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  5. › Sachsen testen Gesundheitskarte…

das war pure Angst!!

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  1. das war pure Angst!!

    Autor: Hans Oddin 02.06.07 - 15:15

    am Ende waren alle froh, dass es keine Proteste gab.

    Immerhin, zwei (größere) sächsische Firmen sind in Sachsen in das Milliarden-IT-Projekt eingebunden, immerhin ...

    Effiziente Open Strategien, wie zuletzt immer wieder gefordert, sind nicht im Gespräch. Können auch nicht, denn wie solch ein Projekt aussehen könnte, wurde zuletzt sächsisch betrachtet, als man das saxtelemed Projekt 2003 erfolgreich beendete. Das wurde nun auch wieder demonstriert: Der erfolgreiche Einsatz der HPC (kurz Arztkarte).

    Zur Gesundheitskarte konnte man sich schwerpunktmäßig in Ebersbach nichts anschauen. Die Einladung legte sich zur Gesundheitskarte fest, gezeigt wurde der Einsatz der HPC und Präsentationen zum E-Rezept.

    In einem offiziell bestellten Bus fuhren nicht viel mehr als zwei Personen mit und man schien - schön in schwarz aufgereiht - auf Journalisten auszuharren. Man war (auch wieder mal) unter sich...
    Im Großen und Ganzen eine Marketingaktion, welche auch ein paar Euro verschlingen darf.
    Hört man sich bei den Ärzten um, dann kommen schon mal Existenzangst und Befürchtungen hoch. Die Ärzte in Sachsen haben andere Sorgen >> die Gesundheitskarte kommt doch sowieso - was soll man dann in Ebersbach. Die großen privaten Klinikketten machen es auch vor, wie man Prozesseffizienz richtig anfasst. Warum also so ein Aufsehen?

    Vielleicht, ja vielleicht nützt die Karte auch mal den Ärzten. Dazu gibt es in Leipzig (Verein) oder in Mecklenburg-Vorpommern gute Lösungsansätze. Die Schwester "AGNES" kam ja auch von dort und wird dort in MV auch als was echt Neues weiter gefördert. Was haben da die Sachsen zu bieten? Was ist wirklich neu? Wer hat wann nach dem Neuen in Sachsen gesucht und zu welcher Zeit? Im Grunde war es sogar so, dass alles Neue zum Gesundheitskartenprojekt in Sachsen nicht zugelassen wurde. Es sollte keine konstruktiven sächsischen Vorschläge geben, die von der GEMATIK dann als möglichen Standard erhoben werden könnten! So beschrieben in der Antwort der Verantwortlichen zu einer Kleinen Anfrage in Sachsen. Zu voraussehender Wirtschaftspolitik habe ich eine andere Erwartungshaltung. Eines stimmt allerdings - Sachsen hat da was Besonderes. Man kann ein solch geführtes Projekt in Sachsen gut entwickeln, da mit größeren Streiks von seiten der Ärzte oder Patienten (dem eigenlichen Kunden im Gesundheitswesen) nicht zu rechenen ist. Die Sachsen wollen ja schließlich arbeiten und nicht streiken. Da gab es geschichtlich in letzter Zeit zu viel Lehrstoff, als dass man Zeit oder gar Geld hätte, um sich es leisten zu können.

    Nachdenklich stimmt mich, dass es in Sachsen kaum Kritisches zu so einem riesigen sächsischen Projekt zu hören gibt. Dies ist sonst eigentlich ungewöhnlich für Projekte in der Größenordnung. In keiner örtlichen Zeitung und sonst auch nicht. Ist vielleicht nicht viel passiert? Nicht, dass es Kritiken nicht gegeben hätte. Oder ist man tatsächlich unter sich? Dann wüssten ja andere viel zu wenig über das Projekt - klar, was soll man so auch beurteilen. Die Satzung vielleicht oder den Geldmittelfluss oder etwas andere Neuheiten?

    Ich persönlich bin mal beim derzeitigen Projektbüro gespannt, welche Marketingmaßnahmen noch zum tragen kommen ... müssen.

    Das schöne große Projekt mit soooooo vielen involvierten Sachsen, hat soooo ein Wirtschaftskraft entwickelt, dass man es regeltrecht bewerben muss...

    Ich entschuldige mich für die zwiespältigen Worte, kann es mir alledings nur schwerlich zurückhalten. Die sind richtig gut(!?), die Lobby derjenigen, die es nach saxtelemed 2003 bzgl. eGK nur in eine Richtung in Sachsen laufen lassen haben. Neu dazugekommene tragen kaum eine Last. Die möchten verständlicher Weise nun das Beste daraus machen.

    Im Grunde fehlt es in Sachsen immer noch an einer Lobby der Prozessgestalter, Informationstechniker oder einem ThinkTank. Hier hätte Dampf richtig Spass gemacht.

    Schade...aber vielleicht gibts ja mal was Neues in der Richtung.

  2. Re: das war pure Angst!!

    Autor: to.seibt@hotmail.com 03.06.07 - 12:52

    >> Herr Oddin schrieb: "...."

    der o.g. Beitrag entspricht nicht den Regeln und wird beobachtet.
    Bitte korregieren! Es dürfen nur Formulierungen vorkommen, die denen eines normalen, zugelassenen Zeugnisses entsprechen.

  3. Re: das war pure Angst!!

    Autor: subjekt 04.06.07 - 08:49


    Auf den "Datenspuren" (Veranstaltung des CCC Dresden) 2006 hat Herr Thomas Maus einen Vortrag über die Gesundheitskarte gehalten. Herr Thomas Maus von der Uni Karlsruhe hat für das Fraunhofer ein Gutachten über die Gesundheitskarte erstellt. Um es Kurz zu halten:

    -es wurde versucht ihn Mundtot zu machen.

    -die Wahrheit wird verschwiegen, bzw. anders von den Politikern interpretiert

    -öffentliche kritische Diskussionen gibt es nicht.

    und genau so wenig darf man es an den Sachsens fest machen(bin selbst einer). Wo wird den bitteschön kritisch über die Gesundheitskarte diskutiert? Garnsicht. Wo ist das Medieninteresse? Es wird hingenommen und den schönen Phrasen des einen oder anderen Lobbyist geglaubt. Wie immer wird es erst gemerkt wenn es zu spät ist.

    Und Herr Schäuble freut sich.


    mfg
    subjekt

  4. Re: das war ...mal wieder viel Geld fürs Marketing aber fürs Projektmanagement?

    Autor: reflexanomalie 04.06.07 - 10:19

    subjekt schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > -die Wahrheit wird verschwiegen, bzw. anders von
    > den Politikern interpretiert
    >
    > -öffentliche kritische Diskussionen gibt es
    > nicht.

    > mfg
    > subjekt



    http://www.ccc.de/updates/2006/krankheitskarte

    Sehr geehrte Damen und Herren des SMS und der AOK in Sachsen...
    Bitte nehmen Sie Stellung.

    Das eRezept wird >>nicht<< den ROI erbringen. Nur wenn man den Feldversuch clever anders gestaltet hätte, würde Sachsen auch davon profitieren können. Doch, fragt mal nach dem MASTERPLAN.

    Holla "doob":
    Was sagt man denn dazu? Zu einer Diskussion bereit? Mut?

  5. Re: das war ...mal wieder viel Geld fürs Marketing aber fürs Projektmanagement?

    Autor: Sachsen - Land von Welt 04.06.07 - 10:40

    reflexanomalie schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > subjekt schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > -die Wahrheit wird verschwiegen, bzw. anders
    > von
    > den Politikern interpretiert
    >
    > -öffentliche kritische Diskussionen gibt es
    >
    > nicht.
    >
    > > mfg
    > subjekt
    >
    > www.ccc.de
    >
    > Sehr geehrte Damen und Herren des SMS und der AOK
    > in Sachsen...
    > Bitte nehmen Sie Stellung.
    >
    > Das eRezept wird >>nicht<< den ROI
    > erbringen. Nur wenn man den Feldversuch clever
    > anders gestaltet hätte, würde Sachsen auch davon
    > profitieren können. Doch, fragt mal nach dem
    > MASTERPLAN.
    >
    > Holla "doob":
    > Was sagt man denn dazu? Zu einer Diskussion
    > bereit? Mut?

    Es zahlen die sächsischen Ärzte oder wenn der Prozess nicht geändert wird, der sächsische Steuerzahler - denn dann wird es ein Politikum.

    Leiten wir doch mal eine qualifizerte Anfrage an die sogenannten Macher weiter. Beispielsweise einen Katalog mit ganz konkreten Fragen. Fragen wir doch beispielsweise erst mal einfach- ganz einfach beginnend, welche Betrachtungsgruppe zu o.g. Veranstaltung in Ebersbach eingeladen wurde. Was sah das Einladungskonzept hier vor? IT-Firmen? KMU's? Beratungsfirmen? Oder gar das Fraunhoferinstitut für Arbeits- und Organistationsforschung (hier: Name verständlich passend übersetzt)?


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