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Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

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  1. Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: simart 23.05.07 - 16:05

    Google verarbeitet Vergangenheit und stellt sie vielen Menschen zur Verfügung. Es ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung.

    Eine Software wird wohl nicht wissen, was wir als nächstes machen wollen, nur weil sie alles über uns weiß.
    Es ist so als ob man einem Schachcomputer Intelligenz zusprechen würde, nur weil dieser Kasparow geschlagen hatte.
    Das Wichtigste ist dabei das Ziel, das sich in der Zukunft befindet, auf dem man zusteuert und nicht die Informationen aus der Vergangenheit.

    Mehr über antizipatorische Systeme: "What is the difference between a falling stone and a falling cat?" http://www.nadin.name/index.html?/publications/articles_journals/ubiquity.html

  2. Re: Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: GUEST 23.05.07 - 16:38

    so ein kluger (?) Kommentar und trotzdemnix zum thema :)

  3. Re: Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: Heinrich Hecker 23.05.07 - 21:48

    simart schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Google verarbeitet Vergangenheit und stellt sie
    > vielen Menschen zur Verfügung. Es ist ein Mittel
    > zur Vergangenheitsbewältigung.
    >
    > Eine Software wird wohl nicht wissen, was wir als
    > nächstes machen wollen, nur weil sie alles über
    > uns weiß.
    > Es ist so als ob man einem Schachcomputer
    > Intelligenz zusprechen würde, nur weil dieser
    > Kasparow geschlagen hatte.
    > Das Wichtigste ist dabei das Ziel, das sich in der
    > Zukunft befindet, auf dem man zusteuert und nicht
    > die Informationen aus der Vergangenheit.
    >
    > Mehr über antizipatorische Systeme: "What is the
    > difference between a falling stone and a falling
    > cat?" www.nadin.name

    das erzähl mal Deiner Versicherung, Deiner Bank,
    der Polizei, der Werbeindustrie,
    dass Deine Zukunft unabhängig von Deiner Vergangenheit ist.

    Übrigends gibt es auch Studien, die zeigen, dass Bildungschancen in Deutschland in Abhängigkeit von der sozialen Herkunft sind.
    Sollte Deiner These zufolge dann nicht so sein.

    Gruß
    Heinrich


  4. Re: Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: simart 24.05.07 - 00:16

    Ja, die Chancen sind besser für sozial gut plazierte Familien, einfach weil sie mehr Resourcen haben, mehr Erfahung gesammelt haben,... Das hilft natürlich. Aber nur wenn die Kinder damit was anfangen wollen; wenn das was sie machen wollen, von den Eltern unterstützt wird.

    Und da kommt die Zukunft ins Spiel. Wenn man ein Ziel erreichen will, ist die Zukunft die einzige Chance. Die Vergangenheit ist vergangen und abgeschlossen. Dort kann man nichts mehr ändern.

    Deshalb: in der Zukunft denken und in der Gegenwart handeln.

    Jemand, der eine Firma in den Sand gesezt hat, heisst nicht, dass er die zweite auch in den Sand stecken wird. Vielleicht hat er was gelernt und das Geschäft seines Lebens damit machen wird. Dass muss eine Bank herausfinden.

  5. Re: Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: simart 24.05.07 - 00:28

    Die einzige Chance von Google sich Lebenswichtig zu machen ist, dass sie sich die Zukunft vornehmen. Dann wären sie eine Maschine, die die mögliche Zukünfte vorhersagt und sie durchsuchbar macht. Oder wenn sie die Maschine nicht bauen, dass sie wenigstes auf die Ergebnisse Zugriff haben.

    Für die physikalische Welt sehe ich kein Problem darin, ausser dass die Rechenpower noch nicht aussreicht.

    Für die lebendige Welt ist es nicht so einfach. Google müsste wissen was die Personen, Tiere machen werden.

    Und jetzt zur These: Eine Maschine, die nur mit Geschichte gefüttert ist , dient der Vergangenheitsbewältigung, da sie keine Aussagen über die Zukunft der Personen treffen kann.
    Eine Maschine wird nicht wissen können wie Kasparow spielen wird, nur weil sie alle seine Schachspiele gespeichert hat.

  6. Re: Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: Heinrich Hecker 24.05.07 - 12:59


    > Eine Maschine wird nicht wissen können wie
    > Kasparow spielen wird, nur weil sie alle seine
    > Schachspiele gespeichert hat.

    Eine Maschine wird aber allein aus der Analyse der Vergangenheit abschätzen können,
    ob Kasparow gegen einen Dorfschachspieler gewinnen oder verlieren wird,
    und wird dafür eine Wahrscheinlichkeit berechnen können.

    und genau das wird Google auch tun: ein Ranking erstellen für die Fähigkeiten der Menschen.

    Gruß
    Heinrich

  7. Re: Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: simart 24.05.07 - 18:25

    Und genau da liegen Maschien falsch, denn sie "verstehen" Zusammenhänge nicht. Sie können alles mögliche berechnen, können aber nicht einschätzen, ob etwas Sinn macht, oder nicht.

    Menschen werden sich immer nach Sinn und für das Leben entscheiden, im Gegensatz zur Materie, die sich den physikalischen Gesetzen beugt.
    Diese Entscheidung kann nicht mit statistischer Wahrscheinlichkeit berechnet werden. Mehr darüber hat Robert Rosen geschrieben.

    Google müsste ein Algorithmus schreiben, mit dem sie in der Lage sind für jeden Menschen die Sinnfrage in einem bestimmten Moment zu beantworten und die Überlebensfrage. Damit würden sie Wissen, welche Entscheidung der Mensch treffen wird.

    Diese Entscheidung hat mehr mit der Zukunft zu tun als mit der Vergangenheit, weil die Zusammenhänge jedesmal anders sind und die Beantwortung der Sinnfrage und Überlebensfrage, jedesmal eine neue ist, sowie keine 2 Schachpartien sich gleichen.

  8. Re: Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: ThadMiller 25.05.07 - 12:58

    simart schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Eine Maschine, die nur mit Geschichte gefüttert ist , dient der
    > Vergangenheitsbewältigung, da sie keine Aussagen über die Zukunft
    > der Personen treffen kann.
    > Eine Maschine wird nicht wissen können wie
    > Kasparow spielen wird, nur weil sie alle seine
    > Schachspiele gespeichert hat.

    Zum einen wissen auch Menschen nicht wie ein anderer ein bestimmtes Schachspiel spielen wird. Zum anderen denke ich das es eher darum geht:

    Daten:
    Du bist IT'ler. Informierst dich ständig über die neueste Grafiksoftware, liest Toturials, lädst 3d-Modelle usw usf...

    meine Frage:
    "Google, was soll ich beruflich machen, da ich unzufrieden bin.

    Antwort google:
    Wie wärs mit Grafikdesign.

    Nur mal so als Beispiel.


    gruß
    Thad

  9. Re: Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: simart 25.05.07 - 14:51

    Das Problem ist dann die Überschrift. Mit einer solchen Strategie wird Google wohl kaum Lebensnotwending für die Menschen ;)

  10. Google rettet Leben!

    Autor: simart 25.05.07 - 15:51

    Wenn man Google zum Leben Braucht, dann muss Google mir das Weiterleben ermöglichen. Also: das Leben Retten. Google muss mich rechtzeitig über Gefahren warnen. Mich, persönlich!

    Google kann nicht wissen, was ich vorhabe, ausser ich teile ihm mit, was ich gerade denke.
    Angenommen, ich will am Wochenende in die Schweiz, in den Alpen, zu einer bestimmten Hütte auf einem bestimmten Weg. Google müsste das Wetter im voraus berechnen und mich warnen, wenn ein Orkan kommen würde, eine Lawine sich lösen könnte, usw. Damit meine ich aber nicht Allgemeinmeldungen, sondern Meldungen, die unmittelbar mit meiner geplannten Zukunft zu tun haben.
    Vielleicht sollte Google kleine Drone bauen, die diesen Weg Tage im Voraus machen, untersuchen und mögliche gefahren ausfindig machen.

    Jetzt beginnt alles lebenswichtig zu werden!

  11. Re: Google ist ein Mittel zur Vergangenheitsbewältigung

    Autor: Wunschkind 08.07.07 - 15:02

    simart schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ja, die Chancen sind besser für sozial gut
    > plazierte Familien, einfach weil sie mehr
    > Resourcen haben, mehr Erfahung gesammelt haben,...
    > Das hilft natürlich. Aber nur wenn die Kinder
    > damit was anfangen wollen; wenn das was sie machen
    > wollen, von den Eltern unterstützt wird.
    >
    > Und da kommt die Zukunft ins Spiel. Wenn man ein
    > Ziel erreichen will, ist die Zukunft die einzige
    > Chance. Die Vergangenheit ist vergangen und
    > abgeschlossen. Dort kann man nichts mehr ändern.
    >
    > Deshalb: in der Zukunft denken und in der
    > Gegenwart handeln.
    >
    > Jemand, der eine Firma in den Sand gesezt hat,
    > heisst nicht, dass er die zweite auch in den Sand
    > stecken wird. Vielleicht hat er was gelernt und
    > das Geschäft seines Lebens damit machen wird. Dass
    > muss eine Bank herausfinden.


    Und du meinst also, Google könnte dabei helfen, genau das rauszufinden? Findest du nicht, dass es bereits genug Firmen gibt, die schon allzu viel über den Einzelnen wissen? Nimm doch mal die Schufa, die sogar weiß, wenn jemand aufgrund fehlender Zahlungen eine Einladung zur Unterzeichnung einer Eidesstattlichen Versicherung erhalten hat und ob er dieser nachgekommen ist.
    Was also, wenn all diese Informationen über, sagen wir, Zahlungsmoral, Hobbys, Berufswunsch, Lieblingsessen, Kinderwunsch, Geld- und Sachvermögen, Anzahl der Verwandten, Sprachkenntnisse, Lieblingssender, bevorzugte Urlaubsziele, sexuelle Vorlieben, Handschrift und biometrische Daten zusammengefasst zu einem persönlichen Profil werden?

    Ist das im Hinblick auf Terrorismus-Ermittlungen und Rasterfahndung oder überhaupt erst Überwachung durch wen auch immer nicht erschreckend?

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