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"nicht unser problem"

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  1. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Error-Susi 09.05.07 - 08:46

    MESH schrieb:
    > natürlich ist das nicht ihr problem wenn das
    > ansehen der firma noch mehr angekratzt wird, si
    > dadurch noch weniger kunden hat und deshalb
    > nochmehr entlässt.

    Naja, schön, wenn die Angestellten für die Kundentreue auch noch verantwortlich gemacht werden. Wenn die Firmenstrategie und die entsprechenden Maßnahmen zum Vergessen waren, dann muss halt wieder das Personal zurückstecken. Kürzt doch mal die Gehälter der Führungsetage und nicht die des arbeitenden Volks.

    In diesem Sinn soll verdi ruhig streiken. Die Zeiten wo Neoliberalisten die Arbeiter mit Horrorszenarien klein halten und selbst groß abzocken werden hoffentlich bald enden!

  2. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Michael - alt 09.05.07 - 09:45

    Error-Susi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > MESH schrieb:
    > > natürlich ist das nicht ihr problem wenn
    > das
    > ansehen der firma noch mehr angekratzt
    > wird, si
    > dadurch noch weniger kunden hat und
    > deshalb
    > nochmehr entlässt.
    >
    > Naja, schön, wenn die Angestellten für die
    > Kundentreue auch noch verantwortlich gemacht
    > werden. Wenn die Firmenstrategie und die
    > entsprechenden Maßnahmen zum Vergessen waren, dann
    > muss halt wieder das Personal zurückstecken. Kürzt
    > doch mal die Gehälter der Führungsetage und nicht
    > die des arbeitenden Volks.
    >
    > In diesem Sinn soll verdi ruhig streiken. Die
    > Zeiten wo Neoliberalisten die Arbeiter mit
    > Horrorszenarien klein halten und selbst groß
    > abzocken werden hoffentlich bald enden!
    >

    Es war Dir unbenommen, ja sogar vom Staat finanziert, eine Ausbildung zu "geniessen" mit der Du auf der von Dir nun angeprangerten Seite der Verhandlungen stündest. Für viele war der Weg aber zu anstrengend und das schnelle viele Geld, das da auf der Arbeitsseite am Fließband zu verdienen war, war schon verlockend. Wer sich halt so entschied, muß nun einfach auch damit leben. Dafür ist niemand sonst verantwortlich als der Betroffene selbst.

    Eventuell würdest Du dann auch etwas eher finanzielle Zusammenhänge sehen. Aber auch noch mal für Dich zum mitschreiben: Eine Firma ist keine Sozialveranstaltung in der in erster Linie Gehalt bezahlt wird. Dazu ist eine Arbeitsleistung zu erbringen und falls diese nicht mehr nötig ist, muß über Alternativen nachgedacht werden. Und zwar nicht nur Einseitig, sondern von beiden Seiten.

    Das hat mit irgendwelchen Neoliberalen nichts zu tun, sondern damit, ob für diese Sachverhalte Verständnis bestehen kann oder nicht.

    Aber wir Deutschen habens ja. Vor lauter Gewerkschaftsgequatsche muß Siemens eine marode Handysparte verkaufen, dieselben Mitarbeiter weiter beschäftigt werden, was damit für jeden klar Denkenden zu den jüngsten Ergebnissen führen mußte. Wir können das aber gerne noch öfter durchexerzieren. Eventuell verstehst Du es ja auch mal.

  3. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Error-Susi 09.05.07 - 10:11

    Michael - alt schrieb:
    > Es war Dir unbenommen, ja sogar vom Staat
    > finanziert, eine Ausbildung zu "geniessen" mit der
    > Du auf der von Dir nun angeprangerten Seite der
    > Verhandlungen stündest.

    Schön, dass du mir unterstellst, dass ich das nicht tue! Das ist nämlich falsch! Es zeigt mir aber, dass ich den Bezug zur Realität noch nicht verloren habe.
    Dass der Staat meine Ausbildung finanziert hat - zum Teil ja, andererseits habe ich während Studium gearbeitet - in besch*** Jobs übrigens, und deshalb weiß ich auch wie die andere Seite aussieht. Personal soll immer flexibel sein, so lange, bis es bricht.

    Die externen Effekte dieser Personalpolitik zahlen dann wir alle: Psychosomatische Krankheiten, Arbeitslose, die entlassen werden, damit die Dividende stimmt etc.

    > Für viele war der Weg aber
    > zu anstrengend und das schnelle viele Geld, das da
    > auf der Arbeitsseite am Fließband zu verdienen
    > war, war schon verlockend. Wer sich halt so
    > entschied, muß nun einfach auch damit leben. Dafür
    > ist niemand sonst verantwortlich als der
    > Betroffene selbst.

    Na Klar ;-)

    > Eventuell würdest Du dann auch etwas eher
    > finanzielle Zusammenhänge sehen. Aber auch noch
    > mal für Dich zum mitschreiben: Eine Firma ist
    > keine Sozialveranstaltung in der in erster Linie
    > Gehalt bezahlt wird. Dazu ist eine Arbeitsleistung
    > zu erbringen und falls diese nicht mehr nötig ist,
    > muß über Alternativen nachgedacht werden. Und zwar
    > nicht nur Einseitig, sondern von beiden Seiten.

    Das ist Ansichtssache. Gerade die Großen bekommen genügend Förderungen, Stützungen, Steuerzuckerln, die wir Arbeitenden bezahlen dürfen (oder hat dir der Staat schon mal deine Steuer erlassen, weil du besonders oft deinem Lebensmittelhändler Umsatz und damit Arbeitsplätze gebracht hast). So gesehen haben vor allen jahrelang durch Monopole gstützte und geförderte Unternehmen jedenfalls eine soziale Verpflichtung. Ob 'ste es verstehst oder nicht.

    > Das hat mit irgendwelchen Neoliberalen nichts zu
    > tun, sondern damit, ob für diese Sachverhalte
    > Verständnis bestehen kann oder nicht.

    Wohl schon durch die Neoliberale Propaganda verseucht? Auch ich habe das bis vor einem Jahr in etwa geglaubt, genau so wie, dass jeder Arbeitslose selbst schuld ist, schließlich habe ich immer gearbeitet. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus und es ist absolut zynisch von uns auf der Gewinnerseite, die, denen es schlechter geht, noch zu verhöhnen. Ob in Deutschland, der 3. Welt oder anders wo.

    > Aber wir Deutschen habens ja. Vor lauter
    > Gewerkschaftsgequatsche muß Siemens eine marode
    > Handysparte verkaufen, dieselben Mitarbeiter
    > weiter beschäftigt werden, was damit für jeden
    > klar Denkenden zu den jüngsten Ergebnissen führen
    > mußte. Wir können das aber gerne noch öfter
    > durchexerzieren. Eventuell verstehst Du es ja auch
    > mal.
    >

    Ich verstehe sehr gut. Nachdem die neuen Bundesländer kolonialisiert waren, hat halt der Markt für weiteren Wirtschaftswachstum gefehlt und blöderweise konnte man die Eingeborenen der Kolonie nicht hinmetzeln, wie vor 100-150 Jahren irgendwo weiter südlich. Blöderweise pochten die dann auch noch auf Lebensstandard und nun hamma den Salat - Kosten, Wahlberechtigte, die falsch abstimmen, und keine neuen Märkte, den Polen oder wer auch immer lässt sich ja nicht so leicht kolonialisieren und den Weltmarkt haben sich schon die Neoliberalen Freunde von überm Teich geschnappt.
    Wird Zeit dass Ihr Deutschen mal Eure Vergangenheit bewältigt (und damit meine ich nicht die vor 60 Jahren) und nicht wieder, denen, die sich nicht wehren können, die Kosten von gestern, als Ihr noch fette Gewinne geschrieben habt, aufbürdet.
    Vielleicht verstehst Du es ja auch mal, vielleicht nicht heute, aber ich hoffe noch.
    Eine kleine Lektüre zur Weiterbildung - 10 € für eine klarere Weltsicht: http://www.amazon.de/Profit-over-People-War-against/dp/3492246524/ref=pd_bowtega_1/303-2779788-6269815?ie=UTF8&s=books&qid=1178698001&sr=1-1

  4. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Killerkeks 09.05.07 - 10:45

    Michael - alt schrieb:
    Es gibt
    > bei Dienstleistern der Telekom weniger "Dienst
    > nach Vorschrift" sondern Zielvereinbarungen.

    Du und deine Zielvereinbarungen... Ich bezieh mich einfach mal auf alle deine Aussagen.
    Es ist ja nicht die erste Ausgliederung. In den T-Punkten herrschte einst ein super Betriebsklima, hochmotivierte Mitarbeiter, die sich um die Kunden gekümmert haben.

    Dann ging man hin und gliederte sie aus der AG aus in eine eigenständige GmbH, senkte die Löhne drastisch ab, variabislierte den Lohn. Dann trieb man die Variable bzw. die Zielerreichung soweit in die Höhe, dass die Menschen kaum noch die Ziele erreichen bzw. durch Tricks & teilweise Aktionen die an der Grenze der Legalität liegen ihre Ziele erreichen. - Und das nur, damit sie am Monatsende ihre Miete zahlen können oder ihren Kindern ein Stück Brot auf den Tisch legen kann.

    Ich habe gestern von einer MItarbeiterin gehört, die ihrem Teamleiter vorgerechnet hat, was diese Ausgliederung für sie bedeutet:

    Sie kann das Haus verkaufen
    Sie kann das Auto verkaufen
    Sie muss die Altersversorgung aufkündigen
    und vor Allem muss sie ihren Vater, der bei ihr in Pflege ist ins Heim geben...


    Reden wir hier noch von sozial?

  5. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Killerkeks 09.05.07 - 10:54

    Michael - alt schrieb:

    > Komisch, die Fremdmitarbeiter haben mich mehrfach
    > nach Absprache angetroffen. Anders als die
    > direkten Telekommitarbeiter, die einfach Präsenz
    > am Tage erforderten obschon sie genügend
    > Möglichkeiten hatten, die Leitungen in die Wohnung
    > entsprechend zu kennzeichnen.

    Glück gehabt... Ich sehe tagtäglich wer zur Telekom kommt und sich beschwert und ich sehe ob es ein externer Servicetechniker war oder ein indirekter Vertriebspartner...

    von daher kann ich die Sache wohl etwas objetktiver und breiter angesiedelt betrachten...


    > Das ist grober Unfug. Du weißt nicht wovon Du
    > redest.
    Siehe oben, statt auf Studien habe ich den persönlichen KOntakt und sehe was abgeht...

    > Das habe ich auch nicht behauptet. Wenn die
    > Technologie weniger MA erfordert, gibt es keinen
    > Grund, diese zu alimentieren.

    lol welche Technik denn? Was ist das für eine Technik, die doch sowieso nicht funktioniert? Die IT-Systeme werden schon mit 1000en Fehlern eingekauft und funktionieren keinen Meter... Die IT-Systeme sind es, die den Mitarbeitern das arbeite erschweren...

    > Auch das behauptet keiner. Die Menschen werden
    > ganz einfach nicht mehr benötigt. Die
    > Servicegesellschaft dient als Auffangbecken
    > derjenigen, die sich eben am Markt nicht
    > positionieren können/wollen.

    Du hast echet keine Ahnung von was du sprichst. Wenns ie nicht benötigt werden, warum stellt man dann jetzt auf einmal jede Menge LuZ ein? Warum platzen so viele Termine? Warum kann ich in einigen Bereichen erst TEchnikertermine in 3 Wochen anbieten?
    Warum konnte ich im letzten September die nächste DSL-Schaltung 12(!!!) Wochen später erst anbieten?

    > Genau deswegen hat die Telekom ein
    > finanzielles Problem.

    DIe Telekom hat ein finanzhielles Problem? Klar wenn ich den Gewinn um 3,5 Mrd. schmälere um Leute rauszuwerfen, dann nochmals fast den gesamten Gewinn an die Aktionäre ausschütte und meine Vorstandsgehälter erhöhe, klar...

    > Ach ja? Du meinst etwa die Bereiche mit zwar
    > exzellenter Technik aber eindeutig rückläufigen
    > Kundenzahlen?

    Nein, aber wenn ich dir als externer die Bereiche nenne, kannst du womöglich eh nichts mit anfangen, da jene nach außen nicht als solche auftreten...

  6. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Killerkeks 09.05.07 - 10:59

    MESH schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Der Konzern fürchte um sein internationales
    > Ansehen, meint Wilhelm, >"doch das ist nicht
    > unser Problem."
    >
    > natürlich ist das nicht ihr problem wenn das
    > ansehen der firma noch mehr angekratzt wird, si
    > dadurch noch weniger kunden hat und deshalb
    > nochmehr entlässt.
    >
    > OMFG .


    Wenn ich Obermanns Gehalt bekomme, übernehme ich auch die Verantwortung für den Schlamassel in dem Laden... für 1150.- nicht - den Schuh lass ich mir nicht anziehn...

  7. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Michael - alt 09.05.07 - 14:21

    Zuinächst mal ganz herzlichen Dank für Deine profunde Antwort. Siehe manche Anmerkung.


    Error-Susi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    > > Es war Dir unbenommen, ja sogar vom
    > Staat
    > finanziert, eine Ausbildung zu
    > "geniessen" mit der
    > Du auf der von Dir nun
    > angeprangerten Seite der
    > Verhandlungen
    > stündest.
    >
    > Schön, dass du mir unterstellst, dass ich das
    > nicht tue! Das ist nämlich falsch! Es zeigt mir
    > aber, dass ich den Bezug zur Realität noch nicht
    > verloren habe.

    Ich ziehe meinen Einwand zurück.

    > Dass der Staat meine Ausbildung finanziert hat -
    > zum Teil ja, andererseits habe ich während Studium
    > gearbeitet - in besch*** Jobs übrigens, und
    > deshalb weiß ich auch wie die andere Seite
    > aussieht.

    So ist es mir auch ergangen, allerdings habe ich mein Studium komplett selbst finanziert (zugegeben zu Zeiten, in denen es keine Studiengebühren gab).

    > Personal soll immer flexibel sein, so
    > lange, bis es bricht.

    Bis zu einem gewissen Aussmaß. Das Unternehmen muß flexibel sein, bzw. jeder, der am Markt agiert. Wenn man nun unter "Unternehmen" auch die Mitarbeiter versteht, wer oder was soll dann in Unternehmen die geforderte Flexibilität gegenüber den Mitarbeitern abfedern? Das ist doch die Gretchenfrage. Ich sehe mich selbst immer wieder mit dieser Frage konfrontiert. Im IT Business kommt noch hinzu, daß hier ständig technologischer Wandel stattfindet. Beispiel J2EE vor 7 Jahren und heute.

    >
    > Die externen Effekte dieser Personalpolitik zahlen
    > dann wir alle: Psychosomatische Krankheiten,
    > Arbeitslose, die entlassen werden, damit die
    > Dividende stimmt etc.

    Richtig, aber nur zum Teil. Eine Firma kann nicht dafür ausschließlich verantwortlich gemacht werden, wenn sich jemand zuviel zumutet oder Defizite in seiner Arbeitsorganisation hat. Das sind übrigens Hauptgründe für entsprechende Krankheitsbilder. Was glaubst Du, wieviel Gruppenleiter ich schon kopflos durch Gänge habe rennen sehen mit 0 output?

    >
    > > Für viele war der Weg aber
    > zu
    > anstrengend und das schnelle viele Geld, das
    > da
    > auf der Arbeitsseite am Fließband zu
    > verdienen
    > war, war schon verlockend. Wer sich
    > halt so
    > entschied, muß nun einfach auch damit
    > leben. Dafür
    > ist niemand sonst verantwortlich
    > als der
    > Betroffene selbst.
    >
    > Na Klar ;-)
    >
    > > Eventuell würdest Du dann auch etwas
    > eher
    > finanzielle Zusammenhänge sehen. Aber
    > auch noch
    > mal für Dich zum mitschreiben: Eine
    > Firma ist
    > keine Sozialveranstaltung in der in
    > erster Linie
    > Gehalt bezahlt wird. Dazu ist
    > eine Arbeitsleistung
    > zu erbringen und falls
    > diese nicht mehr nötig ist,
    > muß über
    > Alternativen nachgedacht werden. Und zwar
    >
    > nicht nur Einseitig, sondern von beiden Seiten.
    >
    > Das ist Ansichtssache.

    Aufgrund Deines vortrefflichen Kommunikationsstils entschuldige ich mich für meine gewählte Darstellungsform.


    > Gerade die Großen bekommen
    > genügend Förderungen, Stützungen, Steuerzuckerln,
    > die wir Arbeitenden bezahlen dürfen (oder hat dir
    > der Staat schon mal deine Steuer erlassen, weil du
    > besonders oft deinem Lebensmittelhändler Umsatz
    > und damit Arbeitsplätze gebracht hast).

    Da gibt es darauf eine andere Sichtweise. Ich schließe mich hier hauptsächlich den Gedanken und Ausführungen von Prof. Kirchhoff an mit einem Zusatz: Die Verschuldung der Republik ist dergestalt, daß wir heute alle Steuerzuckerle bekommen. Was mich allerdings sehr erbost ist, daß weniger Verdienende für vielerlei Dinge Zuschüsse bekommen, die ich nicht bekomme, aber im Gegenzug völlig selbst für meine Rente zu sorgen habe (einerseits weil das Umlageverfahren bald zusammenbricht, andererseits weil ich laufend Doppelbesteuerungen ausgesetzt bin)

    > So gesehen
    > haben vor allen jahrelang durch Monopole gstützte
    > und geförderte Unternehmen jedenfalls eine soziale
    > Verpflichtung.

    Spannend Deine Aussage aber teilweise richtig in meiner Sicht. Dadurch daß die soziale Marktwirtschaft von Prof. Ehrhard zum Teil grob mißverstanden worden war, (der hat die Konzernbildungsmöglichkeiten nämlich deutlich eingeschränkt um damit breit Dienstleistungen zu ermöglichen (das bedeutet das Wort "Sozial" hier: Angebot und Nachfrage an Dienstleistungen, nicht die Alimentiererei). So: Monopole durch falsche Wirtschaftspolitik.

    Aber: Ich fühle mich zwar meinen Mitarbeitern gegenüber auch sozial verpflichtet. Nur, was bedeutet das? Bedeutet es, bis zum Exitus des Unternehmens? Sicherlich nein. Insofern ist für mich das Wort soziale Verpflichtung schlicht eine leere politische Worthülse. Ohne genauere Definition lehne ich sie ab.

    > Ob 'ste es verstehst oder nicht.

    Naja, schon, nur möglicherweise nicht in Deinem Sinne.

    >
    > > Das hat mit irgendwelchen Neoliberalen nichts
    > zu
    > tun, sondern damit, ob für diese
    > Sachverhalte
    > Verständnis bestehen kann oder
    > nicht.
    >
    > Wohl schon durch die Neoliberale Propaganda
    > verseucht? Auch ich habe das bis vor einem Jahr
    > in etwa geglaubt, genau so wie, dass jeder
    > Arbeitslose selbst schuld ist, schließlich habe
    > ich immer gearbeitet. Aber die Wirklichkeit sieht
    > anders aus und es ist absolut zynisch von uns auf
    > der Gewinnerseite, die, denen es schlechter geht,
    > noch zu verhöhnen. Ob in Deutschland, der 3. Welt
    > oder anders wo.

    Es ist nicht meine Absicht, zu verhöhnen. Im Grunde stimme ich einerseits Deiner Aussage zu. Andererseits aber ist doch die Frage, was zu tun sei. Und die einzige Antwort ist, kurbel die Wirtschaft allgemein an, dann hat jeder die Möglichkeiten entsprechende Dienstleistungen zu erbringen. Ich habe aber auf der anderen Seite ein Problem, wenn ein Gabelstaplerfahrer 3500 Euro pro Monat bezieht und einem Informatikdiplomanden mit 6 jähriger Mehrausbildung 4500 bezahlt werden, der eine bekommt noch zusätzlich Häuslesbauzuschüsse und der andere nicht.

    >
    > > Aber wir Deutschen habens ja. Vor lauter
    >
    > Gewerkschaftsgequatsche muß Siemens eine
    > marode
    > Handysparte verkaufen, dieselben
    > Mitarbeiter
    > weiter beschäftigt werden, was
    > damit für jeden
    > klar Denkenden zu den
    > jüngsten Ergebnissen führen
    > mußte. Wir können
    > das aber gerne noch öfter
    > durchexerzieren.
    > Eventuell verstehst Du es ja auch
    > mal.
    >
    > Ich verstehe sehr gut.

    Nochmals sorry für meine Formulierungen.

    > Nachdem die neuen
    > Bundesländer kolonialisiert waren, hat halt der
    > Markt für weiteren Wirtschaftswachstum gefehlt und
    > blöderweise konnte man die Eingeborenen der
    > Kolonie nicht hinmetzeln, wie vor 100-150 Jahren
    > irgendwo weiter südlich.

    Das sehe ich nicht so. Bitte studier mal den Grund etwas genauer, warum kaum Westunternehmen nacht Ost gegangen sind. Soviel vorab: Wenn sie im Osten dieselben Kosten haben wie im Westen obwohl die Warenkörbe deutlich günstiger waren, dann bewegt sich kein Unternehmen. Es muß sich halt rechnen. Wirtschaftsverbände haben diesen Sachverhalt mehrfach an die Politik adressiert (ich weiß das zufällig ganz genau) ohne Reaktion. All diese Gutachten wurden zwar ignoriert, stellten sich aber im Nachhinein als richtig heraus.....

    > Blöderweise pochten die
    > dann auch noch auf Lebensstandard und nun hamma
    > den Salat - Kosten, Wahlberechtigte, die falsch
    > abstimmen, und keine neuen Märkte, den Polen oder
    > wer auch immer lässt sich ja nicht so leicht
    > kolonialisieren und den Weltmarkt haben sich schon
    > die Neoliberalen Freunde von überm Teich
    > geschnappt.

    Naja, wer die Globalisierung als Übereinkunft der G8 versteht, der hat Marktverhältnisse nicht kapiert. Wir schlafen da immer noch.

    > Wird Zeit dass Ihr Deutschen mal Eure
    > Vergangenheit bewältigt (und damit meine ich nicht
    > die vor 60 Jahren) und nicht wieder, denen, die
    > sich nicht wehren können, die Kosten von gestern,
    > als Ihr noch fette Gewinne geschrieben habt,
    > aufbürdet.

    Die Menschen können sich schon wehren. Dagegen sagt ja auch niemand was. Ich wende mich nur dagegen, daß viele (insbesondere die durchaus hochqualifizierten Mitarbeiter der Telekom, ich meine das ohne Häme) sich wegen des unangemessenen Geschwätzes der Gewerkschaften auf Erwartungshaltungen einlassen, die nicht angemessen sind.

    > Vielleicht verstehst Du es ja auch mal, vielleicht
    > nicht heute, aber ich hoffe noch.
    > Eine kleine Lektüre zur Weiterbildung - 10 € für
    > eine klarere Weltsicht: www.amazon.de
    >


  8. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Michael - alt 09.05.07 - 14:31

    Ich habe das Gefühl, wir reden aneinander vorbei.

    Killerkeks schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    > Es gibt
    > > bei Dienstleistern der Telekom weniger
    > "Dienst
    > nach Vorschrift" sondern
    > Zielvereinbarungen.
    >
    > Du und deine Zielvereinbarungen... Ich bezieh mich
    > einfach mal auf alle deine Aussagen.
    OK.

    > Es ist ja nicht die erste Ausgliederung. In den
    > T-Punkten herrschte einst ein super Betriebsklima,
    > hochmotivierte Mitarbeiter, die sich um die Kunden
    > gekümmert haben.

    Ich weiß. Und vielfach scheiterten sie an vorgegebenen, nicht funktionierenden Prozessen. Fazit: Nicht ihre Schuld. Das sehe ich auch so.

    >
    > Dann ging man hin und gliederte sie aus der AG aus
    > in eine eigenständige GmbH, senkte die Löhne
    > drastisch ab, variabislierte den Lohn.

    Stimmt, ist aber ein blödsinniger Weg aus meiner Sicht.

    > Dann trieb
    > man die Variable bzw. die Zielerreichung soweit in
    > die Höhe, dass die Menschen kaum noch die Ziele
    > erreichen bzw. durch Tricks & teilweise
    > Aktionen die an der Grenze der Legalität liegen
    > ihre Ziele erreichen.

    Wenn Du denkst, das sei grober Unfug, stimme ich Dir vorbehaltlos zu.

    > - Und das nur, damit sie am
    > Monatsende ihre Miete zahlen können oder ihren
    > Kindern ein Stück Brot auf den Tisch legen kann.

    Das ist unangenehm und ich bin weit davon entfernt, das gut zu heißen.

    Aber hier setzt meine Kritik an: Solange sich die Leute (und ich glaube auch, daß sie gut sind) darauf verlassen, daß sie für immer und ewig einem Unternehmen angehören, liegt dahinter ein Fehlschluß.

    T-Punkt-Mitarbeiter sind auch nicht die, welche ich meinte. Ich meinte: Wenn der Betrieb des NEtzwerks mit immer weniger Leuten geht, dann muß dem entsprochen werden. D.h. es muß verträgliche Lösungen geben. Die heißen aber nicht: Arbeitsanspruch bis anno dunnefix, sondern sich eben kümmern. Und es gibt einen Markt.

    >
    > Ich habe gestern von einer MItarbeiterin gehört,
    > die ihrem Teamleiter vorgerechnet hat, was diese
    > Ausgliederung für sie bedeutet:

    Und was soll der Teamleiter nun tun? Geh das Beispiel mal anders an: Kleines Unternehmen 30 Leute Gute Auftragslage durch wenige Großkunden. Der Wichtigste bricht weg. Was muß der Arbeitgeber zwingend tun?

    Noch schlimmer: Was passiert, wenn ers nicht tut? Abgesehen davon, daß er ins Kittchen wandern kann (was ja Dein Beispiel nicht beinhaltet), verlieren mehr als notwendig ihren Arbeitsplatz. Ist das das bessere Szenario?

    >
    > Sie kann das Haus verkaufen
    > Sie kann das Auto verkaufen
    > Sie muss die Altersversorgung aufkündigen
    > und vor Allem muss sie ihren Vater, der bei ihr in
    > Pflege ist ins Heim geben...
    >
    > Reden wir hier noch von sozial?
    Tja, wenn das mal irgendeiner ordentlich definieren würde.

    Aber ich stelle jetzt eine provozierende Frage: Wie kommt es, daß so jemand ein Haus bauen konnte? Wie kann es sein, daß der Staat hier mitfinanziert? Wenn sie das Haus verkauft, bekommt sie denselben Wert wie einer, der sein Haus ohne fremde Hilfe finanziert hat.


  9. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Michael - alt 09.05.07 - 16:12

    Killerkeks schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    >
    > > Komisch, die Fremdmitarbeiter haben mich
    > mehrfach
    > nach Absprache angetroffen. Anders
    > als die
    > direkten Telekommitarbeiter, die
    > einfach Präsenz
    > am Tage erforderten obschon
    > sie genügend
    > Möglichkeiten hatten, die
    > Leitungen in die Wohnung
    > entsprechend zu
    > kennzeichnen.
    >
    > Glück gehabt...

    Das ist durchaus möglich.

    > Ich sehe tagtäglich wer zur
    > Telekom kommt und sich beschwert und ich sehe ob
    > es ein externer Servicetechniker war oder ein
    > indirekter Vertriebspartner...
    >
    > von daher kann ich die Sache wohl etwas
    > objetktiver und breiter angesiedelt betrachten...

    Jein. Ich verstehe, Du siehst das aus einer anderen Perspektive. Ich will mal ein Beispiel machen, damit Du verstehst, was ich meine. Wir brauchen heute keine Hebdrehwähler und Leitungssucher mehr. Der Betrieb der heutigen Technologie erfordert wesentlich weniger qualifiziertes Fachpersonal. Morgen haben wir SIP-Technologie, Diff stirbt bereits. Noch weniger qualifiziertes Personal erforderlich. Wovon soll man die bezahlen, wenn nicht gefordert?

    Bezüglich IT gebe ich Dir teilweise Recht. Aber es sind nicht die IT-Systeme, sondern die laufenden Prozessveränderungen, die die IT-Systeme komplett durcheinander bringen.

    >
    >
    > > Das ist grober Unfug. Du weißt nicht wovon
    > Du
    > redest.
    > Siehe oben, statt auf Studien habe ich den
    > persönlichen KOntakt und sehe was abgeht...
    >
    > > Das habe ich auch nicht behauptet. Wenn
    > die
    > Technologie weniger MA erfordert, gibt es
    > keinen
    > Grund, diese zu alimentieren.
    >
    > lol welche Technik denn? Was ist das für eine
    > Technik, die doch sowieso nicht funktioniert? Die
    > IT-Systeme werden schon mit 1000en Fehlern
    > eingekauft und funktionieren keinen Meter... Die
    > IT-Systeme sind es, die den Mitarbeitern das
    > arbeite erschweren...

    Siehe oben.

    >
    > > Auch das behauptet keiner. Die Menschen
    > werden
    > ganz einfach nicht mehr benötigt.
    > Die
    > Servicegesellschaft dient als
    > Auffangbecken
    > derjenigen, die sich eben am
    > Markt nicht
    > positionieren können/wollen.
    >
    > Du hast echet keine Ahnung von was du sprichst.

    Doch.

    > Wenns ie nicht benötigt werden, warum stellt man
    > dann jetzt auf einmal jede Menge LuZ ein?

    Na wo denn? Bestimmt nicht bei der T-Com. Bei T-Mobile eventuell.

    > Warum
    > platzen so viele Termine? Warum kann ich in
    > einigen Bereichen erst TEchnikertermine in 3
    > Wochen anbieten?

    Stimmt. Wir diskutieren über verschiedene Level. Das, was Du ansprichst ist mangelnde Fähigkeit der Vorgesetzten, hier entsprechend zu organisieren. Du sagst ja mehr oder weniger, sie beachten Eure Rückmeldungen gar nicht. Aber, diese Leute sind eben auch Mitarbeiter, auch wenn sie Vorgesetzte sind. Und wenn die ihrer Verantwortung nicht nachkommen, könntet Ihr ja nachhelfen, daß das geschieht. Und wenn der Mensch auch ausgetauscht werden muß. Sollte das nicht gehen, ist Kahlschlag wahrscheinlich.

    > Warum konnte ich im letzten September die nächste
    > DSL-Schaltung 12(!!!) Wochen später erst
    > anbieten?

    Weil die Telekom übervorsichtig ist? Mir hat man nach Umzug angekündigt, in meiner neuen Wohnung würde T-DSL verfügbar sein. Dann stellte die Telekom fest, der Weg zum nächsten Verteiler sei zu lang. Ich akzeptierte schlechtere Übermittlungsbedingungen, die Telekom lehnte ab. Ich wechselte zu einem anderen Anbieter, der mir DSL mit der Telekom-Technik anbot, ich akzeptierte die schlechtere Qualität, nahm den einen oder anderen Ausfall in Kauf, etc. Aber die Entscheidung bei der Telekom über das Qualitätsthema war eine Mitarbeiterentscheidung (wenn auch vom mittleren Management). Und jetzt?

    >
    > > Genau deswegen hat die Telekom ein
    >
    > finanzielles Problem.
    >
    > DIe Telekom hat ein finanzhielles Problem? Klar
    > wenn ich den Gewinn um 3,5 Mrd. schmälere um Leute
    > rauszuwerfen, dann nochmals fast den gesamten
    > Gewinn an die Aktionäre ausschütte und meine
    > Vorstandsgehälter erhöhe, klar...

    Die Vorstandsgehälterargumentation ist nur scheinbar ein Killerargument. Weißt Du, wieviele Leute in der Welt es gibt und die frei sind, die den Herrn Kleinfeld (Siemens) ersetzen können? Eine vorsichtige Schätzung ist ungefähr 10. Angebot und Nachfrage.

    Übrigens solltest Du die finanziellen Kampfmittel, feindliche Übernahmen zu verhindern, nicht ausser Acht lassen. Wenn diese eintreten, findet die Filetierung mit Sicherheit statt. Also wird doch nur der Zeitpunkt verschoben, wann dies eintritt. Und je mehr Geld zur Verfügung steht, desto später tritt dies ein.

    >
    > > Ach ja? Du meinst etwa die Bereiche mit
    > zwar
    > exzellenter Technik aber eindeutig
    > rückläufigen
    > Kundenzahlen?
    >
    > Nein, aber wenn ich dir als externer die Bereiche
    > nenne, kannst du womöglich eh nichts mit anfangen,
    > da jene nach außen nicht als solche auftreten...

    So extern bin ich nicht und ich kenne die Deutsche Telko-Landschaft recht gut......


  10. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Killerkeks 09.05.07 - 17:35

    Michael - alt schrieb:

    > Stimmt, ist aber ein blödsinniger Weg aus meiner
    > Sicht.
    Was? die Ausgliederung?


    > Aber hier setzt meine Kritik an: Solange sich die
    > Leute (und ich glaube auch, daß sie gut sind)
    > darauf verlassen, daß sie für immer und ewig einem
    > Unternehmen angehören, liegt dahinter ein
    > Fehlschluß.
    Ein Fehlschuss kann es doch aber in einer sozialen Marktwirtschaft nicht sien, sich darauf zu verlassen seinen Kindern ein Stück Brot zu versprechen oder ein Gehalt für die 38h-Woche von der es sich leben lässt, oder?

    > T-Punkt-Mitarbeiter sind auch nicht die, welche
    > ich meinte. Ich meinte: Wenn der Betrieb des
    > NEtzwerks mit immer weniger Leuten geht, dann muß
    > dem entsprochen werden. D.h. es muß verträgliche
    > Lösungen geben. Die heißen aber nicht:
    > Arbeitsanspruch bis anno dunnefix, sondern sich
    > eben kümmern. Und es gibt einen Markt.

    Der T-Punkt ist aber analog zum CallCenterbetrieb genau das Gleiche! Absolut die selben Tätigkeiten... Nur dass die CCs stärker frequentiert sind und prozentual mit weniger Mitarbeitern bestückt sind...

    > Und was soll der Teamleiter nun tun? Geh das
    > Beispiel mal anders an: Kleines Unternehmen 30
    > Leute Gute Auftragslage durch wenige Großkunden.
    > Der Wichtigste bricht weg. Was muß der Arbeitgeber
    > zwingend tun?
    Der Teamleiter kann gar nichts tun - darauf wollte ich auch nicht hinaus, sondern auf die Faken, die sie verliert...
    Wir sprechen hier aber nicht von einem 30-Mann-Unternehmen. Wir sprechen hier von einem der größten KOnzerne Deutschlands..
    Die Telekom hat vor kurzem die BASF als Kunden verloren... und?


    >
    > Noch schlimmer: Was passiert, wenn ers nicht tut?
    > Abgesehen davon, daß er ins Kittchen wandern kann
    > (was ja Dein Beispiel nicht beinhaltet), verlieren
    > mehr als notwendig ihren Arbeitsplatz. Ist das das
    > bessere Szenario?
    s.o.

    > Aber ich stelle jetzt eine provozierende Frage:
    > Wie kommt es, daß so jemand ein Haus bauen konnte?
    > Wie kann es sein, daß der Staat hier
    > mitfinanziert? Wenn sie das Haus verkauft, bekommt
    > sie denselben Wert wie einer, der sein Haus ohne
    > fremde Hilfe finanziert hat.

    Wo steht, dass sie dabei staatliche Unterstützung bekommen hat?

  11. Re: "nicht unser problem"

    Autor: Michael - alt 09.05.07 - 22:40

    Killerkeks schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    >
    > > Stimmt, ist aber ein blödsinniger Weg aus
    > meiner
    > Sicht.
    > Was? die Ausgliederung?

    Ja

    >
    >
    > > Aber hier setzt meine Kritik an: Solange sich
    > die
    > Leute (und ich glaube auch, daß sie gut
    > sind)
    > darauf verlassen, daß sie für immer und
    > ewig einem
    > Unternehmen angehören, liegt
    > dahinter ein
    > Fehlschluß.
    > Ein Fehlschuss kann es doch aber in einer sozialen
    > Marktwirtschaft nicht sien, sich darauf zu
    > verlassen seinen Kindern ein Stück Brot zu
    > versprechen oder ein Gehalt für die 38h-Woche von
    > der es sich leben lässt, oder?

    Du interpretierst das Wort "sozial" im Zusammenhang mit der sozialen Marktwirtschaft falsch. Damit ist nicht die Sorge um Leute gemeint, sondern eine Marktwirtschaft, deren Regeln in einer Gesellschaft das Zusammenspiel zwischen Dienstleistungsangeboten und Nachfrage gut regelt. Also Konzernbildungen ausschließt und damit erlaubt, daß es auch kleine Krauterer gibt, die ein gutes Serviceangebot in die Marktwirtschaft bringen.

    >
    > > T-Punkt-Mitarbeiter sind auch nicht die,
    > welche
    > ich meinte. Ich meinte: Wenn der
    > Betrieb des
    > NEtzwerks mit immer weniger
    > Leuten geht, dann muß
    > dem entsprochen werden.
    > D.h. es muß verträgliche
    > Lösungen geben. Die
    > heißen aber nicht:
    > Arbeitsanspruch bis anno
    > dunnefix, sondern sich
    > eben kümmern. Und es
    > gibt einen Markt.
    >
    > Der T-Punkt ist aber analog zum CallCenterbetrieb
    > genau das Gleiche! Absolut die selben
    > Tätigkeiten... Nur dass die CCs stärker
    > frequentiert sind und prozentual mit weniger
    > Mitarbeitern bestückt sind...

    Das bestreite ich nicht. Ich spreche vom Betrieb der Basistechnologie (also des Network Operating & Development)

    >
    > > Und was soll der Teamleiter nun tun? Geh
    > das
    > Beispiel mal anders an: Kleines
    > Unternehmen 30
    > Leute Gute Auftragslage durch
    > wenige Großkunden.
    > Der Wichtigste bricht weg.
    > Was muß der Arbeitgeber
    > zwingend tun?
    > Der Teamleiter kann gar nichts tun - darauf wollte
    > ich auch nicht hinaus, sondern auf die Faken, die
    > sie verliert...
    > Wir sprechen hier aber nicht von einem
    > 30-Mann-Unternehmen. Wir sprechen hier von einem
    > der größten KOnzerne Deutschlands..
    > Die Telekom hat vor kurzem die BASF als Kunden
    > verloren... und?

    Jedes Unternehmen MUSS wirtschaftlich orientiert sein, unabhängig von der Größe. Sinken die Einnahmen, sinken die Mitarbeiterzahlen. So einfach. Bei Kolossen wie der Telekom gelingt es nur zeitweilig, diesen Sachverhalt lockerer zu sehen, was dann auf Sicht dei Krise bringt.

    >
    >
    > >
    > Noch schlimmer: Was passiert, wenn ers
    > nicht tut?
    > Abgesehen davon, daß er ins
    > Kittchen wandern kann
    > (was ja Dein Beispiel
    > nicht beinhaltet), verlieren
    > mehr als
    > notwendig ihren Arbeitsplatz. Ist das das
    >
    > bessere Szenario?
    > s.o.
    >
    > > Aber ich stelle jetzt eine provozierende
    > Frage:
    > Wie kommt es, daß so jemand ein Haus
    > bauen konnte?
    > Wie kann es sein, daß der Staat
    > hier
    > mitfinanziert? Wenn sie das Haus
    > verkauft, bekommt
    > sie denselben Wert wie
    > einer, der sein Haus ohne
    > fremde Hilfe
    > finanziert hat.
    >
    > Wo steht, dass sie dabei staatliche Unterstützung
    > bekommen hat?

    Nirgendwo. Ich vermutete das aus dem Kontext.

  12. Re: Fairness

    Autor: Gulliver 11.05.07 - 18:01

    Hein Oskar Wuttich schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Na endlich mal einer mit Durch-und Weitblick !!!


    Ich würde eher sagen: Jemand mit genügend Zeit und Sozialromantik, um dermassen lange Beiträge zu schreiben. Bestimmt ein Service-T-Com-Mitarbeiter im Spätdienst...

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