler, der seine Kunst gerne
    macht, schuftet nicht. Diese Kunst ist mehr seine
    Erfüllung und/oder Selbstverwirklichung...

    Nun stellt sich mir die (wie ich meine berechtigte)
    Frage, warum soll ich einem Menschen bei seinem
    persönlichen Glück unterstützen? Das mag hart klingen,
    aber es ist nun mal so, dass ein jeder erst mal an
    sein eigenes Leben denken muß/sollte.

    Wenn der Künstler von seiner Kunst begeistert ist
    und die Ausführung seiner Kunst ihm wie ein Zwang
    ist, dann wird er sie auch umsetzen, egal ob mit
    oder ohne Unterstützung.


    Müllmann schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wer erlaubt sich denn die dreiste Annahme,
    > Künstler würden für ihr Geld nicht schuften? Wie
    > wäre es denn, wenn Du ab morgen Deinen Job
    > kostenlos erledigen würdest? Würde mich mal
    > interessieren, in welcher Branche Du tätig
    > bist...
    >
    > Uruk schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > Genau! Wer
    > bezahlt mir denn den Unterhalt, dass
    > ich
    > ohne finanzielle Sorge meinem Hobby nachgehen
    > kann? Wenn der Künstler Geld braucht, soll
    > er schuften, wie alle anderen auch...


  15. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: DrAgOnTuX 26.04.07 - 16:38

    Uruk schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wenn der Künstler von seiner Kunst begeistert ist
    >
    > und die Ausführung seiner Kunst ihm wie ein Zwang
    >
    > ist, dann wird er sie auch umsetzen, egal ob mit
    > oder ohne Unterstützung.

    Full Ack!
    Das sind künstler, alles andere sind handwerker.

  16. Re: Quod?

    Autor: chk23 26.04.07 - 16:41

    > umsonst, weil es tausende von Hobbyfrigglern
    > gibt,
    > die soetwas in der Freizeit tun?
    >
    > Wenn jemand gerne Feierabend in der Garage
    > einem
    > handwerklichen Hobby nachgeht, hat er
    > sich das
    > Recht erworben, allen Handwerkeren
    > die Bezahlung
    > zu verweigern? Wenn sich jemand
    > in seiner Freizeit
    > gerne um seine Mitmenschen
    > kümmert, sollen doch
    > gefälligst alle Pfleger
    > umsonst arbeiten? Sollen
    > die Profifußballer
    > demnächst umsonst kicken, weil
    > es in
    > Deutschland nur so von Hobbykickern wimmelt?
    >
    > und, und und...
    >
    > der vergleich hinkt teils gewaltig... es geht um
    > musik, um KUNST!, das einzige was noch in etwa
    > dahin kommt ist die softwareentwicklung (bin
    > zufälligerweiser selber softwareentwickler, aber
    > nicht stolz darauf, dass die produkte die ich
    > entwickle zu horrenden preisen verschleudert
    > werden und mit dem geld die ganze managersparte
    > (vergleich => plattenbosse) gedeckt wird...)
    > wo bitte ist ein pfleger künstlerisch tätig? indem
    > er die haare der oma frisiert? dafür wird er
    > jedoch nicht bezahlt, also wird er es aus liebe
    > zum handwerk machen.
    >

    Es ging generell darum die Argumentation: "Musik ist ein Hobby, also muß es gefälligst unbezahlt bleiben" als Unsinn zu entlarven, nicht um Kunst. Übrigens ist Musik nicht per Definition Kunst, sie ist Unterhaltung, die auch Kunst-Niveau erreichen kann.

    > kulturelles niveau? DSDS ?! ja klar... 50CENT?
    > SEEEHR hohes niveau, Britney Spears? oohhh jaaa..
    > das mit dem einfluss auf die gesellschaft
    > stimmt... nur all die geldgeilen protz-musiker die
    > auf mtv ihre super villen und autos zeigen sind
    > kein gutes vorbild für die heutige jugend... (aber
    > das ist ein anderes thema)

    Wie gesagt, nicht jede Musik ist Kunst, und damit hebt auch nicht jeder Musiker das kulturelle Niveau. Aber nun leben wir nun mal in einem Marktwirtschaftlichem System, in dem die Nachfrage das Angebot bestimmt. Die von Dir genannten Personen sind sicher nicht durch ihren hohen kulturellen Wert zu ihrem Reichtum gekommen, sondern durch ihren hohen Unterhaltungswert - sprich irgend etwas müssen sie ja haben, um derart beliebt zu sein, und nun komm mir nicht mit Hypnotischen Werbemethoden die bei den Kids das Hirn ausschalten und den Kaufbefehl ertwielen ;) Wenn Du also etwas gegen den Erfolg solcher Phänomene tun willst, mußt Du geschmackliche Aufklärungsarbeit leisten - klingt dämlich? Ist es auch ;)

    > back to topic:
    > Selbstzitate stinken, aber du lässt mir keine wahl
    > (liest ja scheinbar meine anderen posts nicht):
    >
    > forum.golem.de
    > >>> Leben um Musik zu machen, und nicht
    > Musik machen um zu
    > leben!
    >>>
    >>> Das ist der
    > unterschied zwischen den musikern die ich kaufe
    > und denen die ich >>> runterlade
    > (natürlich nur wenn die musik auch meinem
    > geschmack entspricht ;))
    >
    > und, dass sie einen harten job haben, das stimmt
    > sehr wohl. mein vater war bassist in einer
    > rockband, diese machte aber nicht musik um damit
    > zu leben, sondern sie lebten um musik zu machen,
    > weil sie die musik liebten, die fans und das geld
    > das sie bekamen / bekommen ist nicht ihr lohn,
    > sondern der beweis, dass sie gut sind indem was
    > sie tun.
    > Man macht nicht musik um geld zu verdienen, man
    > macht musik weil man es liebt musik zu machen, das
    > geld verdienen ist eine positive eigenschaft des
    > handwerkes...


    Das ist Deine Theorie, und wer sagt denn, daß eine Christina Aguilera keinen Spaß an ihrer Musik hat? Ich würde mir so eine Anmaßung nicht zutrauen. Zudem fällt vielen (will ich Dir jetzt noch nicht mal unterstellen) auch die Unterschidung Geschmack<>Qualität sehr schwer.

    Solange es einen Markt gibt, also genügend Leute die bereit sind dafür Geld zu zahlen, wird es Menschen geben, die diesen bedienen. Das einzige, was man dagegen tun kann, ist Boykott - Diebstahl, also einfach konsumieren ohne dafür bezahlt zu haben, ist jedenfalls nicht der richtige Weg. Man sollte übrigens dabei bedenken, daß gerade diese großen Aushängeschilder die Cashcows sind, die es den Plattenverlagen erlauben, auch ein paar weniger finanziell erfolgreiche Titel im Angebot zu halten, und Jungtalente zu fordern - das mag viel zu wenig gemacht werden, gibt es aber noch.

  17. Re: Quod?

    Autor: Natter 26.04.07 - 16:57

    DrAgOnTuX schrieb:
    >> Schwachsinn

    chk23 hat ja schon eine Menge dazu gesagt. Nur als Ergänzung: viele große Künstler der Vergangenheit und Gegenwart betreiben Kunst, um ihren Lebensunterhalt zu verdinen. Oder glaubt ihr, ein Mozart hat tagsüber sein Feld bestellt? Unzählige Musikstücke, Bilder, Skulpturen etc. sind Auftragsstücke. Wenn die Künstler nur ihrem eigenen Gutdünken nachgegangen wären, hätten sie vermutlich ganz andere Sachen gemacht.

  18. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: Müllmann 26.04.07 - 16:59

    Uruk schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und was ist mit dem Künstler, der tagsüber 8
    > Stunden
    > schuftet, und dann erst abends zu seiner geliebten
    >
    > Kunst kommt?
    >
    > Außerdem ein Künstler, der seine Kunst gerne
    > macht, schuftet nicht. Diese Kunst ist mehr seine
    >
    > Erfüllung und/oder Selbstverwirklichung...
    >

    Nein, das ist eine sehr romantisch verklärte Sichtweise von Dir. Du sprichst von einem Hobby. Ein Künstler, der eine gewisse Qualitätsstufe überschreiten will, hat keine Zeit mehr für einen Beruf. Ein Johann Sebastian Bach z.B. hat für und von seiner Musik gelebt, er hätte nicht nebenbei noch einen Bauernhof führen, oder ein Handwerk ausübern können.

    > Nun stellt sich mir die (wie ich meine
    > berechtigte)
    > Frage, warum soll ich einem Menschen bei seinem
    > persönlichen Glück unterstützen? Das mag hart
    > klingen,
    > aber es ist nun mal so, dass ein jeder erst mal an
    >
    > sein eigenes Leben denken muß/sollte.

    Das ist doch Quatsch - mal marktwirtschaftliche gesprochen: Indem Du seine Musik hörst, nimmst Du eine Leistung des Musikers in Anspruch, um Dein persönliches Glück zu steigern. Du hast jetzt die Wahl, es entweder sein zu lassen, und musiklos durchs Leben zu ziehen, oder die Bedingungen des Musikers zu akzeptieren - also entweder dafür bezahlen, oder nur Musik von Hobbykünstlern zu konsumieren.

    Außerdem wird ein kreativer Beruf ab einer gewissen professionalität zu einem harten Job wie jedem anderen auch. Mit exakt dem gleichen Spaß/Leidensverhältnis, wie Du es wahrscheinlich bei Deinem Job auch hast.

    >
    > Wenn der Künstler von seiner Kunst begeistert ist
    >
    > und die Ausführung seiner Kunst ihm wie ein Zwang
    >
    > ist, dann wird er sie auch umsetzen, egal ob mit
    > oder ohne Unterstützung.

    Ich frage mich, woher Du diese naive Vorstellung vom Künstler hats, bzw. Dir eine so genaue Analyse der "Künstlerpsyche" zutraust. Es ist wie in allen Berufen, die ein gewisses Talent, Fleiß und Können vorraussetzen: Je schlechter Du die Leute bezahlst, desto mehr Talente gehen der Welt verloren, weil sie, wie Du und ich auch, einen Anspruch auf einen gewissen Lebensstandard haben. Und wie gesagt: So nett der Hobbyklampfer einem Abends am Lagerfeuer für Stimmung sorgen kann, meistens interpretiert er dabei doch Leute, die den profesionellen Weg gegangen sind, und handwerklich wird er es gegen einen Profigitarristen, der jeden Tag mehrere Stunden übt, gnadenlos abstinken.

    Das ist doch wie beim Sport: Wieso zahlen denn die Leute einen Haufen Geld für teure Stadiumsplätze und Premiere-Abos, wenn Sie das doch auch auf dem Bolzplatz ihrer Dorfmannschaft ebenso umsonst haben könnten?

  19. Re: Seit wann ...

    Autor: Natter 26.04.07 - 17:00

    DrAgOnTuX schrieb:

    > Leben um Musik zu machen, und nicht Musik machen
    > um zu leben!
    >
    > Das ist der unterschied zwischen den musikern die
    > ich kaufe und denen die ich runterlade (natürlich
    > nur wenn die musik auch meinem geschmack
    > entspricht ;))

    Und du glaubst, du wärst in der Lage, das zu unterscheiden? Lächerlich! Im Normalfall wird es immer ein Teil von beidem sein.

  20. Re: Seit wann leben Künstler von ihrer Kunst?

    Autor: Müllmann 26.04.07 - 17:03

    Ein Künstler solte zunächst mal sein Handwerk beherrschen, bevor er sich an die Kunst begibt. Aber es geht hier ja nicht um die reinenKünstler, denn ich glaube um z.B. Aufnahmen eines Klanges in einer exakt, unter höherer Eingebung gewählter Frequenz, der über eine komplette CD unverändert eine Stunde lang in variabler Lautstärke ertönt, reden wir hier gar nicht, das aber wäre Kunst ohne den Anspruch ans Handwerk.

    DrAgOnTuX schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Uruk schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn der Künstler von seiner Kunst begeistert
    > ist
    >
    > und die Ausführung seiner Kunst ihm
    > wie ein Zwang
    >
    > ist, dann wird er sie
    > auch umsetzen, egal ob mit
    > oder ohne
    > Unterstützung.
    >
    > Full Ack!
    > Das sind künstler, alles andere sind handwerker.
    >
    > << DrAgOnTuX >>
    > uncyclopedia.org
    > SCO claimed that Napster contained code from Unix,
    > in fact:
    > * file sharing was too similar to time
    > sharing;
    > * they were also accused of having copied the
    > Unix philosopy "to represent everything as a
    > file". They in fact have represented a lot of
    > things (such as music, video, programs) as files
    > in order to make easier their sharing.


  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel (Home-Office möglich)
  2. Bechtle IT-Systemhaus GmbH, Krefeld
  3. operational services GmbH & Co. KG, verschiedene Standorte
  4. TÜV SÜD Gruppe, Leverkusen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. (-55%) 5,40€
  3. 3,99€
  4. 0,49€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mordhau angespielt: Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
Mordhau angespielt
Die mit dem Schwertknauf zuschlagen

Ein herausfordernd-komplexes Kampfsystem, trotzdem schnelle Action mit Anleihen bei Chivalry und For Honor: Das vom Entwicklerstudio Triternion produzierte Mordhau schickt Spieler in mittelalterlich anmutende Multiplayergefechte mit klirrenden Schwertern und hohem Spaßfaktor.
Von Peter Steinlechner

  1. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  2. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

Das andere How-to: Deutsch lernen für Programmierer
Das andere How-to
Deutsch lernen für Programmierer

Programmierer schlagen sich ständig mit der Syntax und Semantik von Programmiersprachen herum. Der US-Amerikaner Mike Stipicevic hat aus der Not eine Tugend gemacht und nutzt sein Wissen über obskure Grammatiken, um Deutsch zu lernen.
Von Mike Stipicevic

  1. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein
  2. Software-Entwickler Welche Programmiersprache soll ich lernen?

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

  1. Telefónica: O2 verkauft Xiaomi-Smartphones
    Telefónica
    O2 verkauft Xiaomi-Smartphones

    Als erster Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland nimmt Telefónica Xiaomi Smartphones ins Sortiment. Zum Start verkauft O2 zwei aktuelle Xiaomi-Modelle, die es mit oder ohne Vertrag und bei Bedarf mit zinsloser Ratenzahlung gibt.

  2. Activision: Berichte über Entwicklerchaos bei Call of Duty
    Activision
    Berichte über Entwicklerchaos bei Call of Duty

    Es gibt Streit zwischen zwei für Call of Duty zuständigen Studios: Activision steht offenbar vor einer Neuausrichtung bei der Produktion von Call of Duty. Vor allem die ab Ende 2020 geplanten Titel sollen betroffen sein. Das für 2019 erwartete Modern Warfare 4 könnte Free-to-Play-Elemente erhalten.

  3. Untersuchungsbericht: Weiterer tödlicher Unfall mit Teslas Autopilot
    Untersuchungsbericht
    Weiterer tödlicher Unfall mit Teslas Autopilot

    Ein tödlicher Unfall mit einem Tesla Model 3 ähnelt stark einem früheren Crash mit einem Model S. Auch in diesem Fall hat der "Autopilot" offenbar einen querenden Lkw nicht detektiert.


  1. 12:45

  2. 12:30

  3. 12:03

  4. 12:01

  5. 11:55

  6. 11:40

  7. 11:24

  8. 10:50