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Hauptkostenpunkt?

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  1. Hauptkostenpunkt?

    Autor: Hauptkostenpunkt 02.05.07 - 23:28

    Nach meinen (sehr beschränkten) Erfahrungen bei der Administrierung von Netzwerken entstehen die Hauptkosten nicht durch Lizenzen. Das wird [noch] durch entsprechenden Mehraufwand bei dem Aufbau und der Pflege des Gesamtsystems ausgeglichen.
    Wenn Berlin (oder München) "nur" einen Fileserver und einen Mailserver getrennt voneinander benötigen, ist Linux die richtige Wahl. Wohbei auch hier regelmäßig auf die aktuelle Version gewechselt werden sollte und da entsprechend Aufwand (Admin + User) entsteht! (Oder habe ich da den Text von Golem falsch verstanden?)
    Wird aber eine echte Guppenlösung gesucht, konnte mich Linux (mit Derivaten) nicht überzeugen. Jedoch weiss ich auch, dass die Lösung allein nicht hilft. Die Nutzer müssen das auch nutzen!

    Fazit für mich: München als auch Berlin verzichten auf eine Gruppenlösung, da sie erkannt haben, dass ihre Nutzer in der Mehrheit ausgefeilte Gruppenlösung nicht durchschauen oder gar nutzen. Zwei Beispiele:
    - "Wieso kann ich das Dokument im schreibgeschützten(!) Web-Ordner problemlos öffen, aber nicht speichern?!?"
    - "Ich will nicht, dass alle sehen, ob ich 'idle' bin oder nicht! Da denken doch alle, ich arbeite nicht!" (Zitat eines Nutzers der sich gegen IM-Integration in SharePoint-Kontaktlisten aussprach.)

    Aus dieser (resignierten) Sicht: Alles andere als ein Fileserver und ein getrennter Mailserver wäre Perlen vor die Säue. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die "lokalen Arbeitsplätze zur Programmierung und zum Support" besser anstellen als TollCollect und Co... Den Rest zahlt eh der Steuerzahler.

  2. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: Remolino 03.05.07 - 00:11

    Hauptkostenpunkt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nach meinen (sehr beschränkten) Erfahrungen bei
    > der Administrierung von Netzwerken entstehen die
    > Hauptkosten nicht durch Lizenzen. Das wird durch
    > entsprechenden Mehraufwand bei dem Aufbau und der
    > Pflege des Gesamtsystems ausgeglichen.
    > Wenn Berlin (oder München) "nur" einen Fileserver
    > und einen Mailserver getrennt voneinander
    > benötigen, ist Linux die richtige Wahl. Wohbei
    > auch hier regelmäßig auf die aktuelle Version
    > gewechselt werden sollte und da entsprechend
    > Aufwand (Admin + User) entsteht! (Oder habe ich da
    > den Text von Golem falsch verstanden?)
    > Wird aber eine echte Guppenlösung gesucht, konnte
    > mich Linux (mit Derivaten) nicht überzeugen.
    > Jedoch weiss ich auch, dass die Lösung allein
    > nicht hilft. Die Nutzer müssen das auch nutzen!
    >
    > Fazit für mich: München als auch Berlin verzichten
    > auf eine Gruppenlösung, da sie erkannt haben, dass
    > ihre Nutzer in der Mehrheit ausgefeilte
    > Gruppenlösung nicht durchschauen oder gar nutzen.
    > Zwei Beispiele:
    > - "Wieso kann ich das Dokument im
    > schreibgeschützten(!) Web-Ordner problemlos öffen,
    > aber nicht speichern?!?"
    > - "Ich will nicht, dass alle sehen, ob ich 'idle'
    > bin oder nicht! Da denken doch alle, ich arbeite
    > nicht!" (Zitat eines Nutzers der sich gegen
    > IM-Integration in SharePoint-Kontaktlisten
    > aussprach.)
    >
    > Aus dieser (resignierten) Sicht: Alles andere als
    > ein Fileserver und ein getrennter Mailserver wäre
    > Perlen vor die Säue. Bleibt nur zu hoffen, dass
    > sich die "lokalen Arbeitsplätze zur Programmierung
    > und zum Support" besser anstellen als TollCollect
    > und Co... Den Rest zahlt eh der Steuerzahler.

    Wohl nie was von IBM Domino/Notes mit Sametime gehört? Läuft bestens unter Linux als Server und auf dem Client kannst Du von Linux über Mac bis hin zum Windows so ziemlich alles nehmen was Dir passt.

    MS Produkte sind nicht schlecht. Definitiv nicht. Aber sie sind weit davon entfehrnt das gelbe vom Ei zu sein. (Das ist auch bei anderen Produkten von anderen Herstellern so)

  3. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: Hauptkostenpunkt 03.05.07 - 00:26

    Remolino schrieb:
    > Wohl nie was von IBM Domino/Notes mit Sametime
    > gehört? Läuft bestens unter Linux als Server und
    > auf dem Client kannst Du von Linux über Mac bis
    > hin zum Windows so ziemlich alles nehmen was Dir
    > passt.
    Wenn ich mich nicht irre, sind die auch nicht vollständig OpenSource...

    > MS Produkte sind nicht schlecht. Definitiv nicht.
    > Aber sie sind weit davon entfehrnt das gelbe vom
    > Ei zu sein. (Das ist auch bei anderen Produkten
    > von anderen Herstellern so)
    Ich habe bewusst in meinem Original-Post das Wort Microsoft vermieden. Nicht zuletzt deswegen kann ich diesen Absatz so unterstützen.

  4. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: Kouta 03.05.07 - 01:02

    Hauptkostenpunkt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > der Administrierung von Netzwerken entstehen die

    Gratulation für die interessante Wortschöpfung "Administrierung".

  5. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: jajaja 03.05.07 - 02:44

    Remolino schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hauptkostenpunkt schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Nach meinen (sehr beschränkten) Erfahrungen
    > bei
    > der Administrierung von Netzwerken
    > entstehen die
    > Hauptkosten nicht durch
    > Lizenzen. Das wird durch
    > entsprechenden
    > Mehraufwand bei dem Aufbau und der
    > Pflege des
    > Gesamtsystems ausgeglichen.
    > Wenn Berlin (oder
    > München) "nur" einen Fileserver
    > und einen
    > Mailserver getrennt voneinander
    > benötigen,
    > ist Linux die richtige Wahl. Wohbei
    > auch hier
    > regelmäßig auf die aktuelle Version
    >
    > gewechselt werden sollte und da entsprechend
    >
    > Aufwand (Admin + User) entsteht! (Oder habe ich
    > da
    > den Text von Golem falsch
    > verstanden?)
    > Wird aber eine echte
    > Guppenlösung gesucht, konnte
    > mich Linux (mit
    > Derivaten) nicht überzeugen.
    > Jedoch weiss ich
    > auch, dass die Lösung allein
    > nicht hilft. Die
    > Nutzer müssen das auch nutzen!
    >
    > Fazit
    > für mich: München als auch Berlin verzichten
    >
    > auf eine Gruppenlösung, da sie erkannt haben,
    > dass
    > ihre Nutzer in der Mehrheit
    > ausgefeilte
    > Gruppenlösung nicht durchschauen
    > oder gar nutzen.
    > Zwei Beispiele:
    > -
    > "Wieso kann ich das Dokument im
    >
    > schreibgeschützten(!) Web-Ordner problemlos
    > öffen,
    > aber nicht speichern?!?"
    > - "Ich
    > will nicht, dass alle sehen, ob ich 'idle'
    >
    > bin oder nicht! Da denken doch alle, ich
    > arbeite
    > nicht!" (Zitat eines Nutzers der sich
    > gegen
    > IM-Integration in
    > SharePoint-Kontaktlisten
    > aussprach.)
    >
    > Aus dieser (resignierten) Sicht: Alles
    > andere als
    > ein Fileserver und ein getrennter
    > Mailserver wäre
    > Perlen vor die Säue. Bleibt
    > nur zu hoffen, dass
    > sich die "lokalen
    > Arbeitsplätze zur Programmierung
    > und zum
    > Support" besser anstellen als TollCollect
    > und
    > Co... Den Rest zahlt eh der Steuerzahler.
    >
    > Wohl nie was von IBM Domino/Notes mit Sametime
    > gehört? Läuft bestens unter Linux als Server und
    > auf dem Client kannst Du von Linux über Mac bis
    > hin zum Windows so ziemlich alles nehmen was Dir
    > passt.


    Genau - Und die Lizenzen sind ja auch gar nicht teuer. *koppschüttel*

  6. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: lilili 03.05.07 - 06:40

    Hauptkostenpunkt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nach meinen (sehr beschränkten) Erfahrungen bei
    > der Administrierung von Netzwerken entstehen die
    > Hauptkosten nicht durch Lizenzen.

    Nein, Beim Betrieb von Netzwerken entstehen die Hauptkosten nicht durch Lizenzen aber ...

    > Das wird durch
    > entsprechenden Mehraufwand bei dem Aufbau und der
    > Pflege des Gesamtsystems ausgeglichen.

    ... meiner Erfahrung nach benötigt man bei Linux auch weniger Zeit pro Rechner zur Administration und kann die Hardware ausserdem noch länger benützen.

    > Wenn Berlin (oder München) "nur" einen Fileserver
    > und einen Mailserver getrennt voneinander
    > benötigen, ist Linux die richtige Wahl. Wohbei
    > auch hier regelmäßig auf die aktuelle Version
    > gewechselt werden sollte und da entsprechend
    > Aufwand (Admin + User) entsteht!

    Beim Windowsupdate entsteht der Aufwand genau so. Nur mit dem Unterschied dass nicht nur der Admin Aufwand hat sonder auch der Benutzer eine ganze Zeitlang wegen dem meist notwendigen Reboot danach nicht arbeiten kann. Bei Linux gibt es dagegen für den User normalerweise ausser in den seltenen Fällen wo der Kernel ausgetauscht wird überhaupt kein Aufwand. Der bemerkt gar nicht dass eine neue Version aufgespielt wird.

    > (Oder habe ich da
    > den Text von Golem falsch verstanden?)

    Nö aber wie man sieht hast Du keine Ahnung

    > Wird aber eine echte Guppenlösung gesucht, konnte
    > mich Linux (mit Derivaten) nicht überzeugen.
    > Jedoch weiss ich auch, dass die Lösung allein
    > nicht hilft. Die Nutzer müssen das auch nutzen!

    Eben und benutzen tun sie es nur äußerst selten. Deshalb kann die Groupware auch in den seltensten Fällen das Kriterium sein. Neben Lotus gibbet im Übrigen auch noch Groupwise oder man nimmt eben Kolab.

  7. geh weg mit ibm...

    Autor: xxxxxxxxx 03.05.07 - 07:42

    lotus notes ist doch ne krankheit. gibt zwar schlimmeres, aber deshalb ist das arbeiten damit trotzdem mitunter ätzend. fehlende automatische aktualisierung nach änderungen nervt wie sau und systemuntypische tastaturbefehle (z.b. f9 statt f5 zum manuellen aktualisieren) sind einfach nur bescheuert.

  8. ist keine wortschöpfung

    Autor: xxxxxxxxxxxxxx 03.05.07 - 07:43

    sondern ganz normale und zulässige substantivierung. biste auch so'n pisa-opfer? :D

  9. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: EgoTroubler 03.05.07 - 08:11


    > Wohl nie was von IBM Domino/Notes mit Sametime
    > gehört? Läuft bestens unter Linux als Server und
    > auf dem Client kannst Du von Linux über Mac bis
    > hin zum Windows so ziemlich alles nehmen was Dir
    > passt.
    >
    > MS Produkte sind nicht schlecht. Definitiv nicht.
    > Aber sie sind weit davon entfehrnt das gelbe vom
    > Ei zu sein. (Das ist auch bei anderen Produkten
    > von anderen Herstellern so)
    >

    naja hatte grad die Woche noch 'ne Unterhaltung zum Thema Domino und Linux - egal wie das im moment propagiert wird: Domino wird nach wie vor primär auf w32 entwickelt und nach Linux portiert... die Frage ist auch, was einen ein Domino auf einer Linux Kiste bringt - ein SLES oder ein RedHat Enterprise ist nicht wirklich billiger als ein W2003 Std... weder in dern Lizenzen noch in der Administration...
    im großen und ganzen würde ich dazu sagen: wenn Linux KnowHow da dann Linux, wenn Windows KnowHow da - dann windows

  10. Re: geh weg mit ibm...

    Autor: EgoTroubler 03.05.07 - 08:12

    *Autsch*

    xxxxxxxxx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > lotus notes ist doch ne krankheit. gibt zwar
    > schlimmeres, aber deshalb ist das arbeiten damit
    > trotzdem mitunter ätzend. fehlende automatische
    > aktualisierung nach änderungen nervt wie sau und
    > systemuntypische tastaturbefehle (z.b. f9 statt f5
    > zum manuellen aktualisieren) sind einfach nur
    > bescheuert.


  11. aha

    Autor: xxxxxxxxxxx 03.05.07 - 08:17

    geiler beitrag. bringt einen voll weiter. zur info: bin kein admin. muß den dreck nur nutzen. und was ich schreibe ist fakt. mindestens bis version 7.irgendwas. was neueres gibts bei uns nicht.

  12. Re: ist keine wortschöpfung

    Autor: Hanswurst123 03.05.07 - 08:36

    Bist du sicher? Wäre es nicht "Die Administration von Netzwerken.."

    Naja, eigentlich ists ja eh egal, wenn verstanden wird, was gemeint ist...

    xxxxxxxxxxxxxx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > sondern ganz normale und zulässige
    > substantivierung. biste auch so'n pisa-opfer? :D


  13. Re: geh weg mit ibm...

    Autor: BSDDaemon 03.05.07 - 10:35

    xxxxxxxxx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > lotus notes ist doch ne krankheit. gibt zwar
    > schlimmeres

    Richtig... Exchange.

    ----------------------------------------
    Suum cuique per me uti atque frui licet.
    ----------------------------------------
    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  14. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: BSDDaemon 03.05.07 - 10:38

    EgoTroubler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > im großen und ganzen würde ich dazu sagen: wenn
    > Linux KnowHow da dann Linux, wenn Windows KnowHow
    > da - dann windows

    Egal mit welchem KnowHow, Windows skaliert schlechter und leistet weniger. Von der reinen Software abgesehen entsteht mehr Arbeitsaufwand.

    Und es besteht weiter das Grundproblem -> Abhängigkeit von einem Monopolisten. Setzt man eine eigene Linux Lösung ein, es muss ja nicht durchgehend RHEL oder SLES sein, dann kann man dutzende regionaler Firmen und Dienstleister mit einbinden und selber dafür sorgen, das Schnittstellen und Anwendungen entstehen und muss nicht Jahre lang vor einem Monopolisten auf den Knien rutschen damit mal was gemacht wird.

    Warum setzt man denn noch NT ein... weil man durch fehlende Schnittstellen und dadurch fehlende Möglichkeiten die berechtigten Befürchtungen hat gar nicht umstellen zu können.


    ----------------------------------------
    Suum cuique per me uti atque frui licet.
    ----------------------------------------
    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  15. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: EgoTroubler 03.05.07 - 19:20

    BSDDaemon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > EgoTroubler schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > im großen und ganzen würde ich dazu sagen:
    > wenn
    > Linux KnowHow da dann Linux, wenn
    > Windows KnowHow
    > da - dann windows
    >
    > Egal mit welchem KnowHow, Windows skaliert
    > schlechter und leistet weniger. Von der reinen
    > Software abgesehen entsteht mehr Arbeitsaufwand.
    >
    > Und es besteht weiter das Grundproblem ->
    > Abhängigkeit von einem Monopolisten. Setzt man
    > eine eigene Linux Lösung ein, es muss ja nicht
    > durchgehend RHEL oder SLES sein, dann kann man
    > dutzende regionaler Firmen und Dienstleister mit
    > einbinden und selber dafür sorgen, das
    > Schnittstellen und Anwendungen entstehen und muss
    > nicht Jahre lang vor einem Monopolisten auf den
    > Knien rutschen damit mal was gemacht wird.
    >
    > Warum setzt man denn noch NT ein... weil man durch
    > fehlende Schnittstellen und dadurch fehlende
    > Möglichkeiten die berechtigten Befürchtungen hat
    > gar nicht umstellen zu können.
    >
    > ---
    > Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und
    > sicher
    > wie der Administrator der es verwaltet.
    >
    > Wie gut der Administrator jedoch seine
    > Fähigkeiten
    > ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

    1. es gibt nunmal applikationen die verschiedene plattformen unterstützen - auch windows - und Domino skaliert auf einen Linux definitiv nicht besser (eher schlechter...)
    2. wo besteht da abhängigkeit wenn ausser windows auch linux, AIX... möglich ist
    3. fanatische linux-denke bringt einen nicht immer weiter: es gibt firmen die mit windows besser bedient sind und firmen die mit linux besser bedient sind... mal ganz abgesehen von lösungsbezogenen konzepten.

    Gruß

    P.S.: bin kein Windows Fanatiker - aber jemand der diesen umstellungswahn einfach in Frage stellt...

  16. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: BSDDaemon 03.05.07 - 19:38

    EgoTroubler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > 1. es gibt nunmal applikationen die verschiedene
    > plattformen unterstützen - auch windows - und
    > Domino skaliert auf einen Linux definitiv nicht
    > besser (eher schlechter...)

    Vergleichen mit einem Exchange unter Windows sogar hervorragend. Aber wer schon so weit gegangen ist wird bei der Groupware nicht wieder die alten Fehler machen.

    > 2. wo besteht da abhängigkeit wenn ausser windows
    > auch linux, AIX... möglich ist

    Man setzt jetzt Windows ein und das Portfolio wird von MS immer engmaschiger gespannt und Netzwerke passen sich entsprechend an. Und mit den Jahren sind vielen Firmen so in eine Abhängigkeit gekommen, dass die weder das Ganze noch einzelne Teile des Netzes austauschen können. Man ist ja bereits in einer Abhängigkeit wo man durch teure Lizenzen für Protokolle und Dokumentationen nur eingeschränkt Partner für Entwicklungen hat. Lies dir die Dokumentation zur Umstellung in München durch, da wird das recht ausführlich beschrieben.

    > 3. fanatische linux-denke bringt einen nicht immer
    > weiter:

    Aber FUD und Subventionen eines Monopolisten?

    > es gibt firmen die mit windows besser
    > bedient sind und firmen die mit linux besser
    > bedient sind...

    Wir sind hier aber beim Thema Behörden. Was Firmen angeht... es gibt nur eine Sorte von Firmen die mit Windows besser dran sind... jene die so viele kleine Win32 Anwendungen haben, dass eine Migration einen enormen Aufwand mit sich bringen würde. Kaputte ungepflegte und schlecht geplante Netzwerk. Wen eine Firma so vor die Wand fahren will dann hoffe ich auf deren Insolvenz. Eine Behörde jedoch die Steuergelder verkloppt sollte eben nicht so kurzsichtig arbeiten und alles dafür tun um aus diesen Abhängigkeiten heraus zu kommen.

    Wenn eine solche Umstellung geschafft ist... Software plattformübergreifend arbeitet... in den meisten Fällen ist in so ein modernes Netzwerk problem ein Windows Client einzubinden wenn es nötig ist. Andersrum macht MS es immer schwerer was anderes als Windows in ein komplexes Windows Netzwerk zu bringen. Und da liegt der Knackpunkt. Nicht darin was man nutzt sondern welche Freiheiten man noch hat.


    ----------------------------------------
    Suum cuique per me uti atque frui licet.
    ----------------------------------------
    Ein Betriebssystem ist immer nur so gut und sicher
    wie der Administrator der es verwaltet.

    Wie gut der Administrator jedoch seine Fähigkeiten
    ausspielen kann, legt das Betriebssystem fest.

  17. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: blub 04.05.07 - 00:51

    Hauptkostenpunkt schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Fazit für mich: München als auch Berlin verzichten
    > auf eine Gruppenlösung, da sie erkannt haben, dass
    > ihre Nutzer in der Mehrheit ausgefeilte
    > Gruppenlösung nicht durchschauen oder gar nutzen.
    > Zwei Beispiele:
    > - "Wieso kann ich das Dokument im
    > schreibgeschützten(!) Web-Ordner problemlos öffen,
    > aber nicht speichern?!?"
    > - "Ich will nicht, dass alle sehen, ob ich 'idle'
    > bin oder nicht! Da denken doch alle, ich arbeite
    > nicht!" (Zitat eines Nutzers der sich gegen
    > IM-Integration in SharePoint-Kontaktlisten
    > aussprach.)

    Wo ist das Problem? Arbeitssuchende gibt es genug, sicherlich auch kompetentere, anpassungsfähigere.

    Sorry, aber solche Leute gehören einfach gefeuert. Wer nur stur erlernten Klickfolgen nach Arbeitet ist unfähig selbstständig zu denken und disqualifiziert sich für jeden Job der mehr Hirn benötigt als Fliesbandarbeit.

  18. Re: Hauptkostenpunkt?

    Autor: Error-Susi 04.05.07 - 09:27

    Hi Leute,

    ist ja schön und gut, was hier angeführt wird. Tatsache ist, dass jedes neu einzuführende System Anpassungen (auch Seitens der User) und Lernaufwand mit sich bringt. Wenn alles so weiterläuft wie bisher, dann muss der Couch-Potatoe natürlich nix lernen, denken, üben, machen.

    Tatsache ist, dass die Welt und schongar nicht die IT so bleibt wie sie ist. Auch der Umstieg auf eine neue MS-Version (BS oder auch Office oder anderes) verlangt nach neu erlernen von div. Tasks.

    Und wenn jemand neu zum PC kommt, dann ist es heute eigentlich völlig egal, ob er mit MS oder open source anfängt. Der Knackpunkt ist nur, dass MS sich ja besonders gut mit div. Schüler-/Lehrer-/Studentenlizenzen bereits im Lernprozess einschleicht und wenn dann der junge Mensch am Arbeitsmarkt erscheint, hat er schon die MS-Denke internalisiert und will dann, je nach Couch-Potatoe-Stadium, wenig bis nichts mehr dazu lernen, wenn's nicht unbedingt sein muss.

    In Südamerika gibt's da andere Wege, dort wird an den Schulen Linux verwendet und ich hoffe nur, dass auch andere Länder außerhalb Europas sich nicht in den Monopolistenkarren spannen lassen.

    Die Kommentare, die du angeführt hast, hängen einerseits mit mangelhafter Userschulung (Personalentwicklung=kostet Geld, und wer will das schon ausgeben) zusammen, und andererseits mit der Tatsache, dass unsere Kiddies ja MS schon quasi mit der Muttermilch bekommen.

    Vielleicht sollte die Pisa-Studie auch erheben, wie selbständig ein Schüler am PC vorgehen kann (abseits von sog. Standardsoftware aus Redmont). Aber bei einer solchen Erhebung wird es wohl schon an den Fähigkeiten der Beurteilenden scheitern, die teilweise vor 10 Jahren bereits widerwillig den Schritt zum PC gemnacht haben und nun jetzt alle widerum für sie neue nicht reinlassen wollen.

    Und seien wir uns ehrlich wie viele (oder besser wenige) fähige Lehrer gibt es, die unseren Kiddies Alternativen zeigen können? Mein Sohn geht in eine technische Schule, wo ziemlich viel programmiert wird (natürlich auf MS-Produkten), aber in demüber 100-köpfigem Lehrkörper gibt's gerade mal einen klugen Kopf, von dem er als Linux-Fan noch was lernen kann.

  19. Re: aha

    Autor: LN 04.05.07 - 20:28

    xxxxxxxxxxx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > geiler beitrag. bringt einen voll weiter. zur
    > info: bin kein admin. muß den dreck nur nutzen.
    > und was ich schreibe ist fakt. mindestens bis
    > version 7.irgendwas. was neueres gibts bei uns
    > nicht.


    Dann wird es Zeit, dass du das mal richtig konfigurierst. Kann jeder Nutzer selbst.

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