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Gut, dass keiner weiß was ein Kopierschutz ist. ;)

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  1. Gut, dass keiner weiß was ein Kopierschutz ist. ;)

    Autor: Hony 06.07.07 - 09:50

    Der "zweite Korb" hat leider keinem echte Rechtssicherheit gegeben. Was ist ein technisch funktionierender Kopierschutz? Gerade im Fall Musik- und Filmindustrie gibt es derzeit nur 2 relevanten Techniken.

    Fall CSS:
    CSS ist kein Kopierschutz sondern ein Schutz vor unlizenziertem Abspielen. Die 409 Schlüssel sind seit 1999 öffentlich bekannt. Daher gilt dieser Schutz auch als gebrochen.

    Fall AACS:
    Nach meinen letzten Informationen ist dieser Schutz der tatsächlich als Kopierschutz entwickelt wurde ebenfalls gebrochen. Jedenfalls gibt es auf dem Markt Software die diesen umgeht.

    Alle anderen Methoden einen Kopierschutz zu erzeugen sind bei genauerem Hinsehen Verletzungen der jeweiligen Standards bei CD und DVD. Also ein Gewährleisungsfall. Wenn nur kaputte CDs oder DVDs lieferbar sind hat der Kunde ein Anrecht auf Rückgabe. Zumindest dann, wenn der Datenträger als CD oder DVD verkauft wird. Der Hinweis "Dieser Datenträger ist kopiergeschützt" reicht da im Grunde nicht aus da dies auf diese beiden Medien schlichtweg nicht zutreffen kann.

    Letztendlich bleibt die Frage was unter "technisch" und "funktionierend" zu verstehen ist. Ins Blaue würde ich sagen, dass technisch dann zutriffte, wenn ich zusätzliche Hardware benötige. Und funktionieren bedeuted doch dass es keine Möglichkeit gibt Diesen zu umgehen.

  2. Re: Gut, dass keiner weiß was ein Kopierschutz ist. ;)

    Autor: Captain 06.07.07 - 21:38

    Hony schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Der "zweite Korb" hat leider keinem echte
    > Rechtssicherheit gegeben. Was ist ein technisch
    > funktionierender Kopierschutz? Gerade im Fall
    > Musik- und Filmindustrie gibt es derzeit nur 2
    > relevanten Techniken.
    >
    > Fall CSS:
    > CSS ist kein Kopierschutz sondern ein Schutz vor
    > unlizenziertem Abspielen. Die 409 Schlüssel sind
    > seit 1999 öffentlich bekannt. Daher gilt dieser
    > Schutz auch als gebrochen.
    >
    > Fall AACS:
    > Nach meinen letzten Informationen ist dieser
    > Schutz der tatsächlich als Kopierschutz entwickelt
    > wurde ebenfalls gebrochen. Jedenfalls gibt es auf
    > dem Markt Software die diesen umgeht.
    >
    > Alle anderen Methoden einen Kopierschutz zu
    > erzeugen sind bei genauerem Hinsehen Verletzungen
    > der jeweiligen Standards bei CD und DVD. Also ein
    > Gewährleisungsfall. Wenn nur kaputte CDs oder DVDs
    > lieferbar sind hat der Kunde ein Anrecht auf
    > Rückgabe. Zumindest dann, wenn der Datenträger als
    > CD oder DVD verkauft wird. Der Hinweis "Dieser
    > Datenträger ist kopiergeschützt" reicht da im
    > Grunde nicht aus da dies auf diese beiden Medien
    > schlichtweg nicht zutreffen kann.
    >
    > Letztendlich bleibt die Frage was unter
    > "technisch" und "funktionierend" zu verstehen ist.
    > Ins Blaue würde ich sagen, dass technisch dann
    > zutriffte, wenn ich zusätzliche Hardware benötige.
    > Und funktionieren bedeuted doch dass es keine
    > Möglichkeit gibt Diesen zu umgehen.

    Dann liesdir maldie EULAs einiger aktueller Spiele durch, da steht folgendes:
    Sie dürfen keine Sicherheitskopie erstellen. Geht ihr Datenträger kaputt, dann schicken sie ihn ein,gegen eine Gebühr von 10 € bekommen sie einen neuen...

  3. Re: Gut, dass keiner weiß was ein Kopierschutz ist. ;)

    Autor: childinsilence 07.07.07 - 11:10

    > Dann liesdir maldie EULAs einiger aktueller Spiele
    > durch, da steht folgendes:
    > Sie dürfen keine Sicherheitskopie erstellen. Geht
    > ihr Datenträger kaputt, dann schicken sie ihn
    > ein,gegen eine Gebühr von 10 € bekommen sie einen
    > neuen...

    Rechtlich gesehen ist es Wurst was in EULA's steht, wenn im Gesetz was andres steht. Das ist wie beim Mietrecht. Abschnitte, die nicht Gesetzeskonform sind, werden ungültig.

  4. Re: Gut, dass keiner weiß was ein Kopierschutz ist. ;)

    Autor: Chummer 07.07.07 - 15:14

    Hony schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Der "zweite Korb" hat leider keinem echte
    > Rechtssicherheit gegeben. Was ist ein technisch
    > funktionierender Kopierschutz? Gerade im Fall
    > Musik- und Filmindustrie gibt es derzeit nur 2
    > relevanten Techniken.
    >
    > Fall CSS:
    > CSS ist kein Kopierschutz sondern ein Schutz vor
    > unlizenziertem Abspielen. Die 409 Schlüssel sind
    > seit 1999 öffentlich bekannt. Daher gilt dieser
    > Schutz auch als gebrochen.
    >
    > Fall AACS:
    > Nach meinen letzten Informationen ist dieser
    > Schutz der tatsächlich als Kopierschutz entwickelt
    > wurde ebenfalls gebrochen. Jedenfalls gibt es auf
    > dem Markt Software die diesen umgeht.
    >
    > Alle anderen Methoden einen Kopierschutz zu
    > erzeugen sind bei genauerem Hinsehen Verletzungen
    > der jeweiligen Standards bei CD und DVD. Also ein
    > Gewährleisungsfall. Wenn nur kaputte CDs oder DVDs
    > lieferbar sind hat der Kunde ein Anrecht auf
    > Rückgabe. Zumindest dann, wenn der Datenträger als
    > CD oder DVD verkauft wird. Der Hinweis "Dieser
    > Datenträger ist kopiergeschützt" reicht da im
    > Grunde nicht aus da dies auf diese beiden Medien
    > schlichtweg nicht zutreffen kann.
    >
    > Letztendlich bleibt die Frage was unter
    > "technisch" und "funktionierend" zu verstehen ist.
    > Ins Blaue würde ich sagen, dass technisch dann
    > zutriffte, wenn ich zusätzliche Hardware benötige.
    > Und funktionieren bedeuted doch dass es keine
    > Möglichkeit gibt Diesen zu umgehen.

    Bisher sah es so aus:
    1. Das Wort Kopierschutz kommt im Gesetz nicht vor. Es ist also egal wie man den Schutz definiert. Technische Schutzmaßnahmen heißt es. Egal wie die Umsetzung aussieht.
    2. Es spielt keine Rolle ob ein Kopierschutz umgangen werden könnte oder was genau er tut. Lediglich seine Präsenz und seine theoretische Wirksamkeit reichen aus, um ihn als technisches Schutzverfahren zu klassifizieren. DH solange man aktiv etwas unternehmen muss um den Kopierschutz zu umgehen, ist es illegal (außer bei Software). Aktiv kann dabei auch schon die Wahl eines entsprechenden Kopierprogrammes sein. Vor allem dann, wenn es in Deutschland als "nicht mehr verfügbar weil illegal" angesehen werden kann.

  5. Re: Gut, dass keiner weiß was ein Kopierschutz ist. ;)

    Autor: Hony 08.07.07 - 15:26

    Chummer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bisher sah es so aus:
    > 1. Das Wort Kopierschutz kommt im Gesetz nicht
    > vor. Es ist also egal wie man den Schutz
    > definiert. Technische Schutzmaßnahmen heißt es.
    > Egal wie die Umsetzung aussieht.

    Einen technischen Defekt als Schutzmaßnahme zu bezeichnen halte ich für nicht haltbar.

    > 2. Es spielt keine Rolle ob ein Kopierschutz
    > umgangen werden könnte oder was genau er tut.
    > Lediglich seine Präsenz und seine theoretische
    > Wirksamkeit reichen aus, um ihn als technisches
    > Schutzverfahren zu klassifizieren. DH solange man
    > aktiv etwas unternehmen muss um den Kopierschutz
    > zu umgehen, ist es illegal (außer bei Software).
    > Aktiv kann dabei auch schon die Wahl eines
    > entsprechenden Kopierprogrammes sein. Vor allem
    > dann, wenn es in Deutschland als "nicht mehr
    > verfügbar weil illegal" angesehen werden kann.

    Aktiv bedeuted was genau? Wenn ich mir eine Linuxversion installiere die die entsprechende Software mitbringt reichen Bordmittel und ich muß nichts weiter tun als den Kopiervorgang zu starten. Oder fällt das auch schon unter aktiv? Verfügbar ist wohl alles, was im Internet zu bekommen ist. Also auch Software aus z.B. Antigua. Ob legal oder illegal steht dabei auf einem anderen Blatt Papier. Auch wenn (vorgegebene) Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, bedeuted dies noch lange keinen Vorsatz.

  6. Re: Gut, dass keiner weiß was ein Kopierschutz ist. ;)

    Autor: WillWasSagen 09.07.07 - 10:38

    Chummer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hony schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Der "zweite Korb" hat leider keinem
    > echte
    > Rechtssicherheit gegeben. Was ist ein
    > technisch
    > funktionierender Kopierschutz?
    > Gerade im Fall
    > Musik- und Filmindustrie gibt
    > es derzeit nur 2
    > relevanten Techniken.
    >
    > Fall CSS:
    > CSS ist kein Kopierschutz
    > sondern ein Schutz vor
    > unlizenziertem
    > Abspielen. Die 409 Schlüssel sind
    > seit 1999
    > öffentlich bekannt. Daher gilt dieser
    > Schutz
    > auch als gebrochen.
    >
    > Fall AACS:
    >
    > Nach meinen letzten Informationen ist dieser
    >
    > Schutz der tatsächlich als Kopierschutz
    > entwickelt
    > wurde ebenfalls gebrochen.
    > Jedenfalls gibt es auf
    > dem Markt Software die
    > diesen umgeht.
    >
    > Alle anderen Methoden
    > einen Kopierschutz zu
    > erzeugen sind bei
    > genauerem Hinsehen Verletzungen
    > der
    > jeweiligen Standards bei CD und DVD. Also ein
    >
    > Gewährleisungsfall. Wenn nur kaputte CDs oder
    > DVDs
    > lieferbar sind hat der Kunde ein Anrecht
    > auf
    > Rückgabe. Zumindest dann, wenn der
    > Datenträger als
    > CD oder DVD verkauft wird.
    > Der Hinweis "Dieser
    > Datenträger ist
    > kopiergeschützt" reicht da im
    > Grunde nicht
    > aus da dies auf diese beiden Medien
    >
    > schlichtweg nicht zutreffen kann.
    >
    > Letztendlich bleibt die Frage was unter
    >
    > "technisch" und "funktionierend" zu verstehen
    > ist.
    > Ins Blaue würde ich sagen, dass
    > technisch dann
    > zutriffte, wenn ich
    > zusätzliche Hardware benötige.
    > Und
    > funktionieren bedeuted doch dass es keine
    >
    > Möglichkeit gibt Diesen zu umgehen.
    >
    > Bisher sah es so aus:
    > 1. Das Wort Kopierschutz kommt im Gesetz nicht
    > vor. Es ist also egal wie man den Schutz
    > definiert. Technische Schutzmaßnahmen heißt es.
    > Egal wie die Umsetzung aussieht.
    > 2. Es spielt keine Rolle ob ein Kopierschutz
    > umgangen werden könnte oder was genau er tut.
    > Lediglich seine Präsenz und seine theoretische
    > Wirksamkeit reichen aus, um ihn als technisches
    > Schutzverfahren zu klassifizieren. DH solange man
    > aktiv etwas unternehmen muss um den Kopierschutz
    > zu umgehen, ist es illegal (außer bei Software).
    > Aktiv kann dabei auch schon die Wahl eines
    > entsprechenden Kopierprogrammes sein. Vor allem
    > dann, wenn es in Deutschland als "nicht mehr
    > verfügbar weil illegal" angesehen werden kann.

    Ob es nun legal oder illegal ist den Kopierschutz zu umgehen, das ändert nichts an der Tatsache, dass die Gesetze immer weiter zu Gunsten der Reichen beschlossen werden. Eigentlich müsste man die ganze Film- und Musikindustrie boykottieren. Und bei der Stückzahl an Verkauften DVDs dürften sie nicht mehr als 10€ kosten. Da leistet jemand schon seit längerem gute Lobbyarbeit ...


  7. Re: Gut, dass keiner weiß was ein Kopierschutz ist. ;)

    Autor: DebianBefürworter 09.07.07 - 10:46

    Hony schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Aktiv bedeuted was genau? Wenn ich mir eine
    > Linuxversion installiere die die entsprechende
    > Software mitbringt reichen Bordmittel und ich muß
    > nichts weiter tun als den Kopiervorgang zu
    > starten. Oder fällt das auch schon unter aktiv?

    Wenn ich das richtig im Hinterkopf habe, fällt dieser Fall nicht darunter, da man hier den Kopierschutz gar nicht bemerkt.

    > Auch wenn (vorgegebene) Unwissenheit nicht vor Strafe schützt,
    > bedeuted dies noch lange keinen Vorsatz.

    Ja. Zumal Unwissenheit nicht immer nicht vor Strafe schützt. Es gibt durchaus Fälle, wo sie genau das tut.

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